Das Testament von John-Grisham

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel The Testament, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Heyne. 511 Seiten. ISBN-10: 3-453-19002-5, ISBN-13: 978-3-453-19002-3. Übersetzt von K. Schatzhauser.

'Das Testament' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Der milliardenschwere Exzentriker Troy Phelan ist lebensmüde. Doch bevor er sich aus dem 13. Stock stürzt, verfasst er ein Testament, in dem er sein gesamtes Vermögen seiner der Familie bis dahin völlig unbekannten, unehelichen Tochter Rachel vermacht. Während die aufgebrachte Verwandtschaft das Testament anficht, versucht der Staranwalt Nate O’Riley die Erbin zu finden. Diese jedoch arbeitet als Missionarin im brasilianischen Regenwald und ist entsprechend schwer aufzuspüren. Als er sie schließlich findet, scheinen seine Bemühungen vergebens gewesen zu sein – Rachel interessiert das Erbe des Vaters nicht. Doch sollte O’Riley sie nicht rechtzeitig umstimmen können, fällt das gesamte Vermögen dem gierigen Phelan-Clan zu.

Das meint Krimi-Couch.de: »Im zweiten Teil ein untypischer Grisham« 61°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Ich habe fast alle erschienenen Romane von John Grisham gelesen. Man weiß bei Grisham von vornherein, worauf man sich einstellen kann. Seine sämtlichen Werke sind nach einem ähnlichem Schema aufgebaut. Sie spielen durchweg im Juristenmilieu. Üblicherweise übernimmt ein junger unbekannter Anwalt einen aussichtslos erscheinenden Fall, den er nach vielen Rückschlägen und hartem Kampf schließlich gewinnt. Das klingt sehr klischeehaft. Natürlich findet man bei Grisham einiges an Klischees, nichtsdestotrotz sind seine Bücher durchweg spannend und bieten doch trotz gleichbleibender Hauptthemen immer wieder etwas Neues.

Auch im Mittelpunkt von 'Das Testament’ stehen wieder eine Hand voll Anwälte und das amerikanische Rechtssystem.

Der exzentrische Milliardär Troy Phelan ist schwer krank. Seine Verwandtschaft – drei frühere Ehefrauen und sechs Kinder – sorgt sich vor seinem bald bevorstehenden Tod bereits um die Erbschaft. So wird ein Termin vereinbart, bei dem er vor den versammelten potentiellen Erben sein Testament unterzeichnen soll. Drei Psychologen bescheinigen zuvor seinen gesunden Geisteszustand, damit eine Anfechtung des letzten Willens wegen Unzurechnungsfähigkeit ausgeschlossen werden kann. Troy Phelan unterzeichnet auch tatsächlich in Anwesenheit seines Anwaltes ein Schriftstück, das wie ein umfangreiches Testament aussieht. Aber Phelan macht allen einen Strich durch die Rechnung. Kurz nach der Unterzeichnung zückt er ein neues, wesentlich kleineres Dokument, gibt es dem Anwalt und stürzt sich aus dem Fenster.

In Erwartung der großen Erbschaft verhalten sich alle genauso, wie Troy Phelan das vorausgesehen hat. Einkaufen im großen Stil ist an der Tagesordnung. Bei der Testamentsverlesung aber kommt das große Erwachen: Seinen ehelichen Kindern erstattet er nur ihre Schulden bis zum Zeitpunkt seines Todes. Auf allen danach aufgenommen Kredite sollen die Kinder sitzen bleiben. Sollten die Erben das Testament anfechten, sollen sie leer ausgehen. Die Haupterbin ist seine uneheliche Tochter Rachel Lane, von deren Existenz bisher keiner wusste. Sie soll irgendwo im brasilianischen Urwald als Missionarin unter Indianern leben.

Nun beginnt der zweite Teil des Romans, eher Grisham-untypisch. Nate O’Riley, ein ehemals erfolgreicher alkoholabhängiger Anwalt, der gerade seine vierte Entziehungskur macht, soll die Erbin auffinden.

Dieser als Dschungelabenteuer geschriebene Abschnitt ist für mich der beste Teil des Buches. Jedoch hätte der Autor gerade hier noch mehr draus machen können.

Viel mehr möchte ich vom Inhalt nicht mehr verraten. Nur soviel: Natürlich findet Nate die Millionenerbin. Doch wie wird sie reagieren?

Thema dieses Romans ist natürlich wie immer Geld, jedoch auch Abenteuer und Religion. Dennoch ist das Buch nicht ganz so spannend wie seine früheren Werke.

Zunächst fehlt der typische Protagonist. Erst später wird Nate O’Riley dem Leser sympathischer und gerät so nach und nach in diese Rolle hinein. Rachel Lane hat dagegen zu wenige Auftritte, um diese Rolle übernehmen zu können, ist aber im Prinzip der einzige rein positiv besetzte Charakter des ganzen Buches. Dagegen stehen mit der kompletten restlichen Erbengruppe und ihren Anwälten eine große Gruppe fast rein negativer Charaktere.

Wer Grisham noch nicht kennt, sollte vielleicht gerade, weil es nicht zu seinen stärksten Werken gehört, mit diesem Buch anfangen und sich dann zu seinen besseren vorabeiten.

Wie alle Grisham-Bücher flüssig geschrieben eignet sich das Buch zum Lesen in zwei bis drei Tagen.

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Miriam zu »John-Grisham: Das Testament« 22.08.2005
ja hallöchen! ich bin begeisterte grisham-leserin und habe schon so einige bücher von ihm regelrecht verschlungen, bei diesem war´s nicht anders und ich bin immer wieder gerne bereit mich auf neue abenteuer einzulassen. the testament war mal wieder was neues, aber dennoch gepaart mit dem üblichen anwaltskram. ich fand´s ne sehr gelungene mischung, die das ganze sehr abwechlungsreich gemacht hat und um klassen besser als z.B. a painted house(die farm) ist.
Pheobe zu »John-Grisham: Das Testament« 22.07.2005
Ein super, klasse, absolut lesenswertes Buch! Das ist mein zweites Buch von Grisham. Die Akte war auf Englisch (nicht die Originalversion) und die Sprachgewandtheit kam nicht zur Geltung. Ganz im Gegensatz zu diesem Buch! Besonders die Gerichtsszenen am Schluss gefallen mir, wie Nate die Zeugen in die Mängel nimmt...
Fels von Seggern zu »John-Grisham: Das Testament« 26.06.2005
Ich habe das Testament zunächst in der verkürzten Form als Hörbuch gehört, später dann in der englischen Originalfassung gelesen. Da ich selber gläubig bin, kann ich die das Veränderung von Nate, die Entscheidung von Rachel, aber auch die Leere und den Hass des Milliardärs Troy Phelan nachvollziehen, der - obwohl er die ganze Welt erlangt hatte, in seiner Seele einsam und isoliert war, während Rachel mit ihrer von Gott gegebenen Mission bei den wilden Indianern im brasilianischen Urwald ein erfülltes, seliges und zufriedenes Leben führte. Dieser Gegensatz kam sehr gut heraus, und das hat mir am besten gefallen.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
snoozer zu »John-Grisham: Das Testament« 22.06.2005
Sag mal, habt Ihr alle ein anderes Buch gelesen als ich ??

Was war denn an dem Buch bitte so megaspannend ?

Spannend fand ich daran überhaupt nichts und für mich ist das noch nichtmal ein richtiger Krimi.

Die Story (schwerreicher alter Mann will seinen nutzlosen Nachkommen nix hinterlassen, wovon die nicht begeistert sind) wurde doch auch schon x-mal geschrieben, dazu war auch noch alles furchtbar klischeehaft. Alleine schon die Heilung des Alkoholikers durch den Glauben - meine Güte... sowas kann auch nur ein Ami schreiben.

Das einzig gute an dem Buch war die Beschreibung des Pantanals. Das hat wirklich Spass gemacht zu lesen und war wirklich interessant. Auch sehr bildhaft und gut nachzuvollziehen, aber die Story... viel zu dünn.

Also so werde ich nie zum Grisham-Fan.

lg sno (der immer noch nicht darüber hinwegkommt, dass soviele dieses Buch spannend (!) fanden)
elif zu »John-Grisham: Das Testament« 10.06.2005
Dieses Buch lesen wir als Klassenlektüre. Am anfang war es sehr interessant. Aber dann wird es immer blöder und ist sehr langweilig. Und für uns ist es auch schwierig zu verstehen. Es ist sehr gut für die Sprache zu verbessern. (die probleme bei der sprache haben sollen das UNBEDINGT lesen)
Bettina zu »John-Grisham: Das Testament« 29.01.2005
Eine sehr faszinierende Geschichte um den Alkoholkranken Anwalt Nate O'Riley und das Testament des verstorbenen Milliadärs und der Suche nach dessen Erbin. Dieses Buch ist nicht nach dem typischen Grisham-Genre gestrickt, hat aber doch das gewisse etwas, das es so spannend macht, dass man es nicht mehr aus der Hand legen möchte. Echt klasse!
Yvy zu »John-Grisham: Das Testament« 19.01.2005
Ich finde dieses Buch ist sehr gut geschrieben...John Grisham hat eine sehr gute Schreibweise...Der Anfang des Buches hat mich sehr fasziniert...Es hat mir sehr gut gefallen & ich empfehle es anderen Leuten es zu lesen...Geben sie sich einen Ruck...=)
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Martin Obhammer zu »John-Grisham: Das Testament« 01.01.2005
Mein erstes Buch von John Grisham, und er hat mich sofort in seinen Bann gerissen. Die Story ist spannend aufgebaut, und fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite. Sich mit der Hauptfigur, Nate O`Riley zu identifizieren fällt anfangs schwer, da er ein krankhafter Alkoholiker ist, doch sein Wille diesen Job zu ende zu bringen überwältigt sicher jeden.
Yves Fankhauser zu »John-Grisham: Das Testament« 18.12.2004
Ich bin 14 Jahre und habe über dies Buch ein Vortrag geschrieben. Ich fand diese Buch extrem Spannend das einzige was mir an diesem Buch nicht so gefallen hatter war der Anfang, weill da so viele Namen auf mich zu kamen und ich sie mir nicht alle meken konnte das war nacher um so komplizierter zu verstehen aber im grossen und ganze ist es eins der besten Bücher das ich gelesen habe. Bye
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Steffi zu »John-Grisham: Das Testament« 15.10.2004
Dieses Buch ist total super. Nur der Schluss ist etwas enttäuschend. Sonst ist dieses Buch eigentlich eines der besten das ich je gelesen habe. Ich finde auch das es spannend und extrem interessant aufgebaut ist.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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