Coma von John Niven

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The amateurs, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Heyne.

  • London: William Heinemann, 2009 unter dem Titel The amateurs. ISBN: 978-0434017980. 376 Seiten.
  • München: Heyne, 2009. Übersetzt von Stephan Glietsch & Alexander Wagner. ISBN: 978-3-453-67577-3. 397 Seiten.

'Coma' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Ein ganz spezielles Brüderpaar. Gary ist ein untalentierter Golfer, Lee ein untalentierter Gangster. Der eine wird von einem Golfball am Kopf getroffen und fällt ins Koma. Als er erwacht, spürt er den Drang zur öffentlichen Masturbation und leidet am Tourette-Syndrom. Aber er kann plötzlich Golf spielen. Der andere soll eine unschuldige Frau töten, um seine Schulden zu begleichen. Als sich die Wege der beiden kreuzen, kann das nichts Gutes bedeuten.

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Pestilencium zu »John Niven: Coma« 13.05.2012
Aufgrund einer Arbeitsflaute im Büro hatte ich Zeit, erst 'Gott bewahre' und anschliessend 'Coma' innerhalb einer Woche zu lesen. Und ich bin begeistert! Coma greift auf derbe Kraftausdrücke zurück in einer wirklich sehr guten Geschichte. Ich mag den Erzählstrang, die Art und Weise wie viele Geschichten der Figuren gleichzeitig laufen und irgendwann aufeinanderprallen (ihm wahrsten Sinne des Wortes). Von Golf verstand ich bis anhin nichts, jetzt weiss ich wenigstens, dass es ein schmerzvoller Sport ist ^.^ Jede einzelne Seite war Lesespass! Die Niven-Bücher erinnern auch an die Kurkov-Bücher - schwarzer Humor in einer dreckigen (also unseren) Gesellschaft. Ich kann es kaum erwarten auch die anderen Bücher von Niven zu lesen.
Frank zu »John Niven: Coma« 24.03.2011
Sagen wir es mal so...die schiere Begeisterung kam bei mir nun auch nicht auf.
Mir war es schlicht zu viel des Golfsportes.
Mag an meiner mangelnden Begeisterung für diesen liegen...aber da hätten weniger ausufernde Beschreibungen dem Roman gut getan.
Die Geschichte an sich - ein durch einen Unfall plötzlich am Tourette-Syndrom leidender Hobbygolfer der plötzlich (im Gegensatz zu vorher) tatsächlich Golf spielen KANN...war allerdings teilweise aufgrund der Dialoge brüllend komisch. Wobei die geneigte Leserschaft dann aber keinerlei Aversionen gegen Fäkalausdrücke haben sollte.
Nebenbei läuft noch eine krimilastige Nebengeschichte um den eher der Halbwelt zuzuordnenden Bruder des Protagonisten..aber die wirkt eher als schmückendes "Beiwerk" - wirkliche Krimipuristen kommen da sicher eher weniger auf ihre Kosten.
Fazit: Zum Teil durchaus gelungene Groteske die bei mir durch das Desinteresse am Golfsport etwas an Substanz verliert.
Dennoch gute 80%.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
detno zu »John Niven: Coma« 21.11.2010
Ich habe da ein Problemchen.

Fast alle User vor mir haben das Werk von John Niven hoch gelobt, darunter auch Leser, deren Kommentare mich immer interessieren.

Ich habe nun "COMA" g e h ö r t und bin auf der ganzen Linie enttäuscht.

Schwarzer Humor, witzige Dialoge, derbe Schenkelklopfer, ein genialer Plot.

Wo?

Auf den vier CDs ist davon wenig bis nichts zu finden. Scheinbar hat man bei der Hörbuchfassung alles herausgeschnitten, was zu einer positiven Bewertung hätte führen können. So viele von mir geschätzte Leser können sich einfach nicht gemeinsam irren, also muss es am Hörbuch liegen.

Und mit Markus Kavka als Sprecher, besser emotionsloser Vorleser, hat der Produzent ebenfalls voll daneben gegriffen.

Die Kraftausdrücke waren zwar deftig, aber auch nicht neu und immer gebetsmühlenartig die selben. In der U-Bahn hört man so nebenher bessere Sprüche und Geschlechtsteilbeschreibungen.

Sollte ich es mal riskieren, das Buch als Vergleich heranzuziehen?
bamberger zu »John Niven: Coma« 14.09.2010
Selten war ein Buch so hart und witzig zugleich.
Grundlegende Vorraussetzungen beim Leser sollten aber vorhanden sein und die wären:
Hart im Nehmen, Freund des
ur-englischsten Humors und kein Golfhasser. Alles erfüllt? Dann kann ich nur viel Spass wünschen bei "Coma", einem wirklich knallharten Thriller, bei dem das Schicksal zwei Brüder auf zwei steinigen Wegen das Leben blutig scheuert und zusammführt. Ein Hole-In-One des englischen Humors.
Selbst die sehr ausführlichen Passagen über das Golfen lassen keine Langeweile aufkommen - da die teilweise sehr derben und dreckigen Dialoge immer wieder zum Lachen animieren.
Ich musste mir mehrfach das grinsen aus dem Gesicht wischen - speziell in der Bahn. :-)
Na dann... AYE!!!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Addicted-to-read zu »John Niven: Coma« 29.08.2010
Dieses Buch mit seiner völlig skurilen, abgedrehten und total überzogenen Geschichte hat mich von den ersten Seiten an begeistert!
Die Idee, einen Möchtegern-Golfer durch einen schicksalshaften Unfall zum begnadeten Golfer werden zu lassen, ist an sich ja noch nichts Außergewöhnliches. Diesen aber für sein neuerworbenes Talent mit dem Tourette-Syndrom und, als ob das noch nicht genug wäre, auch noch dem Drang öffentlich zu masturbieren zu bestrafen, grenzt schon an absoluten Wahnwitz!

Diesen an sich schon genialen Plot dann auch noch mit einer Kriminalhandlung zu verweben, die diesem an Verrücktheit und schwarzem Humor in nichts nachsteht, macht dieses Buch zu einem besonderen Lesevergnügen! Auch ich habe mich, wie meine Vorgänger, immer wieder beim lauten Lachen ertappt.

Wer einen reinen Krimi sucht, wird bei diesem Buch sicherlich enttäuscht sein, auch wenn es auf den letzten knapp 100 Seiten durchaus spannend zu geht. Wer aber mit derben Sprüchen und genialen, witzigen und schlagfertigen Dialogen sich gut unterhalten fühlt, sollte dieses Buch unbedingt lesen!
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Buboter zu »John Niven: Coma« 27.06.2010
Ein Buch über Golf bzw. einen schlechten Golfspieler, der nach einem Unfall plötzlich Golf spielen kann, am Tourette-Syndrom leidet und den Drang zu öffentlichen Masturbation verspürt? Ich zwar eine große Freundin von schrägen Büchern, aber diese Zusammenstellung lies selbst mich skeptisch werden. Nun bin ich aber schlichtweg begeistert.

Ich habe von Sport kaum Ahnung und von Golf sowieso nicht. Aber ich kann nicht sagen, dass dies das Lesevergnügen in irgendeiner Weise getrübt hätte. Fachausdrücke erklären sich entweder von selbst oder sie sind nicht für die Handlung wichtig. Ansonsten findet John Niven auch hier wieder äußerst klare, deutliche Worte und gibt sich nicht mit zarten Andeutungen zufrieden. Bei so manchem Dialog der Protagonisten konnte ich ein lautes Lachen nicht mehr unterdrücken. Außerdem führen die „Beeinträchtigungen“ von Gary zu skurrilen und äußerst unterhaltsamen Szenen, die für den größten Teil der sehr gelungen Unterhaltung sorgen.

In der Nebenhandlung treibt Gary’s krimineller Bruder Lee ähnlich erfolglos sein Unwesen, wie es Gary im Golf getan hat und wird dabei in Schwierigkeiten verwickelt, die, natürlich, auch auf dem Golfplatz, auf dem sich der größte Teil der Geschichte abspielt, ihr Ende finden.

John Niven hat es geschafft, mich einige Stunden sehr gut zu unterhalten und mit Gary und seiner schrägen Familie Charaktere zu erschaffen, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Außerdem sehe ich Golfspieler nun mit vollkommen anderen Augen ;-) 95 °
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tassieteufel zu »John Niven: Coma« 06.06.2010
Ein Gangsterboss, ein Mordauftrag und zwei ungleiche Brüder bilden die Ausgangssituation für dieses wirklich schräge Buch! Gary Irvine ist ein wirklich netter Kerl und er liebt Golf, leider ist er in dem Sport doch eher eine Niete, sein Bruder Lee ist ein wenig auf die schiefe Bahn geraten und hat sich in eine Situation gebracht, aus der er durch die Annahme eines Mordauftrages wieder herauszukommen gedenkt, leider ist er dabei genauso untalentiert wie sein Bruder
beim golfen. Doch als Gary von einem Golfball getroffen wird und ins Koma fällt, ändert sich die Situation, denn als er aufwacht, kann er plötzlich Golf spielen wie ein junger Gott, leidet am Tourette Syndrom und einer Dauererektion. Die sich daraus ergebenden skurilen Situationen
in Verbindung mit irrwitzigen Dialogen sind urkomisch und filmreif!
Was für ein verrücktes Buch! Selten hab ich derart krampfartige Lachanfälle gehabt und dafür einige seltsame Blicke von Mitmenschen geerntet, die während des lesens zufällig in meiner Nähe waren. Obwohl handlungsmäßig nicht wirklich viel passiert und das Buch auch kein Krimi
ist, gelingt es dem Autor, das gesamte Buch hindurch zu amüsieren. Garys Tourette und Klüver-Bucy-Syndrom sorgen für derart aberwitzige, schräge Situationen, das man einfach lachen muß. Allerdings sollte man schwarzen Humor schon ziemlich mögen und sich an der doch recht derben Sprache nicht stören. Zwischen all den absurden Situationen und verschiedenen Handlungssträngen, die am Ende gut zusammen geführt werden, wird eine Menge Golf gespielt, aber auch hier hat mich der Autor überzeugt, denn das Golfen wird auch für jemand der davon keine Ahnung hat (und es wie ich eigentlich eher langweilig findet) gut geschildert und
am Ende hab ich sogar mitgefiebert.

Fazit: einfach ein Knaller! Jede Menge Spaß ist hier garantiert und wer auf oberschräg und skuril steht, kommt hier voll auf seine Kosten!
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Alexi1000 zu »John Niven: Coma« 26.02.2010
COMA ist ein absoluter Knüller! Niven schreibt hier wieder sehr schwarzhumorig, beim Lesen kommen einem schon mal öfter Tränen vor Lachen.
Wir lernen den Protagonisten Gary und seine Familie kennen, die Beziehungen untereinander machen einen großteil des "derben" Charmes im Roman aus...
Man muss sich aber darüber im Klaren sein, das Niven seinen Protagonisten schon eine "Gossensprache" in den Mund legt, aber das passt auch so.
Es passiert eigentlich relativ wenig über die Länge des Buches: es wird ne Menge Golf gespielt, aber keine Angst, Niven beschreibt das alles so Klasse, das man auch als Ahnungsloser mitfiebert!
Gerade weil es trotzdem nie langweilig wird, zeigt sich die gute Erzählkunst des Autors...
und zwischendurch gibt es kleine Highlights: Die Szene mit dem Golfschläger und dem Skrotum toppt fast noch das Gefühl, welches mich bei Infiziert und der Geflügelschere beschlichen hat...

95°, Bravo Niven.
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Schrodo zu »John Niven: Coma« 25.01.2010
Was für ein Brüller! Solch eine herrlich abgefahrene Hardcore-Slapstick-Komödie hab ich selten gelesen. Eine abgefahrene Geschichte, ohne wirklichen Tiefgang, mit derbem Humor und komischen Verwicklungen. Das Ganze ist überaus krank, total bescheuert und vollkommen durchgeknallt. Deshalb einfach nur geil!
Wenn sie das lesen möchten, erwartet sie eine rasante, von schwarzem Humor geprägte Komödie im Buchformat, die sich flüssig lesen lässt.
Die Figuren sind schnell umrissen. Gary, ein vollkommen talentfreier Golfer, dessen ganzer Lebensinhalt die Verbesserung seines Handicaps ist. Sein Bruder Lee, ein unfähiger Kleinkrimineller, der außer Kinder in die Welt zu setzen nicht wirklich etwas zustande bringt. Garys Ehefrau Pauline, die lieber mit dem reichen Findlay poppt, da dort finanziell mehr zu holen ist. Die Gangster Ranta und Alec, die Lösungen aller Art anzubieten haben.
Die Story besteht aus mehreren Handlungssträngen, die im Verlauf feinsäuberlich miteinander verwoben werden. Das alles ist zwar recht vorhersehbar, bietet aber trotzdem großen Lesespaß. Es schaffen wohl nur wenige Autoren, dass Leser, die nicht an Sport interessiert sind, gespannt über den Verlauf von Golfturnieren lesen. Wer nicht allzu zart besaitet ist, keinen Anstoß an Fäkalsprache, zwanghafter Masturbation, derben Flüchen, schwarzem Humor, brutalen Misshandlungen und teils pornografischen Szenen hat, der ist mit diesem Buch bestens bedient.
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koepper zu »John Niven: Coma« 05.01.2010
Ein Knaller! Ich habe mich köstlich über „Coma“ von John Niven amüsiert. Eins schräge Geschichte: Der Weg zweier völlig untalentierter Brüder wird beschrieben. Gary, dessen Liebe zu Golf nicht erwidert wird und Lee, der Kleinkriminelle, der einen Auftrag annimmt, der ihn total überfordert. Dazu gesellen sich die Familien der beiden und daraus entsteht eine groteske Story, die absolut amüsant ist. Durch einen Unfall findet Gary zu seinem Schlag und der grottenschlechte Amateur qualifiziert für ein hochdotiertes Profiturnier. Dort spielt er mit den Besten der Welt. Dummerweise hat der Unfall nicht nur sein Spiel perfektioniert sondern Gary hat sich, quasi als Nebenwirkung, ein Tourette-Syndrom – (genauer Koprolalie; das zwanghafte Aussprechen obszöner Wörter )und das Klüver-Bucy-Syndrom (Verlust der Kontrolle über seine Sexualität) eingefangen. Dies führt zu aberwitzigen Situationen. Niven gelingt es vom Anfang bis zum Schluss des Buches zu amüsieren. Die Dialoge sind absolut komisch, der Humor ist derb, das Ganze ist reines Lesevergnügen. Mich hat das sehr an Carl Hiaasen erinnert, den ich sehr mag. Niven spielt in derselben Liga. Ein Krimi ist das Buch allerdings nicht. Dennoch bin ich froh, dass ich ihn auf der Couch fand, sonst hätte ich dieses Meisterwerk wohl nicht entdeckt. Absolute Empfehlung!
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