Tod im Hexenwinkel von John Dickson Carr

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1933 unter dem Titel Hag`s Nook, deutsche Ausgabe erstmals 1952 bei A. Müller.
Folge 1 der Dr.-Gideon-Fell-Serie.

  • New York; London: Harper, 1933 unter dem Titel Hag`s Nook. 291 Seiten.
  • Rüschlikon: A. Müller, 1952 Das Zeichen im Brunnen. Übersetzt von Ursula von Wiese. 191 Seiten.
  • Gütersloh: S. Mohn, 1961 Das Zeichen im Brunnen. Übersetzt von Ursula von Wiese. 188 Seiten.
  • Köln: DuMont, 1986. Übersetzt von Andreas Graf. ISBN: 3-7701-1889-8. 203 Seiten.
  • [Hörbuch] Frechen: Delta Music, 2006. Gesprochen von Yorck Dippe. ISBN: 3865382142. 4 CDs.

'Tod im Hexenwinkel' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Der schwergewichtige Amateurdetektiv Gideon Fell, Privatgelehrter und Biertrinker aus Passion, entlarvt mit Scharfsinn, sarkastischem Humor und unerschütterlichem Gleichmut die finsteren Pläne eines Mörders, der sich eine englische Familiensaga zunutze macht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Medizin gegen Melancholie« 75°

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Student Tad Rampole, Sohn reicher Amerikaner und just auf der üblichen (wir schreiben das Jahr 1930) Bildungsreise durch das alte Europa, besucht in England auf Anraten seines Professors den berühmten Privatgelehrten und Amateurdetektiv Dr. Gideon Fell. Dieser residiert in Chatterham, einem pittoresken Flecken in der Grafschaft Lincolnshire, wo die Uhren irgendwann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stehengeblieben zu sein scheinen.

Die ländliche Idylle wird allerdings seit jeher getrübt durch die unweit des Ortes dräuende Ruine des alten Gefängnisses, obwohl es seit 1837 leer steht. Der alte Anthony Starberth, ein böser, bigotter, grausamer Mann, hatte es einst über dem alten Hinrichtungsplatz für Kapitalverbrecher und Hexen errichtet. Besonderes Grauen verbreitet der »Hexenwinkel«; dort stand einst der Galgen, und zu seinen Füßen ließ Anthony einst einen tiefen Brunnen graben, in den die Leichen der Gehängten geworfen wurden.

Ein bizarres Ritual 

Kein Wunder, dass es im Hexenwinkel umgehen soll! Anthony fühlte sich im Alter von den Geistern der von ihm Gemarterten verfolgt, und er endete mit gebrochenem Genick am Rande des verfluchten Brunnens. Seinen Sohn ereilte dasselbe Geschick, und seither starb kaum ein Starberth im Bett. Erst vor zwei Jahren raffte es Timothy unter mysteriösen Umständen dahin; obwohl er noch lebend aufgefunden wurde, weigerte er sich, seinen Mörder zu verraten. Sein Sohn Martin trat das Erbe an – und unterwarf sich damit einem bizarren Ritual, dessen Urheber Vorfahr Anthony ist: An seinem 25. Geburtstag muss das Oberhaupt der Starberth-Sippe des Mitternachts den Tresor im alten Büro des Gefängnis-Governeurs öffnen, die dort hinterlegten Dokumente lesen und dem Familienanwalt zum Beweis dieser Tat anschließend Bericht erstatten.

Jetzt ist Martin an der Reihe, ein großspuriger, aber ängstlicher Zeitgenosse, der wenig erbaut davon ist, sich dieser unheimlichen Pflicht zu unterziehen. Seine Nervosität ist berechtigt, denn als er von seinem schweren Gang nicht zurückkehrt, finden ihn Dr. Fell und der junge Rampole mit eingeschlagenem Schädel im Hexenwinkel. Da Vetter Herbert Starberth plötzlich verschwunden ist, hat der mit dem Fall betraute Chief Constable Sir Benjamin Arnold seinen Hauptverdächtigen. Dorothy, Martins Schwester, mag dies nicht glauben und bittet Rampole und Fell um Hilfe, die sich beide nicht lange bitten lassen. Der Mörder muss aus Chatterham stammen – es sei denn, man schließt sich der Meinung der braven Bürger an, dass der Teufel die Finger im Spiel hat, wofür sich tatsächlich diverse Hinweise finden lassen …

Die Bühne für den ersten Auftritt des Dr. Gideon Fell

»Tod im Hexenwinkel« ist nicht nur ein britischer Landhaus-Krimi der klassischen Art, sondern vor allem die Bühne für den ersten Auftritt des Dr. Gideon Fell, der in der Welt des Kriminalromans zu den ganz großen Amateur-Detektiven gehört. Dick ist er, ein weltfremder Gelehrter und fröhlich, aber trügerisch harmlos und mit einem scharfen, ganz im Hier & Jetzt beheimateten Verstand gesegnet, wie so mancher Lump zwischen 1930 und 1967 – so lange lief die Fell-Serie – zu seinem Leidwesen feststellen musste. Von den stützenden Stöcken verschwand rasch einer, der Doktor wurde etwas beweglicher – und impertinenter, denn Gideon Fell polarisiert Leser und Literaturkritiker nun seit einem Dreivierteljahrhundert als vorlauter, eingebildeter Besserwisser, der mit seinem immensen kriminalistischen Wissen knausert, um im Finale einen großen Auftritt vorzubereiten, mit dem er der Welt wieder einmal sein Genie unter die Nase reibt.

Heute ist es schwer zu entscheiden, ob die Zeitgenossen ähnlich dachten. Sie kannten nämlich womöglich noch Fells reales Vorbild: den grandiosen Gilbert Keith Chesterton (1876-1936), Menschenfreund, Sozialreformer, Journalist, Literat und als Schriftsteller selbst Vater eines unsterblichen Krimi-Helden, obwohl Father Brown nun wahrlich gar nichts Heroisches an sich hat (und dessen man sich nicht in seiner klamaukig-rührseligen Heinz Rühmann-Inkarnation erinnern sollte). Unerhört bekannt und beliebt war dieser Chesterton, der stets die guten Seiten des Lebens schätzte, ohne die dunklen darüber zu verleugnen: fürwahr die geeignete Blaupause für Gideon Fell. John Dickson Carr (1906-1977) war ein geborener Erzähler, der in seiner bald fünfzig Jahre währenden Karriere über 90 Romane unterschiedlichster Genres verfasste. Anno 1930 war er noch ein recht junger Mann, der sich die Arbeit ein wenig erleichtern wollte. Das heisst aber nicht, dass »Tod im Hexenwinkel« als ungelenkes Erstlingswerk gelten muss: Die Carrschen Qualitäten prägen bereits jetzt Handlung und Stil.

Carr und der Schauerroman

Die Fell-Romane sind pure Fiktion. Die Realität (in den späteren Bänden z. B. der II. Weltkrieg) werden zwar erwähnt, spielen aber nicht wirklich eine Rolle. Der Detektiv jagt seine Opfer stets in einem Winkel, der quasi jenseits von Zeit und Raum beheimatet ist. Carr liebte den (deutschen) Schauerroman mit seinen düsteren Burgruinen, verwunschenen Landsitzen und lauschigen Weilern, deren Bewohner von alten Flüchen, seltsamen Ritualen oder gar Gespenstern geplagt werden. Mit Chatterham treibt er es schon früh auf die Spitze: Hier befinden wir uns noch tief im 19. Jahrhundert.

Mit dieser völlig künstliche Kulisse muss sich der Leser anfreunden können, sonst wird er (oder sie) keinen Zugang finden. Gelingt es, verzeiht man dem Verfasser den geradezu überkomplizierten, einer nüchternen Betrachtung sicherlich nicht standhaltenden Plot und die ungelenk in Szene gesetzte und sichtlich der Konvention geschuldete Liebesgeschichte zwischen Tad und Dorothy. Denn die krude Vergangenheit der Starberth-Sippe und der wirklich Furcht erregende Hexenwinkel entschädigen voll und ganz für solche Schwächen. Daneben gibt’s für den Hardcore-»Cozy«-Fan auch immer wieder Episoden, die schnurriges Landvolk mit ebensolchem Verhalten in den Mittelpunkt stellt.

Mit Talent und handwerklichem Geschick gesegnet

Heute können Carrs Dr. Fell-Romane wirksamer denn je als Medizin gegen Melancholie verschrieben werden. In seiner Welt gibt es keine Alltagsprobleme, die den nachgeborenen Leser betreffen und an die rezessive, trübselig stimmende Gegenwart erinnern. Das macht sicherlich den weiter anhaltenden Erfolg dieser ansonsten einer anderen, längst versunkenen bzw. nie existenten Welt entstammenden Werke aus. Da John Dickson Carr anders als z.B. Edgar Wallace oder (als beliebig herausgegriffenes zeitgenössisches Beispiel) heute Elizabeth George mit Talent und handwerklichem Geschick gesegnet war, lässt man sich gern von ihm in den Hexenwinkel, auf die Schädelburg, den ehrwürdigen Tower oder eine der vielen anderen Nischen entführen, in denen sogar der Träumer aus einem Sozialstaat, der sich in eine Bananenrepublik zu verwandeln beginnt, wenigstens eine Weile verschnaufen darf.

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Crispinfan zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 14.06.2013
Wenn man gerade Carrs erstklassige Erzählung „Das versiegelte Zimmer“ (He wouldn’t kill Patience) gelesen hat (nicht zu verwechseln mit „Der verschlossene Raum“/The Hollow Man!), dann fällt es schwer, „Tod im Hexenwinkel“ als Meisterwerk zu sehen. Eher markiert es für mich eine Schnittstelle.

Da ist auf der einen Seite die Horror-Ruine („bucklig, schleimig, rattenverseucht“), ein Nachfahr von Carrs „Schädelburg“ – auf der anderen Seite, auch räumlich direkt gegenüber angesiedelt, ein Krimipersonal, das in der Welt realer, logischer Vernunft leben soll. Der Amerikaner Rampole erinnert sich sogar an seine Erfolge auf dem Baseballfeld. Aus diesem Zwiespalt ergibt sich im besten Fall ein surreales Ganzes, weniger edelromantisch als trashig im Stil von „Geisterjäger Jason Dark“. Der Autor rechtfertigt das aber nachdrücklich damit, dass in England vieles noch „wie früher“ sei, und deutet sogar an, dass Geister unsere moderne Welt durchdringen.

Dabei ist mir der maßlos fette, maßlos versoffene Amateurdetektiv Gideon Fell nicht hundertprozent sympathisch, und seine schusselige Ehefrau scheint schon gegen Ende des Romans wie vom Hexenbrunnen verschluckt. Ein hübscher Zug ist allerdings, dass der Supergelehrte eine simple Geheimnachricht falsch entschlüsselt: „Tetegtgtntntdt. Das klingt ja wie der Name einer ägyptischen Königin.“

Obwohl insgesamt ernsthaft wirkend, bietet die Geschichte eine schöne Dosis Humor bei der Schilderung zweier Frischverknallter oder auch eines Butlers, der sich in Kinoabenteuer träumt.

Schade, dass die Übersetzung so nachlässig ist, wie das heute der Standard zu sein scheint. Gegen die Klang- und Wortwiederholungen stumpft man deshalb ab, aber es bleibt ärgerlich, über ein „er“ oder „sie“ zu stolpern, das keinen sinnvollen Bezug aufweist.

Fazit: Ein Roman voller Schwächen, aber auch voller Reize und, den Sinn dafür vorausgesetzt, allemal spannend.
annun_ zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 10.08.2009
Mein zweites Buch von Carr und das Erste mit dem Ermittler Gideon Fell.

Jede männliche Generation der Familie Starberth muß am 25. Geburtstag im nun verfallenden Gouverneurszimmers des Gefängnisses in Chatterham eine Stunde Wache halten. Und um dies zu beweisen, einen Gegenstand aus dem Tresor mitbringen, um diesen dem Verwalter Dr. Payne zu zeigen. Nun gibt es dazu aber auch noch eine düstere Legende, die diese Familie gefangen hält. Es wird nämlich behauptet, daß die männlichen Ahnen der Familie allesamt an einem Genickbruch starben.
Und nun, wie soll es anders sein, steht einem jungen Martin Starberth eben diese Prozedur des Wache haltens an seinem 25. Geburtstag bevor. Was wird dabei wohl geschehen?

Carr schafft es bei mir, wie schon A. C. Doyle, daß ich dieses Dorf, das Gefängnis, die Umgebung einfach und schnell vor meinem inneren Auge sehen kann und mich sofort in der Geschichte finde, ohne mich lange einlesen zu müssen. Er erzeugt eine schöne, schaurige Stimmung, eine wunderbar gruselige Atmospäre, von der das Buch von der ersten bis zur letzten Seite lebt. Der Ermittler Gideon Fell war mir sofort sympathisch und immer wieder findet man außerdem Hinweise auf die so von Carr verehrten Schriftsteller, wie z.B. A. C. Doyle.
Das beschauliche England hat einen weiteren großen Ermittler gefunden, den ich gottseidank in noch vielen weiteren Fällen lesen darf. Darauf freue ich mich jetzt schon und vergebe an das Buch 85°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Krimi-Tina zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 25.02.2009
Der erste Auftritt ( glaube ich zumindest) von Gideon Fell. Ein Ermittler im Stile von Sherlock Holmes, den er auch gerne zitiert, und Hercule Poirot. Aber in seiner lebensfreudigen Art mir sympathischer als die beiden genannten Herren. Generell fällt angenehm auf, dass Carr seinen Helden nicht so bierernst nimmt. Fell verrennt sich schon auch mal im Zuge der Ermittlungen und hat dann Mühe zurückzurudern um nicht das Gesicht zu verlieren.
Ein schön geschriebener whodunit in klassischer Tradition. All clues sind dem Leser sichtbar. Vielleicht sogar ein wenig zu sichtbar, sie werden einem so eindringlich unter die Nase gehalten, dass manches doch etwas zu vorhersehbar ist. Aber das schmälert das Vergnügen nur geringfügig.
Nicht der letzte Krimi mit Dr. Fell den ich gelesen habe und ich freue mich schon auf die weiteren.80°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefan83 zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 30.04.2008
Wenn man von den großen Krimiautoren des sogenannten „golden Age“ spricht, darf der Name John Dickson Carr natürlich nicht fehlen. Als einer von nur zwei Amerikanern war er Mitglied des damaligen Londoner Detection Clubs, dem unter anderen solche Größen wie Agatha Christie, Dorothy L. Sayers und G.K. Chesterton angehörten. Letzterer war nicht nur Jugendidol sondern diente ihm auch als Vorbild für seinen eigenen Krimihelden, den schwergewichtigen und scharfsinnigen Amateurdetektiv Dr. Gideon Fell. Nicht nur Fells Aussehen - riesiger Kopf, massige Gestalt, Kneifer am schwarzen Band, Umhang, Banditenschnäuzer und Zwinkern in den Augen - sondern selbst solche Eigenschaften wie die Vorliebe für Bier und Tabak und die weltzugewandte Lebensfreude galten der damaligen Öffentlichkeit gerade als unverkennbare Merkmale des berühmten Schöpfers von Pater Brown. Sogar die ausgesprochene intellektuelle Streitsucht Dr. Fells und seine für einen literarischen Detektiv nicht selbstverständliche Freude an Detektivgeschichten weisen ihn als Abbild Chestertons aus. In „Tod im Hexenwinkel“ löst er seinen ersten Fall. Die Geschichte spielt im England der frühen 30er Jahre in einem kleinen, abgelegenen Nest namens Chatterham. Hier hält die Familie Starbeth seit Generationen einen mysteriösen Initiationsritus ab. Jeder männliche Erbe muss einmal des Nachts eine gewisse Zeit im Gouverneurszimmer des dortigen Gefängnisses verbracht haben. Der Amerikaner Tad Rampole, auf Empfehlung eines seiner Professoren nach England gereist, wird schon kurz nach seiner Ankunft bei Fell in einen haarsträubenden Kriminalfall verwickelt, denn Martin Starbeth wird wenige Stunden nach Antritt der nächtlichen Probe tot aufgefunden. Sein Genick gebrochen, wie bei so vielen seiner Vorgänger. Tödliche Tragödien in der Vergangenheit, Aberglaube, eine alte Gefängnisruine mit Hinrichtungsgrube, Nebelschwaden über dem Moor, krude spleenige Dorfbewohner und ein trinkfester, eigenwilliger Privatgelehrter als Detektiv mit einem amerikanischen „Watson“ an seiner Seite. Carr schwelgt geradezu in den Klischees des britischen Rätselkrimis. Wer sich mit dieser streckenweise völlig künstlichen Kulisse und der arg konstruierten Liebesgeschichte zwischen Tad und Dorothy Starbeth nicht anfreunden kann, wird zu dem Plot wohl keinen Zugang finden. Sieht man aber darüber hinweg, wird man von einer ironischen, augenzwinkernden, gruseligen Geschichte aus dem „guten, alten England“ prächtig unterhalten, bei der es bis zum Schluss spannend und die Identität des Mörders im Dunkeln bleibt. Insgesamt ohne Zweifel ein Klassiker des „Mystery-Crime“, der nicht mit Anspielungen auf Genrekollegen („Ich sehe sie sind in Afghanistan gewesen“) geizt, allerdings noch nicht die Klasse späterer Carrs erreicht.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
mase zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 01.10.2007
Eines der schwächeren Abenteuer von Dr. Fell. Da es das erste Buch der Reihe war, kann ich Hr. Carr verzeihen. Wie immer sprachlich sehr schön und beschaulich. Nach den Büchern von Carr fühle ich mich jedesmal neu geerdet.
SukRam zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 04.08.2007
Auch ich habe das Buch mit Freuden gelesen, obwohl John Dickson Carr überraschenderes geschrieben hat. Der Schauplatz mutet sehr düster an mit seiner Landschaft und den geschichtlichen Teilen über einen geheimnisvollen Vorfahren.
Doch Carrs Talent ist es zu verdanken, dass man das Buch nicht weglegen kann.
Meine Bewertung: 85°
Christian zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 23.09.2004
Also meiner Meinung nach muß ja nicht jeden Krimi alle sozialen Probleme ansprechen, sondern einen spannenden Kriminalfall präsentieren. Und das schafft das buch ganz mühelos im Gegensatz zu anderen sozialkritischen Krimis.
Elmar zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 17.08.2004
Daß klassische Kriminalromane dem sozialen Eskapismus dienen, ist nun wirklich ein alter Hut. Carr war überings in seinem realen Leben ein rechtsradikaler Sozialistenfeind übelster Sorte. Seinem literarischen Talent tut das aber keinen Abbruch.
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RolfWamers zu »John Dickson Carr: Tod im Hexenwinkel« 14.08.2003
Welch eine schöne Rezension! Carrs Bücher für "Träumer aus einem Sozialstaat, der sich in eine Bananenrepiblik zu verwandeln beginnt".Ja, so isses.Ideale Lektüre für eine Fahrt auf der Bahn-Neubaustrecke Köln - Frankfurt (weils auch noch für die Rüclfahrt reicht).Nur so sind die vorbei rauschenden Lärm- und Sichtschztwände zu ertragen. Dr. Fell und Sir Henry Merryvale- sie leben hoch!!
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