Sie werden dich finden von James Rayburn

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 unter dem Titel The truth, deutsche Ausgabe erstmals 2017 bei Tropen.

  • -: Quiller & Brown, 2016 unter dem Titel The truth. 400 Seiten.
  • Stuttgart: Tropen, 2017. Übersetzt von Ulrike Wasel, Klaus Timmermann. ISBN: 978-3-608-50378-4. 400 Seiten.

'Sie werden dich finden' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

Das meint Krimi-Couch.de: Showdown auf einem kleinen Eiland in der Andaman-See 80°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

CIA-Agentin Kate Swift hat ihrem Land in etlichen Konflikten treu gedient. Doch dann wurde ihr Ehemann von ihrem Chef heimtückisch ermordet. Sie wird daraufhin zu einer so genannten Whistleblowerin und macht den Vorgang einschließlich aller Beteiligten öffentlich. Für ihre Agenten-Karriere bedeutet das natürlich das Ende, und sie lebt fortan mit Tochter Suzie unter falschem Namen in einem kleinen Ort in Maine, direkt an der kanadischen Grenze. Ihre Tarnung fliegt auf, als es an der Schule ihrer Tochter zu einem Amoklauf kommt. Kate tötet die Angreifer – und flieht sofort mit Suzie nach Kanada, denn ihr ist klar, dass nun ihre wahre Identität aufgedeckt wird.

Über Europa fliehen die beiden nach Thailand – aber ihre Widersacher sind Mutter und Tochter bereits auf den Fersen. In einer verzweifelten Aktion fädelt Kate mit Hilfe eines früheren Kollegen ein Täuschungsmanöver nach einem Flugzeugabsturz im thailändischen Dschungel ein. Der Fall wird öffentlich, aber die Aktion verschafft den beiden nur eine kurze Atempause.

Protagonisten haben ziemlich persönliche Motive

Roger Smith ist für seine Südafrika-Romane von Lesern und Rezensenten der Krimi-Couch durchweg mit hohe Bewertungen bedacht worden – Schwarzes Blut nehme ich hier mal aus, das Buch gehört auch nicht in die Reihe. Nach seinem Umzug vom Kap nach Thailand hat er nun für sein neues Buch auch den Schauplatz gewechselt, denn obwohl es hier um eine ehemalige CIA-Agentin geht, findet ein Großteil der Handlung in der neuen Heimat von Smith statt. Dafür hat er sich auch das Pseudonym James Rayburn zugelegt.

Der Autor hat hier aktuelle Themen verarbeitet – Terrorismus, scheinbar unkontrollierbare Geheimdienste und die globale Überwachung.

Trotz der ziemlich weit gefassten Über-Themen geht es um eine ganz persönliche Sache. Kate hat ihren Boss Lucien Benway, der für den Tod ihres geliebten Mannes verantwortlich war, durch ihre Veröffentlichungen um Lohn und Brot gebracht – aus Rache. Der ist nun hinter ihr und ihrer Tochter her – ebenfalls aus Rache. Die Motive der beiden Haupt-Protagonisten für ihre Auseinandersetzung sind also vollkommen klar.

Durch knackig-kurze Kapitel wird die Spannung enorm gesteigert

Roger Smith hat hier eine richtig rasante Geschichte vorgelegt, und mit dem verhinderten Amoklauf geht es von Beginn an mit reichlich Action zur Sache. Es gibt dann immer wieder eher ruhige Passagen, und durch diesen Kontrast, und die überaus knapp gehaltenen, knackig-kurzen Kapitel wird die Spannung enorm gesteigert.

Der Leser schaut Kate und ihrer Tochter bei deren Flucht über die Schulter, ist aber durch die zusätzliche Perspektive von Lucien Benway, der hier unumstritten der finstere Bösewicht ist, stets darüber informiert, wie Kate und Suzie die Verfolger förmlich am Rockzipfel hängen. Der Autor bedient mit seiner gut und flüssig zu lesenden Geschichte auch etliche Klischees, aber ein Thriller ist nun mal kein Besinnungsaufsatz – und über den Realitätsgehalt von Kriminalromanen brauchen wird nach meiner Meinung gar nicht zu reden, das sind schließlich keine Sachbücher.

Nebenfiguren ergänzen perfekt das Personal-Tableau

Neben den zwei Antagonisten gibt es eine Reihe interessanter Nebenfiguren. Da ist zunächst Kates Tochter Suzie, die aber noch jung und in der Geschichte im Grunde völlig passiv ist. Dennoch ist sie als Figur wichtig, den Kate kämpft vor allem um eine ruhige Zukunft für ihr einziges Kind. Harry Hook und Philipp Danvers, die zwei Ex-Kollegen, die Kate helfen, erfüllen unterschiedliche Funktionen in der Geschichte, die ich hier aber nicht enthüllen darf, sonst verrate ich zu viel. Beide sind in meinen Augen überaus gelungene Charaktere, auch wenn beide so etliche Klischees bedienen. Aber das hat mich bei der Lektüre überhaupt nicht gestört, weil der Plot insgesamt überaus stimmig ist. Dudley Morse ist der Erfüllungsgehilfe von Benway, der unvermeidliche Mann fürs Grobe – also eher zu vernachlässigen. Wichtige Rollen spielen dagegen Benways Frau und die Witwe eine Reporters, der dem Bösewicht ein Dorn im Auge war. Insgesamt finde ich auch die untergeordneten Protagonisten gelungen, denn jeder füllt die ihm zugewiesene Rolle perfekt aus.

Geschichte lebt von ihrer Spannung und Dynamik

Das Setting ist nicht wirklich innovativ, eine Ex-Agentin, die geplaudert hat, durch einen Zufall auffliegt und jetzt gejagt wird. Aber die Geschichte lebt von ihrer Spannung, und von einigen Nuancen, die für zusätzliche Dynamik sorgen. Langeweile kommt hier bei der Lektüre jedenfalls nicht auf, ganz im Gegenteil.

Dem einen oder anderen Leser mag das zu schlicht gestrickt sein. Roger Smith kann seine berufliche Vergangenheit als Drehbuch-Autor natürlich nicht ablegen. Die kurzen Kapitel, die Cliffhanger und die schnellen Umschnitte sind wie auf einen Actionfilm zugeschnitten – aber das hat mich überhaupt nicht gestört, sondern ich habe mich perfekt unterhalten gefühlt. Wer also nach einigen psychologisch tiefgehenden Romanen mal wieder ein wenig Schwarz-Weiß-Malerei und Action genießen möchte, ist bei James Rayburn in Thailand bestens aufgehoben. Seine typische Agenten-Story ist originell aufgemacht – mit einigen coolen Überraschungen.

Andreas Kurth, Juli 2017

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anyways zu »James Rayburn: Sie werden dich finden« 04.04.2017
Sie hatte es geahnt und befürchtet: Ihre Tarnung als junge alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Mädchens, in einer Kleinstadt in Kanada ist soeben aufgeflogen. Ihr ehemaliger Mitstreiter bei der CIA, Lucien Benway hat sie gefunden und will Rache. Er schickt zwei jugendliche Söldner in die kanadische Provinz um Mutter und Tochter zu töten, getarnt als Amoklauf. Doch Kate Swift alias Holly Brenner sieht sie kommen und kann sich und ihre Tochter in Sicherheit bringen. Sie fliehen, wieder einmal. Dieses Mal nach Thailand, denn dort lebt ein brillanter Agent im Ruhestand. Ein Mann der während Kates Ausbildung ihr berufliches Idol war. Doch kann er den beiden Frauen helfen?

Die ersten 10- 12 Kapitel sind unheimlich spannend und fesselnd geschrieben und ich war überzeugt davon dass dies auch über die gesamte Länge des Buches so sein würde, doch leider ist dem nicht so.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum Einem habe ich nicht verstanden, was genau Kate als sogenannte Whistleblowerin nun verraten haben soll. Irgendwie war das für mich zu wenig klar dargestellt, der Autor verliert sich darüber ständig in Andeutungen und Erinnerungsfetzen die seine Protagonisten ständig zum Besten geben. Es ergibt für mich jedoch kein Gesamtbild. Die eben angesprochenen Erinnerungsfetzen betreffen nicht nur Kates Vergangenheit, sondern auch eigene Agententätigkeiten, man erfährt aber nie die ganze Geschichte. Das sind bei den vielen Protagonisten ein Haufen Hinweise die völlig nebensächlich sind, mit der Geschichte nichts zu tun haben und mich als Leser ständig verwirrten. Irgendwann ab dem zwanzigsten Kapitel ging mir auch die zunehmende obszöne Ausdrucksweise gehörig gegen den Strich.
Für mich ist dieser Thriller ein wildes Durcheinander von Intrigen, Ränkeschmieden und Schachzügen klischeehaft anmutender Spione. Eine Phrasendrescherei gespickt mit allerlei pornographischen Details.
EvelynM zu »James Rayburn: Sie werden dich finden« 22.03.2017
Die ehemalige CIA-Agentin und Profikillerin Kate Swift lebt seit 2 Jahren unter falschem Namen unerkannt in einer Kleinstadt. Ein Amoklauf an der Schule ihrer Tochter Suzie ändert ihre Situation schlagartig und es ist nur eine Frage der Zeit, bis ihre Feinde wissen, wo sie zu finden ist. Kate tötet die beiden Amokläufer und taucht danach mit Suzie sofort ab. Sie hofft auf die Unterstützung des früheren CIA-Agenten Harry Hook, der mittlerweile sein Dasein in Thailand fristet. Ob er ihr jedoch wirklich helfen kann ist zweifelhaft. Es folgt eine Odyssee durch die Vereinigten Staaten über Kanada und Deutschland nach Thailand. Inzwischen heftet sich ihr suspendierter Chef Lucien Benway an ihre Fersen, der ihren Tod um jeden Preis will. Kate hatte für seinen Absturz gesorgt, indem sie die Ermordung ihres eigenen Mannes aufgedeckt und als Whistleblowerin fungiert hat. Bald schon ist Benways Handlanger Morse nicht mehr der Einzige, der hinter Kate und ihrer Tochter her ist. Unerwartete Hilfe bekommt Kate von ihrem Mentor Philip Danvers und schließlich auch von Harry Hook.
In 4 Erzählsträngen werden die Protagonisten Kate und Suzie Swift, Lucien Benway, Harry Hook und Philip Danvers sofort in das Geschehen geworfen und mit der Zeit verschmelzen diese zu einer Geschichte. Dem Schreibstil konnte ich zu jeder Zeit prima folgen und die kühle Erzählweise passt gut zu einem Thriller. Der Spannungsbogen hat sich durch den Roman gezogen und ließ bis zum Ende nicht nach. Allerdings fand ich das viele kaltblütige Töten nicht sonderlich gut. Es fließt mir zu viel Blut und ich konnte mich mit keinem der Charaktere wirklich anfreunden, da sie recht blass blieben. War ich von der Leseprobe begeistert, so muss ich sagen, dass ich letztlich von diesem Buch enttäuscht bin. James Rayburn bleibt dem Spruch „Früher tötete sie für ihr Land. Heute tötet sie für ihre Tochter“ absolut treu.
Keiner999 zu »James Rayburn: Sie werden dich finden« 19.03.2017
Nach dem Mord an ihrem Mann Yussuf ist die Whistleblowerin Kate Swift , zusammen mit ihrer Tochter, untergetaucht, da sie auf der Abschussliste ihres ehemaligen Arbeitgebers , dem CIA steht.
Als es einen Amoklauf an der Schule ihrer Tochter gibt, greift Kate ein und erschießt die beiden Täter. Dadurch fliegt ihre Deckung auf und sie ist erneut auf der Flucht. Sie fliegt nach Thailand, wo sie auf Hilfe durch Harry Hook hofft, ihrem alten Mentor.
Bei einem Flugzeugabsturz mit vielen Toten, legen Sie eine falsche Fährte, die den Verfolgern suggeriert, dass sich Kate und ihre Tochter Suzie unter den Opfern befinden. Das verschafft Ihnen für kurze Zeit Luft. Als jedoch klar wird, dass es sich um eine Finte handelt, spitzt sich die Sache für alle Beteiligten dramatisch zu.

Die Geschichte ist in kurze Kapitel, mit ständig wechselnden Erzählperspektiven unterteilt.
Die vielen Personen, welche alle mehr oder weniger stark mit der Geschichte verknüpft sind, erfordern größte Konzentration beim Lesen.
Es gibt vom Anfang bis zum überraschenden Ende einen gleichmäßig hohen Spannungsbogen.
Ich kann die Geschichte jedem interessierten Krimileser sehr empfehlen.
Ilka Schmidt zu »James Rayburn: Sie werden dich finden« 18.03.2017
Den Thriller "Sie werden dich finden" habe ich in 2 Tagen verschlungen, da ich das Buch äusserst spannend fand. Ich wollte ständig wissen, wie es auf der Flucht von Kate und Suzie weitergeht. Die kurzen Kapitel entsprachen ganz meinem Geschmack, da dann praktisch jederzeit eine Unterbrechung möglich ist, ohne den Faden zu verlieren. Gelungen auch der häufige Wechsel in der Erzählperspektive. Der Stil entsprach auch voll und ganz meinem Geschmack.
Nun zum Inhalt: Die Whistleblowerin Kate Swift und ihre Tochter leben im Untergrund. Da sie nach einem verhinderten Amoklauf an der Schule ihrer Tochter ins Visier ihrer Jäger gerät, müssen beide eine abenteuerliche, aber gut vorbereitete Flucht auf sich nehmen. Dabei geht es recht bluttrünstig zu, wer stören könnte, wird aus dem Weg geräumt. Schliesslich hofft sie durch einen Trick ihres ehemaligen Mentors Hook erneut untertauchen zu können. Trotzdem nur 4 Sterne, weil mir der Schluss nicht gefallen hat.
Mehr sollte man der Spannung halber meiner Meinung nach nicht verraten.
maeddsche zu »James Rayburn: Sie werden dich finden« 15.03.2017
Das Buch:
Kate Swift lebt mit ihrer Tochter unter einer falschen Identität um sich vor ihrem Ex-Arbeitgeber zu verstecken, der CIA. Dort war sie eine Auftragskillerin, doch als ihr Mann von der CIA getötet wurde, wurde sie zur Whistleblowerin. Durch ein schicksalhaftes Ereignis ändert sich jedoch alles und plötzlich befindet sie sich auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und den Menschen die sie tot sehen wollen.

Mein Eindruck:
Das Buch ist wirklich von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend. Selbst wenn gerade einmal wenig passiert, bleibt die Spannung aufrecht. Immer wieder springen die Kapitel zwischen den einzelnen Personen hin und her, sodass man unbedingt weiter lesen will, um zu erfahren was wer als nächstes tut.
Es ist toll wie sich Stück für Stück die einzelnen Handlungsstränge ineinander fügen und die vielen Charaktere immer deutlicher werden und immer klarer wird, wie sie im Zusammenhang mit der Geschichte stehen.
Immer wieder gibt es Momente, wo man zweimal lesen muss, ob das nun wirklich passiert ist. So auch bei dem überraschenden Ende, zu dem ich nicht mehr sagen möchte, um nicht zu spoilern.
Ich finde gut, dass es in dem Buch immer wieder Tote, Morde und traurige Momente gibt, da ich kein Fan von romantischen Kitsch-Büchern bin, bei denen man sofort weiß wie es am Ende ausgeht.

Einziger Minuspunkt ist an manchen Stellen der Schreibstil. Die Autorin verwendet sehr lange und verschachtelte Sätze, die teilweise über 5-10 Zeilen gehen. Das hat das lesen manchmal ein wenig anstrengend gemacht, da man dem Satz irgendwann nicht mehr richtig folgen konnte. Der Spannung und Handlung tat das jedoch kein Abbruch.

Mein Fazit:
Ich habe nach dem ersten Eindruck etwas anderes erwartet und wurde dann positiv überrascht. "Sie werden dich finden" ist ein sehr düsteres Buch mit wenig glücklichen Momenten. Jeder Thriller-Fan, der bei einem Buch kein Happy-End erwartet, wird damit seinen Spaß haben!
leseratte1310 zu »James Rayburn: Sie werden dich finden« 14.03.2017
Einst war Kate Swift eine erfolgreiche Agentin, nun ist sie auf der Flucht. Dass sie unschöne Interna ihres früheren Arbeitgebers, der CIA, publik machte, hat man ihr sehr übel genommen. Sie ist mit ihrer Tochter untergetaucht und hat eine neue Identität angenommen. Dann beobachtet sie vor der Schule ihrer Tochter, dass Jugendliche eine Amoklauf durchführen wollen. Sie muss sich einschalten und damit ist ihre Tarnung aufgeflogen. Sie flieht mit ihrer Tochter. Aber ihre Gegner sind ihr auf den Fersen und wollen sie – tot oder lebendig.
Die Geschichte ist spannend und actionreich, aber leider konnte sie mich absolut nicht überzeugen. Die Sprache ist oft sehr derb und auch erschien mir einiges nicht ganz logisch. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein sechsjähriges Kind das alles so klaglos über sich ergehen lässt. Meine Kinder hätten es jedenfalls nicht getan.
Die Charaktere sind gut beschrieben, aber es gibt niemanden, der mir sympathisch gewesen wäre. Dass man beim CIA nicht allzu zart besaitet sein darf, ist schon klar, aber eine derartige Skrupellosigkeit, wie sie Lucien Benway an den Tag legt, ist schon heftig. Kates früherer Mentor hat sich in Thailand dem Suff ergeben, so dass er auch keine Hilfe sein kann. Aber auch Kate selbst mochte ich nicht. Denkt sie bei ihrem Aktionismus jemals an ihre Tochter?
Viel Action, viel Blut – aber keine überzeugende Geschichte, dafür aber werden viele Klischees bedient.
Kann man lesen, muss man aber nicht.
subechto zu »James Rayburn: Sie werden dich finden« 13.03.2017
Hart und heftig

Um es gleich vorwegzunehmen, die Südafrikaromane des Autors hatte ich mit Begeisterung verschlungen und so war ich schon gespannt auf „Sie werden dich finden“. Die Inhaltsangabe ließ erneut auf einen rasanten Thriller hoffen und ich wurde nicht enttäuscht. James Rayburn alias Roger Smith lebt inzwischen in Thailand. Thailand ist auch der Hauptschauplatz seines neuen Hardcore-Thrillers. Worum geht es?

Kate Swift ist auf der Flucht. Als ihr Mann von der CIA ermordet wird, macht sie die Machenschaften ihres ehemaligen Arbeitgebers publik und wird seitdem gejagt. Zusammen mit ihrer sechsjährigen Tochter Suzie flüchtet sie nach Thailand. Dort trifft sie sich mit Harry Hook. Denn der ist bekannt für seine genialen Ideen. Ein zufälliger Flugzeugabsturz kommt ihm dabei zur Hilfe. Doch Lucien Benway, ihr damaliger Chef, gibt nicht auf.

„Sie werden dich finden“ ist kein klassischer Agententhriller mit einer bösen, ausländischen Macht. Denn seit dem 11. September 2001 hat sich die Welt, speziell in den USA, grundlegend geändert. Es geht um die Agenten selbst, nicht um Politik. Es geht es um Terrorismus und Patriotismus, Überwachung - und um Rache.

James Rayburn aka Roger Smith lässt uns in seinem Thriller nicht viel Zeit. Er reißt uns mitten in eine Geschichte, bei der es einzig und allein ums Überleben geht. Exotische Schauplätze, ein Heer von Protagonisten und viel Action. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Drogen und Gewalt, das kenne ich schon aus seinen Südafrika-Thrillern.

Kate und Harry sind mir sofort ans Herz gewachsen. Leider sind die Figurenzeichnungen, außer bei den Hauptfiguren, nicht besonders tiefgründig. Der einzelne Mensch wird oftmals hart getroffen von den Handlungen der Mächtigen und ihrer brutalen Handlanger. Und so ist das Ende vorhersehbar (Titel!), aber ein Happy-End mit Zuckerguss hätte hier nicht gepasst!

Fazit: Alles in allem ein tempo- und actionreicher Thriller, der jedoch nicht an die Südafrikaromane des Autors heranreicht.
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