Mord ist schlecht fürs Geschäft von Jean G. Goodhind

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Something in the Blood, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Aufbau - Taschenbuch.
Folge 1 der Honey-Driver-Serie.

  • Sutton: Severn House Publications, 2007 unter dem Titel Something in the Blood. ISBN: 978-1847510198. 248 Seiten.
  • Berlin : Aufbau - Taschenbuch, 2009. Übersetzt von Ulrike Seeberger. ISBN: 978-3-7466-2515-7. 311 Seiten.

'Mord ist schlecht fürs Geschäft' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Der Beginn einer neuen Krimiserie mit einer liebenswerten und selbstbewussten Heldin. Honey Driver, verwitwet und mit 18-jähriger Tochter, leitet ihr eigenes kleines Hotel in Bath. Zudem ist sie frischgebackene Verbindungsfrau des Hotelverbands zur Polizei. Plötzlich verschwindet ein amerikanischer Tourist spurlos. Honey nimmt die Ermittlungen auf, die sie bald auf einen Adelssitz führen, auf dem recht befremdliche Dinge vor sich gehen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Mäßiger Auftakt einer neuen Serie« 45°

Krimi-Rezension von Ines Dietzsch

Mord ist schlecht fürs Geschäft heißt das Debüt der Britin Jean G. Goodhind, die wie ihre Heldin Honey Driver bei der Bewährungshilfe gearbeitet hat und Hotels in Bath leitete.

Mord, Raub und ähnliche Schrecken sind in unserer schönen Stadt um jeden Preis unter Kontrolle zu bringen, mein liebes Mädchen: Dafür haben wir Sie eingestellt.

 Mit diesen Worten erfährt der verwitweten Besitzerin des Green River Hotels im berühmten englischen Bath die zweifelhafte Ehre als Verbindungsperson des Hotelverbandes zur örtlichen Polizei tätig zu werden. Aber was tut man nicht alles, mit der Aussicht, die Auslastung des eigenen Hotels zu optimieren. Der erste Fall im neuen Amt lässt nicht lange auf sich warten. Hannah Driver, von allen liebevoll Honey genannt, soll das Verschwinden eines amerikanischen Touristen untersuchen, dessen Habseligkeiten und Reisepass in einem Bed & Breakfast zurückgelassen wurden. Honey entdeckt, dass der Amerikaner als Privatdetektiv arbeitete und unter falschem Namen eincheckte. Der Fund einer Wasserleiche ruft die Polizei auf den Plan und Honey macht die Bekanntschaft von Detective Sergeant Steve Doherty, der sich wenig begeistert von einer Zusammenarbeit mit dem Hotelverband zeigt. Der Tote wird als der verschwundene Elmer Maxted identifiziert und Honey setzt sich zum Ärger von Doherty auf die Spur des ermordeten Privatdetektivs und beschreitet seine letzten Wege. Diese führen die Amateurdetektivin zum Adelssitz der ehrwürdigen Familie Charlborough, wo sich eigenartige Dinge abspielen.

  »Eine supertolle neue Krimiserie« wirbt die Sunday Times, deren Meinung kann ich mich nicht anschließen. Die Geschichte trägt die immer gleichen Züge. Eine gewitzte, von Haus aus neugierige Person spielt Sherlock Holmes. Resistent gegen gute Ratschläge oder eindeutige Anweisungen bringt sie sich bei ihren Hobbyermittlungen in Gefahr. Nach einem Katz-und-Maus-Spiel mit dem männlichen Helden eilt der zu Hilfe und man kommt sich näher, oder doch nicht? Der zweite Teil der Reihe »Dinner für eine Leiche« soll noch in diesem Jahr erscheinen.

 Die Autorin schuf mit ihrer Figur eine weitere nette Krimiheldin, neu daran ist deren Profession und eine außergewöhnliche Sammelleidenschaft für alte Unterwäsche und Dessous. An die Seite gestellt bekommt sie eine achtzehnjährige Tochter, die zum Ausgehen gezwungen werden muss und eine Mutter, die ganz versessen darauf ist, für ihre Tochter Rendezvous mit Zahnärzten oder anderen guten Partien zu arrangieren. Schräg ist auch ein Stammgast des kleinen Hotels, eine alte Dame, die den Geist eines Verwandten im Zimmer beherbergt.

 Mord ist schlecht fürs Geschäft hat mich nicht überzeugen können. Spannung habe ich gänzlich vermisst und der Humor wirkte verkrampft, die Dialoge gewollt witzig. Emilie Richards konnte mich mit ihrer Mrs. Wilcox gelungener unterhalten.

England-Fans erfreut Jean G. Goodhind mit ihren stimmungsvollen Beschreibungen von Bath, die Reiselust erwecken.

Ines Dietzsch, Dezember 2009

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PaulaU zu »Jean G. Goodhind: Mord ist schlecht fürs Geschäft« 18.08.2010
Im Prinzip hat der Krimi viele "Zutaten" für einen ghumorvollen britischen Krimi: die Hotelbesitzerin mit ihrer Mutter, die sie ständig verkuppeln will, hat eineTochter, die konservativer als die Mutter ist. Dazu noch Menschen mit merkwürdigen Hobbys und Sammelleidenschaften - Kriegsspiele im Riesentreibhaus des Grafen und Uhren - das alles im Hotel bzw Tourismus angesiedelt - leider nur sind o.g. Ideen das einzig spritzige an dem Buch. Die Story - naja, vielleicht 2 Sterne, die Umsetzung ist gähnend langweilig und uninterressant. Ich werde Teil 2 und 3 trotz vollmundiger Ankündigungen des Buchhandels bestimmt nicht lesen.
Londra zu »Jean G. Goodhind: Mord ist schlecht fürs Geschäft« 23.03.2010
Leider hat auch mich die neue Serie um die Heldin Honey Driver nicht überzeugt. Clevere, wunderschöne Hotelbesitzerin trifft bei der Verbrechensbekämpfung auf frauenverschlingenden, supersexy aber unausstehlichen Polizisten, der den Fall natürlich nicht ohne sie lösen kann. *gähn*
Fast schon peinlich klammert sich der gute Cop an jeden noch so kleinen Strohhalm, bis Honey ihn auf den rechten Weg zurückbringt. Was hat die Polizei nur vorher ohne Honey gemacht?
Und sollte man nun meinen, die Autorin hätte eine starke Frauenrolle geschaffen, so irrt man sich gewaltig.
Denn Honey hat nicht nur große Mühe, sich nicht ständig vom Hotel-Magnaten Casper bevormunden zu lassen, der sie wie ein dummes, kleines Mädchen behandelt; sie muss sich zudem auch noch gegen ihre nervtötende Mutter zur Wehr setzen, die sie laufend mit jedem Mann verkuppeln will, der nicht sofort das Weite gesucht hat.
Gewollt skurrile Typen machen die Story auch nicht besser.
Einzig der Einblick in das Leben von Bath und Umgebung ist der Lichtblick des Buches - aber dafür kann man auch einen Reiseführer kaufen.
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