Mond über der Eifel von Jacques Berndorf

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2008 bei KBV.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Eifel, 1990 - 2009.
Folge 17 der Siggi-Baumeister-Serie.

  • Hillesheim: KBV, 2008. ISBN: 978-3940077226. 300 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2011. ISBN: 978-3-596-19344-8. 352 Seiten.
  • [Hörbuch] Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2008. Gesprochen von Jacques Berndorf. ISBN: 978-3836803281. 10 CDs.

'Mond über der Eifel' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Dieser neue Fall zwingt ihn, seinen ganzen gesunden Menschenverstand aufzubringen, denn einen solchen Mord hat die Eifel noch nicht gesehen: Jakob Stern, 43 Jahre alt – Heiler, Hellseher, Feingeist und ansonsten ohne Beruf, wird in der Nähe seines abgelegenen Gehöfts aufgefunden. Mausetot, auf den dicken Ästen einer sogenannten heiligen Eiche. Kein Mensch kann sich erklären, wieso er ausgerechnet dort oben festgebunden wurde. Die Suche nach dem Täter im riesigen Grenzland zu Belgien und Luxemburg gestaltet sich außerordentlich schwierig. Baumeister lebt gewissermaßen im Auto. Rodenstock findet, die ewige Herumgurkerei sei eher etwas für einen Lehrling, und seine Frau Emma sagt: »Bei diesem Stoff beteilige ich mich nicht, weil in der Esoterikbranche jedermann einen Hirnschaden hat.« Kischkewitz, der Leiter der Mordkommission, fürchtet bereits, dass er diesen Fall unerledigt mit in Rente nehmen wird, denn »diese Branche ist fürchterlich! Einfach niemand sagt die Wahrheit!« Dabei bieten sich den Ermittlern pausenlos Zeugen an, die glauben, durch ihren Kontakt zu allerlei Engeln, Geistwesen, Sehern, Channeling-Spezialisten und sonstiger Spiritisten herausfinden zu können, wie denn der allseits beliebte Jakob zu Tode gekommen ist. Stern war eine Persönlichkeit von starker Anziehungskraft – vor allem für die Frauen, deren Schicksal er auspendelte und denen er aus Tarotkarten las, bevor er mit ihnen ins Bett ging. Und er besaß Geld. Ungewöhnlich viel Geld. Außerdem stand er in Verbindung mit einem dubiosen Astro-Fernsehsender, dessen Redaktionsassistentin ebenfalls zu seinen Liebschaften gehörte, und der eine große Sendereihe mit dem »Heiler« plante. Zum Glück hält Siggi Baumeister in diesem wirren esoterischen Wust seine fünf Sinne beisammen. Und so schält er zusammen mit Rodenstock und Emma langsam die ersten greifbaren Motive heraus: Habgier, Neid und Hass.

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Klaus zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 29.05.2015
Vorab: Ich bin kein großer Leser, eher ein zu Bett-Geher Leser und dieser Roman war mein etwa 10. Berndorf Roman.
Aber ich würde ihn als einen der Besten zu lesenden Eifel-Krimis einstufen. Es passt einfach alles. Die Thematik ist vielleicht ein wenig zu exotisch (Schamanen). Aber die Schreibweise und die Sprünge an die verschiedenen Tatorte, einfach nur Klasse.
Ich verstehe die vorherigen schlechten Kritiken einfach nicht.
Für mich als einfach gestrickter Voreifeler hat Berndorf ein tolles Lesewerk geschaffen.
helmut thielisch zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 20.09.2013
ich finde den krimi erlesen amüsant. es lösen sich ernsthaftes und witziges intelligent ab. wenn ein leser meint, es sei sein letzter berndorf gewesen, so hab ich mehr von seinen büchern und ein motzer weniger. ansichten sind verschieden und das ist gut so. deswegen: ich lese ein buch, finde es gut oder nicht gut und reagiere entsprechend. ich reagiere z.b. positiv, vielleicht, weil ich aus nrw bin, wo die eifel zweifelsohne ihre heimat hat. als nachtrag sei angemerkt: jeder schriftsteller hat seinen ureigenen stil. ich finde stephen king auch nur teilweise gut. von berndorf lese ich noch mehr, dann äußere ich mich entsprechend. aber egal, erstmal. sein stil ist toll.
iWitz zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 27.06.2013
Das Leben auf dem Land gilt als ruhig und bieder, mitunter langweilig. So mancher Krimiautor scheint sich herausgefordert zu fühlen, dieses Bild zu korrigieren. So Jacques Berndorf in seinen Eifelkrimis. Auch im vorliegenden tut er es nicht unter vier Toten. Das Buch beginnt wie fast alle Berndorfschen Eifelkrimis. Baumeister, der Held, sitzt im Standby-Modus in seiner Jungesellenbude, in Zwiesprache mit sich und seinem Zoo. Ein Anruf Rodenstocks, des väterlichen Freundes und Kriminalrat außer Diensten, versetzt ihn mitten in ein neues Abenteuer: ein totes dreizehnjähriges Mädchen. Wie meistens, durchqueren die beiden Amateurdetektive die halbe Eifel, um zum Tatort zu kommen. Obwohl der in NRW liegt, ermittelt Kischkewitz, der Kriminalrat aus Trier, mit, und lässt unsere Helden als Helfer an den Tatort.

Baumeister und Rodenstock ermitteln, unterstützt von Rodenstocks Frau Emma, der pensionierten niederländischen Polizistin. Wie so häufig in Berndorfs Eifelkrimis, hat Baumeister mal wieder eine Beziehung vergeigt, weil er ja selbst weiss, dass er im Grunde seines Herzens ein einsamer Wolf ist. Und zufällig läuft bei Emma eine junge Frau auf, eine Verwandte aus dem großen internationalen jüdischen Clan, und natürlich entsteht ein kleines Geplänkel zwischen ihr und Baumeister.

Bevor die Experten feststellen, dass das Mädchen nicht ermordert wurde, hat die Polizei schon einen Verdächtigten festgenommen. Der kommt natürlich wieder frei, wird dann aber zum nächsten Todesopfer. Und wieder düsen die Helden quer durch die weiträumige Eifel an einen Tatort und machen die Hilfspolizisten, die eigenständig ermitteln. Sie befragen Eifeler Hexen und Satanisten, und zudem ist das neue Opfer auch noch ein Schamane und außerdem ein Mann mit geringem Einkommen, der sich aber ein teures Haus hat bauen lassen. Ins Spiel kommt eine weitere schillernde Figur, die auch noch Vonnegut heisst, und mit der Opfer Nummer Zwei Geschäfte macht - Heilkräutergeschäfte. Es dauert nicht lange, und die Figur Vonnegut wird zum Opfer Nummer Drei, der Bruder des Schamenen zum Opfer Nummer Vier. Letzterer wird von Baumeister, der ihn zum Tode des Bruders befragen will, aufgefunden.

Baumeister empfängt Zeugen in seinem Haus oder reist zu anderen Zeugen in deren Häuser. In den endlosen Gesprächen, bei Pfeifenrauch, Kaffee und Alkohol (nicht für Baumeister, den trockenen Alkoholiker, selbstredend) werden Zusammenhänge aufgezeigt, falsche Spuren gelegt, Lebensgeschichten erzählt - dass dem Leser der Kopf qualmt wie dem Helden die Pfeife (über deren diverse Hersteller der Autor den Leser auch dieses Mal auf dem laufenden hält) und ihm fast schon eine ebenso chronisch schlechte Laune verschafft, wie die des Helden Kater Satchmo. Die Brüder hatten Zoff, der Schamane hatte mit einem Boss aus dem Kölner Rotlichtmilieu Geschäfte machen wollen, eine geheimnisvolle weißblonde Frau, deren Namen niemand weiß, wird immer wieder erwähnt.

Unsere Ermittler geraten in Gefahr und ins Krankenhaus: Baumeister, weil er verprügelt wird - eine Warnung, er soll die Finger von den Ermittlungen lassen -, Rodenstock, weil er einen Herzinfarkt erleidet. Rodenstock fällt also aus und Baumeister muss, den Arm in Gips, alleine weiter machen. Natürlich löst Baumeister den Fall, natürlich hinterlässt der ein schlechtes Gefühl - zu viele Verstrickungen und Dramen. Nicht erfüllte Träume, Geldsorgen, Alkohol - das Leben auf dem Land ist doch nicht so langweilig, ruhig und bieder, wie es den Anschein hat. Und im Aufzeigen dieser menschlichen Unzulänglichkeiten und sozialen Schieflagen, wird das Buch wieder interessant und, wie ich finde, relevant. Bei Berndorf geht es immer um soziale Fragen, darum, wie Menschen miteinander leben, einander helfen, aber natürlich auch, wie sie aneinander scheitern. Die Krimihandlung ist einmal mehr der Mindcatcher, das Spannungsversprechen an den Leser. Zugegeben, die Spannung hält sich in diesem Band trotz allem leider in Grenzen, der langatmigen Story ist nicht so leicht zu folgen, vieles glaubt der Berndorf-Fan schon in anderern Eifelkrimibänden gelesen zu haben, zu ähnlich sind die Muster. Für den nächsten Band täten ein paar Neuerungen gut, sonst hat sich das Konzept endgültig überlebt. Schade eigentlich, denn ich mag das Personal der Eifelkrimis.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
hinterwald zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 29.11.2009
ganz furchtbar und definitiv mein letzter berndorf ... ich frag' mich manchmal. ob sich ein früherer journalist wirklich dieser unterirdisch schlechten sprache bedienen muss, weil er darauf spekuliert, damit sein "einfach gestricktes publikum" sich ihm ab und an überlegen fühlen kann.

von der konstruktion her: furchtbar, furchtbar, furchtbar. wer sich allen ernstes ausmalt, dieses trio werde von der polizei mit eigenen nachforschungen beauftragt, dem fällt nix mehr anderes ein. und dann wissen die drei schon, bevor die leiche untersucht wurde, daß sie fremdgeschminkt ist. woher bitteschön?

das alles ist unglaubwürdig und lohnt nicht die zeit, die man damit verschwendet.

ich (als eifelaner) ertrage mittlerweile sein immer langweiliger werdendes geschreibsel nicht mehr und habe mich endgültig von seinen siggi baumeister romanen verabschiedet.

izquierdo, der mann schreibt witzige, einfallsreiche geschichten. von mir aus auch carola clasen, aber den berndorf weiter als "eifel"-guru zu bezeichnen, das ist nun wirklich weit von der realität entfernt: ein alter mann, der sich nur noch wiederholen kann ...
k'aran zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 28.04.2009
himmel noch mal, ist es denn so schwer, einen kommentar zu schreiben, ohne dabei nicht wenigstens einen teil der auflösung zu verraten??...siehe doch auch bitte dazu die vormerkung der redaktion...(betr.i.d.fall detlef hoffmann, kommt ja aber leider öfter vor)..es nimmt mir eine menge spass beim lesen!!
loewenhonig66 zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 19.01.2009
Auf Berndorf alias Preute lasse ich eigentlich nichts kommen. Aber man spürt: dieses Manuskript musste fertigwerden. Ob der Autor oder ein anderer es jemals Korrektur gelesen hat? Es sind so viele Rechtschreibfehler drin und der bisher doch in allen anderen Eifel-Krimis schlüssige Plot bliebt hier einfach fragmentarisch. Vielleicht muss man dem auch nicht jünger werdenden Berndorf raten, dass weniger mehr ist. Weitere "Monde über der Eifel" würden sein ausgezeichnetes Image beschädigen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
willy kammlighter zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 02.11.2008
Kein bischen zäh.
zwar viele Baustellen, aber
alle durchweg sehr intelligent
u logisch umschrieben.
Ein 1 A Krimi mit reeller Tiefe!!!
Eine sehr lebensnahe Geschichte,
die auch etwas " Licht" ind die Welt der Schamanen, Zauberer, Ökomenschen,
Lebenssinnsucher bringt.Auch die "Baustelle" mit den Black - Grufti -
usw Menschen geht unter die Haut.
Und mal abgesehen davon das wir glückliche Liebesgeschichten sehr gerne haben, bringt jacques das ganze Liebesleben mit Seiner Ihm eigenen Schreibweise viel mehr auf den Punkt!
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Eva Bauer zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 19.10.2008
Den bisherigen Kommentaren kann ich mich nur anschließen. Bisher habe ich jeden Eifel-Krimi von Berndorf verschlungen. Diesmal las es sich ziemlich zäh, diffus, nicht schlüssig, etwas lustlos. Da werden jede Menge Baustellen aufgemacht, aber nicht fertig bearbeitet.
Verbleibe in der Hoffnung auf einen wieder etwas spritzigeren nächsten Baumeister.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Detlef Hoffmann zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 21.09.2008
War mühsam zu lesen. Keine klare Linie. Die Auseinandersetzung mit Schamenen und der Gothikszene war viel zu breit angelegt und konnte letztlich auch nicht begeistern, zumal beide mit der Lösung des Falles nichts zu tun hatte. Man hatte auch den Eindruck, dass die Schilderung der privaten Szenen letzlich dazu dienten die Seitenzahl zu erreichen. Sie waren teilweise langatmig und ohne Spannung. Schade, wir waren durch die vorhergenden Krimis doch sehr verwöhnt.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
macbeth124 zu »Jacques Berndorf: Mond über der Eifel« 12.09.2008
Berndorf war schon besser. Dies ist in meinen Augen sein schlechtester Eifel-Krimi. Er hat mir einfach nicht gefallen. Ich habe mich aber bis zum Ende durchgekämpft. Die story hat Längen, einige Unwahrscheinlichkeiten. Baumeister stochert ewig lange im Nichts herum und am Ende wars ne Liebesgeschichte ohne wirklichen Bezug zur Handlung und zum Thema. Irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Schade. Hoffen wir auf wieder bessere "Eifel-Krimi-Zeiten".
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