Cupido von Jilliane Hoffman

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Retribution, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Wunderlich.
Ort & Zeit der Handlung: USA / Florida / Miami, 1990 - 2009.

  • New York: Putnam, 2003 unter dem Titel Retribution. 420 Seiten.
  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2004. Übersetzt von Sophie Zeitz. ISBN: 3-499-23966-3. 476 Seiten.

'Cupido' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Der Alptraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment, hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet …C.J. ist Staatsanwältin in Miami, und sie ist ein As. Eines Tages schnappt die Polizei bei einer zufälligen Verkehrskontrolle einen psychopathischen Serienkiller, nach dem seit Monaten gefahndet wird.

Das meint Krimi-Couch.de: »Spannender Justizthriller« 80°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

New York 1988:

Chloe freut sich richtig auf den Abend, den sie mit ihrem Freund Michael verbringen will. Obwohl sie im Prüfungsstress für das juristische Staatsexamen ist, hat sie sich überreden lassen, mit ihm unter der Woche auszugehen. Es ist ihr Jahrestag und sie hofft, dass er ihr einen Heiratsantrag machen wird. Der Abend verläuft nicht ganz so, wie sie es sich erträumt hat. Er setzt sie zuhause ab und sie geht alleine in ihre Wohnung. Währenddessen lauert ein Mann im Gebüsch unter ihrem Fenster, der sie offensichtlich schon lange beobachtet. Als sie schläft, dringt er in ihre Wohnung en und vergewaltigt sie brutal. Mit schweren Schnittverletzungen am Brustkorb wird sie am nächsten Morgen ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie von ihrer Freundin gefunden wurde.

Miami 2000: Aus Chloe wird C.J.

Zwölf Jahre später ist Chloe Staatsanwältin in Miami, ihren Namen hat sie geändert. Seit einem Jahr wird die Bevölkerung durch die Taten eines Serienmörders erschüttert, dem man den Namen Cupido verpasst hat: Bereits elf blonde junge Frauen sind verschwunden, neun Leichen hat man ohne Herz gefunden. Da passiert etwas, mit dem niemand gerechnet hätte. Bei einer Verkehrskontrolle wird ein schwarzer Jaguar angehalten, bei dem man aufgrund eines anonymen Tipps Drogen im Kofferraum vermutet, doch man findet den toten Körper von Anna Prado, dem zehnten Opfer von Cupido. C.J. ist die Staatsanwältin in diesem Fall, doch sie erkennt bei der Anklageerhebung in William Rupert Bantling den Mann, der ihr vor 12 Jahren dieses große Leid angetan hat. Sie ist nun in der Bredouille: sie kann niemandem davon erzählen und sie kann denn Fall eigentlich nicht abgeben, da sie schon seit einem Jahr daran arbeitet. Aber kann sie die Kraft für den langen Prozess aufbringen? Und was wäre, wenn ihr Peiniger frei kommen würde?

Justizthriller statt Psychothriller

»Cupido« wurde stark beworben und es gibt zahlreiche Aussagen zu diesem Buch, wobei manche von Beklemmung sprechen, von nervenzerfetzender Literatur für den hartgesottenen Leser oder mit Vergleichen mit Stephen King oder Thomas Harris aufwarten. Nein, obwohl ein Serienkiller sein Unwesen treibt, muss man nicht allzu viele blutrünstige Details über sich ergehen lassen, die grausamen Taten werden eher anhand der gerichtsmedizinischen Details deutlich gemacht. Tiefe Einblicke in die Psyche des Killers wie bei "Das Lied der Sirenen" von Val McDermid erhält man nicht, das muss auch nicht sein. Ohne Frage ist die Story dennoch spannend, es spielt sich bis auf den Anfang (und den Schluss) doch auf der gerichtlichen Ebene ab – das Genre des Justizthrillers fände ich passender.

Zwischen Rechtsstaat und Rache

Die ersten Kapitel erinnern an "Der Meister" von Tess Gerritsen, vielleicht weil C.J. selbst in die Angelegenheit verwickelt ist, doch hier enden die Parallelen weitestgehend, denn im vorliegenden Buch ist die Tätersuche eigentlich abgeschlossen. Es wird dann vielmehr dargelegt, wie C.J. ihre Anklage vorbereitet und das sehr detailliert. Zudem spielt natürlich ihre eigene Befangenheit eine Rolle sowie der immerwährende Kampf mit der Vergangenheit. Der Zwiespalt Chloes zwischen juristisch korrektem Verhalten und der Rache am Täter kommt allerdings fast ein bisschen zu kurz.

Die sehr detaillierte Erzählweise ist zu Beginn fast störend, man findet sich dann aber leicht ein. Über die kleinen Längen im Mittelteil tröstet das überraschende Ende hinweg, die Aussage »nichts ist so, wie es scheint« trifft mal wieder voll zu und so eine kleine Wendung, sei sie auch ein wenig unrealistisch, wünscht sich doch der passionierte Krimileser ab und an mal, weil’s so schön ist …Es fragt sich allerdings, ob das Buch einen so hohen Verkaufsrang erreicht hätte, wenn das Werbebudget ein bisschen kleiner ausgefallen wäre. Hoffentlich handelt es sich dabei nicht nur um eine Eintagsfliege. »Cupido« ist empfehlenswert, aber zur Spitzenklasse fehlt noch ein Quäntchen.

Ihre Meinung zu »Jilliane Hoffman: Cupido«

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Sabrina zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 04.10.2011
Bin gerade auf dieses Buch durch die obige Suche gestosen. Habe das Buch vor ein paar Jährchen gelesen. Ich fand das Buch sehr gut. Spannend bis zum Schluss. Kann es nur weiterempfehlen man will es fertig lesen und der Schluss lässt einem dieses Buch immer in Gedanken bleiben. Solltet ihr wie ich, auf der Suche nach neuem Lesestoff sein, bitte scheut euch nicht, dieses Buch zu kaufen. Ihr werdet es nciht bereuen.
Pandora2 zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 28.09.2011
Das einzige, was mich an Buch etwas stört, ist die Sprache, mit der sich der Angeklagte gern Ausdruck verschafft. Ja, wahrscheinlich soll es genau der Gegensatz zu seinem gut-situierten Äußeren sein. Aber das sind die Absätze, die ich getrost übersprungen habe. Gerade auch ein Angeklagter, der weiß, dass er unschuldig ist und trotzdem mit dem Tod verurteilt werden kann, rückt sich damit nicht unbedingt in ein besseres Licht. Und ein Mann in seiner Position muss das gewusst haben.
Ansonsten war das Buch schon gut zu lesen, auch recht spannend. Doch wie einige schon erwähnt haben: Wenn man öfter Thriller/Krimis liest, ist die Wendung doch recht absehbar.
lesemaus zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 22.06.2011
Cupido - gut ein Buch was mir von vielen wärmstens empfohlen wurde. Der Anfang ist echt rasant und widerlich! Da gab es schon das erste beklemmende Gefühl, dass auch im kompletten Buch immer wieder auftauchte.

Super geschrieben, detailiert und spannend! Die Charaktere sind spitze, C.J. die leidet und nicht weiß wie sie sich verhalten soll und Dinge tut, die sie sich selbst nicht zugetraut hätte, Dominick Folconetti, Cop mit Feingefühl und Manny Alvarez - Sympahtieträger und jederzeit für seine Freunde auch da.

Fazit : Spannend und ich konnte das Nachfolgewerk Morpheus kaum erwarten zu lesen.
Schlunz zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 22.04.2011
Cupido ein echter Thriller? Eher ein Justizthriller. Aber wo bleibt der Thrill. Und vor allem: wo bleibt das Unerwartete? Das Ende ist absehbar und aehnelt zumindest dem Buch "Kalte Asche". Es laesst sich gut lesen, aber zu einem Top Thriller reicht es bei weitem nicht! Als Strandlektuere zu empfehlen...
Frankie zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 02.04.2011
Ich habe das Buch vor langer Zeit gelesen und trotzdem sind noch einige Bruchstücke hängengeblieben.Das zeigt,dass es ein richtig gutes Buch ist. ( Mir er geht es jedenfalls so) Der Anfang ist ein wenig schleppend, doch die Spannung wird stetig aufgebaut. Der Anfang fand ich schon zum schmunzeln,da es sich um ein wahrer Frauenalptraum handelt.
nicole zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 09.01.2011
Also ich lese das Buch auch im Moment und ich bin echt angetan und gespannt wie es weiter geht es ist echter nervenkitzel. man will garnicht aufhören zu lesen, aber es wäre gut wenn das buch verfilmt werden würde,weil es echt gut ist und die meisten thriller- fans würden es sich bestimmt wünschen!!!
Katja Schütze zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 23.10.2010
Also ich lese das Buch auch im Moment und ich bin echt angetan und gespannt wie es weiter geht und kann es kaum aus den Händen legen, ich würde mir vllt wünschen das es verfilmt würde, ich denke das es das Potenzial dazu hat zumal es ja bereits die Fortsetzung gibt, also Leute was haltet ihr davon??
Chrisu zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 18.09.2010
Chloe ist mit Michael verabredet und glaubt, dass sie heute gefragt wird, ob sie ihn heiraten will. Aber leider ist das nicht so und sie will auch nicht, dass er heute bei ihr übernachtet. Und da passiert es. 12 Jahre später in Miami Beach bearbeitet sie den Fall "Cupido" - ein Serienmörder, der Frauen vergewaltigt und ihnen das Herz herausschneidet. Durch Zufall wird ein Verdächtiger angehalten, in dessen Kofferraum man die Leiche einer jungen Frau findet, der das Herz fehlt. Jetzt haben sie den Cupido gefunden und der Prozeß wird eingeleitet. Aber ist er es wirklich? Wer hat den anonymen Hinweis gegeben? Ein harter Prozeß beginnt und die Staatsanwältin wird wieder in die Vergangenheit versetzt, vor 12 Jahren, als sie damals schwerst verletzt wurde bei ihrer Vergewaltigung. Gelingt es ihr, die Geschworenen zu überzeugen, dass der Angeklagte ein Monster ist?
Jilliane Hoffman hat mich überzeugt, weitere Bücher von ihr zu lesen. Der Aufbau der Handlung war sehr gut und nachvollziehbar, die Protagonisten gut beschrieben, nur bei C.J. erhoffte man sich, dass sie mehr Vertrauen in ihre Bekannte gesetzt hätte, aber in Bezug auf ihr Geschehen ist es auch wieder nachvollziehbar.
Ich fand das Buch wirklich sehr gut und kann es nur jedem Krimi-/Thriller-Leser weiterempfehlen.
claudia zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 16.09.2010
geiles buch. habe zuvor nie krimis gelesen.habe anschließend "morpheus", dann "Vater unser" und anschließend "Mädchenfänger" gelesen. alle bücher sind von jilliane hoffmann. die 4 bücher habe ich innerhalb von 2 wochen verschlungen. "mädchenfänger" hab eich mir mittags um 13 uhr gekauft. am nächsten tag um 12 uhr war ich fertig. nur zu empfehlen.
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Conny zu »Jilliane Hoffman: Cupido« 18.08.2010
Meine Meinung zu Cupido? Schwierig, denn ich habe zwei. Erstens zum Buch ansich: Die Geschichte ist relativ einfach, nachvollziehbar und wenn man schon mehrere Thriller gelesen hat überrascht einen das überraschende Ende auch nicht wirklich. Aber ich finde es gut zu lesen und es ist mal ein spannendes Buch, aus dem nicht bei jedem Umblättern das Blut tropft. Allerdings...und hier kommt zweitens...: Die Hauptperson. Sorry, aber wo kommen wir denn da hin, wenn eine Staatsanwältin mal eben, weil er böse zu ihr war, einen Mann für mehrere Morde hinter Gitter bzw. zur Todesstrafe wandern lässt, obwohl sie genau weiß, dass er es nicht war? Ist ja ganz große Klasse, Applaus, Applaus. Klar sollte er für das, was er getan hat bestraft werden, aber wenn die Tat in dem Rechtssystem, in dem Frau Saatsanwältin arbeitet, verjährt ist, dann ist es verjährt. Egal wer das Opfer war. Wenn man es nicht nachweisen kann, dann kann man es nicht nachweisen, ebenfalls egal wer das Opfer ist. Man kann sich doch nicht einfach hinstellen und ihn mal eben für etwas anderes verurteilen lassen, weils grad so praktisch ist. Zumal ja auch schon seine Verhaftung mehr als fragwürdig abgelaufen ist.
Also das Buch ansich schon durchaus empfehlenswert, ich habe es auch sehr schnell ausgelesen, es ist spannend und größtenteils gut erzählt. Aber für die Hauptdarstellerin ganz deutlich Daumen nach unten.

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