Jorge Luis Borges

Jorge Luis Borges wurde am 24.August 1899 in Buenos Aires als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Er wächst zweisprachig (englisch und spanisch) auf. 1914 übersiedelte die Familie in die Schweiz. Nach seinem Studium in Cambridge kehrte er 1921 zurück nach Argentinien und gründete die Zeitschrift »Prisma«.

Borges gehört zu den »Vätern« des lateinamerikanischen Krimis: 1945 gründete er mit Adolfo Bioy-Casares den »El Septimo Circulo«, ein Magazin für Kriminalliteratur. Beide und besonders Borges sollten mit ihren kriminalistischen wie parodistischen Kurzgeschichten wie »Sechs Probleme für Don Isidro Parodi« das Genre »Kriminalliteratur« in Lateinamerika für Jahrzehnte prägen.

Von 1950 bis 1953 war Jorge Luis Borges Präsident des argentinischen Schriftstellerverbandes. 1955 wurde er für fast zwanzig Jahre Direktor der argentinischen Nationalbibliothek und 1956 übernahm er eine Professur für englische Literatur an der Universität Buenos Aires.

Borges schrieb in hauptsächlich phantastische Literatur über metaphysische Themen. In seinen Gedichten beschäftigte er sich intensiv mit der argentinischen Geschichte. Unter den Pseudonymen B. Suarez Lynch und H. Bustos Domecq hat er in Zusammenarbeit mit Adolfo Bioy Casares (siehe oben) entstandene Werke veröffentlicht. Borges erblindete mit 50 Jahren.

Der Argentinier erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so unter anderem 1944 den Großen Preis des argentinischen Schriftstellerverbands, 1956 den Nationalpreis für Literatur in Argentinien, 1961 den Verlegerpreis Formentor und 1979 das Verdienstkreuz der BRD (1979).

Jorge Luis Borges starb am 14. Juni 1986 in Genf.

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