Der Flug der Störche von Jean-Christophe Grangé

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 unter dem Titel Le vol des cigognes, deutsche Ausgabe erstmals 1996 bei Ehrenwirth.
Ort & Zeit der Handlung: Frankreich, Bulgarien, Palästina, Afrika, 1990 - 2009.

  • Paris: Albin Michel, 1994 unter dem Titel Le vol des cigognes. 366 Seiten.
  • München: Ehrenwirth, 1996. Übersetzt von Barbara Schaden. ISBN: 3-431-03432-2. 366 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1997. Übersetzt von Barbara Schaden. ISBN: 3-404-13901-1. 475 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1999. Übersetzt von Barbara Schaden. ISBN: 3-404-25349-3. 461 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2002. Übersetzt von Barbara Schaden. ISBN: 382890601X. 384 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2007. Übersetzt von Barbara Schaden. ISBN: 978-3-404-77190-5. 476 Seiten.
  • [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2007. Gesprochen von Joachim Kerzel. ISBN: 3-404-77191-5. 6 CDs.

'Der Flug der Störche' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Jedes Jahr im Sommer versammeln sich die Störche und brechen nach Süden auf. Und jedes Jahr im Frühling kehren sie zurück in ihre alten Nester. Doch diesmal bleibt die Rückkehr der Zugvögel aus. Ein Schweizer Ornithologe schlägt Alarm. Er erteilt Louis Antioche den Auftrag, den Weg der Störche von Europa nach Zentralafrika zu verfolgen. Seine Nachforschungen werden zu einer Reise ins Grauen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Zelebrierte Brutalität« 86°Treffer

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Louis Antioche ist gelangweilt von seinem Leben als Akademiker, dem es all zu sehr an Spannung und Abenteuer mangelt. Da kommt ihm das Angebot von Max Böhm, einem schweizer Ornithologen, gerade recht, die Spur der vermissten Störche zu verfolgen. Kurz nach ihrem ersten Treffen ist Böhm tot – gestorben ausgerechnet in einem Storchennest …

Antioche stachelt Böhms Tod an und beginnt zu forschen. Was er im Haus des steinreichen Schweizers findet, lässt allerdings seinen Atem stocken: Ein Foto von einem menschlichen Schlachthaus. Antioche macht sich also auf den Weg, seine Reise führt ihn durch die ehemaligen Ostblock-Staaten über Israel bis in den afrikanischen Dschungel. Schon bald steht fest: Es kann sich nicht ausschließlich um Ornitholigie bei seinem Auftrag handeln, denn immer mehr auf bestialischte Weise massakrierte Leichen pflastern den Weg der Zugvögel und auch der französische Abenteurer begibt sich mit jedem Schritt seinem eigenen Tod näher.

Jean-Christophe Grangés »Flug der Störche« ist ein fabelhafter Thriller, beileibe nichts für schwache Nerven, die sich im Verlaufe der Handlung zu Drahtseilen spannen und sich die Nackenhaare sträuben. Auch wenn der Leser dem Protagonisten schon recht früh einen Schritt voraus ist, gelingt es Grangé durch seine scheinbar abgrundtiefe Phantasie die Spannung auf sehr hohem Level zu halten. Nebenbei erfährt der Leser viel über soziale Brennpunkte wie die Lage der Roma in Bulgarien oder den Palästinenser-Konflikt in Israel, dessen Schilderung die Intifada mehr verdeutlicht, als jede Nachrichtensendung.

Das Finale erzählt Grangé in einem atemberaubenden Tempo und einer immensen Intensität – das Buch ist nicht mehr aus der Hand zu legen. Ein unbedingt lesenswerter Roman auf höchstem Thriller-Niveau mit allerdings einer Einschränkung: »Der Flug der Störche« beinhaltet Stellen, in denen Brutalität regelrecht zelebriert wird – hoffentlich erfährt dieser Thriller nie sein Leinwand-Debüt.

Lars Schafft, Juni 2002

Das meinen andere:

»Ein Roman mit Hochspannung – eine Reise am Rande der Angst.« (Le Figaro)

»Ein packender, origineller Thriller!« (Rheinischer Merkur)

»Ein Thriller der besten Sorte: Dem Franzosen Jean-Christophe Grangé ist es mit seinem Erstlingsroman gelungen, den Leser bis zur letzten Seite in Atem zu halten.« (buch aktuell)

»Der mit Hochspannung geladene Roman des französischen Autors ist ein Meisterwerk, das man in allen Belangen in die Sonderklasse des Thrillers einordnen darf.« (Kommission für Schul- und Gemeindebibliotheken des Kantons Luzern)

Ihre Meinung zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche«

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Gaspar zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 01.01.2011
Eine nicht enden wollende Kette von Grausamkeiten. Anfangs sehr spannend und auch ungewohnt, wird es ab Seite 250 zunehmend langweiliger. Zumindest ich habe die Aufdeckungen vorausgeahnt. Die Handlung fängt an, schleppender zu werden und wiederholt sich. Es geht um Afrika und wer sich gerne über diesen Kontinent "informiert", wird hier seine Freude haben. Auch über Störche weiß ich jetzt viel mehr.

83°
Juli King zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 30.11.2010
Dieses Buch ist neben purpurnen Flüssen und Herz der höhle das beste von grange.
Ich hab das Buch als höhrbuch und hab es grade gehört ( das ist ein Genuss: Joachim
Kerzel). Ohne Einleitung geschiet der erste Mord, wass das Buch ja so spannend macht.
Danach wirst du von Land zu Land geschickt
(dass ist das beste an Grangè , seine Intensität , seine bildhafte Sprache ) was das Buch zum besten macht.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
fresno89 zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 26.11.2010
Eigentlich ist bereits alles über dieses Buch gesagt. Blood, sweat and tears! Was will man wirklich noch mehr von einem Thriller?
Schade nur, daß ich J.-C. Grange nicht schon eher für mich entdeckt habe.
Toller Schreibstil, zumindestens in der deutschen Übersetzung und man lernt sogar noch einiges über Gepflogenheiten anderer Kulturen!
Das nächste Buch ist schon bestellt.
John67 zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 30.07.2010
Puh! Danach muß man erst mal durchatmen.
Auch wenn sicherlich die Person des Louis
Antioche etwas unglaubwürdig aufgrund seiner Entwicklung innerhalb der Story wirkt und der erfahrene Krimileser nach 2/3 des Buches die Zusammenhänge erkennt, hat mich das Buch begeistert. Spannend geschrieben, keine Hänger, sprachlich interessant und nachvollziehbare Story: mehr kann man doch wohl nicht von einem Krimi verlangen.
Ich habe mir "die purpurnen Flüsse" bestellt und hoffe, daß ich nicht enttäuscht werde.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Susannah zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 04.04.2010
Europa, Gegenwart. Louis Antioche, Waise und großgezogen von reichen Gönnern, soll für einen alten Freund seiner Zieheltern arbeiten: Max Böhm, Ornithologe aus der Schweiz, möchte, dass Louis die verschwundenen Störche wiederfindet. Die weißen Vögel, die jedes Jahr aus ihrer Heimat über den Balkan, die Türkei und Israel nach Zentralafrika aufbrechen und im Frühjahr zurückkehren, sind verschwunden. Doch vor Beginn der Reise verstirbt Max Böhm an einem Herzinfarkt - doch Louis macht sich dennoch auf die Reise. Was als Suche nach Vögeln beginnt, wandelt sich schnell in eine blutige Hetzjagd und endet in einem blutigen Spektakel, das weit über das vorstellbare hinausgeht.

Uff! Blutig, dramatisch, spannend bis zum Ende, mit reißend ... und bösartig. Anders kann man Grangé nicht beschreiben: die menschlichen Abgründe, die sich in seinen Werken auftun, schwanken zwischen Ekel und Faszination. Wie der obige Rezensent es sagt, Grangé zelebriert die Brutalität. Und das auf bekannt hohem Niveau, in einer Art und Weise, das einem die Worte fehlen. Wer sich nicht für zu zart besaitet hält, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Aber passt auf auf euer Herz ...
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Beata zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 09.11.2009
Vorweg: Ich habe das Hörbuch mehr oder weniger in einem Rutsch auf einer Autofahrt nach Berlin gehört.
Grangé versteht es wie kein anderer, Spannung aufzubauen. Leider fand ich hier aber dias Ziel der Handlung ab der Mitte ziemlich durchschaubar (Es wird doch recht schnell klar, wer der Sohn des Transplanteurs ist - (Der Transplanteur - wäre ein guter Titel für einen Krimi...)). Ansonsten wurde dem Protagonisten mal wieder keine Sekunde zum Atemholen gegönnt - also alles in allem ein typischer Grangé!
tedesca zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 01.12.2008
Einmal mehr ein Hörbuch, das man nicht schnell genug fertighören kann, weil es einem nicht mehr aus seinem Bann lässt. Grangé beschreibt in einer fast schon poetischen Sprache Menschen und Landschaften, was oft in krassem Gegensatz zu den grausamen Verbrechen steht, die einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren lassen. Die Handlung führt quer durch Europa bis nach Zentralafrika, und obwohl sie teilweise etwas überzogen und unwahrscheinlich ist, so ist sie doch unglaublich spannend und berührend. Joachim Kerzel setzt mit seiner grandiosen Stimme dem ganzen einmal mehr die Krone auf - 90° von mir für einen Thriller der Superklasse.
Brina1983 zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 06.09.2008
Ich kannte von Grangé bisher nur das Schwarze Blut und die Purpurnen Flüsse. Beide Werke haben mir sehr gut gefallen. Daher auch mein Interesse an anderen Büchern von ihm. Dachte mir, hole ich mal das so hoch gepriesene Buch "Flug der Störche" nach. Naja, ich bin nun nicht hin und weg von dem Buch. Da gibt es eindeutig bessere Werke. Wobei es sich sehr gut lesen lässt und auch spannend ist. Abraten würde ich davon nicht. Es ist mal was anderes, eine Mischung aus: Naturkunde, Reisedokumentation, Politik, Action, brutale Zerstückelung, Medizin, Biographie... Ist zumindest schon erstaunlich, wie sich das Buch thematisch von den Störchen zu völlig anderen Themen hin entwickelt. Insgesamt ist es wahrscheinlich Geschmackssache.
2 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
irina zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 10.07.2008
echt tolles Buch, habe schon alle von Grange gelesen, leider:(
Nervenkitzel pur
sehr zu empfehlen
warte ungeduldig auf sein nächstes Werk und bin mir sicher, dass ich nicht enttäuscht werde
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
marco zu »Jean-Christophe Grangé: Der Flug der Störche« 07.06.2008
ein sehr spannender roman, der durchaus elemte eines horror-thrillers enthält, weshalb man dem buch auch nicht unbedingt realitätsferne vorwerfen sollte. nicht alles erscheint plausibel oder logisch, die lektüre ist aber dennoch ungemein fesselnd und nichts für schwache nerven. wem es stellenweise zu eklig wird der sollte die abschnitte überfliegen und dahinter weiterlesen, es lohnt sich.

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