Jan Guillou

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Jan Guillou wurde 1944 in Södertälje in Schweden geboren. Sein Vater, ein französischer Diplomat, verlies seine Frau bereits kurz nach Jans Geburt und Jan wurde von seinem Stiefvater sehr streng erzogen und geschlagen. Problematisch war Guillous Schulzeit, denn er musste aufgrund seines Verhaltens mehrmals die Schule wechseln. Guillou studierte zwei Jahre lang Jura, bevor er begann als Journalist zu arbeiten. Auch hier kam es mehrmals zu Problemen mit seinen Vorgesetzten, und er wechselte des öfteren seine Stelle.

Guillous erstes Buch erschien 1971 und behandelte den 6-Tage-Krieg im Nahen Osten. Zwei Jahre später veröffentlichte er in der Wochenzeitschrift »Folket i Bild« einen Artikel über illegale Machenschaften beim schwedischen Geheimdienst IB, der eine umfangreiche Datensammlung über politisch aktive Personen und Organisationen angesammelt hatte. Die Veröffentlichung, in der er die Zusammenarbeit des neutralen Schwedens mit den ungeliebten Amerikanern aufdeckte, brachte ihm und seinem Kollegen Peter Bratt eine Verurteilung wegen Spionage ein, die er zehn Monate lang absitzen musste. 1975 hat einer seiner Artikel über die Aktivitäten der CIA zur Folge, dass zwei US-Diplomaten das Land verlassen müssen. Guillous Recherchen erregten weltweit Aufsehen.

Danach wechselte er zum Fernsehen. 1981 erschien sein autobiografisches Buch »Das Schlechte« (Ondskan), in dem Guillou seine Kindheit aufarbeitete. Für die Berichterstattung zu einem Mordprozeß, bei der Guillou die Freisprechung des Angeklagten erreichte, erhielt er 1984 den Großen Journalistenpreis.

Der Durchbruch als Romanautor gelang ihm mit dem ersten Band der Coq-Rouge-Reihe, mit der er zum erfolgreichsten Thriller-Autor Schwedens avanciert. Sein Protagonist ist Graf Carl Gustaf Gilbert Hamilton alias Coq Rouge, ein Millionär mit maoistischer Vergangenheit, der bei der US-Navy eine Spezialausbildung machte und für den schwedischen Geheimdienst arbeitet. Die Romane Guillous sind eng mit der politischen Geschichte Schwedens verbunden. Dennoch schreibt Guillou keine Gesinnungsbücher, sondern diskutiert das mehr oder weniger schlechte Funktionieren der demokratischen Institutionen. Diese Romane wurden bereits mehrfach verfilmt.

Jan Guillou ist nach Astrid Lindgren der meistgelesene schwedische Autor. Seine Coq-Rouge-Romane wurden in 15 Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien auf deutsch seine historische Romantrilogie aus der Kreuzfahrerzeit des 12. Jahrhunderts: »Die Frauen von Götaland«, »Die Büßerin von Gudhem« und »Die Krone von Götaland«.

Im Jahr 2000 gründete Guillou u. a. mit Liza Marklund den Piratförlaget als Protest gegen die Vertragsbedingungen der Autoren bei den schwedischen Großverlagen. Er lebt heute in Stockholm und liebt ebenso wie sein Protagonist Coq Rouge klassische Musik, guten Wein und die Elchjagd.

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