Kalte Macht von Jan Faber

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 bei Page & Turner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Berlin, 2010 - heute.

  • München: Page & Turner, 2013. ISBN: 978-3-442-20421-2. 448 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Der Hörverlag, 2013. Gesprochen von Kai Wiesinger. MP3. ISBN: 3844512020. 2 CDs.

'Kalte Macht' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Die junge Staatssekretärin Natascha Eusterbeck ist intelligent, ehrgeizig und hat sich noch einigen Idealismus bewahrt. Als sie ins Kanzleramt nach Berlin gerufen wird, tritt sie mit großem Engagement ihre neue Stelle an – doch sie ahnt nicht, dass die Kanzlerin einen äußerst brisanten Auftrag für sie vorbereitet hat: Natascha soll im Imperium der mächtigsten Frau der Republik heimliche Feindescliquen ausfindig machen und verborgene Machtstrukturen entlarven. Schon bald muss sie feststellen, dass sie damit ins Visier von skrupellosen Widersachern geraten ist, die ein teuflisches Spiel mit ihr treiben. Und als sie dann auch noch einem Komplott von ungeheuerlicher Sprengkraft auf die Spur kommt, wird aus dem Spiel tödlicher Ernst.

Das meint Krimi-Couch.de: »In der Machtzentrale ist es einsam« 80°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Natascha Eusterbeck ist eine junge Bundestagsabgeordnete – und einigermaßen überrascht, als ihr die Kanzlerin eine Stelle als Staatssekretärin im Bundeskanzleramt anbietet. Die intelligente und ehrgeizige Nachwuchspolitikerin ist noch politische Idealistin, und so tritt sie Stelle mit großem Engagement an. Doch die Euphorie erhält einen ersten Dämpfer, als ihr die Kanzlerin neben der offiziellen Aufgabe, Strukturreformen in der Mammut-Behörde vorzubereiten, noch einen inoffiziellen Auftrag erteilt. Sie soll für die mächtigste Politikerin der Welt heimliche Seilschaften und verborgene Machtstrukturen finden. Doch im Haifischbecken der Alpha-Tiere wird sie sofort das Ziel von Mobbing-Attacken, sie wird überwacht, in Fallen gelockt und gedemütigt. Ihre Widersacher und Feinde sind ohne jeden Skrupel, und als sie einem lange zurückliegenden Komplott auf die Spur kommt, gerät Natascha Eusterbeck sogar in Lebensgefahr. Sie kann niemandem mehr trauen, da sogar ihr eigener Mann sie betrügt – schließlich bleibt ihr nur ihre langjährige Sekretärin und Vertraute als Verbündete.

Angesichts der Ankündigung des Verlages, es handele sich bei Kalte Macht um einen Insider-Roman, sind die Diskussionen unter Rezensenten und Lesern vorprogrammiert. Da wird über den Realitätsgehalt gestritten werden, und die Meinungen werden erheblich auseinander gehen. Jan Faber – dabei handelt es sich um ein Pseudonym – soll über intime Kenntnisse aus Wirtschaft und Politik verfügen. »Die wahre Identität von Jan Faber ist selbst den Mitarbeitern des Verlages nicht bekannt.« Diese Behauptung aus einem überdrehten Marketing-Konzept ist dem Autor nicht anzulasten, aber in den Verlagsetagen sollte man mal darüber nachdenken, ob dieser Unsinn nicht eher kontraproduktiv ist. Es soll offenbar der Eindruck erweckt werden, das Buch entspringe nicht dichterischer Freiheit, sondern ein Insider habe einen Schlüsselroman geschrieben. Dazu trägt bei, dass zwar andere Namen verwendet werden, aber die Personen anhand ihrer Funktionen und der jeweiligen Vita klar erkennbar sind. Das ist für mich auch in Ordnung, denn der Roman ist mindestens gut recherchiert, was die Strukturen und Befindlichkeiten im Kanzleramt angeht. Aber dafür muss man kein Insider sein, sondern die meisten Fakten dürften frei recherchierbar sein, der Rest ist dazu gedichtet. Und das überaus gut und in meinen Augen auch glaubhaft gelungen – Recherche und Dichtung. Der Übertreibungen seitens der Marketing-Abteilung hätte es also gar nicht bedurft.

Kalte Macht ist ein wirklich lesenswerter und spannender Roman. Die darin ausgebreitete Verschwörungstheorie ist in anderer Form schon häufiger zu lesen gewesen, wird hier aber als perfekte Grundlage für einen Roman verwendet. Handlung und Dialoge sind nach meiner Auffassung durchaus Realitätsnah gestaltet, die Protagonistin und ihr Umfeld wirken erfrischend idealistisch und naiv, bis sie in den Mühlen der Macht zerrieben werden. Das Buch spielt überwiegend im Kanzleramt an der Willy-Brandt-Straße, und die Moral – oder Unmoral – im Macht-Zentrum der deutschen Politik wird ziemlich authentisch geschildert.

Natascha Eusterbeck kann dabei durchaus als Prototyp der ehrgeizigen, naiv-idealistischen Nachwuchspolitikerin betrachtet werden – rein optisch hat man ständig die aktuelle Familienministerin vor Augen. Ihre Arbeitstage, die zunehmend vor die Hunde gehende Ehe und vieles mehr liegen wohl dichter an der Wahrheit, als man es sich manchmal vorstellen möchte. Wer im Kanzleramt derart weit oben als Quereinsteiger anfängt, wird sicherlich schnell von möglichen Rivalen eingeschüchtert. Die Romanfiguren tragen Fantasienamen, aber wer das politische Geschehen in Deutschland einigermaßen verfolgt hat, erkennt schnell, dass es um Angela Merkel, Helmut Kohl, Josef Ackermann, Wolfgang Schäuble und um den Mord an Alfred Herrhausen kurz vor dem Zusammenbruch der DDR geht. Einige Kleinigkeiten werden geschickt eingebaut, die man als nur mäßig an Politik interessierter Leser leicht überlesen kann, aber der Polit-Thriller dürfte für das durchschnittliche Krimi-Publikum ohnehin eher uninteressant sein.

Mir hat auf jeden Fall gefallen, dass eine solche Geschichte endlich mal nicht in Washington oder Whitehall angesiedelt ist, sondern eben im Berliner Regierungsviertel. Und der bei solchen Büchern immer wieder auftretende Streit um die Realitätsgehalt ist ermüdend – wird allerdings durch die geschilderten Einlassungen der Marketing-Abteilung des Verlages befeuert. Wem diese Haarspalterei egal ist, der findet hier eine gute und leicht zu lesende Story, mit interessanten Protagonisten. Das offene Ende lässt ein wenig Raum für eigene Spekulationen, was mich zunächst etwas ratlos gemacht hat, aber bei weiterem Nachdenken fand ich es dann doch passend. Einige Fragen bleiben auch unbeantwortet. Spannend wird nun sein, ob es unter dem Pseudonym Jan Faber weitere Bücher dieses Kalibers geben wird.

Andreas Kurth, August 2013

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pebbie229 zu »Jan Faber: Kalte Macht« 09.10.2015
Ein Buch, das mit Verheißungen wirbt, die es dann nicht erfüllen kann. Die Protagonistin handelt genau so wirr, wie ihr unsäglicher Name (Natascha Eusterbeck!!!) es vermuten lässt...
Als Person ist diese Natti allerdings auch völlig unglaubwürdig, lässt sich mal von einer Drohmail bis zum Erbrechen würgen und zwingt dann den Spitzenmanager im Gespräch in die Ecke? Das stimmt einfach nicht. Und zum Schluss wird es dann immer wirrer und unglaubwürdiger, mit allen Hilfsmitteln, die so in der Trivialtrickkiste zu finden sind.
Es gibt auch interessante Stellen, das will ich gar nicht abstreiten, wenn es um politische Zusammenhänge geht, ist das Buch streckenweise lesbar. Allerdings habe ich eher den Eindruck, dass das Buch von mehreren, mindestens aber zwei verschiedenen Personen geschrieben wurde. Manche Dialoge lesen sich, als hätte man damit die Schülerpraktikantin beauftragt.
Das Thema "Attentat auf Alfred Herrhausen" (im Buch heißt er Albert Ritter) hätte einen talentierteren Autor verdient.
Oldman zu »Jan Faber: Kalte Macht« 21.02.2015
Das ist ein PolitThriller mit einer komplexen Geschichte, die allerdings recht uninspiriert niedergeschrieben ist. Das geht zulasten der Spannung, und ohne die funktioniert kein richtiger Krimi. Die handelnden Personen sind natürlich leicht zu erkennen, vielleicht schon zu einfach. Ich vermag mangels eigener Kenntnisse die geschilderten Abläufe im Kanzleramt und drumherum nicht zu analysieren, bin aber gerade deswegen der Auffassung, daß gerade bei diesen Beschreibungen das Buch seine absoluten Stärken hat. Ohnehin mit einer großen Distanz zum Politbetrieb ausgestattet glaube ich gerne, daß die dortigen Protagonisten auch in der Realität nicht oder kaum ohne Drogen auskommen, im Buch ist es Ephedrin. Unter dem Strich kann ich nur sagen, das ist mal ein etwas anderer Roman mit z.T. guten Ansätzen, sprachlich oK, was mich vermuten läßt, das der Autor aus dem journalistischen Bereich mommt. Das erklärt aber auch die m.E. mangelnde Empathie mit seinen Hauptfiguren - den fiktiven-. Denen hätte er etwas mehr Leben einhauchen können.
Janosch79 zu »Jan Faber: Kalte Macht« 15.01.2015
Einen spannenden Polit-Thriller hat Jan Faber hier vorgelegt.
Von Beginn an ist der Leser gefesselt.
Im Blickpunkt steht die Staatssekretärin Natascha Eusterbeck, die in den Strudel politischer Eitelkeiten und Intrigen in der deutschen Hauptstadt gerät.
Sie soll unter Zustimmung der Bundeskanzlerin ein echtes Komplott aufdecken.
Daneben wird auch das Privatleben der jungen Staatssekretärin intensiv beleuchtet, das nicht frei von Problemen ist.
Im Laufe der Geschichte verwebt Faber fiktive und wahre Gegebenheiten geschickt miteinander.
Dadurch erhält der Leser auch einen Einblick in die politische Machtzentrale in Berlin.
Eine anspruchsvolle Lektüre, die gerne fortgesetzt werden darf.
Monika Kimpel zu »Jan Faber: Kalte Macht« 19.01.2014
Ich lese seit meiner frühesten Jugend mit unheimlich viel Interesse Thriller. Herrlich war es, mit diesem Werk einmal einen Thriller zu finden, der jenseits von "Amerika" einmal sein Umfeld in Deutschland und geschrieben von einem offensichtlich deutschen Autor diese sich so unauffällig repräsentierende tatsächliche Weltmacht Deutschland zum Thema hat. Jan Faber ist so wie erwähnt ein Pseudonym. Ein solches muss sich wohl auch der Insider zulegen, der die Führung unserer Politik in wahrhaft verbrecherische Lager einsortiert.Auch wenn es der Verlag offensichtlich leugnet, dass tatsächlich operierende Politiker sich "verbrecherisch betätigen - der Autor hat seine Protagonisten so beschrieben, dass sie ein Abbild tatsächlich vorhandener Führungspolitiker darstellen.Brase muss Helmut Kohl sein. Bei der Kanzlerin handelt es sich um Angela Merkel. Selbstverständlich handelt es sich bei Rau um Herrn Schäuble. Und auch der Minister des Kanzleramtes ist wohl Herr Pofalla.Ich fürchte, bei allem Redigieren könnte ein solcher Plot - natürlich entsprechende Aufmerksamkeit vorausgesetzt - einen schrecklichen Skandal bedingen.Hätte der Autor für sein Finale ein erkennbar vernünftiges Happy End vorgesehen, hätte er vieles behauptete entscheidend reparieren können. Weil er indes in seiner Dramaturgie natürlich kein Happy End eingeplant hat, könnte er sich in explizite juristische Schwierigkeiten lavieren. Wie werden wohl führende Staatspolitiker reagieren, wird ihnen vorgeworfen, Morde in Auftrag gegeben zu haben?Seit Jahren habe ich mich davon abgewendet, amerikanische Topthriller zu favorisieren - vielleicht deshalb weil ich nicht mehr hinter der Demagogie dieses Staates stehen kann - nur: amerikanische Thrillerautoren prangern nach meinem Dafürhalten niemals explizit ihre eigenen Staatsführer an!!Wer ist Jan Faber? Handelt es sich um einen Politiker der "Linken" oder um einen übersehenen, der sich jetzt rächen will?Obwohl ich mir dieses wirklich spannend geschriebene Buch mit durchaus Vergnügen "reingezogen" habe,fühle ich großes Unbehagen als deutsche Staatsbürgerin, die 40 Jahre lang selbst beruflich diesem land gedient hat.
Monika Kimpel zu »Jan Faber: Kalte Macht« 19.01.2014
Ich lese seit meiner frühesten Jugend mit unheimlich viel Interesse Thriller. Herrlich war es, mit diesem Werk einmal einen Thriller zu finden, der jenseits von "Amerika" einmal sein Umfeld in Deutschland und geschrieben von einem offensichtlich deutschen Autor diese sich so unauffällig repräsentierende tatsächliche Weltmacht Deutschland zum Thema hat. Jan Faber ist so wie erwähnt ein Pseudonym. Ein solches muss sich wohl auch der Insider zulegen, der die Führung unserer Politik in wahrhaft verbrecherische Lager einsortiert.Auch wenn es der Verlag offensichtlich leugnet, dass tatsächlich operierende Politiker sich "verbrecherisch betätigen - der Autor hat seine Protagonisten so beschrieben, dass sie ein Abbild tatsächlich vorhandener Führungspolitiker darstellen.Brase muss Helmut Kohl sein. Bei der Kanzlerin handelt es sich um Angela Merkel. Selbstverständlich handelt es sich bei Rau um Herrn Schäuble. Und auch der Minister des Kanzleramtes ist wohl Herr Pofalla.Ich fürchte, bei allem Redigieren könnte ein solcher Plot - natürlich entsprechende Aufmerksamkeit vorausgesetzt - einen schrecklichen Skandal bedingen.Hätte der Autor für sein Finale ein erkennbar vernünftiges Happy End vorgesehen, hätte er vieles behauptete entscheidend reparieren können. Weil er indes in seiner Dramaturgie natürlich kein Happy End eingeplant hat, könnte er sich in explizite juristische Schwierigkeiten lavieren. Wie werden wohl führende Staatspolitiker reagieren, wird ihnen vorgeworfen, Morde in Auftrag gegeben zu haben?Seit Jahren habe ich mich davon abgewendet, amerikanische Topthriller zu favorisieren - vielleicht deshalb weil ich nicht mehr hinter der Demagogie dieses Staates stehen kann - nur: amerikanische Thrillerautoren prangern nach meinem Dafürhalten niemals explizit ihre eigenen Staatsführer an!!Wer ist Jan Faber? Handelt es sich um einen Politiker der "Linken" oder um einen übersehenen, der sich jetzt rächen will?Obwohl ich mir dieses wirklich spannend geschriebene Buch mit durchaus Vergnügen "reingezogen" habe,fühle ich großes Unbehagen als deutsche Staatsbürgerin, die 40 Jahre lang selbst beruflich diesem land gedient hat.
Dirk Hagen zu »Jan Faber: Kalte Macht« 02.01.2014
Meiner Ansicht nach ist es vollkommen nebensächlich, ob die Örtlichkeiten stimmen oder nicht und ob der Autor Jan Faber oder AlfredSchmeckebier heißt. Es gibt in der Literaturgeschichte ganz andere Beispiele, die belegen wie Autoren ihre wirkliche Identität verschleierten. Es liegt ein mutiger Thriller vor. Mir fiel die eine oder andere sprachliche Ungenauigkeit auf, ebenso hätte vielleicht an der einen oder anderen Stelle am temporeicheren Ablauf gefeilt werden können. Ansonsten möchte ich dem Autor zum "Wurf" gratulieren. Endlich eine Geschichte die das deutsche Eiapopeia ad absurdum führt.
mimikrimi zu »Jan Faber: Kalte Macht« 26.08.2013
Für mich ein äußerst gelungener Politthriller,vorallem deshalb,da ich ansonsten mit dieser Art Thriller eher vorsichtig bin,ob amerikanischen oder deutschen Ursprungs.Natürlich drängen sich beim Lesen die Fragen nach einem Vergleich der handelnden Personen mit der Realität auf.Und wer denkt,dass es in der Machtzentrale der Politik keine Intrigen,Machtgerangele und auch Mobbing gibt,der ist blauäugig.Lesenswert,spannend und wer das Politikgeschehen beobachtet,den drängen sich einfach manche Paralellen auf.
Jutta Handke, Potsdam zu »Jan Faber: Kalte Macht« 17.08.2013
Der Tatort ist hervorragend gewählt. Die handelnden Personen machen den Leser angst und bange, der unaufgeklärte geschichtliche Hintergrund macht sichtbar, wie schwach die Säulen unserer Demokratie, das Parlament, die Justiz und die freie Presse sind. Immer deutlicher wird, dass wir ein Vasallenstaat sind. Das Buch ist spannends geschrieben und ein echter Politthriller. Ich wünsche dem Buch viele Leser, vor allem nicht so politisch festgefügte wie meinen Vorkommentator Jochen Bitterfeld. Vielleicht ist der Autor ja auch eine Frau?
Jochen Bitterfeldt zu »Jan Faber: Kalte Macht« 04.08.2013
Andreas Kurth ist beizupflichten, wenn er die ewige Schnitzeljagd um den vermeintlichen Realitätsgehalt von Thrillern, die politiknah oder wirtschaftsnah angesiedelt sind, als ermüdend bezeichnet. Im vorliegenden Fall ist es allerdings ein echtes Ärgernis, dass die Vermarktungsstrategie des Verlags suggeriert, ein "Insider" hätte einen als Thriller verkleideten Kolportage-Roman verfasst. Ärgerlich, weil die gewollte Nähe der Personen zu Merkel, Schäuble, Merz, Kohl usw. dem Roman nicht bekommt. Und zweitens, weil jeder, der jemals Berührung hatte mit der Bundespolitik im allgemeinen und dem Kanzleramt im besnderen sofort merkt, dass der Autor keine Ahnung von Politik, seinen Abläufen, den internen Strukturen, den Zwängen, der Stimmung auf den Fluren von Kanzleramt und Parlament usw. hat. Bis hin zu Kleinigkeiten, z.B. Örtlichkeiten, die völlig falsch sind.
Es bleibt dabei: Das Genre Polit-Thriller muss in Deutschland erst noch wachgeküsst werden. Romane wie "Kalte Macht" wirken da in ihrer stereotypen Holzschnittartigkeit (Marke schlechter Tatort) eher kontraproduktiv.
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