Schlaf nicht, wenn es dunkel wird von Joy Fielding

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Whispers and Lies, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Florida, 1990 - 2009.

  • New York: Atria Books, 2002 unter dem Titel Whispers and Lies. 307 Seiten.
  • München: Goldmann, 2004. Übersetzt von Kristian Lutze. ISBN: 3-442-31029-6. 352 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2005. Übersetzt von Kristian Lutze. ISBN: 3828978053. 351 Seiten.
  • München: Goldmann, 2006. Übersetzt von Kristian Lutze. ISBN: 978-3-442-46173-8. 351 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2004. Gesprochen von Hansi Jochmann. gekürzt. ISBN: 3898307948. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Augsburg: Weltbild, 2006. Gesprochen von Hansi Jochmann. gekürzt. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2006. Gesprochen von Hansi Jochmann. gekürzt. ISBN: 3866042205. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2008. Gesprochen von Hansi Jochmann. gekürzt. ISBN: 3866049579. 6 CDs.

'Schlaf nicht, wenn es dunkel wird' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Sie führt ein zurückgezogenes Leben in einer kleinen Stadt in Florida: die Krankenschwester Terry Painter. Seit dem Tod ihrer Mutter zunehmend vereinsamt, fasst sie eines Tages den Entschluss, ihr leer stehendes Gartenhäuschen zu vermieten. Und sie hat Glück, denn vom ersten Moment an empfindet sie eine große Zuneigung zu Alison Simms, ihrer neuen Mieterin. Schon bald kann sie sich ein Leben ohne die temperamentvolle junge Frau gar nicht mehr vorstellen. Doch plötzlich beschleicht Terry der schreckliche Verdacht, dass Alison etwas vor ihr verbirgt: Sie findet ein Tagebuch mit rätselhaften Eintragungen und muss feststellen, dass Alison sie belügt. Immer öfter hat Terry das beklemmende Gefühl, in ein infames Katz-und-Maus-Spiel geraten zu sein, das ihr den Verstand zu rauben droht …

Das meint Krimi-Couch.de: »Vorhersehbare Leichtigkeit« 30°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Schon die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken des im Wilhelm Goldmann Verlag erschienenen Romans Whispers and Lies, den man sehr frei übersetzt als Schlaf nicht, wenn es dunkel wird in der Übersetzung von Kristian Lutze 2002 an den deutschsprachigen Leser gebracht hat, sagt eigentlich alles über dieses Buch aus.

Eine nach eigener Einschätzung alte Jungfer namens Terry Painter, die als Krankenschwester in einer Sterbeklinik ihr berufliches Dasein fristet, fühlt sich allein und vermietet ihr Gartenhäuschen an junge Frauen, um erstens ein finanzielles Zubrot zu haben und zweitens ein wenig Leben in die faden Tage zu bringen.

Nach dem Auszug der Vormieterin schneit Alison wie ein Wirbelwind ins Leben der einsamen Frau und bringt Lachen und neue verrückte Ideen in den bislang so ruhigen Hausstand. Alison wird von Joy Fielding als total lebenslustige Chaotin geschildert, die über alle Schwierigkeiten erhaben ist und sich im Nu überall Freunde macht. Die sie natürlich auch in Terry Painters Haus unterbringt, und diese hat reichlich Hemmungen, das Mädel in deren Schranken zu weisen.

Denn Terry Painter wird von der Autorin so geschildert, als hätte die Hauptfigur ihr (Sexual)Leben schon hinter sich, aber gleichzeitig scheint sich nach langen Jahren der (körperlichen) Enthaltsamkeit endlich auch wieder ein Mann für sie zu interessieren. Der Sohn einer ihrer älteren Patientinnen zeigt auffallendes Interesse an ihr und plötzlich beginnen in ihr die Hormone verrückt zu spielen und sie weiß nicht mehr so ganz recht, wie sie diesen im Bedarfsfalle nachgeben soll. Und Alison ermuntert sie noch, sich endlich wieder einem Mann hinzugeben.

Aber das ist alles nicht so leicht, denn zum Einen ertappt Terry ihre Untermieterin bei zahlreichen Lügen, sie scheint es auch mit fremdem Eigentum nicht so genau zu nehmen und …sie hat ein Tagebuch, in dem Terry heimlich liest. Dabei muss sie zur Ansicht kommen, dass Alison es nicht das erste Mal auf das Hab und Gut anderer abgesehen hat und dabei auch vor einem Mord nicht zurück schrecken könnte …und sie selbst fühlt sich als das nächste Opfer …

Was Joy Fielding in ihrem Roman Schlaf nicht, wenn es dunkel wird an (negativen) weiblichen Klischeevorstellungen unterbringt, kann beim besten Willen nicht als Loblied auf die Weiblichkeit gedacht sein. Von der lebenslustigen, leicht verblödeten Blondine bis zum vertrockneten Mauerblümchen, dem späte Östrogenstöße zusetzen, wird kein Vorurteil ausgelassen. Dass junge Männer ausschließlich Muskeln, knackige Hintern und eine permanente Paarungsbereitschaft zeigen, darf dabei dann nicht mehr wundern.

Die ganze Geschichte läuft mit vorhersehbarer Leichtigkeit von statten und wer den Ausgang vor der Mitte nicht erahnt, wird wahrscheinlich nur ein Gelegenheitskrimileser sein. Die Sprache, mit der die Autorin ihre Klientel verwöhnt, kommt über besseres Grundschulniveau nicht hinaus, das kennt man auch schon von Janet Evanovich, aber deren Bücher haben wenigstens Humor, der diesem von Publishers Weekly als »eines Hitchcock würdigen« Thriller bezeichneten Roman gänzlich fehlt.

Männern kann von diesem seichten Werk nur dringend abgeraten werden, denn sie könnten ein völlig falsches Bild von Frauen bekommen. Wie weit sich Frauen an den Ergüssen der Kanadierin delektieren möchten, wage ich nicht zu beurteilen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass es genügend andere Krimikost gibt, die Leserinnen in ihren Bann zieht. Für dieses Buch kann man beim besten Willen nur eine unterdurchschnittliche Wertung abgeben.

Wolfgang Weninger, Februar 2008

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Sacomo zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 13.01.2012
Hallo,

ich hab das Buch aus einer Kramkiste mitgenommen und wusste bis ich es gelesen hatte nicht wie es hier bewertet wurde.
Das es SO gut bewertet wurde kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Es ist ein Psychothriller (Die ich auch lieb, man braucht nicht Tonnenweise Blut um ein Buch gut zu machen). aber.
Über die hälfte des Buches (welches zum Glück nicht ganz so dick ist) ist langweilig.
Es hat gar nichts mit einem Thriller zu tun.
Eher ein netter Roman über Freundinnen die kleine Geheimnisse haben.

Einige Dinge sind unlogisch und muss man auch nicht verstehen.

Das Ende (da geb ich den meisten recht) ist anders als erwartet.

Aaaber das Ende, welches dann recht gut ist, wird leider dadurch kaputt gemacht das es auf den letzten paar Seiten runter gerattert wird. Ein schlag ins Gesicht nach dem anderen.
Schwubb... Ende...
Zack, zack, zack... Dann war es das.

Das finde ich sehr schade.
Weiterempfehlen würde ich das Buch nicht.
Psychologische Struktur zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 11.09.2011
Du meine Güte, das war das schlechteste Buch in Sachen Thriller, was mir in die Finger gekommen ist. Es gibt keine Protagonistin, langweilig bis zum umfallen ( abgesehen von den -zig Rechtschreibfehlern und grammatikalischen Grausamkeiten). Das ist definitiv kein Thriller sondern gestohlene Zeit. Null Psychologie, jedes der unzähligen Kapitel endet mit der Schlußfolgerung, "Ich sah einen Schatten an der Wand, aber da hatte ich mich wohl getäuscht", mehr als einmal diese Formulierung und man fragt sich,wie unfassbar dumm ist diese Terry eigentlich. Das ist so schlecht, daß man es noch nichtmal glaubt, wenn es erfunden ist. Wieviele Menschen lässt sie in ihr Haus, die sie nicht kennt und wundert sich nicht über die Entwicklung? Jedes Kapitel die identische Struktur und als spätestens dieser unerträglich langweilige Lance auch noch mit Hundescheiße nach Menschen wirft ist bei mir der Spaß aus, das ist eine Frechheit das Buch. Absolut kein Niveau.
Finger weg, Zeit und Geld sparen. Ich habs mir zum Glück nur geliehen und durfte es danach aus eben diesen Grüden aus vollem Herzen wegwerfen.
Biene0756 zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 01.09.2011
Gottlob hat jeder einen anderen Lesegeschmack und so hat mir dies Buch recht gut gefallen. Klar ist es leichte Lesekost, auch einen kleinen, mittigen Spannungsdurchhänger gilt es zu beklagen, doch nach dem durchaus glaubhaften, daherplätschernden Handlungsablauf über 7/8tel des Buches kommt der Schluß doch relativ überaschend. Ich würde es wieder lesen!
Bob zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 12.08.2011
ich habe das Buch auch im Urlaub gelesen, aber mein Bruder hat mir schon ganz am Anfang den Schluss verraten -.-
Trotzdem gutes Buch! Vorallem für die, die nicht sehr viel lesen - so wie mich! ;)
Ich finde es auch nicht langweilig nur weil es erst am Schluss kracht.
Zwischendurch passieren ja auch immer wieder komische Dinge, die alles noch viel interessanter machen!
bücherkrümel zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 28.04.2011
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört.

Es war nicht schlecht, aber direkt spannend war es auch nicht.

Wer ein Buch für die Liege am Strand sucht, liegt mit dieser Geschichte ganz richtig. Sebst wenn man zwischendurch ein Eis schleckt oder sich einen kühlen
Cocktail gönnt, in die Story findet man jederzeit wieder hinein.
Toyota zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 13.03.2011
Eigentlich ist Joy Fielding nicht die Kathegorie Krimi, die ich sonst lese, aber dennoch haben alle Bücher, die ich bisher gelesen habe, etwas an sich, was mich am lesen hält. Die Storys reißen einen nicht vom Hocker, sind aber trotzdem auf irgendeine Art und Weise interessant und spannend. Wobei ich nicht sagen würde das dies laut Klappentext ein abgründiger Psychothriller ist, der einem den Atem stocken lässt.
Chantal zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 26.10.2010
Joy Fielding ist die Lieblingsautorin meiner Mutter und ich habe vor kurzem beschlossen alle ihre Bücher zu lesen (:
Bis jetzt fand ich alle Bücher ganz gut, manche war echt super und haben mich total gefesselt, andere eher weniger.
'Schlaf nicht, wenn es dunkel wird' allerdings hat mir nicht so gut gefallen, wie die anderen Bücher, die ich bereits gelesen habe. Die Handlung war nicht so fesselnd wie ich es von Joy Fielding gewohnt bin und auch das Ende hat mich irgendwie nicht richtig überzeugt.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass Joy Fielding eine hervorragende Autorin ist und empfehle ihre Bücher unbedingt weiter! :)
Martina Fridl zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 25.10.2010
Ich bin ähnlicher Meinung wie Alexandra D!

Es war mein 1. Buch von Joy Fielding, nachdem ich alle Bücher von Charlotte Link gelesen hatte und war eigentlich sehr enttäuscht. Ich glaub ich habe für dieses Buch 2 Wochen gebraucht, weil es mich einfach nicht gefesselt hat! Es gibt kein richtiges Drama und keinen Thrill in diesem Buch in meinen Augen... Aber dafür kann ich 'Nur der Tod kann dich retten' sehr empfehlen!
Alexandra D zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 14.04.2010
Schlaf nicht, wenn es dunkel wird ist einer der schlechtesten Krimis von Joy. Es ist ein netter Roman aber kein Thriller . Würde ihn auf keinen Fall weiterempfehlen. Die Spannung wird in diesem Buch überhaupt nicht aufgebaut wie in einigen Thrillen von Joy vorher. Habe mir das Buch nicht gekauft sondern aus der Bücherrei ausgeliehen und hoffe das ich beim nächsten Krimi von Joy mehr Glück habe;)
Laura zu »Joy Fielding: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird« 05.03.2010
Also ich kann mich vielen Lesern hier überhaupt nicht anschließen.
Wer dieses Ende von "Schlaf nicht, wenn es dunkel ist" UNvorhersehbar oder gar spannend findet, hat noch nie einen GUTEN Joy Fielding-Roman gelesen!!! bzw. irgendeinen Krimiroman.

Es ist meiner Meinung nach das schlechteste Joy Fielding -Buch! Gar nicht zu vergleichen mit "Lauf, jane, Lauf" oder anderen Büchern von ihr.

Aber umso aktueller ein Roman von Joy Fielding ist, umso schlechter werden die Storys... schade eigentlich!

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