Hochsaison von Jörg Maurer

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 bei Fischer Taschenbuchverlag.
Folge 2 der Kommissar-Jennerwein-Serie.

  • Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag, 2010. ISBN: 978-3-596-18653-2. 390 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2010. Gesprochen von Jörg Maurer. ISBN: 3839810132. 4 CDs.

'Hochsaison' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Sterben, wo andere Urlaub machen.
Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Kommissar Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr.

Das meint Krimi-Couch.de: »Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd – außer in der Hochsaison. Und die ist immer...« 86°Treffer

Krimi-Rezension von Jochen König

Eigentlich ein glücklicher Tag für den dänischen Skispringer Åge Sørensen. Als einziger Teilnehmer seines Landes hat er es geschafft beim jährlichen Neujahrsspringen des »Kurortes« (Garmisch-Partenkirchen, ick hör dir trappsen) dabei zu sein. Zunächt läuft alles wunderbar, er schafft den perfekten Absprung, fliegt sauber, bis ihn etwas aus der Flugbahn wirft, er ins Trudeln gerät und schließlich vor den Augen der versammelten Prominenz und sonstigen Zuschauer abstürzt. Schwer verletzt überlebt er zwar zunächst, doch im Krankenhaus hat man wenig Hoffnung. Und so steht Åge die ganze Hochsaison mit einem Bein in Valhalla.

Derweil hat der Leibwächter Jusuf in der VIP-Lounge alle Hände voll zu tun, Scheich Kalim al-Hasid vor einem Anschlag zu bewahren. Er verletzt einen Attentäter, der jedoch nahezu unbemerkt entkommen kann. Erst später stellt sich heraus, Ziel des Anschlages war gar nicht der Scheich, sondern IOC Präsident Jacques Rogge, der von all dem Trubel nichts bekommen hat.

Als die ersten Vermutungen laut werden, dass der Sturz des Dänen mittels Gewehrschuss gezielt herbeigeführt wurde, stürzt sich das Team um Hauptkommissar Hubertus Jennerwein auf die kaum vorhandenen Spuren.
Und steht bald vor der Frage, ob der Neujahrsanschlag mit den Bekennerschreiben des »Marder« genannten Alpenanarchisten zu tun hat, der mit kleinen, gemeinen Anschlägen das Leben im so beschaulichen wir skurrilen »Kurort« massiv durcheinander wirbelt.
Oder sollte es etwa verschiedene Urheber des alpenländischen Chaos mit anschließendem Mord und Totschlag geben?

Jörg Maurer macht von Anfang an keinen Hehl daraus, wer hinter den tödlichen Anschlägen steckt. Das Killerpärchen Shan und Wong, das durch die Bedrohung des IOC Präsidenten erreichen will, dass die Olympischen Winterspiele 2018 nach »Chayoang« kommen, wo man für die Sicherheit der Offiziellen garantieren kann, im Gegensatz zu bayrischen Kurorten.

Doch Interesse an diesen Spielen haben auch andere, wie Scheich Kalim al-Hasid, der bereits dabei ist, die größte Sprungschanze der Welt zu bauen – in Dubai. Pläne für Schneefall sind ebenfalls in der Mache.

 Man könnte seitenweise Absurditäten, Skurrilitäten und kleine ironische Schmankerl aufzählen, die Jörg Maurer in seinem zweiten Kriminalroman auffährt. Von der »Barack-Obama-Semmel« in der Bäckerei Krusti (ähnlich erfindungsreiche Kreationen folgen quer durch’s Buch) über das »Highway-To-Hell« auf der Zither spielenden Unikum »Fischer Beppi« bis hin zu der gymnasialen Arbeitsgruppe, die im Geiste und gemeinschaftlicher Arbeit Verbrechen plant und perfektioniert. Und den ultimativen Plan in der Tasche hat, wie man ein Fußballspiel einfach gewinnen muss!

Doch das würde zu sehr den Blick auf’s Anekdotische fokussieren und davon ablenken, dass Hochsaison nicht nur urkomsich, sondern auch ein spannender und klug durchkonstruierter Kriminalroman ist, der seine Geschichte(n) nicht an die Albernheit verrät. Die Ermittler um Hubertus Jennerwein bekommen individuelles Profil, und arbeiten ernsthaft und weitgehend kompetent an den mysteriösen Fällen um den »Marder«, der mehr für Aufregung, als für Schrecken sorgt, und das tödliche Duo Shan und Wong. Das ergänzt wird um den österreichischen »Problemlöser« Karl Swoboda, nachdem der ursprüngliche Dritte im Bunde, der virtuose Killer Xun Yü unsanft das Zeitliche segnete.

 Maurer zieht die Polizeiarbeit nicht ins Lächerliche, er macht aus seinen Protagonisten keine Slapstick-Hampelmänner, was ein leichtes wäre. Stattdessen zieht er Witz und Charme aus genauer Beobachtung und Überspitzung des Alltäglichen. Seine Auslassungen zur Event-Kultur, die ihre Fans und Bemüßigte ohne Rücksicht auf Verluste in die Hölle der eigenen Absurdität schickt; wo einem schon mal Winnetou als Ludwig der II. begegnen kann, bevor eine Lawine ins Tal rauscht.

Ebenso amüsant ist Maurers Spiel mit literarischen und filmischen Topoi. Der Marder weiß genau Bescheid um seine medialen Vorbilder, und spielt mit den Mechanismen, die ihm Fantomas (obwohl hier Verwandlungskünstler Karl Swoboda noch näher ist), James Bond oder Hannibal Lecter vorgeführt haben. Wie fast jedem von uns. Jörg Maurer kennt sich aus zwischen CSI und Chinatown, dessen Untiefen sich auch im Kurort finden lassen. Dass die »Großkopferten« natürlich auch ihr Fett weg bekommen, versteht sich von selbst. Im Großen wie im Kleinen, getrieben von Sensations- und Profitgier offenbart sich ein ganz normaler Irrsinn, der sich in seinen harmlosen Varianten sogar einer gewissen Gelassenheit und toleranten Wohlwollens erfreut.

So funktioniert Hochsaison sowohl als satirischer Krisengipfel wie spannender Thriller, der eine Menge Reiz aus der alpinen Landschaft bezieht, in der er spielt, aber nirgendwo in sprachlicher wie inhaltlicher Provinzialität versumpft. Eine Fülle von Ideen, Gags, kleinen Episoden und Betrachtungen am Rande, die Jörg Maurer nie zur zusammenhanglosen Nummernrevue ausarten lässt. Seine Witze sind gut, die Toten (fast) echt, und dass er sich nicht einmal scheut, Sympathieträger über den Jordan, bzw. die Alpspitze zu schicken, wenn es die Handlung erfordert, zeugt vom Respekt, den er dem Genre entgegenbringt.

 Und wenn es am Ende in Dubai schneit, wird es kaum jemand geben, den das verwundert. In der Hochsaison ist halt alles möglich.

PS.: Mittlerweile (Dezember 2010) hat sich Hochsaison ja als geradezu prophetisch heraus gestellt. Olympische Winterspiele in Dubai wird es zwar (vorerst) nicht geben, aber die Fußball-WM in Katar kommt diesem absurden Szenario schon verdammt nahe.

Jochen König, März 2010

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wampy zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 14.08.2015
Buchmeinung zu Jörg Maurer - Hochsaison

„Hochsaison“ ist ein Krimi von Jörg Maurer, der 2010 im Fischer Taschenbuchverlag erschienen ist. Meine Rezension bezieht sich auf die gekürzte Lesung durch den Autor, die 2010 auf 4 CD bei Argon erschienen ist.

Klappentext:
Sterben, wo andere Urlaub machen.
Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Kommissar Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr.

Meine Meinung:
Im zweiten Teil der Serie um Kommissar Jennerwein hat der satirische Anteil deutlich zugenommen. Beim Neujahrsskispringen ist ein dänischer Skispringer abgestürzt. War es ein bedauerlicher Unfall oder ein heimtückischer Anschlag? Neben der bevorzugt unglücklich agierenden Staatsgewalt mischen Chinesen, ein österreichischer Problemlöser der Mafia, ein erpresserischer Trittbettfahrer und natürlich bayrische Provinzler mit. Dabei entwickelt sich ein verwirrendes Szenario, bei dem der eigentliche Kriminalfall in eine Nebenrolle gedrängt wird. Jörg Maurer schießt ganze Breitseiten auf die Tourismusbranche samt Eventveranstaltern ab. Auch Olympia und die Prominenz werden nicht geschont. Dies geschieht durchaus humorvoll. Trotzdem hat mir dieses Buch nicht gefallen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Autor sich nicht zwischen Satire oder Groteske und Krimi entscheiden mochte. So ist es weder Fleisch noch Fisch geworden – leider.

Zum Sprecher:
Jörg Maurer ist einer der wenigen Autoren, die ihr Buch lesen können, ohne das es dabei verliert. Sein Beruf als Musikkabarettist macht sich positiv bemerkbar. Ich könnte ihn mir auch als Vorleser für andere Autoren vorstellen.

Fazit:
Jörg Maurer ist ein erfolgreicher Kabarettist. Bei diesem Buch stimmt das Mischungsverhältnis zwischen Krimi und Satire nicht mehr. Deshalb gebe ich nur zwei Sterne, obwohl sich etliche Bonmots im Buchinnern verstecken.
darts zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 19.10.2014
Nach Föhnlage war ich ziemlich gespannt. Aber langsam entwickelt sich das Team um Hauptkommissar Jennerwein zu einem 'normalen' Regiokrimi; ich hatte etwas mehr Lustiges erwartet -- so in Richtung mancher Allgäu-Krimis.

Die Handlung war etwas sehr weit her geholt und sehr unwahrscheinlich und teilweise etwas verworren. Wer war denn nun der Trittbretttäter und aus welchem Motiv heraus?

Der Schreibstil ist flüssig und als leichte Krimi-Lektüre auch in 2-3 Tagen locker zu schaffen(für normalschnell Leser).

Es ist nicht so, dass ich jetzt wild auf den nächsten Fall warte, aber wenn mir einer in die Hände fällt, wird er natürlich auch gelesen.
Silsmaria2004 zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 25.10.2013
Diesen Krimi habe ich besonders geliebt! Ich habe eine Weile in der Nähe der anderen bayerischen Riesenflugschanze gelebt und während man den "Neujahrsspringern"so zuschaut, da kommen einem als Krimifan schon eigenartige Sachen in den Sinn...
Hab nur ein paar Jahre warten müssen und schon hat Jörg Maurer ihn geschrieben, den Krimi über den Springer, der sozusagen vom Himmel geholt wird. Dazu das ganze Drumherum mit den Veranstaltern, die ihre Einnahmen durch die Lappen gehen sehen, diverse Besucher, die an diesem jährlich wiederkehrendem Ereignis ihre eigenen Interessen verfolgen ... ein humorvoller Krimi mit einer Prise Ernst dabei und sehr spannend geschildert, wie Jennerwein und sein Team die ganzen Fäden entwirren. Der Autor hat alles eingefangen, die spezielle Atmosphäre während eines sportlichen Wettbewerbs,die Menschen, die immer wiedermal "die heile Bergwelt" stören, auf der anderen Seite die, die sich entweder mit den Störenfrieden im Sinne des Tourismus arrangieren oder versuchen , den Bergfrieden wieder herzustellen.
Beelzebub zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 25.02.2013
Nach Föhnlage kam relativ schnell Hochsaison in meine Hände. Auch wenn meinem Erachten nach die Story nicht an en ersten Fall herankommt, so kann ich auch dieses Buch jedem Empfehlen, der beim lesen eines Krimis schmunzeln möchte. Jörg Maurer ist für mich ein absolut humorvoller Zeitgeist, dessen Werke nicht in meinem Bücherregal feheln dürfen
rolandreis zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 19.10.2012
Erst mal ist es ja ein Krimi, aber ich muss sagen nicht wirklich spannend. Das Buch ist aber deswegen nicht schlecht. Es lebt vielmehr von der Komik des Kommissar Jennerwein und der örtlichen Beschreibungen und Personen. Das kommt dabei heraus, wenn ein Kabarettist einen Krimi schreibt. Amüsant, skurril und manchmal nicht so ganz ernst zu nehmen, aber wie gesagt mit Schmunzelfaktor.
RyanMalloy zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 10.07.2011
Passende Lektüre zur gerade getroffenen Entscheidung des IOC, die Olympischen Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden zu lassen.

Maurers zweiter Jennerwein-Krimi ist ein gut aufgebauter und gut erzählter Krimi. Trotz der vermeintlichen Nähe zu Kluftinger und Co. rutscht "Hochsaison" nicht in das lächerliche Slapstick-Festival ab, sondern hält den (durchaus vorhandene) Holzhammer-Humor auf einem verträglichen Niveau.
Kinsey zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 23.02.2011
"Föhnlage" habe ich mit viel Vergnügen gelesen. Vielleicht war daher meine Erwartungshaltung an den Nachfolger einfach zu groß.
So richtige Spannung wollte partout nicht aufkommen. Der Humor, der leider bei weitem nicht so schräg war wie bei "Föhlage", konnte das nicht wettmachen.
Dazu Unlogik und ein allzu offensichtlicher Täter.

Nee, ich war enttäuscht. Von mir gibt's allenfalls 70 Grad. Und das auch nur wegen ein paar wirklich witziger Einfälle.
stjerneskud zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 05.01.2011
Kriminalistische Hochsaison

Es ist mal wieder der große Tag für das Neujahrsskispringen gekommen, an dem die Wintersportwelt auf Garmisch-Partenkirchen schaut. Aber ganz so wie immer scheint es nicht zu sein. Der Ort bewirbt sich neben Dubai und Chaoyang um die Austragung der Olympischen Winterspiele im Jahr 2018 und es sind nicht nur die üblichen V.I.P.s anwesend, sondern auch Repräsenten der Bewerberstädte und der Präsident des IOC. Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Als der einzigste Teilnehmer der dänischen Nationalmannschaft im Finale schwer stürzt, kommt die Frage auf, ob es ein Unfall oder ein Anschlag war. Kommissar Jennerwein will den Fall schon zu den Akten legen, als Bekennerschreiben auftauchen, die an ihn gerichtet sind. In dem sonst beschaulichen Ort ist es mit einem Mal mit der Ruhe vorbei.

Es war gute Unterhaltung und ich hatte viele vergnügliche Lesestunden. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut und die ironische Art und Weise wie die vorherrschenden Trends und Verhaltensweisen der Menschen auf die Schippe genommen werden. Außerdem hält er einen dazu an weiterzulesen, denn man ist gespannt darauf zu erfahren, wie es weitergeht und welche witzigen Ideen der Autor sich noch ausgedacht hat. Und als ich es dann doch einmal aus der Hand legen mußte, schließlich hat man auch noch etwas anderes zu tun, dachte ich weiterhin an die Geschichte und konnte es gar nicht abwarten endlich weiterlesen zu können. Immer mal wieder mußte ich herzhaft lachen. Manchmal weiß man im Vorhinein, wie es weitergehen wird, aber der Schwarze Humor an manchen Stellen ist einfach zu köstlich. Nervenkitzel und große Spannung muß nicht in jedem Krimi stecken, wenn einem ein so wunderbarer Ersatz geboten wird.

Was wird aber nicht auch alles getan, um die einen schlecht zu machen, damit man selber aus dem Rennen als Sieger hervorgeht. Jetzt sind wir natürlich gespannt darauf zu erfahren, wer im wirklichen Leben die Olympischen Winterspiele 2018 ausrichten darf.
lenchen_196 zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 03.11.2010
Hochsaison und HochspannungEs gibt eine Menge Bekennerbriefe von einem (angeblichen) Täter. Es wird eine Straftat vorbereitet, nur ist bis jetzt unklar, welche und von wem. Oder ist es nur ein Witz? Ob es mit weiteren Geschehnissen zu tun hat?An einem Wintersportkurort stürzte ein Skispringer. War es ein Attentat? Es scheint Schwierigkeiten zu geben, weil der Ort sich gerade für die Olympischen Spiele bewirbt. In der VIP-Loge geht auch etwas vor. Verdächtige Leute zwischen Prominenten, verdächtige Schüsse, die keiner bemerkt...Ein Pärchen „fernöstlicher Herkunft“ hält sich in dem Ort auf und bereitet auch etwas Schreckliches vor.Alle parallelen Fäden sehen wie selbständig aus, müssen aber von dem Kommissar Jennerwein und seinem Team zusammengezogen werden, weil es sich um ein echtes Verbrechen von weltlichen Maßstäben handelt. Ja-ja, im Ernst.Also wer hinter was steht, wer welche Ziele verfolgt und was im Endeffekt wohl rauskommt?Dem Leser sind alle „schlechten“ Hauptfiguren und ihre bösen Taten praktisch von Anfang an bekannt, allerdings bleibt der Zusammenhang bis zum Ende rätselhaft und somit die Handlung sehr spannend.Die Geschichte selber kommt einem fast verrückt vor. Viele Stränge sehen irreal aus, wurden aber vom Autor als ernsthaft erklärt. Zum Schluss wird alles ans Licht gebracht, keine Fragen bleiben offen.Feines Lokalkolorit und der sehr witzige und präzise Schreibstil des Autors machen das Lesen zu einem Vergnügen. Das fesselnde Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. Die Kuhabbildung auf dem Cover und auf jeder Seite, wo der neue Abschnitt beginnt, ist ganz sympathisch und verleiht dem Roman eine besondere Note aus dem Bergen. Man lernt sogar a bißl von den bayrischen Dialektausdrücken und einige seltsame Bräuche aus dem Region ;-)Diesen Alpenkrimi würde ich gerne weiterempfehlen.
anyways zu »Jörg Maurer: Hochsaison« 10.08.2010
Im Loisachtal verunglückte der dänische Skispringer Age Sorensen beim Neujahrsspringen. Dieser Unfall entpuppt sich als feiger Anschlag, und schon rückt Jennerweins Team samt Spusi an ,denn dieser Ort kämpft um den Olympiazuschlag 2018. Auf der Suche nach Täter, Motiv und Indizien kommen die Kriminalisten aber nicht weiter, keine Waffe oder Kugel , kein Tatmotiv oder Verdächtiger lässt sich ermitteln. Ernüchternd ziehen sie wieder ab. Erst als im Frühjahr ein Bekennerschreiben durch Zufall entdeckt wird, fangen die Ermittlungen von vorne an. Nun bekommt Jennerwein es mit der Urbevölkerung, Dorfpolizisten, Gymnasiasten mit einer Vorliebe für Serientäter und merkwürdigen Koreanern zu tun.


Ein urkomischer Krimi. Maurer versteht es ausgezeichnet seine Leser zu unterhalten.
Er zeichnet die bayrische Landschaft, deren Bewohnern und ihre Eigentümlichkeiten humorvoll und treffend, flicht lustige Anekdoten der nordischen Göttergestalten gekonnt ein, um am Ende in einem furiosen Finale zu enden. Es ist halt Hochsaison.

Ich habe selten bei einem Krimi soviel gelacht.
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