Aller guten Dinge sind vier von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 1998
unter dem Titel Four to score,
deutsche Ausgabe erstmals 2000
bei Goldmann.
317 Seiten.
ISBN-10: 3-442-44679-1, ISBN-13: 978-3-442-44679-7.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New Jersey, 1990 - heute.
'Aller guten Dinge sind vier' ist erschienen als
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In Kürze:
Schon wieder gibt es Arbeit für Stephanie Plum, die unerschrockene Kopfgeldjägerin mit dem Mundwerk einer Bette Midler und der modischen Ausrichtung von Cher: Die junge Maxine Nowicki wird vor Gericht zitiert, nachdem sie das Auto ihres Ex-Freundes Eddie gekapert und sich damit aus dem Staub gemacht hat. Und weil Maxine offenbar nicht daran denkt, zur Verhandlung zu erscheinen, begibt sich Stephanie auf ihre Fährte. Zunächst sieht es wie ein Routinefall aus. Doch als Maxines Kollegin einen merkwürdigen Unfall hat, ihre Mutter unter sehr unnatürlichen Umständen ihre ganze Haarpracht verliert und am Ende auch noch Eddie entführt wird, dämmert es Stephanie, dass es sich hier um mehr als bloße Kautionsflucht handelt …
Stephanie Plum, Kopfgeldjägerin von eigenen Gnaden mit der Lizenz, alles zu vermasseln, hat einen richtig einfachen Fall von ihrem Vetter Vinnie übernommen. Maxine Novicki hat ihrem Lebensgefährten den Wagen geklaut, wurde angeklagt und hat ihren Gerichtstermin nicht wahrgenommen. Also heißt es, die Lady zu suchen.
Aber es wäre nicht Stephanie, wenn alles reibungslos ablaufen würde. Maxine lässt sich nicht so einfach Hops nehmen. Die Suche nach ihr artet in eine regelrechte Schnitzeljagd aus. Die Botschaften an ihren Ex-Lover sind verschlüsselt und Stephanie braucht Hilfe beim Dechiffrieren derselben. Geistigen Beistand findet sie bei dem Musiker Sally Sweet, der in einer Transvestitenband spielt und mit einem Homosexuellen zusammenlebt.
Auf der Jagd nach der untergetauchten Maxine wird deren Freundin ein Finger abgeschnitten, Maxines Mutter wird skalpiert und der Ex-Lover wird entführt. So nebenbei fackelt man auch noch Stephanies Appartement ab, aber das hindert die wackere Kautionsagentin nicht, von einem Misserfolg in den nächsten zu schlittern.
Der einzige Lichtblick ist der Cop Joe Morelli, der ihr einstens die Unschuld geraubt hat und dessen knackiger Hintern Stephanies Blut in Wallung bringt. Bei ihm findet sie nicht nur Unterschlupf, sondern auch momentane Erlösung ihrer hormonellen Probleme, was natürlich die Familie auf den Plan ruft, die bereits die Hochzeitsglocken läuten hört und darüber beratschlagt, wie viele Bambinis demnächst die Bevölkerungszahl der Stadt Trenton erhöhen.
Janet Evanovich hat zum vierten Mal zugeschlagen. »Aller guten Dinge sind vier« hebt sich aber von den bisherigen drei Bänden deutlich ab, denn Mrs.
Evanovich beginnt ihre Hauptpersonen wesentlich stärker und damit auch skurriler zu skizzieren, was vor allem dem humoristischen Lesevergnügen äußerst gut tut. Besonders die Figuren um Grandma Mazur, Sally Sweet und Lula geraten in ihrer chaotischen Lebensweise zu spaßigen Highlights des vierten Bandes.
Auch den hinlänglich bekannten Beziehungskrisen zwischen Stephanie Plum und den Sexy-Boys Joe Morelli und Ranger Manoso wird nunmehr mehr Platz eingeräumt als bisher. Wie man überhaupt sagen kann, dass die Autorin bis hin zu Band 10 (»Ten Big Ones« ist noch nicht in deutscher Sprache erschienen) kontinuierlich mehr auf dieses gespaltene Verhältnis Stephanie Plums eingeht, die zum Einen liebend gerne mit Joe Morelli in den Hafen der Ehe hüpfen würde, wenn der nicht dauernd mit einer ihrer Erzfeindinen zu verkehren pflegte, andrerseits aber bei Ranger Manoso ihre Hot Flashes erlebt, denn der Muskelprotz duftet einfach zu gut. Kein Wunder, er verwendet die selben Kosmetika, wie der Rezensent, aber auch die Marke wird erst in Band 10 verraten.
Waren die ersten drei Bände ein leichtes Lesevergnügen mit wenig Krimitouch aber sehr viel Spaßambiente, gelingt Janet Evanovich in »Aller guten Dinge sind vier« sogar der Mittelweg zwischen Krimi und Humoreske. Stephanie Plums Katastrophen gruppieren sich um eine brauchbare Handlung und der Slapstick kommt dabei alle Mal nicht zu kurz. Viel vergnüglicher kann man einen Krimi wahrscheinlich nicht aufbereiten und mit Ausnahme der Jamie Swift-Max Holt-Serie, die Janet Evanovich gemeinsam mit Charlotte Hughes geschrieben hat, gibt es kaum ein Pendant zu diesem Mix aus amerikanischem Hau-Drauf-Humor und irrsinniger Verbrecherjagd.
Während des entspannten Leseabends wartet man richtig darauf, dass dieser temporeiche Plot endlich verfilmt wird, denn der Stoff ist prädestiniert für einen cineastischen Lacherfolg. Konnte man die bisherigen drei Bände auch lesen, ohne den jeweiligen Vorgänger zu kennen, so empfiehlt es sich im Hinblick auf die nächstfolgenden Abenteuer der Kopfgeldmamsell in Radlerhosen mindestens bei diesem Band einzusteigen, da die folgenden Bücher immer wieder auf Erlebnisse aus diesem Band hinweisen. Aber der echte Fan beginnt bei »Einmal ist kein Mal«. Die gesamte Reihenfolge ist natürlich hier auf www.Krimi-Couch.de chronologisch nachzulesen. Und Goldmann hat die ersten Bände in Doppelbänden veröffentlicht, die genauso viel kosten, wie die Einzelbände (7 €).
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| jenni zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 17.03.2010 |
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| Namenlos2709 zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 30.04.2008 |
| PaulaPanik zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 21.08.2007 |
| Mimi Riesch zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 05.11.2005 |
| Stephanie-Fan zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 15.02.2005 |
| Kalle Wirsch zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 31.10.2004 |
| RolfWamers zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 11.07.2004 |
| Vanessa zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 14.03.2004 |
| Marion zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 05.11.2003 |
| SilkeS. zu »Janet Evanovich: Aller guten Dinge sind vier« | 14.05.2003 |
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