Im Wald der stummen Schreie von Jean-Christophe Grangé

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel La forêt des mânes, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei Ehrenwirth.

  • Paris: A. Michel, 2009 unter dem Titel La forêt des mânes. 508 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2011. Übersetzt von Thorsten Schmidt. ISBN: 978-3-431-03815-6. 544 Seiten.

'Im Wald der stummen Schreie' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Jeanne Korowa ist eine brillante Untersuchungsrichterin in Paris. Zusammen mit ihrem Kollegen François Taine wird sie auf eine besonders grausame Mordserie angesetzt. Drei Frauen wurden brutal ausgeweidet, ihre Leichen makaber in Szene gesetzt und Teile ihrer Körper vom Täter verspeist. Drei Tatorte, die die Spuren von Ritual und Wahnsinn zeigen.
Im Zuge ihrer Ermittlungen stößt Jeanne auf einen besorgten Vater, der von den unverständlichen Taten seines autistischen Sohnes berichtet. Er ahnt, dass dieser zu unglaublichen Verbrechen in der Lage ist. Könnte der junge Mann der Täter sein? Die Suche nach der Wahrheit führt Jeanne bis in den Dschungel Argentiniens.
Was sie dort entdeckt, hätte sie sich in ihren schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können …

Ihre Meinung zu »Jean-Christophe Grangé: Im Wald der stummen Schreie«

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Biene20 zu »Jean-Christophe Grangé: Im Wald der stummen Schreie« 16.02.2012
Dieses war mein erstes Buch von J.C. Grangé und ich muss sagen es war gar nicht mal so schlecht.

Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen.
Ich will nicht sagen ich hab es verschlungen, aber einen kleinen "Ich kann das Buch nicht aus der Hand legen" Faktor hat dieses Buch schon.

Werde mir auf jedenfall seine anderen Bücher auch mal zulegen.
Alexi1000 zu »Jean-Christophe Grangé: Im Wald der stummen Schreie« 08.12.2011
IM WALD DER STUMMEN SCHREIE. Der aktuelle Roman von J. C. Grangé ist wieder ein guter Thriller, ein wirklich schlechtes Buch habe ich von diesem Autoren auch noch nicht gelesen (abgesehen evtl. von der "Steinerne Kreis", wo er versucht hat einen Hauch Mystik einzuweben, was meiner M;einung nach so gar nicht seins ist...).

Am Anfang des neuen Romans, lernen wir eine junge, erfolgreiche Richterin kennen, die in der Metropole Paris ein mehr oder weniger "frustriertes" Single - Leben führt. Sie stürzt sich dafür mit umso mehr Elan in die Arbeit.
Als sich Ihr die Chance bietet in einem äusserst brisanten Fall zu "Ermitteln", nimmt Sie diese gerne an, um nicht nur Ihrem "Alltag" sondern auch der Umgebung in Paris zu entfliehen, Ihr Weg führt sie bin in die tiefsten "Ur" - Sümpfe Südamerikas.

Das Element des "Reisens" (verschiedene Länder als "Schauplätze") ist ja ein oft wiederkehrendes Element bei Grangé.
Für diesen exotischen Schauplatz des Urwaldes (sowas mag ich immer sehr) bekommt er auch viele Bonuspunkte, die lauernden Gefahren und die bedrohliche Atmosphäre bringt der Autor wie immer Klasse rüber!

Tatsächlich muss man bei einigen Charakteren sagen, das Grangé schon besser ausgearbeitete Personen ersponnen hat, hier bleiben viele leider etwas "eindimensional".

Trotz allem bringt er uns die Personen so nahe, das man mitfiebert.
Einzig das Ende kommt so "schnell" und relativ unspektakulär, nachdem er so hohe "Erwartungen" im Laufe der Handlung aufgebaut hat, das der Roman letzlich für mich unter die sehr gute 90er Marke gerutscht ist.

Hat mir aber trotzdem gut gefallen...

und der Couch - Durchschnitt von 86° bei immerhin knapp 30 Stimmen bestätigt mir nur wieder eins:

ein "nur" guter Grangé wischt mit vielen Schnellschüssen, die da draussen existieren immer noch locker den Boden!

8-)
tedesca zu »Jean-Christophe Grangé: Im Wald der stummen Schreie« 11.10.2011
Wer, so wie ich, eigentlich ein großer Fan von Jean-Christophe Grangé ist, hat auf dieses Buch schon sehnsüchtig gewartet. Und war dann wahrscheinlich ebenso enttäuscht. Wo sind die schrullig-liebenswerten Figuren, die brutalen abgebrühten Ermittler, die einem einerseits fremd aber doch auch so sympathisch waren, dass man aus dem Mitfiebern garnicht herausgekommen ist? Statt ihnen finden wir eine frustrierte Singlefrau, die in einer grausamen Mordserie ihre große Chance sieht, dem alltäglichen Einerlei zu entkommen, das für sie aus einsamen Abenden mit weissem Reis und grünem Tee besteht. Dass diese Person am Schluss zu einer Art Rambo mutiert, ist ja wirklich mehr als unglaubwürdig.

Die Geschichte an sich ist nicht unspannend, wobei ich schon nach gut einem Viertel erahnt habe, wer der Böse ist, und wie sich das alles irgendwie ausgehen könnte. Und ich gehör normalerweise nicht zu den Blitzgneissern.
Trotzdem, schreiben kann er ja, der Herr Grangé, seine Beschreibungen lassen einem schon das Blut in den Adern gefrieren, somit erfüllt er ein wesentliches Kriterium für einen soliden Thriller. Allerdings ist der Schluss dann wieder SO simpel, dass man schon in Jugendkrimis originellere Auflösungen gelesen hat.

Schade! Nach so tollen Büchern wie "Das Herz der Hölle" oder "Die purpurnen Flüsse" bin ich wirklich enttäuscht. War schon "Der Choral des Todes" nicht mehr das, was man gewohnt war, ist dieses Buch leider eher ein Flop.

Zum Hörbuch ist noch zu sagen, dass Andrea Sawatzki die totale Fehlbesetzung für diese Geschichte ist. Sie bringt zwar das weinerliche Getue der Hauptfigur Jeanne gut rüber, aber so ein Text braucht Höhen und Tiefen, damit er spannend ist, und die fehlen leider völlig. Wenn man als Grangé-Fan dieses Buch unbedingt kennenlernen will, dann auf jeden Fall als Printausgabe, würde ich sagen.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
manni zu »Jean-Christophe Grangé: Im Wald der stummen Schreie« 09.09.2011
Ich muß Tom recht geben, so genial wie die Vorgänger ist der neue Grange tatsächlich nicht. Das liest sich alles flott und ist auch spannend genug um ein verregnetes Wochenende zu überbrücken, aber Grange kann es besser. Irgendwie springt der Funke nicht rüber, schade eigentlich bei dem HC Preis!?!
Tom zu »Jean-Christophe Grangé: Im Wald der stummen Schreie« 06.09.2011
Ich habe bisher alle Bücher des Autors gelesen und sehr gemocht. Das Herz der Hölle war das bisherige Highlight und vielleicht ist es ein Fehler, die beiden Nachfolger damit zu vergleichen, aber als ich nun mit dem Wald der stummen Schreie fertig war, dachte ich: Das wars? Ist das alles?
Die Protagonistin hat keinerlei persönliche Bindung zu den Vorkommnissen, bis ein enger Freund etwas zuviel wusste und deshalb ebenfalls dran glauben muss. Doch zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass Jeanne in irgend einer Gefahr schwebt und als es soweit ist, ist das Buch auch schon zuende.Blasse, austauschbare Charaktere, ein viel zu schwaches Leitmotiv der Protagonistin
(man denke an Mats Antrieb in "Herz der Hölle" oder die Besessenheit von Marc Dupeyrat in "das schwarze Blut")
und eine Auflösung, die gar keine ist, weil kein richtiges Geheimnis existiert, machen dieses Buch eher zu einer gemütlichen Bootsfahrt auf einem Baggersee, die in keinster Weise an Wildwasserfahrten, wie das Schwarze Blut oder das Herz der Hölle heran reichen.
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