Die Anstalt von John Katzenbach

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel The Madman´s Tale, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Knaur.

  • New York: Ballantine Books, 2004 unter dem Titel The Madman´s Tale. 438 Seiten.
  • München: Knaur, 2006. Übersetzt von Anke Kreutzer. ISBN: 978-3-426-62983-3. 748 Seiten.
  • München: Knaur, 2009. Übersetzt von Anke Kreutzer. ISBN: 978-3-426-50457-4. 748 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2007. Gesprochen von Simon Jäger; Thomas Danneberg. ISBN: 3866102747. 6 CDs.

'Die Anstalt' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Vor zwanzig Jahren, als junger Mann, ist Francis Petrel gegen seinen Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Mehrere Jahre hat er dort zugebracht – bis die Anstalt nach einer Mordserie geschlossen wurde. Noch immer hört Francis Stimmen, nimmt Medikamente. Die Erinnerung an die traumatischen Geschehnisse von damals ängstigt ihn, und er beginnt aufzuschreiben, was er erlebt hat – mit Bleistift, auf den Wänden seiner Wohnung. Wer war der mysteriöse »Engel des Todes«, der damals sein Unwesen trieb? Gibt es ihn überhaupt? Oder existiert er nur in Francis’ Schreckensphantasien?

Das meint Krimi-Couch.de: »Und immer schön die Nerven behalten!« 77°

Krimi-Rezension von Bernd Neumann

Eine Anstalt für Geisteskranke ist ebenso wie ein Gefängnis (eindrucksvoll nachlesbar z.B. bei Die Gefangenen von Green River von Tim Willocks) ein befremdender Mikrokosmos, eine graue Welt befremdender Anonymität. Hier werden Menschen weggeschlossen, damit das Alltagssystem der Menschheit in normalen 08/15-Bahnen unberuhigt und halbwegs sicher weitertrotten kann.

Wer Die Anstalt von John Katzenbach liest, erinnert sich natürlich an Ken Keseys Roman Einer flog übers Kuckucksnest und die großartige Verfilmung unter Regie von Milos Forman. Dieses 1975 gedrehte Filmdrama wurde fünfach Oscar-prämiert und zählt immer noch zu den 100 bedeutendsten Filmen aller Zeiten. Wie Jack Nicholson als unbequemer und aufmöpfiger Korea-Kämpfer a.D. unter der Fuchtel einer despotischen Oberschwester (Louise Fletcher) und der solidarisierten Schar brutaler Wärter pharmazeutisch gebrochen wird, vergisst man einmal gesehen wahrscheinlich nie mehr. Es bleibt der mulmige Verdacht, dass es wesentlich leichter ist, in die Klappse zu kommen als jemals wieder heraus.

Der schnelle Weg in die Klappsmühle oder »Silence is golden«

»Francis Xavier Petrel traf weinend im rückwärtigen Teil eines Krankenwagens im Westerm State Hospital ein. Es regnete stark, die Dunkelheit brach schnell herein, und seine Arme und Beine steckten in Fußfesseln und in einer Zwangsjacke. Er war einundzwanzig Jahre alt und hatte so große Angst wie in seinem ganzen kurzen und bis dahin ereignislosen Leben noch nicht...«

Trotz »der verschiedenen Nebelschleier des Wahnsinns«, aber »im Grenzbereich zur Welt der Normalen« tickt Petrel halbwegs richtig, nur er hört in seinem Kopf ständig Stimmen. Und die machen ihm mit ihrem lauten, tyrannisierenden Gesabber und Gezeter häufig das Leben zur Hölle. Als er dann eines Tages im elterlichen Haushalt mit einem Küchenmesser bedrohliches Gehabe an den Tag legt, ist das Maß für die zwei Schwestern voll: Er wird eingeliefert und verschlossen ins Amherst, eine Anstalt für Geisteskranke in Boston, USA.

Der Petrel ist ein Seevogel, und so wird in Amherst aus Francis Xavier Petrel letztendlich »C-Bird«, denn jeder Insasse wird hier namenlos. Neben der anonymen Masse der hoffnungslos katatonischen und retardierten Patienten zeichnet Kettenbach in seinem Thriller mit Feingefühl noch andere skurrile Irre, die einem im Laufe der Handlung gehörig ans Herz wachsen:Liebenswerter Häuptling und bei vollem Verstand (vgl. J. Nicholson) ist »Peter the Fireman«, eine ehemaliger Vietnam-Kämpfer, der sich im zivilen Leben zum Brandermittler profiliert und dann selbst zum Täter wird.»Nappy Napoleon« und »Cleo« Cleopatra sind Herrscher, »Newsman« das wandelnde Zeitungslexikon vergangener Zeiten.

Wichtig für den Handlungsverlauf und zu einer der Schlüsselfiguren der letzten 60 Seiten wird ebenso ein No-Name-Tetardierter in ständiger Begleitung seiner Raggedy-Andy-Puppe, der über enorme Körperkraft (Kuckucksnest lässt grüßen!) und einen unterbewussten Gerechtigkeitssinn verfügt.

Und nicht zu vergessen natürlich »Lanky«, der Lange, dessen Bemühungen darin bestehen, »das Böse draußen zu halten«. Das Amherst ist ein halbwegs sicherer Kokon gegenüber der verderbten und gefürchteten Außenwelt jenseits der Anstaltsmauern. Vorerst.

Leitprinzip: »Sich einfügen und an die Regeln halten«

Natürlich: Das Amherst platzt aus allen Nähten, zu wenig Platz für zu viele Patienten. In den überfüllten Räumen ist die menschliche Würde ebenso abhanden gekommen wie jegliche Privatsphäre. Das ist ein gärender Nährboden für ständige Spannungen und ununterbrochenen Angstlärm, letzteren auch des Nachts.

Dagegen allerdings hat die Anstaltsleitung um den Klinikpsychologen Mr. Evans und Direktor Dr. Gulptilil (unter den Insassen »Gulp-a-pill« genannt) probate Mittel und Methoden: zermürbende Gesprächstherapien, chemische Ruhe durch betäubende Medikamente und im verschärften Fall die Isolierzelle mit Zwangsjacke als Zugabe.

Jegliche Auffälligkeiten sofort bekämpfen, eventuelle Skandale im Keim ersticken oder vertuschen sind Handlungsmaximen des Personals. Besondere Vorkommnisse im Focus der Öffentlichkeit und parlamentarischer Untersuchungsausschüsse könnten schließlich die Karriere und Verbeamtung kosten!

Und dann kracht plötzlich alles aus den Fugen:

Völlig unmotiviert wird »Short Blond«, der stets hilfsbereite, sympathische Anlernschwester kurzhaarige Blondine, bestialisch ermordet. Durch offensichtliche Blutspuren wird der manchmal aggressive Lanky, der große und ewige Prophet von der gefährlichen Bedrohung außerhalb der Anstaltsmauern in diesem Käfig voller Narren durch die Anstaltsleitung kurzerhand einmütig als mutmaßlicher Täter abgestempelt und zügig ins Gefängnis umgelagert. Dass er seine Unschuld beteuert und ständig von der Begegnung mit dem »weißen Engel« faselt, hilft ihm damit nicht weiter.
Ein Schuldiger ist gefunden, die Strukturen müssen ohne großen Wirbel nach Außen wieder hergestellt werden.

Jedoch Fälle der letzten Jahre lassen vermuten, dass sich ein Serienmörder eingeschlichen hat, um in der geschlossenen Anstalt von Amherst seine Untaten fortzusetzen. Richterin Lucy Kyoto Jones ist aus nachvollziehbaren Gründen persönlich interessiert, den spektakulären Mord im Western State Hospital aufzuklären. Sie ahnt die Gefahr ihrer Mission, die Katzenbach atmosphärisch ins rechte Licht zu setzen weiß:

»Das Lernschwesternheim war eines der entlegeneren Gebäude auf dem Klinikgelände, das sich nicht weit vom Kraftwerk mit seinem ständigen Brummen und der ständigen Rauchwolke über dem Dach isoliert in eine verschattete Ecke des Friedhofs duckte.«

Existiert der »weiße Engel« tatsächlich oder ist er nur das Hirngespinst eines nicht ernst zu nehmenden Irren? Im Verlauf der turbulenten Handlung sitzt Richterin Jones zunehmend nicht nur die Zeit sondern die Angst im Nacken …

Zweifelsohne ein Lesemarathon, weniger wäre (noch) mehr gewesen. Einen Krimi über 750 Seiten ständig auf Volldampf zu halten, ist schier unmöglich! Aber wer spannende Unterhaltung mag und vor sehr bewegend und sprachlich eindrucksvoll geschilderten Verhältnissen in einer »Irrenanstalt« nicht zurückschreckt, sollte Die Anstalt lesen. Quasi als ausführliche Ergänzung zu Derek Raymonds Kapitel 7 in Der Teufel hat Heimaturlaub …

Ihre Meinung zu »John Katzenbach: Die Anstalt«

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Evi zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 31.08.2011
Das Buch "Die Anstalt" war eine Empfehlung von einer guten Freundin. Entsprechend erwartungsvoll bin ich an das Buch heran gegangen. Jedoch wurde ich schnell enttäuscht. Das Lesen der Geschichte war sehr zäh und ich kam nur mühsam voran. Vorallem der häufig Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart machte mir beim Lesen große Probleme. hatte ich mich in die Erzählung eingefunden, wechselte die Perspektive - und das 700 Seiten lang. Auch die, meiner Meinung nach, viel zu ausführlichen Umgebungs- und Situationsbeschreibungen lenken stark vom eigenltichen Geschehen des Buches ab.
Insgesamt kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen, da es den Leser nicht an die Handlung bindet.
Karin franziska zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 15.07.2011
"Die Anstalt " von John Katzenbach habe ich als Hörbuch geschenkt bekommen.Ich hörte alle 6 CDs mit immer längerem Gesicht .Die Vielfältigkeit des Stimmwandels von den beiden Sprechern Simon Jäger und Thomas Danneberg war einmalig. So einmalig hätte ich mir auch den Inhalt der " Anstalt " gewünscht. Man ist allenfalls erstaunt und überrascht von dem Ganzen. Ein Phsychologiestudium wäre nötig ,um zu verstehen, was der Autor sagen wollte.
kisschris zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 20.05.2011
Die Anstalt. Wie so oft ein nicht geglückter Versucht, ein Buch mit nahezu 1000 Seiten zu füllen. Was immer die Beweggründe vom Autoren gewesen sein mögen, es interessiert mich nicht!Alle Charaktere werden nur andeutungsweise mit Seele erfüllt, alle Spannungsbögen kurz vor dem Scheitelpunkt abgebrochen, immer wieder Fragen aufgeworfen, die nie beantwortet werden. Dieses Buch ist von Gedankenabbrüchen gekennzeichnet. Sollte dies der Versuch gewesen sein, die erweiterte oder eingeschränkte Gedankenwelt eines psychisch beeinträchtigen Menschen darzustellen, so ist dies im Ergebnis leider nur als Abstufung des mündigen, intelligenten Lesers zur Bezahlmaschine ausgeführt worden.
Natürlich kann man von einem Leser (ein Mensch, der in der Lage ist zu lesen, zu denken, sich seiner Fantasie zu bedienen und zu verstehen, sowie das Gelesene in differenzierte Abläufe und Schemata zu kategorisieren) erwarten, die Meinung und Sichtweise des Erzählers von den teilweise affektiv gelagerten Gefühlen und neurotisch / psychotisch gefärbten Krankheitsbildern mit entsprechend auffälligen Verhaltensweisen der Protagonisten zu unterscheiden. Ich Leser muss nicht zwingend verführt werden, in schizoide Gedankengänge und -welten einzutauchen, nur um zu "verstehen". Da der Autor sich offensichtlich zu höherem berufen fühlt (folgt man seiner teilweise blumigen Formulierungsweise), wäre es doch sicher ein Leichtes gewesen, diesen hervorragend Stoff besser zu verarbeiten und ein wirklich gutes Bild von Psychiatrie und fehlgeleiteten, psychopatogenen sadistisch-nazisstischer Triebtäter zu öffnen.20 Prozent dieser Ansammlung von Klischees und "plötzlich passend hervorgezauberter" Hintergründe und Personen hätten dieses Buch halbwegs spannend geraten lassen können.Vielleicht ist diese Geschichte aber tatsächlich nur ein Kaleidoskop von Mr. Petrels Gedankenwelt. Vielleicht hat er sich alles unter dem Einfluss seiner Erkrankung oder der Psychopharmaka nur "eingebildet".
Bei seiner (vermutlich) zweiten Einlieferung ist es natürlich hilfreich, alte "Freunde" aus dem Off zu zaubern, die plötzlich hohe Ämter bekleiden oder sich der völlig unprofessionellen Öffnung und Näherung von Psychiatriepersonal dem Patienten gegenüber bedienen. Gesunde Distanzierung sollte in jedem klinischen Umfeld Norm sein, ist es leider nicht und der fachlich unerfahrene Leser bekommt nicht mal ansatzweise einen Hinweis darauf, dass es sich bei dem unkorrekten Verhalten von Ärzten und Pflegern in dieser Schmonzette um ein völlig veraltetes, eventuell amerikanisch inkompetentes, nicht erwünschtes Personal-Patient Verhältnis handelt, was bei weitem schon seit mindestens 30 Jahren vor allem in Deutschland nicht mehr an den Tag gelegt wird / werden sollte. Natürlich gibt es Einzelfälle (diese wahrscheinlich in jeder Klinik, jeder Station), wo es Pfleger und Ärzte nicht schaffen, professionell distanziert oder wohlwollend fachlich patientenbezogen, heilungsfördernd, Selbstinitiative entwickeln lassend zu arbeiten (!). Aber das ist die Ausnahme und nicht Gang und Gebe.
Auch Psychologiestudenten sollten dies nach einer geringen Anzahl von Semestern, sofern sie die Statistiken überstanden und verstanden haben, bemerkt haben, sich einprägen und darauf hinwirken, das sie und ihre zukünftigen Kollegen dies ebenso in ihre Ausbildung mit einbeziehen.
Dieser Roman, nichts anderes soll es auch sein, ist ein tragisch unausgereiftes Werk eines Schreibers ohne Passion.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Uwe Schillbach zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 09.03.2011
Wer neimals in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt war, wird diesen Roman nie verstehen. Ich war einmal fixiert weil ich mich gegen eine Behandlung im Koma unbewußt aufgelehnt habe. Dierser Roman ist sehr nah an der Realität dran. Egal wo man eingesperrt ist, ob freiwillig oder unfreiwillig, es belibt immer eine Beschränkung. Das Buch bezieht seine seine Spannung aus einem rotinemäßigen Alltag der der mit der unbekannten Bedrohung immer mehr in Frage gestellt wird. Wobei dabei sehr geschickt Themen aus Romane der alten Krimimeister benutz werden. (Verschwundene Schlüssel, Türen die plötzlich offen stehen, Menschenleere Gänge während der Nachtschicht) Der Spannungsbogen ist aber auch gegeben weil sich Francis während des schreibens immer mehr mit seiner Vergangenheit auseindersetz.
Valle zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 25.02.2011
Auch beim 2. Anlauf kam ich nur schleppend voran. Das Buch hat mich enttäuscht. Zwar ist an der Idee selbst was Besonderes dran, die Ausgestaltung finde ich allerdings zu langatmig, die Handlungen und die Charaktere unglaubwürdig. Habe mich streckenweise sehr über die Entscheidungen der Protagonisten geärgert. Das Buch zu Ende zu lesen, war für mich ein zäher Kampf. Ich bin froh, dass ich "Die Anstalt" nun wieder ins Regal stellen und mich ansprechenderer Literatur zuwenden kann.
Annette zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 26.01.2011
Mein erstes Buch von Katzenbach. Was anfangs spannend beginnt, verliet nach der Hälfte an Tempo. Manche Figuren sind gut ausgearbeitet, andere bleiben blass. Der Erscheinung der Anwälting wollte er wohl soetwas wie tragische Tiefe verleihe, er bleibt allerdings an der Oberfläche. Auch die Person des Therapieleiters ist schemehaft und klischeebeladen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Die ständigen Ausflüge in sein Innenleben verlangsamen die Handlung eher; die Auflösung ist für über 700 Seite einfach zu billig. Da wird ein Übeltäter aus dem Hut gezaubert, über dessen Person man sich ein wenig mehr Information gewünscht hätte.
Sprachlich nicht allzu anspruchsvoll, insgesamt aber einigermassen spannend zu lesen.
Demml Silvia zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 22.11.2010
Kan die negativen Kritiken auf das Unverständnis dieser Leser zurückführen.
Katzenbach erzeugt eine unheimliche Nähe zum Geschehen. Bekam Gänsehaut und Probleme mit meiner Zimmerkolegin, weil ich nächtens so lange las. Ziehlt sehr auf die Beschreibung der Hauptfiguren ab und lässt die Figuren vor dem inneren Auge leben. Langatmigkeit und Langweile wird bei denjenigen entstehen, die nicht fähig sind, sich auf die Thematik Psychiatrie vollends einzulassen. Katzenbachs Hintergrundwissen ist umfassedn und beleuchtet die persönlichen seelischen Tiefen der Aktoren, wirklichkeitsnah. (Bin selbst am Ende des Psychologiestudiums und kenne leider auch die Patientenperspektive.) Daher kann ich die wirklichkeitsnähe besser beurteilen als Laien. Ein Buch das sogar zum Nachdenken anregt. über Normalität und Krankheit. Ein ins Detail der menschlichen Seele gehende Buch das die inersten Ängste und Gefühle psychiatrischer Patienten aufgreift und mitfühlen lässt. Über der hervoragendne Erzählung des Lebens in der Psychiatrie wird ein Krimi gestüplt, dessen Ausgang bis zum Schluss nicht offensichtlich ist und am Ende überrasscht und auch Fragen offenhält. Somit ist Spannung bis zum Schluss garantiert. Wirklich ein Psychothriller der Sonderklasse. Wenn man einen Psychothriller in die Hand nimmt sollte man schon Interesse daran haben, was die handelnden Personen fühlen und weshalb sie so geworden sind, wie sie nun sind. Und nicht nur einen schnelllen klaren Weg zum Täter erwarten. der logisch gedacht sich schon bald erahnen lässt. Zudem werden auch detektivische Schritte erzählt, die sich auf das Umfeld Psychiatrie einstellen und abseits des Normalen, eigene Regeln zu haben scheinen. Zudem wird auch ein historischer Aspekt beleuchtet, was es heisst vor zwanzig jahren ein psychiatrischer Patient gewesen zu sein.Ob. wie in einem Beitrag erwähnt, die Geschichte des Engels und die der Staatsanwältin am Boden der Realität bleiben, ist fraglich aber denkbar, denn der Mörder legte eine Spur, die in genau diese Klinik führt. (kein Zufall).Im gesamten gesehen ein echt toller Psychothriller, der die Abgründe der meschlichen Seele beleuchtet und seine Spannung eben darrauf aufbaut. Für jeden empfehlenswert, der von einem Buch mehr erwartet, als fließendes Blut und verängstigte Menschen, die befürchten das sie das nächste Opfer des Serienkillers sein könnten. Mehr erwartet als den blutigen Zweikampf zwischen Opfer und Täter, der in üblichen Thrillers ausgeschlachtet wird, um die Spannung zu erhöhen. Jedem der fähig und bereit ist, sich auf eine psychologische Reise zu begeben, wird das Buch nicht mehr aus der Hand lassen. Viel Spaß beim lesen wünscht euch Silvia.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Engel zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 15.08.2010
Mein erstes John Katzenbach buch. und ich könnte es immer wieder lesen.am anfang musste ich mit mir kämpfen, damit ich überhaupt lese aber ab der hälfte will man einfach mehr mehr mehr.
ich würde es jedem empfehlen.
ich frag mich aber trodzdem warum Francis ein "Seevogel" ist.
am ende ist man doch glücklich, weil man das buch gelesen hat.
Jannis zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 02.07.2010
Mir ging es leider wie einigen anderen hier. Ich habe zuvor "Der Patient" gelesen und war einfach überwältigt von der Geschichte und der Erzählweise!! Die Anstalt konnte ich irgendwann nicht mehr weiter lesen weil ich mir mehrmals gesagt habe gleich wirds bestimmt spannend, wurde es aber nicht. Die Form ist ohne Frage klasse, aber von einem Thriller erwarte ich mehr!
Francis X. Petrel zu »John Katzenbach: Die Anstalt« 20.05.2010
Die Anstalt ist ein unbeschreiblich tolles Buch. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt von FRANCIS XAVIER PETREL und es ist richtig, richtig spannend. Dass das Buch noch nicht auf den ersten 20 Seiten spannend wird, macht mir nichts aus, da das Leben im Western State Hospital erst einmal beschrieben wird. Fazit: Ein Meisterwerk, dass von John Katzenbach verfasst wurde -> einfach Klasse und unbedingt weiterzuempfehlen!!

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