John Dickson Carr

Der Meister des »Locked-Room Mystery«

John Dickson Carr (1906-1977) stammt aus Pennsylvania. Mit 21 Jahren kam er zum Studium nach Paris. Zeitlebens faszinierte ihn Europa, der alte Kontinent, und so spielen viele seine Kriminalromane in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Von 1933 bis 1965 lebte der Schriftsteller in England. Dort wurde ihm in den Dreißigern die große Ehre zuteil, als einer von nur zwei Amerikanern im Londoner Detection Club aufgenommen zu werden. Zu jener Zeit waren u. a. Agatha Christie, G.K. Chesterton und Dorothy L. Sayers Mitglieder.

John Dickson Carr war ein äußerst produktiver Schriftsteller und verfasste rund 90 Romane. Für seine Sir Arthur Conan Doyle-Biographie bekam er 1950 den Preis »Edgar«. 1970 erhielt er von der MWA (Mystery Writers of America) die höchste Auszeichnung, den Titel des Großmeisters.

Die Markenzeichen von John Dickson Carr sind seine Verbrechen in hermetisch abgeriegelten Räumen (niemand kann hinein oder heraus, aber die Tat erfolgt trotzdem) und seine Vorliebe für romantische Schauplätze, sei es eine trutzige Rheinburg oder die Ruinen eines alten Gefängnisses im Hochmoor.

Carrs Vorbilder sind Conan Doyle, Chesterton und Poe. Sein Bestreben war es, seine Leser gut zu unterhalten und ihre Phantasie anzuregen. Zeitgeschichte oder Sozialkritik spielen daher in seinen Krimis keine Rolle.

Krimis von John Dickson Carr:

Dr. Gideon Fell-Reihe
Tod im Hexenwinkel Rezension (Das Zeichen im Brunnen)
(1933)
Hag’s Nook
Der Tote im Tower Rezension
(1933)
The Mad Hatter Mystery
Der blinde Barbier  Rezension
(1934)
The Blind Barber
Schatten der Vergangenheit
(1934)
The Eight of Swords
Der vergoldete Uhrzeiger Rezension
(1935)
Death Watch
Der verschlossene Raum Rezension (Die drei Särge, Der Unsichtbare)
(1935)
The Three Coffins (The Hollow Man)
Mord aus Tausendundeiner Nacht
(1936)
The Arabian Nights Murder
Die Tür im Schott Rezension (Gesucht: Ein Motiv; als Carter Dickson)
(1938)
The Crooked Hinge
Die Toten wecken (Der magische Stein)
(1938)
To Wake the Dead
Die grüne Kapsel
(1939)
The Problem of the Green Capsule (The Black Spectacles)
Mord am Netz Rezension (Tennisspieler und Seilakrobaten)
(1939)
The Problem of the Wire Cage
Das verhexte Haus Rezension
(1940)
The Man Who Could Not Shudder
Die schottische Selbstmordserie Rezension (Verwirrung auf Schloss Shira)
(1941)
The Case of the Constant Suicides
...auf daß ihr nicht gerichtet werdet
(1941)
Death Turns the Tables (The Seat of the Scornful)
Der Wahrsager und die Wahrheit Rezension
(1944)
Till Death Do Us Part
Der Flüsterer Rezension
(1946)
He Who Whispers
Die schlafende Sphinx
(1947)
The Sleeping Sphinx
Das umgekehrte Kreuz
(1949)
Below Suspicion
Die verschlossene Tür
(1959)
The Dead Man’s Knock
Hinter den Kulissen (als Carter Dickson) Rezension
(1960)
In Spite of Thunder
The House at Satan’s Elbow
(1965)
Vorhang auf für den Mörder  Rezension
(1966)
Panic in Box C
Roulett der Rächer
(1967)
Dark of the Moon
Sir Henri Merrivale-Reihe (als Carter Dickson):
The Plague Court Murders
(1934)
Die Treppe des Königs Rezension
(1934)
The White Priory Murders
Das Zimmer der roten Witwe (auch als John Dickson Carr)
(1935)
The Red Widow Murders
The Unicorn Murders
(1935)
Zehn Teetassen
(1937)
The Peacock Feather Murders (The Ten Teacups)
Der umgekehrte Blumentopf
(1937)
The Punch and Judy Murders (The Magic Lantern Murders)
Fünf tödliche Schachteln (Der vierte Gast)
(1938)
Death in Five Boxes
Der dritte Pfeil
(1938)
The Judas Window (The Crossbow Murder)
The Reader Is Warned
(1939)
Vitriol und Belladonna (Der Tod dreht einen Film) Rezension
(1940)
And So to Murder
Mörder an Bord
(1940)
Nine – and Death Makes Ten (Murder in the Submarine Zone; Murder in the Atlantic)
Mit Dolch und Strychnin
(1941)
Seeing Is Believing (Cross of Murder)
Das Haus der Masken
(1942)
The Gilded Man (Death and the Gilded Man)
Spuren am Klippenrand
(1943)
She Died a Lady
Das versiegelte Zimmer
(1944)
He Wouldn’t Kill Patience
Der Hexenmeister
(1945)
The Curse of the Bronze Lamp (Lord of the Sorcerers)
Die verschwundenen Gattinnen
(1946)
My Late Wives
Das Skelett Rezension
(1948)
The Skeleton in the Clock
A Graveyard to Let
(1948)
Night at the Mocking Widow
(1949)
Treffpunkt Tanger
(1952)
Behind the Crimson Blind
The Cavalier’s Cup
(1953)
Henri Bencolin-Reihe:
The Shadow of the Goat (Kurzgeschichte)
(1926)
The Fourth Suspect (Kurzgeschichte)
(1927)
The Ends of Justice (Kurzgeschichte)
(1927)
The Murder in Number Four (Kurzgeschichte)
(1928)
Elf Uhr dreißig (Geheimnis um Saligny)
(1930)
It Walks by Night
Die Schädelburg (Tod im Flammentanz) Rezension
(1931)
Castle Skull
Die Straße des Schreckens Rezension
(1931)
The Lost Gallows
Der Club der Masken (Der Klub der bunten Masken) Rezension
(1932)
The Corpse in the Waxworks (The Waxworks Murder)
Zweimal ermordet?
(1937)
The Four False Weapons
Poison in Jest
(1932)
Eine Uhr steht still
(1933)
The Bowstring Murders (als Carter Dickson)
Devil Kinsmere (als Roger Fairbairn)
(1934)
The Murder of Sir Edmund Godfrey
(1936)
Die Doppelgängerin (Die Schnur mit neun Knoten)
(1937)
The Burning Court
Endstation Tod
(1939)
Fatal Descent (Drop to His Death; als Carter Dickson gemeinsam mit John Rhode)
Des Kaisers Schnupftabakdose
(1942)
The Emperor’s Snuff Box
The Bride of Newgate
(1950)
Der Teufel in Samt (Einen Namen für den Mörder)
(1951)
The Devil in Velvet
Wer die Antwort schuldig bleibt... (Die schuldige Antwort)
(1952)
The Nine Wrong Answers
Ihr ergebener Halsabschneider
(1955)
Captain Cut-Throat
Fear Is the Same (als Carter Dickson)
(1956)
Der Zauberer (Der Tod eines Zauberers)
(1956)
Patrick Butler for the Defense
Fire, Burn!
(1957)
Spuk im Giebelhaus
(1959)
Scandal at High Chimneys
Das Gespenst der Gezeiten Rezension
(1961)
The Witch of the Lowtide
Die schmutzige Stadt
(1962)
The Demoniacs
Most Secret (eine überarbeitete Version von »Devil Kinsmere«)
(1964)
Die Voodoo-Königin
(1968)
Papa La-Bas
The Ghost’s High Noon
(1969)
Die schwarzen Lilien von Delys Hall
(1971)
Deadly Hall
The Hungry Goblin
(1972)

Mehr über John Dickson Carr:

  • Ashley, Mike: »The Impossible John Dickson Carr«. In: Crime Time, Ausg. 50, 2006, S. 135-142.
  • Green, Douglas G.: John Dickson Carr: The Man Who Explained Miracles. New York: Otto Penzler Books, 1995.
  • Joshi, S.T.: John Dickson Carr: A Critical Study. Bowling Green: Bowling Green State University Press, 1990.

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