Ein guter Mann von Jacques Berndorf

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland, 1990 - 2009.
Folge 1 der Karl-Müller-Serie.

  • München: Heyne, 2005. 415 Seiten.
  • München: Heyne, 2007. 415 Seiten.

'Ein guter Mann' ist erschienen als

In Kürze:

Herr Müller ist ein unauffälliger Mensch, einer, den andere schnell wieder vergessen, einer, der perfekt in der Masse untergehen kann. Und genau das ist seine hohe Kunst – denn er ist ein Topagent des BND. Mithilfe von Verbindungsleuten überwacht er die Vorgänge in der arabischen Welt. Daheim führt er ein scheinbar perfektes bürgerliches Leben mit Reihenhaus und Frau und Kind, doch die Idylle droht zu zerbrechen: Die Ehe ist tot, und Müller wartet förmlich nur darauf, dass seine Frau ihm das Kind wegnimmt. Außerdem liegt sein Vater im Sterben. Und ausgerechnet in dieser Krisensituation passiert die berufliche Katastrophe: Sein syrischer Kontaktmann Achmed taucht plötzlich in Berlin auf, kurz darauf bringt eine Terroristengruppe radioaktives Material in ihre Gewalt. Alles deutet darauf hin, dass eine schmutzige Bombe gezündet werden soll, mitten in der Stadt. Müller und der BND machen sich auf die verzweifelte Suche nach Achmed.

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Köhler zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 30.08.2017
Mir hat das Buch alles in allem gut gefallen. Zwischen durch etwas langgezogene Szenen aber mit dem an Spannung und Dramatik bestückten Ende ein Buch was ich meiner Familie und Freunden empfehlen kann. Dazu wie breits erwähnt "immer mit einem Beim im Klischeesumpf", sprich Menschen mit viel Geld, haben auch dementsprechend viel Macht. Und das kann, ich betone das kann, schlechte Auswirkung auf die Gesellschaft haben.
JKH zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 28.11.2014
Jacques Berndorf, ansonsten durch die zahlreichen Eifel-Krimis vielen Spannungsfans ein Begriff, hat sich auf gemacht, neue Ufer zu erschließen, wobei "Ein guter Mann" gar nicht innovativ und bahnbrechend ist, sondern vielmehr einen soliden, recht geradlinigen Thriller repräsentiert. Berndorf stellt mit altbekannten Zutaten bewährte Krimi-Kost zusammen, die einen wohlschmeckenden, aber eher erwartbaren Cocktail ergibt. Der Plot ist kühn, aber weder übermaßig originell noch bis ins letzte Detail realistisch. Berndorf mag zum erlauchten Kreis derer gehören, die Zugriff auf geheimes BND-Insiderwissen haben, aber wirklich einbringen tut er es äußerst selten - nur die Schlüsselszenen wirken, als würden sie auf verlässlichen Fakten fußen. Das zieht einerseits nach sich, dass sich Berndorf wohltuend von all denjenigen Autoren abhebt, die mit völlig irrelevanter Fachkenntis ihren Ruf als penibler Rechercheur aufpolieren wollen. Auf der anderen Seite ist man von Bestseller-Schreiberlingen wie Ken Follett und Andreas Eschbach deutlich besseres gewohnt - zu oft fällt dem Leser selbst bei nachsichtiger Betrachtungsweise ohne Umschweife auf, dass Berndorf nicht wirklich konkret wird, einfach, weil er sich auf sehr dünnem Eis bewegt.

Dieser Umstand fördert natürlich die Glaubwürdigkeit des Romans - aber glücklicherweise ist er dem Lesevergnügen selbst ansonsten nicht abträglich. Auch wenn Hauptprotagonist Karl Müller hier und da mit unnachvollziehbaren Entscheidungen ein Stirnrunzeln beim Leser auslöst und sich der Plot gefährlich nahe an ausgetretenen Klischee-Pfaden entlanghangelt, baut Berndorf mit der ganzen Routine seiner jahrzehntelangen Schreiberfahrung einen unerhört intensiven Spannungszustand auf - und nichts anderes erwarte ich doch von einem Thriller. Klar - Karl Müller knockt drehbuchreif CIA-Agenten aus und ist ganz der auf sich gestellte, fürs Gute eintretende Super-Held. Aber die Suche nach seinem (ehemaligen?) Freund Achmed, der in terroristische Vorgehen verstrickt ist, zieht einen vollkommen in den Bann. Müllers private Krisensituation, die ebenfalls Gegenstand von "Ein guter Mann" ist, überfrachtet den Plot keineswegs, sondern ist ein geschickter Kunstgriff Berndorfs, um der Hauptfigur Tiefe zu verleihen und zu ermöglichen, dass dieser Roman zum Startschuss einer ganzen Karl-Müller-Reihe wird (So ist es ja auch gekommen).

In jedem Falle haben wir es bei diesem Thriller mit routinierter, aber erstklassiger Spannungsliteratur zu tun - immer mit einem Bein im Klischeesumpf, aber ohne darin zu versinken. Der Sprachstil ist zunächst etwas bemüht cool, dann aber vor allem präzise, schnörkellos und gefällig. Jedem, der über den Mangel an Authenzität hinwegsehen kann, sei "Ein guter Mann" daher empfohlen.
ben zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 06.10.2011
Leider ein weiterer Beweis dafür, dass deutsche keine Krimis können. Östereich, Großbritanien, Skandinavien... Alles wunderbar aber ich warte immer noch auf den 1. wirklich guten deutschen Krimi. Dieses Buch war eher ein Action-Film der Sorte die ohne Umweg übers Kino direkt in der Videothek landen. Schade.
Stefan Blaustein zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 08.12.2009
Die Story dünn und von vorne bis hinten durchschaubar, wirkt stellenweise auch ein wenig an den Haaren herbei gezogen. Spannung gleich Null. Die ganze Geschichte voller Klischees und Allgemeinplätze. Und auch sprachlich und stilmäßig nicht gerade ein Feuerwerk. Vermeintlich spannende Sequenzen sind lapidar heruntergeschrieben wie ein Einkaufszettel. Sprachliche Brillianz: Fehlanzeige. Wer dann trotzdem bis zum Ende durchhält, ist vom Ausgang der "Story" bitterlich enttäuscht. Der Böse entkommt und die Guten haben das Nachsehen.Das war mein erstes Buch von diesem Autor und aufgrund dieses ersten Eindrucks werde ich es erst gar nicht mit einem zweiten versuchen, obwohl mich das Thema "Eifelkrimi" eigentlich sehr interessiert hätte, da ich selbst aus der Gegend komme.
cu zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 18.04.2009
Geniales Buch, super spannend
und hat mich über unsere WElt nachdenken lassen, seitdem sehe ich vieles anders.
Kann ich wirklich nur empfehlen
zu lesen!
Ich warte auf den dritten Band!
Bsesonders gefällt mir, dass es endlich mal um einen deutschen Geheimdienst geht, nicht um die CIA oder MI6!
Und es spielt in Deutschland!
Großes LOb an den Autor!
Pela zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 12.02.2009
Gut recherchiert und bis zum Höhepunkt des Anschlags hochspannend...doch dann fällt die filigran konstruierte Brücke mit Getöse in sich zusammen und es ist.tja, genau so, wie yoorde schreibt: ein Tatort. Nicht gut, nicht schlecht, eben deutsch-solide. Dennoch: Ein Tipp für alle, die mit Politthrillern bislang nicht so recht warm wurden. Wahre Thrillerfans werden sich aber ab und an bei bestimmten Vorgehensweisen der offiziellen Stellen verwundert die Augen reiben.
yoorde zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 18.10.2007
Sorry sollte heißen in der ersten Zeile in meiner Meinung: DAS ERSTE BUCH DAS ICH VON DEM AUTOR GELESEN HABE.

Ist natürlich nicht sein erstes Buch. :-)
yoorde zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 18.10.2007
Das erste Buch von dem Autor.
Es liest sich recht schnell.
Doch irgendwie erinnerte mich das alles an einen nicht verfilmten TATORT.
Das bei hörte sich die Geschichte sehr spannend an, aber heraus kam wirklich nicht viel mehr als ein Tatort.
Der Roman ist nicht sooo spannend. Man kann ihn lesen, aber auch nicht mehr.
Zuviel Schischi drum herum und typisch deutsch, der Vater im Sterben und die Storyline mit der Mutter hatte nichts mit der Geschichte zu tun. Warum ? Die kaputte Ehe, dabei ist die Familie nicht mal gefärdet - Warum?
Und etwas mehr Action hätte der Geschichte gut getan.
Wie gesagt nichts anderes als TATORT Format. - Meine Empfehlung für einen sehr guten Deutschen Politthriller: Operation Rubikon.

DER GUTE MANN war nur halbgar. Nicht gut und nicht schlecht. Mittelmaß.
Eric Schillings zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 07.08.2007
Der gute Mann - Jaques Berndorf in Höchstform. Ein fesselndes Buch, dessen
Geschichte uns nur erahnen läßt, wie es
wirklich hinter den Kulissen aussehen könnte. Wieder einmal ist die Hauptfigur eine sympatische Type, die sich mit den Problemen eines Jedermann auseinander setzen muß. Sehr guter und packender
Thriller. Müller oder Baumeister, egal, Hauptsache Berndorf!
PTR zu »Jacques Berndorf: Ein guter Mann« 04.06.2007
Ein guter Mann, Ein guter Krimmi...
wie vielfach geschrieben und auch meine Meinung, ein ganz Großer Berndorf der mindestens do gut schreibt wie die "großen" aus Amiland. Du bist Deutschland !

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