So unselig schön von Inge Löhnig

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 3 der Konstantin-Dühnfort-Serie.

  • Berlin: Ullstein, 2011. 432 Seiten.

'So unselig schön' ist erschienen als

In Kürze:

In einer leerstehenden Brauerei im Süden Münchens wird eine enthauptete Frauenleiche gefunden. Kommissar Dühnfort wird bald klar, dass er einen Serientäter jagt, der von Bildern besessen sein muss. Die junge Fotografin Vicki hingegen, die die Leiche gefunden hat, ermittelt auf eigene Faust. Sie kommt dem Mörder schließlich gefährlich nahe …

Das meint Krimi-Couch.de: »Und es gibt ihn doch, den guten Krimi aus Deutschland.« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Die junge Vicky Senger hat ein ungewöhnliches Hobby, »urban exploring«. Sie fotografiert verlassene und dem Verfall entgegen siechende Industriebrachen, um deren mitunter morbide Schönheit für die Nachwelt festzuhalten. So steigt sie auch in ein leer stehendes Brauereigebäude in Münchens Süden ein, um einige Aufnahmen zu machen. Dabei entdeckt sie die enthauptete Leiche einer jungen Frau. Kommissar Dühnfort und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und kommen zunächst nicht weiter. Erst als sich ein Zeuge meldet, der gesehen haben will, wie das ermordete Mädchen kurz vor Ihrem Verschwinden in einen silbernen Jaguar mit Münchener Kennzeichen einstieg, gibt es einen Anhaltspunkt, denn in der Stadt sind nur 29 dieser Fahrzeuge zugelassen. Da der Kopf des Mädchens mit großer Präzision abgetrennt wurde und das Szenario des Fundortes arrangiert wirkt, glaubt Dühnfort, es mit einem Serienmörder zu tun haben.

Die Ermittlungen ergeben, dass es vor rund sechs Jahren in Düsseldorf einen ähnlichen Fall gegeben hat, der nie aufgeklärt werden konnte. Hauptverdächtiger war damals ein Mann, der heute als Maler seinen Lebensunterhalt verdient. Unter dem Künstlernamen Carne verarbeitet er in blutrünstigen Bildern seine eigenen Kindheitstraumata. Die Spuren führen in die Kunstszene und so stoßen die Ermittler auf einen Schönheitschirurgen und den Leiter einer Wohlfahrtsstiftung. Beide fahren einen silbernen Jaguar und geben sich für die Zeit in der das Mädchen in das Auto stieg gegenseitig ein Alibi.

Kommissar Dühnfort und seinen Kollegen läuft die Zeit davon, denn ein Serienmörder schlägt bekanntlich wieder zu. Währenddessen findet Vicky auf einigen ihrer älteren Fotos aus der Brauerei einen möglichen Hinweis und spielt heimlich Detektivin. Schon bald gerät sie dabei in Schwierigkeiten…

Der dritte Roman der Kommissar-Dühnfort-Reihe So unselig schön ist ein weiterer Beweis dafür, dass es hierzulande durchaus sehr gute Kriminalromane gibt. Die Serie von Inge Löhnig zeichnet sich vor allem durch eine große Detailverliebtheit und Gradlinigkeit aus. Die einzelnen Figuren sind lebhaft dargestellt, die örtlichen Gegebenheiten werden detailliert, aber nicht langatmig beschrieben und auch der Plot selbst wird konsequent vorangetrieben.

»Die Leiche war mit Zweigen, Gräsern und Laub bedeckt. Ein Wanderer hat sie gefunden. Sein Hund ist ihm davon, er hinterher, und dann war der Tag für ihn gelaufen.«

Die Nebenfigur Vicky Senger nimmt die Leser mit. Mutter früh verstorben, Vater unbekannt, ab ins Heim und später auf die schiefe Bahn. Jetzt versucht sie nach dem plötzlichen Tod ihres Freundes die Kurve in ein geordnetes Leben zu bekommen. Dumm nur, dass ihr ein Mordfall dazwischen kommt und sie auch noch eigene Ermittlungen anstellt. Ähnlichkeiten zu Lisbeth Salander aus der Trilogie von Stieg Larsson sind nicht zu übersehen. Die inzwischen bekannte Hauptfigur, Kommissar Dühnfort, ist ebenfalls ein Charakter, der die Leser anspricht. Ein Kopfmensch, der sich gerne selber im Weg steht, vor allem in seinem Privat- sprich Liebesleben. Dies führt zu einigen Komplikationen mit seiner Kollegin Gina, welche die Ermittlungen nicht unbedingt vorantreiben, sowie mit seiner früheren Freundin Agnes.

Der Krimiplot selbst, um den es ja maßgeblich geht, überzeugt und hält die Spannungskurve lange im oberen Bereich. Erst tappen die Ermittler im Dunkeln, um dann gleich mehrere Verdächtige aufzutreiben. Man darf den Täter erraten und liest – bitte nicht !! – die kurze Inhaltsangabe auf der Buchrückseite. Lediglich die Auflösung selbst kommt ein wenig plötzlich daher und führt zu einem kleinen Punktabzug.

Wer dazu noch ein Faible für den französischen Schriftsteller Charles Baudelaire und seinen Gedichtband Les Fleurs du Mal (Die Blumen des Bösen) hat, der geht sofort in den nächsten Buchhandel. Auf den vierten Fall für Kommissar Dühnfort unter dem Titel Schuld währt ewig darf man sich bereits heute freuen.

Jörg Kijanski, Juli 2011

Ihre Meinung zu »Inge Löhnig: So unselig schön«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

trafik zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 09.10.2017
Auch für mich war es das dritte Buch von Inge Löhnig. Ich kann nur sagen, ausgezeichnet.
Inge Löhnig schafft es, daß es einen nie langweilig wird. Bei ihr ist keine Seite langatmig. Ein wunderbarer Schreibstil und eine traumhafte Personenbeschreibung.
Ich hoffe von ihr kommen noch sehr viele Krimis. Würde mich sehr freuen.
Darts zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 23.03.2016
Dieses war mein drittes Buch von Inge Löhnig und es hat mir noch besser gefallen, als die ersten beiden Bände. Die ich allerdings auch schon gerne gelesen habe. Normalerweise habe ich festgestellt, dass bei Serien die Bücher bzw. die Handlungen bei späteren Bänden abflachen. Oder es wird ständig einiges wiederholt. Das ist hier nicht der Fall. Nur das Wichtigste aus dem Leben des Kommissars wird wiederholt, als Auffrischung oder für Neueinsteiger.

Mir hat die Beschreibung und das Leben der Hauptperson des Buches gut gefallen. Sie hat ja die Tote entdeckt und versucht ein bißchen den Fall zu lösen. Allerdings nicht so aufdringend, wie in manchen anderen Krimis, wo die Hobby-Detektivin die Polizei dumm da stehen läßt. Nein, hier gerät sie selbst in Gefahr und wird durch die kriminalistische Glanzleistung der Müncherner Polizei (das Team um Kommissar Dühnfort)gerettet.

Ein flüssiger Schreibstil zeichnet diese Autorin aus.



Ich freue mich auf weitere Bände.
Maren78 zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 05.02.2016
Inhalt:Vicky Senger möchte nach einer schweren Kindheit endlich den Absprung schaffen und versucht sich ein bürgerliches Leben aufzubauen. Auf der Suche nach außergewöhnlichen Fotos verschlägt es sie in eine alte Brauerei. Dort entdeckt sie eine ausgeblutete Leiche mit abgetrenntem Kopf. Nun wird Komissar Dühnfort und sein Team an den Tatort gerufen. Farbflecken an der Leiche führen ihn in die Kunstszene.Vicky allerdings findet auf ihren Fotos eine Spur der sie selbstständig nach geht.Damit gerät sie in grosse Gefahr.Dühnfort und seine Kollegen gehen davon aus das der Mörder bereits vor einigen Jahren zugeschlagen hat und ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Meine Meinung: Ich bin der Meinung das die mir sehr sympathische Vicky Senger Tino Dühnfort etwas die Show gestohlen hat. Bisher habe ich jedoch keinen Roman von Inge Löhning gelesen dadurch weiß ich nicht genau wie das in ihren anderen Romanen war. Alles in allem hat Inge Löhning sehr sympathische Charaktäre geschaffen. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen. Sie schafft es jedoch auch die Spannung bis zur letzten Seite zu erhalten. Aufgrund der verschiedenen Ermittlungsstränge des Teams ist man hin und hergerissen den Mörder zu entlarven.

Fazit:Ein Roman den man nicht mehr aus der Hand legen kann und bestimmt nicht mein letzter von Inge Löhning!
Edith Sprunck zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 16.12.2014
Der Krimi behandelt oft benutzte Themen, aber auf eine andere, nicht klischeehafte Art. Ein Serienmörder wird (wieder einmal) gesucht. Auf sehr interessante, auch lehrreiche, aber nicht belehrende Art wird das Thema Vernachlässigung sowie Missbrauch und Misshandlung von Kindern hineingearbeitet sowie unterschiedliche Formen der Bewältigung dieser Erlebnisse. Das prägende Element menschlicher Begegnungen und Zuwendungen außerhalb des Elternhauses wird verdeutlicht. Herrlich erfrischend begleitet die Göre Vicky den gesamten Krimi so lebensecht, dass ich mich ständig darum sorgte, ihr möge nichts Schlimmeres mehr passieren. Ihre Art wird für mich treffend in der Beschreibung ihres Geruchs als "ein Hauch von Erde und Wind" ausgedrückt.
Der sympathische Kommissar Dühnfort und sein bunt gemischtes Team, vervollkommnen diesen Krimi. Ein lesenswertes Buch!
rolandreis zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 25.04.2013
Der Klappentext lässt Bluttriefen vermuten, aber das kommt im Roman nicht. Dagegen erwartet einen ein solider Krimi, bei dem ich aber schon sehr früh auf den richtigen Täter tippte. Die Mischung aus dem Privatleben des Ermittlers und dem eigentlichen Fall finde ich ausgewogen und ich kann mir durchaus vorstellen eine längere Serie um Kommissar Dühnfort zu lesen (ähnlich einer Julia Durant von Andreas Franz). Der Schluss dagegen war meiner Meinung nach nicht ganz so gelungen, da hätte ich mir etwas mehr erwartet.
Giorgio zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 02.08.2012
Auch wenn der Täter bald erahnt werden konnte finde ich die Geschichte mit den verschiedenen Charakteren interessant. Der Gruselfaktor kommt nicht zu stark aber doch zur Geltung. Der Charakter des Kommissars wird subtil nähergebracht und seine einsamen Kochkünste für sich selber erinnern an das Handwerk von Donna Leon.
Der Schluss wurde dann für mich doch sehr langatmig. Da ich schon recht früh entdeckt habe, um welchen Mörder es geht, konnte ich den Schluss gar nicht mehr fertiglesen.
Alles in allem aber ein gut geschriebener Roman, der kein wirklicher Thriller sein will.
Krimitante zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 20.01.2012
ein wirklich gut gelungener, solider deutscher krimi, auch wenn er sich altbewährter stilmittel bedient(einsicht ins seelenleben des täters, unterteilung der kapitel in ermittlungstage, eingespieltes ermittlungsteam, person die auf "eigene faust" ermittelt...).
der spannungsbogen wird durch das ganze buch sehr hoch gehalten. man wird immer wieder auf irrwege geführt und kann sich lange nicht zwischen vier verdächtigen entscheiden.
die protagonisten werden sehr plastisch, glaubhaft geschildert und man will mehr über sie wissen. (obwohl mir der hauptermittler ein wenig zu oft ans essen und trinken denkt. was etwas einseitig wirkt.)
einziger kritikpunkt: manchmal ist mir die sprache, besonders bei den naturbeschreibengen, zu selbstverliebt. will sich die autorin darin mit dem, viel zitierten, baudelaire messen?
ich habe mit diesem band angefangen, werde aber sicherlich auch alle drei anderen lesen, dann aber chronologisch. ich bin immer auf der suche nach spannenden reihen und habe mit diesem buch sicherlich eine gefunden an der ich "dran bleiben" werde.
Bubu zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 19.01.2012
Inge Löhnig. Toll. Vom dritten Band mit Kommissar Dühnfort bin ich begeistert. Ich weis nicht wie es den anderen Lesern ging, aber ich wollte den Band so schnell wie möglich am Stück lesen. Sehr schön der Übergang von Kommissar´s verflossener zu seinem „Neuen Schwarm“, bin diesbezüglich auf Band 4 gespannt. Gute Szenenwechsel. Spannend allemal. Bis auf den letzten war mir nicht ganz klar wer nun der Mörder war.

@anyways
kritisierte, ich zitiere anyways, „ Hiermit meine ich nicht unbedingt die Ausstattung mit materiellen Dingen sondern die mehrmals täglich besuchten Restaurants, Bars und Kaffeehäuser. Das passt nicht wirklich in die Welt eines Kriminalbeamten „ Dühnfort´s Lebens bzw. Essgewohnheiten. Ist doch mal gut so dass sich ein kriminaler mal gesund und exklusiver ernährt. Und ich glaube nicht das seine Lebensmittel und Restaurantbesuche kostspieliger wie bei den Fast Food Junkies die Mc Donald´s und Co. Besucher sind oder sich eine TK Pizza in den Ofen schieben.

Auch was die Bildung unsere Polizei angeht, bin ich schon der Auffassung das sie schon auf ein gewisses Niveau angesiedelt ist und Kultur haben. „Schimanski“ gibt es nur im Ruhrpott und im „Ersten“ und das ist auch gut so.

Also Inge Löhnig, schreib weiter so.

Gruß Bubu
anyways zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 22.08.2011
Die junge Hobbyfotografin Vicki hat trotz ihrer Jugend schon ein bewegtes und traumatisches Leben hinter sich. Die Mutter starb als sie 6 Jahre alt war, großgezogen wurde sie von ihrer Großmutter, die ihr mehr als einmal versicherte das ihr eigene Mutter Vicki im Stich gelassen hat. Nach dem Kinderheim kam die Strasse, dort lernt sie Adrian kennen und lieben. Mit ihm kommt sie wieder in ein normales Leben zurück, doch der Moment des Glücks hält nur so lange bis Adrian in der Pariser Metro von einem Zug überrollt wird. Nun bleibt ihr nur noch seine Schildkröte und wieder die Strasse. Dann lernt sie Clara kennen und diese nimmt sie unter ihre Fittiche, gibt ihr einen Job im Reisecenter und unterstützt sie bei der Ausbildung. Als nächsten Schritt in ein „spießiges“ Leben wählt Vicki das fotografieren verlassener Gebäude oder sogar Ruinen als Hobby. Auf einem ihrer Streifzüge entdeckt sie die grausam verstümmelte Leiche einer Frau. Kommissar Dünfort , der die Ermittlungen mit übernimmt gibt sie aber nur die neue Speicherkarte, die volle behält sie und wenig später entdeckt sie auf den Bildern ein Detail, das sie fast zwingt Ermittlungen auf eigene Faust durchzuführen.

Damit kommt sie dem Täter aber gefährlich nah.





Alles in allem ein recht spannender Krimi, mit gut durchdachten Spannungsbögen und Nervenkitzel, wenn die Autorin sich nur nicht immer in der Wahl ihrer rhetorischen Stilmittel so hoffnungslos vergriffen hätte. Ich bemerke beim Lesen das ein oder andere Mal schon solche Fehlgriffe bei diversen Autoren (was aber oft auch an der falsch interpretierten Übersetzung liegt) aber nie so, das ich wirklich zu Zettel und Stift greifen musste um diese extra zu notieren. Hier nenne ich stellvertretend zwei Beispiele meiner Fundstücke: „Er hatte das Lächeln eines Satyrs“ (Keine Frage so ein Faun ist schon recht dämonisch anzuschauen aber ein Lächeln oder Gegenteiliges im Gesicht zu entdecken schon etwas schwierig.) und ganz fies finde ich diesen Vergleich: „obszön, üppige Pfingstrosen“. Was für eine Beschreibung einer solch schönen, duftenden Blume!

Als weiteren Makel möchte ich noch kurz die Figur des Kommissars Dünfort erwähnen. Ich finde er ist etwas zu unglaubwürdig dargestellt, hoch begabt, kultiviert mit Hang zu einem für seine Berufsgruppe doch recht verschwenderischen Lebensstil. Hiermit meine ich nicht unbedingt die Ausstattung mit materiellen Dingen sondern die mehrmals täglich besuchten Restaurants, Bars und Kaffeehäuser. Das passt nicht wirklich in die Welt eines Kriminalbeamten.
bookorpc zu »Inge Löhnig: So unselig schön« 05.08.2011
In „So unselig schön“ lässt die Autorin Inge Löhnig Kommissar Dühnfort und seinem Team einen dritten Fall in München bearbeiten. Der Titel wie auch das Covermotiv erklärt sich, wie auch in den vorherigen Büchern, während des Lesens.

Inhalt: Vicki möchte nach einigen Schicksalsschlägen ihr Leben in geordnete Bannen lenken. Deshalb ist sie sehr froh um ihren Ausbildungsplatz in einem Reisebüro mit einer sehr toleranten Chefin. Nebenbei hat sie durch ihre große Liebe das Photographieren für sich entdeckt. Dieses Hobby ist der Grund für einen Leichenfund und dank ihre Neugierde, ermittelt sie bald auf eigene Faust.
Kommissar Dühnfort und sein Team haben es mit einer "Kopflosen Braut" zu tun, aber auch Dühnfort selbst kommt in Versuchung seinen Kopf zu verlieren mit seinem komplizierten Liebesleben.

Meine Meinung:
Am Anfang dacht ich noch, man sollte bei Serien, der Reihe nach lesen und kein Band auslassen. Aber im Laufe des Buches sind dann doch meine Fragen, die ich im Hinterkopf aus Band eins hatte beantwortet worden. Die Nebengeschichten um sein Liebesleben fand ich interessant, aber im ersten Fall war es fesselnder. Das Buch an sich, mit Vicki, die auf eigener Faust auf Informationssuche ging, war interessant zu lesen, obwohl mir der Täter zu schnell bekannt war. Der Wechsel zwischen Ermittler, Vicki und dem Täter lockerten die einzelnen Kapitel auf, die mit Datum und Tag versehen waren. Vicki ist eine sehr lebhafte Figur, die einem sympathisch ist und auch gut ausgearbeitet wurde - Unpünktlichkeit, ihr eigener Stil, leider fand ich, dass dies bei Alois und Gina bzw. die Ermittlungen des Teams etwas kurz kamen. Schade finde ich es auch, wie sich der Teamgeist in Dühnforts Einheit entwickelt. Trotzdem bin ich auf einen weiteren Fall und Informationen über das Privatleben der Ermittler gespannt.

Fazit: Wer Interresse an Dühnforts Privatleben hat, sollte dieses Buch lesen, aber sich darauf einstellen, dass noch viel offen für weitere Fälle bleibt. Da das Ermittlerteam nicht zu stark im Vordergrund steht, kann man es aber auch gut einzeln lesen, sollte sich dann aber nicht zu sehr von Anmerkungen zu Vergangenheit irritieren lassen.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 18.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu So unselig schön

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: