Texas Blues von Joe R. Lansdale

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 unter dem Titel Mucho Mojo, deutsche Ausgabe erstmals 1996 bei Rowohlt.

  • New York: Mysterious Press, 1994 unter dem Titel Mucho Mojo. 316 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1996. Übersetzt von Christoph Schuenke. ISBN: 3-499-13767-4. 316 Seiten.

'Texas Blues' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Weil ordentliche Berufe zuviel Planung erforder, vertrödeln Hap Collins und Leonard Pine ihre besten Jahre als Tagelöhner auf den texanischen Rosenfeldern. Als Leonards Onkel Chester das Zeitliche segnet, entdecken die beiden in seinem Haus eine versteckte Leiche. Dem netten Onkel Chester ist ein Mord nicht zuzutrauen, also machen sich Hap und Leonard auf die Suche nach dem Killer. Crack-Höhlen, Voodoo-Riten und religiöser Fanatismus sind nur einige Auswüchse der texanischen Unterwelt, in der die beiden Amateurdetektive sich sprücheklopfend Respekt verschaffen.

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Jupp zu »Joe R. Lansdale: Texas Blues« 04.10.2007
Der zweite Teil der inzwischen sechseiligen Hap & Leonard Reihe ist für mich immer noch der Schönste. Eine bis zum Schluß stringent geführte Handlung, die Protaginisten agieren hier am überzeugendsten, hier wird die Südstaatenatmosphäre mit allen ihren faszinierenden und abstoßenden Aspekten mit größter Ausdruckskraft geschildert. Die Sprache ist ein wahres Wunderwerk, man möchte am Liebsten jeden Satz laut wiederholen und mehrfach im Munde zergehen lassen. Dies gilt besonders dann, wenn die uralte schwarze Großmutter Mee-Maw ihren Mund auftut oder Hap und seine schwarze Freundin über das Zusammenleben von schwarz und weiß philosophieren. Diesen ganz entscheidenden Zauber entfaltet das Werk auch für weniger geübte Englischleser allerdings nur im amerikanischen Original, die deutsche Version krankt ganz entscheidend daran, daß der Übersetzer der Meinung war, daß es reicht, immer nur "is" oder "nich" oder ähnlich affige Slangverballhornungen als Übertragung der im Orginal so liebenswerten Spache von schwarzen und weißen Texanern zu verwenden. Hier gibt es also noch ein reiches Betätigungsfeld für engagierte Verlage wie den Berliner Shayol Verlag, der lobenswerterweise nun gerade den 4. Hap & Leonard Krimi vorgelegt hat.
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