Eifel-Sturm von Jacques Berndorf

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 bei Grafit.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Eifel, 1990 - 2009.
Folge 11 der Siggi-Baumeister-Serie.

  • Dortmund: Grafit, 1999. ISBN: 3-89425-227-8. 284 Seiten.
  • [Hörbuch] Daun: TechniSat Digital, Radioropa Hörbuch, 2009. Gesprochen von Jacques Berndorf. ISBN: 978-3836801669. 7 CDs.

'Eifel-Sturm' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

Das meint Krimi-Couch.de: »Trotz Sturm nur vergleichsweise gemäßigtes Tempo« 72°

Krimi-Rezension von Peter Kümmel

Wie so oft bei den Eifel-Krimis beginnt auch Eifel-Sturm mit einem »trägen Tag« bei Siggi Baumeister. Der Mordfall liegt bereits drei Tage zurück und Baumeister wird sich nicht damit befassen. Über den Mord an dem Bundestagsabgeordneten Jakob Driesch wird er keine Zeile schreiben. Hatte er sich zumindest vorgenommen. Doch wie so oft kommt es dann doch anders.

Sein guter Freund, der Kriminalrat a.D. Rodenstock wird vom BND um Mithilfe bei diesem Fall gebeten. Und hat Baumeister dies verheimlicht. Baumeister ist stinksauer auf seinen Freund, dass dieser ihn nicht ins Vertrauen gezogen hat, und Rodenstocks Frau Emma muß erst zwischen den beiden vermitteln, bevor sie wieder einen normalen Umgangston pflegen.

Wir verlassen ausnahmsweise das gewohnte Terrain der Gegend um Daun und befinden uns in der nördlichen Eifel nahe der belgischen Grenze. In dem schönen Städtchen Monschau kam es zu besagtem Todesfall. Nachts gegen vier Uhr kam es zu der Verfolgungsjagd in dem Fluß Rur, bei der Driesch durch sechs Schüsse in den Rücken getötet wurde. Wieso er durch den Fluß gelaufen ist und wo er sich in der Zeit seit dem vergangenen Abend aufgehalten hat, ist ebenso rätselhaft wie die Tatsache, dass keiner aus der Stadt etwas gesehen hat.

Auch das Motiv für den Mord stellt die Ermittler vor ein Rätsel. Der Politiker galt als absolut korrekt und hatte ein intaktes Familienleben.Er befasste sich zur Zeit mit einem großen Windkraftprojekt. Hat er sich Naturschützer zum Feind gemacht? Oder hatte jemand etwas gegen ihn, der die Anlage lieber woanders bauen möchte?

Die Ermittlungen in diese Richtung verstärken sich, als auch Annette von Hülsdonk, die ebenfalls in das Projekt involviert war, erschossen wird.

In »Eifel-Sturm« legt der Autor kein ganz so hohes Tempo vor wie gewohnt. Kommt man sonst kaum zum Luftholen, so hat er dieses Mal sogar kleine Episoden zum Entspannen eingebaut. Da beschreibt er über mehrere Seiten, wie Baumeisters Katzen versuchen Wildenten zu jagen. Und auch das Spiel zwischen den Katzen und Baumeisters Hund, dem Neuzugang Cisco, wird ausgiebig und amüsant geschildert.

Das einzige, was mich in den Eifel-Krimis stört, ist, dass sich in der Eifel jeder zu kennen und zu duzen scheint. Man bekommt bei Berndorf den Eindruck, die ganzen Eifel ist nur von zwanzig Leutchen bevölkert. Da wohnt jemand in einem zwanzig Kilometer entfernten Dorf und »ja natürlich, klar kenne ich die Anna«.

Für Fans der Serie ist natürlich auch »Eifel-Sturm« ein klares Muß, Gelegenheitslesern sei gesagt, es gibt bessere Krimis in der Reihe.

Das meinen andere:

»´Eifel-Sturm´ gehört nicht zu den nervenzerfetzenden Page-Turnern, doch es ist ein handwerklich solide gearbeiteter Krimi mit einer ordentlichen Portion Lokalkolorit. Eher erinnert das ganze an einen Blues, der in die Eifel paßt, als sei er für diese Landschaft geschrieben.« (Amazon.de)

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Darix zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 23.08.2013
Berndorf, der eifrige Eifelkrimischreiber,verwickelt einen Mordfall über den Bau eines geplanten Windparks in der Eifelregion, es folgen lange Wegbeschreibungen zu unterschiedlichen Tatorten.
Rodenstock, Emma, Siggi Baumeister, sind erneut die Hauptakteure. Jakob Driesch, ein Eifeler Bundestagsabgeordneter wird erschossen aufgefunden und die Ermittler finden lange Zeit keine brauchbare Spur. Weitere Morde folgen, Berndorf meuchelt gerne in der Eifel, die doch sonst so ruhig und Bodenständig scheint.
Ein Bereich des Eifelsturms ist die Strompolitik der EU aus Brüssel, gewaltbereite Naturschützer, Erläuterungen zu seinem Leben und dem Verhalten seiner Katzen, dem neuen Familienmitglied einem übernommenen Hund. Die zwischenmenschlichen Beziehungen der Protagonisten, die Spannungen zwischen den Freunden Siggi Baumeister und Rodenstock alles wird thematisiert.
Es ist ein durchschnittlich spannender Regiokrimi mit charmanten Einsprengseln über die dort lebenden Menschen in der Region. Einige Passagen kommen bekannt vor, dem Fan von Berndorfs Eifelkrimis wird bodenständige Unterhaltung geboten.
Chris zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 11.06.2009
Ich habe die letzten Wochen in kurzer Folge meine komplette Eifel-Sammlung "am Stück" gelesen. Was mir bei dieser geballten Ladung gegenüber früherem, einzelnen Lesen der Bücher auffiel: Es gibt sehr viele Sequenzen, die sich von Fall zu Fall wiederholen: ein zurückgebliebener junger Mann, der sich irgendwo verschanzt, irgendeine Politikerin, die sich wie selbstverständlich ganz im Vertrauen an Siggi wendet, Siggi wird zusammengeschlagen, es gibt einen reichen, raubeinigen Vater (von Hülsdonk) und natürlich ist die Mordkommission / Staatsanwaltschaft auf die Mithilfe eines Journalisten angewiesen, der auch selbständig Spuren verfolgen darf bzw. Leute verhört. Im Kontext der anderen Eifel-Krimis kann ich hier wenig Neues entdecken. Man sollte sie nicht im Übermaß konsumieren, dann bleiben sie unterhaltsam...
WelpeMax zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 20.07.2008
ein solider Eifel Krimi, der spannend ist, aber der weit entfernt ist von der Güte des ersten Romans ... ich bin aber für die Bewertung da kein Maßstab, drifte meist von der allgemeinen Meinung ab

Rallye (allg.) 85° Ich 70°
Blues (allg.) 85° Ich 80°
Schnee (allg.) 79° Ich 90°
Feuer (allg.) 76° Ich 65°
Sturm (allg.) 68° Ich 75°

da sieht man das Geschmäcker verschieden sind und Themen eine große Rolle spielen ! Ich hoffe das beste kommt zum Schluss!
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Swen Piper zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 28.12.2006
Nach Eifel-Gold der schwächste Fall der Serie und dies obwohl dem Plot durchaus eine spannende Idee zu Grunde liegt und dem Autor zu Ende des Buchs eine überraschende Wende gelingt. Aber das Buch wurde lieblos herunter geschrieben, fast hat man den Eindruck immer wieder Versatzstücke vorheriger Eifel-Krimis aufgetischt zu bekommen. Siggi Baumeister mutiert zum Superhelden, dem die Frauen unter die Dusche folgen und der Geheimtüren entdeckt, die der unterbelichteten Kriminalpolizei natürlich verborgen geblieben war. Dass sein Haus abgebrannt ist tangiert harte Männer wie Siggi nur am Rande! Zudem drüben einige logische Fehler den Gesamteindruck. Nur für Eifel-Krimi-Fans.
tina wagner zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 28.02.2005
tina wagner

aller erste sahne dieses buch das ich nun schon zum zweiten mal gelesen habe werde mir in kürze das neue eifel träume vornehmen bin mir jetzt schon sicher ist wieder nur gut.im sommer möchte ich gerne berndorfs haus ansehen fahren habe gehört ist alles so wie berndorf es beschreibt muss ich einfach sehen viel spaß beim lesen tina
Johannes zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 16.02.2005
guten tag allerseits,
mit begeisterungen lese ich die eifel-krimi-sammlung meines vaters.mittlerweile habe ich gelesen -blues,-gold,-filz und eifelschnee. ich würde gerne mit der richtigen reihenfolge fortsetzen,stoße aber im internet wie in den einzelnen büchern immer auf verschiedene reihenfolgen.bitte um antwort wie nun die richtige folge der bücher aussieht.
mit freundlichem gruß johannes b.
R. Allgayer zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 02.04.2004
Irgendiw fängt dieser Eifel Krimi nicht "Berndorf - typisch" an. Die Erzählperspektive scheint zunächst unklar.
Die ersten fünf Seiten habe ich deshalb mehrfach zum genauen Verständnis lesen müssen. Auch was die Lösung des Falls angeht, darf ich mich meinem "Vorschreiber" anschließen. Mir stellt sich auch die Frage, aus welchem Grund der Geldbeutel und die beiden Schackkarten in den näheren Bereich wichtiger Indizein rücken und dann plötzlich diese Fährte abreißt und keine Beachtung mehr findet.
Gruß
R. Allgayer
Norbert Bongartz zu »Jacques Berndorf: Eifel-Sturm« 27.12.2002
Das Buch ist wie alle seine Eifel Krimis lesenswert und spannend. Ich habe mir nach ein paar Jaheren noch mal meine "Baumeister Krimis" zur Hand genommen und lese sie der Reihe nach. Bei Eifel Sturm stellt sich mir die gleiche Frage wie damals. Warum wird mehrmals intensiv auf Geldbörse und Scheckkarten von Jakob Driesch eingegangen, wenn dies in der Auflösung überhaupt keinen Sinn mehr macht?
Über eine Rückantwort würde ich mich freuen,
N. Bongartz
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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