Zweimal ist einmal zuviel von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1996
unter dem Titel Two for the Dough,
deutsche Ausgabe erstmals 1997
bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New Jersey, 1990 - 2009.
Folge 2 der Stephanie-Plum-Serie.
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New York: Scribner, 1996 unter dem Titel Two for the Dough.
ISBN:
0684196387. 301 Seiten.
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München: Goldmann, 1997.
Übersetzt von Regina Rawlinson & Anna Seifert.
ISBN:
3-442-54027-5. 317 Seiten. -
München: Goldmann, 1999.
Übersetzt von Regina Rawlinson & Anna Seifert.
ISBN:
3-442-42878-5. 317 Seiten.
'Zweimal ist einmal zuviel' ist erschienen als
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In Kürze:
Stephanie Plum ist jung, hat ein ziemlich loses Mundwerk und den verrücktesten Job, den Amerika zu bieten hat: Sie spürt Ganoven auf, die gegen Kaution freigelassen wurden, es dann aber vorzogen, das Weite zu suchen. Diesmal ist Stephanie auf der Suche nach Kenny Mancuso, einem hitzköpfigen jungen Mann, der seinen besten Freund angeschossen hat. Und weil dieser Auftrag allein nicht genügend Geld bringt, stellt Stephanie nebenbei auch noch Nachforschungen über einen mysteriösen Fall von Sargdiebstahl an. Und findet dabei heraus, dass das eine mit dem anderen auf seltsame Weise zusammenhängt …
Das meint Krimi-Couch.de: »Kleine Schwächen, großer Lesespaß«
Krimi-Rezension von Thomas Kürten überspringen
Stephanie Plum macht weiter. Sie hat noch immer nicht die flehentlichen Rufe ihrer Mutter erhört und sich einen gescheiten Job gesucht. Ganz im Gegenteil, der Beruf als Kautionsdetektivin scheint ihr allmählich zu gefallen, sie scheint Blut geleckt zu haben. Das ist auch der Grund dafür, dass uns Janet Evanovich einen zweiten Kriminalroman mit der jungen Heldin, die sich so unbedarft in die Halbwelt ihrer Heimatstadt Trenton einschleicht, präsentiert. »Zweimal ist einmal zuviel« ist der deutsche Titel des Romans und man könnte daraus den Eindruck gewinnen, Stephanie wird im laufe des Romans ihres neuen Berufes überdrüssig wird. Die wörtliche Übersetzung von »Two for the dough« (Nr. 2 wegen der Moneten) läßt allerdings eher auf die anhaltende Geldnot von Stephanie Plum schließen.
Nun jagt Stephanie erneut einen Flüchtigen. Kenny Mancuso wurde verhaftet, weil er einem Freund namens Moogey Bues eine Kugel ins Knie gejagt hatte. Die Kautionssumme von USD 50.000,- hatte Vinnie’s Büro ausgelegt. Mancuso erschien jedoch nicht zum Gerichtstermin und nun drohte Vinnie die USD 50.000,- zu verlieren. Stephanie würde 10% der Kautionssumme als Belohnung erhalten, wenn sie Mancuso auf dem nächsten Polizeirevier abliefern könnte. Zusammen mit dem rehabilitierten Joe Morelli macht sie nun Jagd auf ihn, da auch die Polizei komischer Weise ein verstärktes Interesse daran hat, den Flüchtigen zu fassen.
Stephanie findet bei ihrer Recherche heraus, dass Mancuso, Bues und der inzwischen als Bestatter in das Geschäft seines Onkels eingestiegene Spiro Stiva zu Schulzeiten dickste Freunde gewesen sind. Da trifft es sich gut, dass die Trauerfeierlichkeiten für Bues von Stiva organisiert werden. Und es trifft sich gut, dass Grandma Mazur, Stephanies Großmutter, gerne zu Gast auf Trauerfeierlichkeiten für wildfremde Menschen ist. Somit ist Grandma bei den Ermittlungen dabei, damit sich Stephanie unauffälliger in dem Bestattungsinstitut unauffälliger bewegen kann.
Im weiteren Verlauf der Handlung wird der Fall immer verstrickter. Stefanie bekommt von Stiva den Auftrag, nach 24 verschwundenen Särgen zu suchen, von Mancuso bekommt sie Leichenteile zugeschoben und Grandma Mazur leistet sich Peinlichkeit über Peinlichkeit. Bei so viel Chaos fehlt Stefanie ein wenig der Durchblick. Wo ist das Motiv für einen Mörder? Wer könnte es getan haben? Erst spät kann sie alle Puzzleteile zusammen fügen.
Der Roman »Zweimal ist einmal zuviel« ist nicht so gut gelungen wie der Auftakt zu der kleinen Reihe von Detektivgeschichten mit Stephanie Plum. Zu stark baut er auf den Eigenarten der schrulligen Grandma Mazur auf. Was im ersten Band noch witzig erschien, nämlich ihr damals nur beschriebenes Auftreten bei Trauerfeiern, wird hier von Janet Evanovich übertrieben. Die 72-jährige Oma, die unbedingt ihrer Enkelin auf Verbrecherjagd helfen will, die auf jeder Trauerfeier in der ersten Reihe sein muß und womöglich noch Blumengestecke umwirft oder den Sargdeckel öffnet, um noch mal den Verstorbenen zu sehen, wirkt übertrieben peinlich dargestellt. Das ist nicht humorvoll, das ist albern.
Die Übersetzung aus dem Englischen von Regina Rawlinson und Anna Seifert ist wiederum dazu geeignet, das Buch flüssig zu lesen. Von der ersten bis zur letzten Seite ist Spannung garantiert, die Sprache rutscht jedoch teilweise von einem frisch frivolen Stil in einen unangenehm vulgären Ton ab, wie es in keinem anderen Buch der Reihe vorkommt. So, wie ich Stephanie Plum aus den anderen Bänden kennengelernt habe, schien mir die ihr teilweise in den Mund gelegte Ausdrucksweise nur wenig authentisch. Auf der Titel ist merkwürdig …Wenn zweimal bereits einmal zuviel ist, dann dürfte es eigentlich kein drittes mal geben, oder? Tut es aber, und da ist Stephanie dann auch wieder in besserer Form.
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| Krimi-Tina zu »Janet Evanovich: Zweimal ist einmal zuviel« | 22.11.2009 |
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| Sonny zu »Janet Evanovich: Zweimal ist einmal zuviel« | 16.10.2008 |
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