Spätsommermord von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2006
unter dem Titel Sort sensommer,
deutsche Ausgabe erstmals 2008
bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Dänemark, 1990 - 2009.
- Århus: Modtryk, 2006 unter dem Titel Sort sensommer. 316 Seiten.
-
Berlin: Ullstein, 2008.
Übersetzt von Catrin Frischer.
ISBN:
978-3-548-26858-3. 316 Seiten.
'Spätsommermord' ist erschienen als
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In Kürze:
Eine junge Frau liegt nackt und mit durchschnittener Kehle in einem Waldstück, auf ihrem Körper eine vertrocknete Schierlingsblüte. Offenbar hängt der Mord mit dem Verschwinden eines erfolgreichen Chemikers zusammen. Dann wird auch dessen Leiche gefunden und eine mörderische Jagd beginnt. Der erste Fall des dänischen Ermittlerteams um den eigenwilligen Kommissar Daniel Trokic und seine findige Kollegin Lisa Kornelius.
Das meint Krimi-Couch.de: »Unterhaltsame und kurzweilige Lektüre mit filmreifem Showdown«
Krimi-Rezension von Ines Dietzsch überspringen
Es ist Spätsommer in Westjütland. Auf einer Lichtung im Wald nahe Århus hat man die Leiche der jungen Anthropologie-Studentin Anna Kiehl gefunden. Die Tote ist nackt und auf ihrer Brust wurden Blüten des giftigen Schierling arrangiert. Kommissar Daniel Trokic übernimmt die Leitung der Ermittlungen und er ist anfangs alles andere als begeistert, mit der IT-Spezialistin Lisa Kornelius zusammenzuarbeiten.
Die Legende vom Glück ohne Ende
Lisa gelingt es, Fragmente von Emails auf dem PC des Opfers zu entschlüsseln und einen Kontakt der Studentin zu dem vermissten Chemiker Christoffer Holm aufzuzeigen. Dieser forschte vor seinem Verschwinden an einer bahnbrechenden Entdeckung, einer neuen Generation Stimmungsaufheller, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. In welcher Beziehung stand die schwangere Anna Kiehl zu dem Forscher?
Frischer Wind aus nördlicher Richtung
Mit Spätsommermord präsentiert der Ullstein-Verlag ein neues Ermittler-Duo aus dem Norden, diesmal aus Dänemark. Ratlosigkeit auf den ersten Seiten – Kommissar Trokic (haben Sie auch intuitiv »Trokitsch« gelesen?) betritt das Parkett, in diesem Fall den Waldboden. Trokic, wie spricht man den Namen im Dänischen? Erleichtert konnte ich auf Seite 14 die Grübelei beenden, denn in einem Dialog erläutert der Kommissar die Aussprache, mit Trokitsch lag ich richtig. Nachdem das geklärt war, kam der Lesefluss recht ordentlich in Gang.
Daniel Trokic, der den Namen seines Vaters trägt, ist das Ergebnis einer Urlaubsliebe zwischen seiner dänischen Mutter und einem Kroaten. Inger Wolf beschreibt ihren Kommissar als einen eher introvertierten Menschen, gequält von furchtbaren Erinnerungen an den Krieg, bei dem Vater und Bruder den Tod fanden. Trokic tut sich schwer als Teamplayer und agiert gerne im Alleingang, was ihm im filmreifen Finale des Buches fast zum Verhängnis wird.
Lisa Kornelius´ Privatleben könnte ein bisschen neuen Schwung vertragen und den bekommt es. Die Autorin lässt die Computerexpertin im Verlauf der Handlung eine Beziehung zu einem Kollegen aus dem Ermittler-Team beginnen.
Fortsetzung folgt
Inger Wolf gibt ihren Protagonisten viel Raum, sich zu entwickeln und interessiert ihre Leser neben einer spannenden Tätersuche auch für die persönliche Seite der Polizisten. Die Figuren werden behutsam eingeführt und es liegt noch viel Potenzial in der Darstellung ihrer Geschichten.
Spätsommermord erschien 2006 in Dänemark und wurde im gleichen Jahr mit dem dänischen Krimi-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet. Eine Fortsetzung mit Hauptkommissar Daniel Trokic und Lisa Kornelius ist im Heimatland der Autorin bereits erschienen.
Wer unterhaltsame und kurzweilige Lektüre sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Ines Dietzsch, August 2008
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| Liberte! zu »Inger Wolf: Spätsommermord« | 16.04.2012 |
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| thomasemanuel zu »Inger Wolf: Spätsommermord« | 21.01.2011 |
| sapkowski zu »Inger Wolf: Spätsommermord« | 04.04.2010 |
| Loki13 zu »Inger Wolf: Spätsommermord« | 03.02.2010 |
| Thomas71 zu »Inger Wolf: Spätsommermord« | 21.11.2008 |
