Schmutzengel von Jutta Profijt

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 bei dtv.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, 1990 - 2009.

  • München: dtv, 2010. ISBN: 978-3423212069. 285 Seiten.

'Schmutzengel' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Job weg, Freund weg und die Wohnung so gut wie weg. Aber Corinna (31) wäre nicht die Enkelin ihrer patenten westfälischen Oma, wenn sie sich nicht flugs an die Neugestaltung ihres Lebens machen würde, und zwar mit einer genialen Geschäftsidee: Sie gründet die »Schmutzengel« – ein Dienstleistungsunternehmen, das gestressten Managern und unbeholfenen Muttersöhnchen die Organisation des lästigen Haushalts und der anstrengenden Freizeit abnimmt. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten, die Aufträge purzeln nur so herein, alles läuft bestens. Bis zu dem Tag, an dem im Haus des peniblen Neukunden plötzlich ein Toter liegt. Besorgt um das Image ihrer Firma beschließt Corinna: Der muss weg! Doch wie und wohin?

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detno zu »Jutta Profijt: Schmutzengel« 04.10.2010
Ich habe das Buch als Krimi, nicht als "Frauenroman" (hintere Umschlagseite) gekauft.

Aber es ist k e i n Krimi, auch nicht trotz
einer Leiche, die tagelang im Kofferraum durch die Gegend kutschiert wird.

Den Inhalt hat tassieteufel bereits sehr gut wiedergegeben, so dass ich mich kurz fassen kann:

Ein kurzweiliger, witziger, voller Einfälle beladener Roman, der mich zu dem spontanen Einfall bebracht hat, dieses Taschenbuch an die Frauen in unserer Familie zu verschenken.

Ich bin überzeugt, auch sie werden ihren Spaß mit diesem Lesevergnügen haben, zumal ja auch Männer - nicht nur als Leiche - mitwirken.

86° von mir
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
tassieteufel zu »Jutta Profijt: Schmutzengel« 05.08.2010
Corinnas Leben verläuft ganz routiniert, sie arbeitet in einer Werbeagentur und organisiert das häusliche Leben mit Freund Greg, doch das ändert sich an einem recht denkwürdigen Tag, denn da bricht das Chaos über sie herein, Job weg, Freund weg und Wohnung weg, doch Corinna läßt sich nicht unterkriegen, trotz erfolgloser Besuche beim Arbeitsamt und recht frustrierenden Bewerbungsgesprächen, will sie nicht klein bei geben.Bei einem Vorstellungsgespräch mit einem
gestreßten Manager kommt ihr dann auch eine zündende Geschäftsidee: sie gründet die Agentur \"Schmutzengel\" die vielbeschäftigten Männern die Organisation des Haushalts abnimmt, putzt wäscht, bügelt, einkauft und alles erledigt, was so im Alltag anfällt. Freundin Tabea stellt eine geschickte Werbekampagne auf die Beine und mit etwas Startkapital von Oma und der Hilfe von deren bester Freundin Lisbeth kann das Unternehmen starten. Alles läuft wie am Schnürchen, bis Corinna bei einem neuen Kunden eine Leiche in der Kühlkammer findet. Das ist natürlich
katastrophal für das Image ihrer kleinen Firma u. so beschließt Corinna den Toten zu entsorgen.
Wer die Kühlfach Bücher der Autorin kennt, wird auch hier von ihrem lockeren, leichten und witzigen Schreibstil begeistert sein. Obwohl die \"Schmutzengel\" eher weniger ein Krimi sind, hat mich doch Coriannas Odysse mit der Leiche im Kofferraum hervorragend unterhalten und des
öfteren zum Lachen gebracht. Einfach herrlich Coriannas Auftritt beim Stilseminar, da mußte ich wirklich herzhaft lachen! Obwohl natürlich einige Szenen slapstickartig überzogen sind, werden die Figuren doch sehr lebensnah geschildert und gerade bei Corinnas beruflicher Entwicklung kann man sich gut in sie hineinversetzten und ihr nachempfinden.
Corinnas Privatleben ist zwar ein wenig vorhersehbar, am Ende purzeln nicht nur die Pfunde, sondern die Heldin ist auch schlauer und glücklicher, aber insgesamt paßt das gut zu dem Buch.
Die Handlung an sich sollte man zwar nicht zu sehr hinterfragen, es ist nicht so ganz nachvollziehbar, warum Corinna meint, die Leiche entsorgen zu müssen, aber als Aufhänger für die kuriose, sich daraus entwickelnde Geschichte taugt das allemal da gab es schon wesentlich dünnere Motive und so hat die Story auf jeden Fall einen hohen Unterhaltunsgwert.

Fazit: locker, leicht und witzig geschrieben bietet das Buch einige vergnügliche Lesestunden, ich hätte nichts gegen eine Fortsetzung einzuwenden, allerdings wohl eher eine Frauenlektüre.
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