Morpheus von Jilliane Hoffman

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Last Witness, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Wunderlich.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Florida / Miami, 1990 - 2009.

  • New York: Putnam, 2005 unter dem Titel Last Witness. 358 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2005. Übersetzt von Sophie Zeitz. ISBN: 3805207743. 399 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2005. Gesprochen von Christiane Paul. ISBN: 3870240938. 6 CDs.

'Morpheus' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Staatsanwältin C.J. ist zurück. Mit Polizist Dominick Falconetti, mit dem sie vor drei Jahren die Cupido-Morde aufklärte, schmiedet sie inzwischen Hochzeitspläne. Plötzlich geschehen eine Reihe von brutalen Morden. Die Opfer haben viele Gemeinsamkeiten. Alle sind auf die gleiche, schreckliche Weise verstümmelt worden. Alle waren Polizisten. Alle hatten Dreck am Stecken. Dominick ermittelt in Richtung Drogenmilieu und Korruption. C.J. weiß aber, dass die Verbrechen mit ihr persönlich zu tun haben – denn alle Opfer waren damals in den Cupido-Fall verwickelt. C.J. hatte sich damals, um ihre Haut zu retten, auf ein Spiel mit dem Teufel eingelassen. Und der, so scheint es, fordert jetzt seinen Lohn …

Das meint Krimi-Couch.de: »Einschläfernde Umsetzung des Stoffes und alptraumhaft langweiliger Sequenzen weiblicher Unlogik« 42°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Man nehme eine erfolgreiche, junge Staatsanwältin, die obendrein reichlich hübsch sein dürfte, und sich mit einem der leitenden Special Agenten, namens Dominick Falconetti, Tisch und Bett teilt. Dazu füge man eine Prise persönlicher Vergangenheit in Form stundenlanger Vergewaltigung der selben Staatsanwältin und stelle dann den Mann vor Gericht, wobei genau dieselbe Anwältin als Vertreterin der Anklage fungiert. Was soll denn die arme Seele tun, wenn sie zu blöd war, um wegen Befangenheit abzulehnen, weil sie den Schweinehund unbedingt mittels Giftspritze oder via Elektrischem Stuhl in die Ewigen Jagdgründe katapultiert sehen will?

Doch der Mann, der elf Frauen ermordet hat (und nur die Anwältin wurde verschont(!?)), ist nicht gewillt, das ohne Weiteres hinzunehmen, denn nicht nur die Frau Staatsanwalt hat ganz bewusst Beweise unterschlagen. Die Bullen, die den Killer verhaftet haben, taten dies auf Grund eines anonymen Hinweises. Und das ist absolut unzulässig im amerikanischen Gerichtswesen, also bleibt dem Inhaftierten noch ein Weg zur Wiederaufnahme des Verfahrens offen, und der könnte mit einem Freispruch enden.

Das wäre das Letzte, was unsere Staatsanwältin C.J. Larson gebrauchen könnte. Aber das ist erst der Anfang unserer Geschichte, denn einer, der sich Cop-Killer nennt, kennt die ganze Geschichte hautnah. Es ist nicht der Psychiater der Staatsanwältin, der ihre geheimsten Sexualwünsche kannte und ihr den Vergewaltiger zwischen die Beine serviert hat. Und es kann auch nicht derjenige sein, der hinter schwedischen Gardinen auf seine Chance wartet. Das Einzige, was C.J. erkennt, ist die Tatsache, dass der Cop-Killer all jene Cops fingerfertig aufschlitzt, so dass sie an ihrem eigenen Blut ersticken, die mit C.J. am getürkten Prozess beteiligt waren. In südamerikanischen Drogenkreisen nennt man diese Todesart »Krawatte«, aber was haben die Drogenbosse in Bolivien mit unserer verängstigten Staatsanwältin und ihrem Bettgefährten zu tun?

Der Leser hat offensichtlich den Massenhype um Jilliane Hoffmans Cupido endlich vertaut und jetzt wirft die Autorin »Morpheus« als Fortsetzung auf den Markt. Vom griechischen Wort morphe, (der Schlafmohn), von dem der Gott der Träume »Morpheus« abgeleitet wird, hat die Autorin offensichtlich eine Prise zu viel über diesen Roman geschüttet, denn der Rezensent schwankt in seiner Beurteilung zwischen einschläfernder Umsetzung des Stoffes und alptraumhaft langweiliger Sequenzen weiblicher Unlogik.

Die Staatsanwältin C. J. Larson ist schlichtweg ein nerviges Weib. Psychisch gezeichnet durch die vor Jahren erlittenen Misshandlungen, kann sie sich nicht ein Mal mit ihrem Lebensabschnittspartner verständigen, der auf Grund seiner Profession prädestiniert dafür wäre, Verständnis für die arme Frau aufzubringen. Aber nein, lieber bringt sie mit (nach amerikanischem Recht) zweifelhaften Methoden ihren Peiniger ins Kittchen und muss dann lebenslang bangen, dass der Saukerl vielleicht doch wieder frei geht. Auf der einen Seite scheint die Frau ihren Polypenfreund ehrlich zu lieben, auf der anderen Seite lügt sie ihn trocken an und serviert ihn ab. Und dann hat sie Gewissensbisse über mindestens zwei Drittel der 400 Seiten. Frau Hoffman, diese Staatsanwältin ist schlichtweg schizophren und gehört in eine geschlossene Anstalt, aber nie und nimmer auf den deutschen Buchmarkt!

Aber es ist ja kein Wunder. Wenn in einem Land, weit über dem Großen Teich, in einer Stadt in Florida, namens Miami, an einem simplen Polizistenmord nicht einfach die Polizei arbeitet, sondern sich das Miami-State P.D., das City of Miami P.D., das Miami Beach P.D., das Broward Sheriff´s Office, das FDLE, das FBI und sonst noch irgendeine mit Abkürzungen gesegnete Dienststelle der Exekutive um die Zuständigkeit an einem Fall streiten und wer dann schlussendlich die Arbeit machen sollte, dann kann man sich schon mal kräftig an die Stirn klopfen. Dass das Lesevergnügen bei solchem Wirrwarr auf der Strecke bleibt, füge ich nur als Anmerkung hinzu. Und dagegen ist C.S.I. Miami schon fast oscarreif.

Nun will ich hier allerdings auf keinen Fall verraten, wer denn letztendlich für die ganze Misere zur Verantwortung gezogen werden muss. Im Endeffekt bleibt es wohl an der Autorin hängen, dass dieses Buch in seiner ganzen Unlogik und seinem nervtötenden Gehabe der handelnden Personen trotz handwerklich passablen Schreibstils und einer sehr brauchbaren Übersetzung durch Sophie Zeitz, nicht für mehr als eine magere, unterdurchschnittliche Wertung taugt …

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MaxBond zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 23.11.2011
Ich habe das Buch in 2 Tagen gelesen.Es ist sehr spannend geschrieben und ich freue mich auf "Vater unser".
Der Schreibstil ist flüssig,es lässt sich sehr gut lesen.
Staatsanwältin C.J. wird mit grausamen Morden an Polizisten konfrontiert.Sehr schnell wird ihr klar dass die Morde mit den vor 3 Jahren begangenen Morden des "Cupido-Mörders" in Zusammenhang stehen.Damals hat C.J. Beweise verfälscht um den "Cupido-Mörder"( Banting) zu überführen.Banting hatte C.J. vor Jahren vergewaltigt.Alle Polizisten die grausam von "Morpheus" ermordet wurden wussten von den gefälschten Beweisen.C.J. sieht die Zusammenhänge und will ihren Verlobten Dom nicht mit hineinziehen und vertraut sich ihm deshalb nicht an .
lesemaus zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 22.06.2011
Wahnsinn!!! Ich hatte vorher viel schlechtes über die Fortsetzung zu Cupido gehört! Doch Morpheus ist ein Meisterwerk! Ich konnte es nicht aus der Hand legen! Spannend, grausam, skrupellos und vorallem verdammt genial geschrieben!!!

Cupido war echt ein geniales Buch und ich kann echt nur sagen, der 2. teil ist weitaus besser!

Auch wenn ich schon recht schnell wusste, wer tatsächlich hinter Morpheus steckte, war es Spannung pur zu erleben, dass ich richtig lag.

Leute, wenn ihr Cupido gelesen habt - das solltet ihr vorher tun - besorgt euch SOFORT Morpheus! Ein Buch der Spitzenklasse!!!
Toyota zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 06.06.2011
Ich fand es sehr gut, dass ab und an mal ein kleiner Rückblick auf Cupido gewährt wurde, so dass man dieses Buch nicht zwingend gelesen haben muss. Der Anfang war etwas schleppend, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Die Mischung zwischen Spannung und Romantik war gut gewählt. Und mein Fazit: Ende gut alles gut :-)
Frankie zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 02.04.2011
Morpheus habe ich ziemlich schnell gelesen und ich persönlich fand es besser als Cupido. Warum? Ganz einfach ,es geht direkt und ohne Schnörkel zur Sache. Der zweite Teil ist wohl eher für die Männerwelt geschaffen als Band 1. Schon nach den ersten Seiten werden ein paar korrupte Bullen zur Rechenschaft gezogen und somit ist die Jagd nach dem Killer schon lanciert. Das Buch nimmt Fahrt auf und ist bis zum Schluss spannend. Empfehlenswert. gab eine 91.
Chrisu zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 20.09.2010
C.J. hat Bereitschaft und wird zu einem Mord gerufen. Einem Mord an einem Polizisten und dieser Polizist war Belastungszeuge im Cupido-Fall. Aber er blieb nicht alleine, insgesamt wurden 4 Polizisten ermordet und es wurde nach einem Serientäter gesucht - Morpheus. Gleichzeitig wird der Fall Cupido wieder vor Gericht gebracht, weil neue Beweismittel vorliegend sind. Aber irgend jemand hat was dagegen, dass Bantling frei kommt und die Beweismittel, vor allem das Tonband der Polizei am Tag der Festnahme von Bandling, ins Spiel kommt, denn dadurch würde der wahre Täter wahrscheinlich aufgedeckt. C.J. kommt wieder ins Rampenlicht und durch sie auch Dominik, der sich von ihr getrennt hat, da sie ihm nicht die Wahrheit über das ganze Ausmaß der über die Festnahme von Cupido sagen kann und deshalb wieder eine Mauer um sich aufbaut.
Der Fall Morpheus ist die Weiterführung der Konflikte um Cupido, die Manipulierung der Aussagen und die Erkenntnis, dass noch jemand die Finger im Spiel hat.
Jilliane Hoffman ist wieder voll in ihrem Element und läßt die Protagonisten durch die Gerichte wandern, auf der Suche nach der Wahrheit - aber ist die Wahrheit wirklich für jeden die Lösung? Ich fand das Buch einfach voll interessant, der Handlungsablauf und auch das Procedere um die wahre Identität von Cupido-Morpheus war sehr gut.
Aber irgendwie erhofft man sich eine Fortsetzung dieses Geschehens, da zum Schluß ja doch noch eine große Frage offen blieb.
Neni zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 12.08.2010
Lieber Leser!
ich habe gestern das Buch " Morpheus " zu Ende gelesen ( gleich nach " Cupido " ) und ich kann es nur empfehlen. Ich finde es schade, dass man 2. Teile immer so kritisiert. Das ist bei Filmen so ( der 2. Teil kann ja nichts werden ) und auch bei Romanen. Klar, " Morpheus " ist anders, aber trotzdem super spannend geschrieben. Die Rückblenden ziehen sich zum Teil wirklich ein bißchen ( ist aber für diejenigen, die " Cupido " noch nicht gelesen haben, sinnvoll - was ich allerdings nicht raten würde, denn man sollte den 1. Teil schon lesen ). " Cupido " selbst hat mir auch einen Tick besser gefallen, lag aber an der Thematik ( schlimmes Thema, keine Frage, aber sehr spannend geschrieben ... ist ja halt ein Krimi/Thriller ). Das Ende von " Morpheus " war vielversprechend und ich hoffe, es geht bald weiter. Habe jedes Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen ( tagsüber musste ich ja arbeiten :-) ) und sage nur als Fazit: SPANNUNG PUR. UNBEDINGT LESEN. :-)
Revak zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 11.08.2010
Auch wenn das Buch um Längen nicht an den ersten Teil herankommt: Wem "Cupido" gefallen hat, der wird auch "morpheus" mögen. Es hat seine Längen, ja, aber die sind zum Glück nicht so extrem (oder aufdringlich), dass man sie nicht überlesen könnte.Sicher kein Muss, aber durchaus gute Unterhaltung.Was den Rezensenten angeht:
Wenn er nicht hier auf der couch im Team wäre: "I SAY TROLL" so aber nur ein Hinweis auf sein eigenes Buch 978-3-9806256-1-6 bei dem nur schon der Titel für sich spricht...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
fenrir zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 29.07.2010
Langweilig und langatmig ist dieses Machwerk, dass uns Jilliane Hoffman präseniert. Vollgepackt mit Rückblenden und emotionalen Redundanzen wähnt man sich in einer endlosschleife wehleidiger Geschätzigkeit. Der Leser fühlt sich wie ein Gefangener im wirren Kopf der Protagonistin, die gebehtsmühlenartig ununterbrochen die selben Gedanken in unterschiedlichen Formulierungen wälzt... Gedanken darüber, wie sie sich fühlt (immer schlecht) und weshalb sie sich so fühlt (wegen der Geschichte die im Vorgänger-Buch Cupido - auch nicht übermässig toll - beschrieben wird).

Das Buch ist weder ein guter Krimi noch ein spannender Gerichtsthriller noch eine aufregende Liebesgeschichte... Es ist nur eines: überflüssig.
Jenni zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 18.07.2010
Ich denke man kann das Buch auch locker lesen & verstehen auch wenn man "Cupido" vorher nicht gelesen hat. Das Buch zieht sich in einigen Stellen ziemlich hin, jedoch ist es sehr spannend geschrieben.
Jedoch habe ich das Buch innerhalb von einer Woche blitzschnell durchgelesen & kann es nur weiterempfehlen !
Jenny zu »Jilliane Hoffman: Morpheus« 06.06.2010
Sehr geniales Buch! Nur zu empfehlen. Man sollte aber schon den Vorgänger "Cupido" gelesen haben, um alles besser zu verstehen. Das Ende bleibt in gewisser Weise offen, sodass man auf einen weiteren Thriller mit C.J. hoffen kann. Es ist spannend und gut geschrieben! Ein Muss für Thriller-Liebhaber!-

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