Krieg im Spiegel von John Le Carré

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1965 unter dem Titel The Looking Glass War, deutsche Ausgabe erstmals 1965 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: Ostdeutschland, 1950 - 1969.
Folge 4 der George-Smiley-Serie.

  • London: Heinemann, 1965 unter dem Titel The Looking Glass War. 385 Seiten.
  • Wien; Hamburg: Zsolnay, 1965. Übersetzt von Manfred von Conta. 385 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1967. Übersetzt von Manfred von Conta. 284 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1970. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-499-10995-6. 284 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Lübbe, 1983. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-404-10253-3. 350 Seiten.
  • München: Heyne, 1989. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-453-03260-8. 379 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 1995. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-552-04711-5. 333 Seiten.
  • München: dtv, 1996. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3423121238. 408 Seiten.
  • München: dtv, 2000. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3423203404. 408 Seiten.
  • München: List, 2004. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-471-78099-8. 319 Seiten.
  • Berlin: List, 2005. Übersetzt von Manfred von Conta. ISBN: 3-548-60596-6. 319 Seiten.

'Krieg im Spiegel' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Deutschland in den sechziger Jahren, mitten im Kalten Krieg. Der britische Geheimdienst erfährt durch seine Quellen, dass in der DDR, in der Nähe von Rostock, Mittelstreckenraketen stationiert werden sollen, die auch Großbritannien bedrohen könnten. Zur Aufklärung werden Agenten hinter den Eisernen Vorhang geschickt, doch plötzlich bricht der Kontakt zu ihnen ab …

Das meinen andere:

»Stilvoll komponiert, psychologisch verfeinert« (Der SPIEGEL)

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Pela zu »John Le Carré: Krieg im Spiegel« 15.11.2011
"Krieg im Spiegel" ist für mich eines der schwergängigsten und doch hervorragendsten Bücher von LeCarré. Wenn er mit seinem Insiderwissen dieses Buch als eines seiner realistischsten bezeichnet hat, wird einem auch 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges Angst und Bange!

Auf ein Wort: Wer einen rasanten Thriller sucht, sollte zu etwas anderem greifen. Denn bei diesem Roman handelt es sich eher um ein Portrait einer der Hysterie vor einem Dritten Weltkrieg verfallenen Spionage-Elite, die kein Problem damit hat, einen Menschen zu opfern und sich dann zum Golfen am Wochenende oder einem Abend im Club zu verabreden. In der Horde aus selbstverliebten Idioten, die über einen "Außendienst" auf dem Territorium der damaligen DDR entscheiden, scheint der Einzige, der halbwegs Courage hat, am Ende als der Dumme, der für die aus purer Eitelkeit gefällten Entscheidungen bluten muss.

Bei genauerer Betrachtung ist dies auch eine Allegorie auf das moderne Berufsleben: Die sich selbst am meisten feiern und das meiste absahnen sind meist die, die am wenigsten zum Erfolg beitragen.

Das Ende ist typisch für John Le Carré. Und dennoch muss man bei der Schilderung nach dem letzten Absatz tief durchatmen. Gut, dass der Kalte Krieg schon 20 Jahre her ist. Und gut, dass daraus kein heißer wurde!
Florida zu »John Le Carré: Krieg im Spiegel« 31.01.2008
Bemerkenswert zu der "düsteren" Darstellung Le Carre´s, das dieser selbst dieses Buch als das "realistischste" aller seiner Geheimdienstromane bezeichnet hat.
Karl Schaller zu »John Le Carré: Krieg im Spiegel« 05.12.2004
Manchmal ist es ungeheuer schwierig ein Buch angemessen zu beurteilen. Das gilt zu dem Buch "Krieg im Spiegel".

Handelt es sich um ein Zerrbild der Figuren? Wo beginnt unter den Verwerfungen die Wahrheit?
Sehr fein wird das Zufällige, das indirekt wabernde Ist-Sein gegen gegen die Steuerungsparameter des Unterbewusstseins diametral ausgewechselt. Es ist alles wie im richtigen Leben, nur eben viel differenzierter. Alles ein einziger Sonnenuntergang, in kohärente Farben getaucht. Unwirklich, erschreckend..

Übrigens: Ich habe das Buch natürlich nicht gelesen. :-)
Skandalos zu »John Le Carré: Krieg im Spiegel« 19.10.2004
Ein seltsames Buch, ohne jede Identifikationsfigur, sehr deprimierende Figuren werden geschildert, ein Haufen hoffnungsloser Flaschen stümpert herum, Leute werden (übertrieben) sinnlos verheizt, alle Beteiligten sinken und sinken. Man erwartet zunächst einen Punkt, an dem der Held auftritt und letztlich gegen innere und äußere Gegner alles zum Guten wendet, aber nichts dergleichen. Das Buch schildert eine Agonie bis zum bitteren und banalen Ende.
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