Eismond von Jan Costin Wagner

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 bei Eichborn.
Ort & Zeit der Handlung: Skandinavien / Finnland / Turku, 1990 - 2009.
Folge 1 der Kimmo-Joentaa-Serie.

  • Frankfurt am Main: Eichborn, 2003. ISBN: 3-8218-0699-0. 305 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. ISBN: 3-442-45757-2. 320 Seiten.
  • München: Bertelsmann, 2006. Stern-Krimi-Bibliothek ; Bd. 21. ISBN: 978-3-570-06840-3. 350 Seiten.
  • [Hörbuch] Frankfurt am Main: Lido, 2003. Gesprochen von Rudolf Kowalski . Sorgsam gekürzte, autorisierte Fassung. ISBN: 3-8218-5273-9. 2 CDs.

'Eismond' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Schlafes Bruder, so nennt man den Tod. Und tatsächlich wirkt Sanna, als sei sie nur friedlich eingeschlafen. Doch Kimmo Joentaa weiß, dass eine tödliche Krankheit seine Frau besiegt hat, auch wenn er ihren Tod noch nicht begreifen kann. Auch die junge Frau in seinem aktuellen Mordfall scheint nur vom Schlaf überrascht worden zu sein. In Wahrheit hat der Täter sie mit einem Kissen erstickt. Für Kimmo Joentaa, Polizeiinspektor im finnischen Turku, gerät die Suche nach dem Mörder, der seinen Opfern das Leben im Schlaf raubt, zu einer Suche nach einem Leben ohne seine geliebte Sanna …

Ihre Meinung zu »Jan Costin Wagner: Eismond«

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Leseteufel zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 18.08.2015
Der Roman fängt vielversprechend an und hält auch die Spannung. Dieser junge, um seine Frau trauernde Ermittler ist mal etwas anderes.
Stilistisch ist das Buch gelungen, hat aber einen für einen Krimi inakzeptablen Schluss. Man erfährt das Motiv des Mörders nicht und damit auch nicht die Lösung.
Wer wie ich Kriminalromane mit offenem Ende nicht goutiert, sollte die Finger von diesem Buch lassen.
Roberta_W. zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 07.05.2012
Gerade ausgelesen und restlos begeistert. Wagner erzählt mit einer eigenen Stimme und grenzt sich deutlich vom üblichen Krimiallerlei ab.
Einerseits die tiefgehende Innenschau, andererseits kein Herumgesülze. Lyrisch und von fesselnder Atmosphäre. Worum geht es: Ein Serienkiller treibt sein Unwesen. Ein Polizist leidet am Tod seiner Frau. Wer zu diesem Buch greift, sollte allerdings keinen amerikanischen Tortureporn erwarten. Wagner ist ein Meister der leisten und subtilen Töne. Mehr gibt es nicht zu sagen! Lesen!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Liz60 zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 01.09.2010
"Eismond" war ein Flohmarktschnäppchen, und ich bin sehr froh, dass ich es entdeckt habe.
Ein sehr ruhiger, trauriger aber auch spannender Krimi.
Die Protagonisten sind alle auf irgendeine, manchmal etwas verworrene Weise miteinander verbunden. Sie werden durch die verschiedenen Ereignisse aus ihrem gewohnten Leben gerissen und müssen nun versuchen es neu zu ordnen.
Ein sehr einfühlsamer, bewegender Krimi.
mylo zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 18.01.2010
Mehr aus Zufall bin ich auf Jan Costin Wagner gestoßen und ich muss sagen, ich bereue es nicht. Eismond ist ein sehr atmosphärischer Roman in dem sich wie ein Bogen die Trauer um den Verlust seiner Frau und das Akzeptieren Ihres Todes zieht. Aber es werden auch interessante Charaktere geschaffen wie Kimmo Joentaam sein Vorgesetzter Ketola. Aber auch der Täter wird als interessante Person dargestellt.
Alles in allem ein guter Krimi, mit viel Gefühl und Trauer aber auch mit einer gewissen Spannung.
Bin auf mehr gespannt. Gebe dem Buch 85 Punkte.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Lesemolch zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 02.12.2009
Als Leser von Schweden-Krimis von Henning Mankel und Hakan Nesser bin auch auf "Eismond" aufmerksam geworden. Das Buch hat eine ungeheure atmosphärische Dichte. Der Tod eines geliebten Menschen wird beklemmend dargestellt und bildet den Kern des Romans. Neben dem labilen Ermittlungsbeamten kommt ein psychisch kranker Mörder dazu, der ebenfalls eine besondere Affinität zum Tod hat. Aus diesen beiden Punkten bezieht der Roman die ganz Atmosphäre, die sich nicht in Spannung, sondern in psychische Abgründe steigert.
Rolf.P zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 05.05.2009
Dieser Krimi von Jan Costin Wagner hebt sich deutlich von der Masse ab.
“Eismond“ lebt von seiner Atmosphäre, er ist filigran, besticht durch Feinheiten und ist dennoch spannend.
Es geht in diesem Krimi um den Tod. Und zwar nicht nur um den Tod der Opfer, sondern auch um den Tod der Ehefrau des jungen Kommissar Joentaas, der so ergreifend am Anfang des Romans geschildert wird.
Fernab von jedem Klischee üblicher Kriminalromane entwirft der Autor ein aufwendiges Psychogramm von Tätern und Opfern. Nebenbei wird der Sinn des Lebens auf eine einzige Antwort reduziert: Der Sinn des Lebens ist das Warten auf den Tod.
Ich habe selten einen Autor gelesen, der es versteht, seine Figuren so knapp zu beschreiben und trotzdem meint man, jeden Einzelnen ganz genau zu kennen und zu verstehen, einfach durch das, was sie sagen und tun.
Die Spannung in diesem Buch und auch die Kunst, die jeder einzelne Satz wirklich ist, liegt genau darin, wie Jan Costin Wagner seine Personen miteinander verwebt und verstrickt, jeden geht das Schicksal des anderen etwas an und nicht nur, weil es darum geht, eine Mordserie aufzuklären.
Doch den größten Reiz zieht das Buch eben für mich vor allem aus der brillanten Schreibweise des Autors. Oftmals könnte man ganze Sätze einrahmen, die wirklich perfekt wirken. Erst dadurch kann der Leser wirklich in die Seelen der Protagonisten eindringen.

Ein tieftrauriges Buch, brillant erzählt, spannend und viel mehr als einfach nur ein guter Krimi.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
cujo31 zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 06.01.2009
Ein wunderschönes, todtrauriges Buch, welches mich manchmal wirklich sehr berührt hat. Die Geschichte um die Hauptfigur Kimmo Joentaa, den Tod seiner geliebten Frau und sonderbare Morde in seiner Stadt hat mich derart ergriffen und fasziniert, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Der Schmerz der Hauptfigur durch den Verlust seiner Frau war in jeder Zeile spürbar. Für sehr sensible Menschen empfehle ich eine Klinikpackung Taschentücher, denn selbst ich saß hier und da ziemlich ergriffen auf meiner Couch und mußte das ein oder andere Tränchen verdrücken. Nichtsdestotrotz auch eine interessante Krimi-Geschichte (allerdings ohne viel Blut und Gewalt), die eben die Melancholie und die Verlustängste von Joentaa wunderbar mit der Suche nach dem eigenartigen Mörder verknüpft und einfach ein tolles Buch ergibt. Sehr empfehlenswert!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Teeshan zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 04.04.2008
Ganz gut. Wirklich ganz gut. Der Buch hat zwar unter 300 Seiten, fängt wirklich gut an. Aber es fällt Spannungen. Es ist nicht nur ein Krimi, sondern ein Krimi-Drama. Aber ansonsten ist er auch unheimlich, aber Spitzenmäßig!

Von mir gibt es 72°
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Blood-Red-Sunset zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 12.01.2008
Wirklich ein klasse Buch. Die Schreibweise aus den zwei Sichten hat sehr viel Einblick in das Leben von Vesa gegeben und auch sehr viel über das Leben vom Ermittler. Sehr empfehlenswert.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ABaum71 zu »Jan Costin Wagner: Eismond« 05.01.2008
Ein Buch das mich ziemlich nachdenklich gestimmt hat. Einerseits fande ich es nicht besonders spannend, andererseits fand ich die Gefühlslage Kimmo Joentaas so gelungen dargestellt, dass ich die meiste Zeit voll mit ihm fühlen konnte. Die Rolle des Deutschen Daniel habe ich auch nicht so recht verstanden. Alles in allem ein sehr nachdenklich stimmender Roman (Krimi?).
Wer auf actiongeladene Thriller steht, sollte diese Buch lieber stehen lassen.

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