Jean-Patrick Manchette

Jean-Patrick Manchette liebte Jazz, Kino und Literatur. Entsprechend virtuos wußte er Bilder aus Alltag, Abenteuer und Sozialkritik mit den Klängen eines großen »roman noir« zu verbinden. Durch seinen erzählerischen Reduktionismus, knappe Dialoge, kurze Sätze, und hintergründigen Humor hat Manchette – an die Tradition von Raymond Chandler und Dashiell Hammett anküpfend – eine moderne auf Europa zugeschnittene Form des amerikanischen »hard-boiled« Krimis gefunden. Manchette gilt als Begründer des neueren sozialkritischen französischen Kriminalromans, des sogenannten »néo polar«. Er arbeitete als Drehbuchautor und veröffentlichte u.a. zehn Kriminalromane, von denen die meisten verfilmt wurden. 1995 starb Manchette im Alter von nur 52 Jahren in Paris. Er wurde zur Leitfigur für eine neue Generation von Krimiautoren in Frankreich.

Krimis von Jean-Patrick Manchette:

Mehr über Jean-Patrick Manchette:

  • Headline, Doug: »Die Menschen in schweren Zeiten«. Nachwort in: Blutprinzessin, Heilbronn: Distel, 2001.

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