Kein Fall für Wilsberg von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1993
bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Münster, 1990 - 2009.
Folge 4 der Wilsberg-Serie.
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Dortmund: Grafit, 1993.
ISBN:
3-89425-039-9. 143 Seiten.
'Kein Fall für Wilsberg' ist erschienen als
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Das meint Krimi-Couch.de: »Kein Fall mit Unterhaltungswert«
Krimi-Rezension von Thomas Kürten überspringen
Warum dieser Titel? Der Mord an einem westfälischen Unternehmer, der eventuell erpresst wurde, passt doch eigentlich perfekt in das Beuteschema des Münsteraner Schnüfflers. Liegt es nur an dem Verwandtschaftsverhältnis, daran dass der Tote Wilsbergs Schwager war? Jedenfalls ist hier Kiki, Wilsbergs kleine Schwester, die Auftraggeberin und von daher nicht gerade viel Lohn zu erwarten.
Der mit 140 Seiten wieder einmal locker in einem Tag zu lesende Roman gehört jedoch leider zu den nicht so guten Wilsbergbänden. Versuche, den Detektiv schrullig oder kauzig wirken zu lassen, erreichen leider nicht den Effekt, den wir inzwischen aus späteren Erzählungen kennen. Leider plätschert auch die Handlung viel zu geradlinig und überraschungsneutral daher. Sicherlich immer wieder ein Problem, auf wenigen Seiten mal wenigstens eine unerwartete Wendung unterzubringen, aber gerade dies hätte hier den Unterhaltungswert ungemein gesteigert.
Eigentlich hat er keine Lust
Wilsberg wird für den Fall extra von seiner Schwester aus der Karibik nach Münster heim geholt. Viel lieber würde er am Sonnenstrand bei seiner neuen Liebe namens Nellie bleiben, aber was tut man nicht fürs Schwesterchen. Wenn nur die angeheiratete Verwandtschaft nicht so widerlich wäre. Als dann auch noch aus der vermuteten Erpressung ein echter Mord wird, rückt die geplante Rückreise in immer weitere Ferne.
Der geringe Spaßfaktor bei den Ermittlungen gibt Rätsel auf. Hatte der Autor damals vielleicht keine genaue Perspektive, wohin sich sein Held entwickeln sollte? Wilsberg ist in diesem Roman so anders als inzwischen gewohnt. Briefmarkenhandel und Detektei leiten inzwischen andere, Wilsberg hat eine offenbar feste Beziehung und eine prall gefüllte Brieftasche.
»Kein Fall für Wilsberg« ist ein Fall für die treuesten Wilsbergfans, die die Entwicklung ihres Georg Wilsberg komplett verfolgen wollen. Wer aber einen Einstieg in diese erfolgreiche Serie sucht, dem seien andere Romane um den Detektiv aus Münster empfohlen.
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| Klaus-Günther Beck-Ewerhardy zu »Jürgen Kehrer: Kein Fall für Wilsberg« | 19.02.2011 |
|---|---|
| André Polis zu »Jürgen Kehrer: Kein Fall für Wilsberg« | 12.11.2006 |
