Mörderkind von Inge Löhnig

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei List.

  • Berlin: List, 2014. ISBN: 978-3-548-61226-3. 459 Seiten.
  • [Hörbuch] München: audio media, 2014. Gesprochen von Johannes Steck. ISBN: 3868048456. 5 CDs.

'Mörderkind' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Sie liefen ihr nach und schrien: »Mörderkind, Mörderkind!« Ihr Leben lang war sie für alle nur das Mörderkind. Fionas Kindheit war ein Alptraum. Und nun ist ihr Vater tot. Seine letzten Worte galten ihr: »Ich bin kein Mörder.« Widerstrebend macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Beginnt nachzuforschen, befragt ihre Familie. Und stößt auf ungeheuerliche Geheimnisse und eine Intrige, deren tödliches Gift bis heute wirkt.

Ihre Meinung zu »Inge Löhnig: Mörderkind«

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borgi zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 13.07.2015
Das Buch hatte mich von Anfang an mit seiner Spannung gefangen. Ich kenne fast die ganze Reihe mit dem Kommissar Dühnfort, aber mit diesem Buch hatte mich Frau Löhnig echt gepackt. Ich weiß nicht genau, wie man sowas technisch umsetzt oder ob das eben Schreibtalent ist. Jedenfalls hat sie einen Schreibstil, der mir beim Lesen sehr gut gefallen hat. Auch die Hauptfigur Fiona und ihr Freund Darcy sind toll ausgearbeitet und so hasten die Ereignisse mit jugendlichem Elan auf das Finale zu.
Den eigentlichen Plot fand ich genial. Wenn man viele Krimis liest, hat man schon jede Menge Kriminalfälle mit allen erdenklichen Entwicklungen und Konstellationen kennengelernt, aber diese Idee war vollkommen neu für mich.
Nur schade, dass diese Geschichte in sich abgeschlossen ist. Ich hätte gerne sofort einen Folgeband gelesen.
karin zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 10.07.2015
Weil der Plot einigermassen spannend war und ich die Lösung der Geschichte wissen wollte, hab ich «Mörderkind» zuende gelesen. Vom Stil her empfand ichs aber als ziemliche Zumutung: Sprachliche Klischees, flache Charaktere, hölzerne Dialoge ... wie ein auf 450 Seiten ausgewalzter Arztroman.
Schade - in andern Romanen, die ich von Inge Löhnig gelesen habe, gab es nur stellenweise solche stilistischen Taucher. Vielleicht stand sie unter Zeitdruck, wieder was nachzuschieben. Ich erwarte mehr kritische Sorgfalt vom Lektorat.
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walli007 zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 04.07.2015
Darcy

Von ihrem Vater will Fiona schon lange nichts mehr wissen. Er saß lange Jahre wegen eines Tötungsdelikts im Gefängnis, erst seit einem Jahr war er wieder draußen. Dennoch lässt Fiona die Nachricht vom Tod des Vaters nicht völlig kalt, das hätte sie gerne, aber es ist einfach nicht so. Als dann auch noch der Rettungssanitäter, der alles versuchte, das Leben des Vaters zu erhalten, mit einer Nachricht zu ihr kommt, ist Fiona zunächst wütend. Nichts will sie hören, schließlich hat der Vater sie mit der Tat im Stich gelassen als sie erst sieben Jahre alt war. Und ihre Mutter starb kurze Zeit später bei einem Unfall. Welches Kind kann solche Eltern schon gebrauchen.

Fiona, die sich aus der Not geboren gegen alles und jeden wehrt, kann nicht verhindern, dass die letzten Worte, die der Vater an sie gerichtet hat, in ihr festbrennen. „Ich bin kein Mörder!“ Sie beginnt, Fragen zu stellen. Endlich will sie wissen, was damals wirklich passiert ist. Und der Rettungssanitäter, den sie Darcy nennt, steht ihr dabei zur Seite.

Eine Geschichte über die Vergangenheit, die das Leben bestimmt. Sollte eine solche Vergangenheit das Leben bestimmen? Wahrscheinlich nicht, fraglich nur, ob man sich dagegen wehren kann. Nicht immer hat man dies selbst in der Hand. Die Umwelt begegnet einem und macht aus einem, was man wird. Sich dagegen zu stemmen, sich zu wehren, ist alles andere als leicht. Für Fiona fängt mit der Suche nach der Wahrheit auch die Aufarbeitung an, sie ist nicht schuld, sie wurde ungerecht behandelt, sie will sich freimachen. Doch erst muss sie herausfinden, was die Worte des Vaters bedeuteten. Hartnäckig forscht sie nach und bringt Wahrheiten ans Licht, die eigentlich kaum jemand wissen will. Auf ihrem Weg fesselt sie die Leser und zeigt immer neue Facetten einer komplizierten Persönlichkeit, die langsam zum Selbstbewusstsein und in sich Ruhen der Kindheit zurückfindet. Unterhaltsam und packend.
darts zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 24.03.2015
Ben Jacoby verbrennt in einer Wildhütte. Er wird zwar noch von dem Rettungsassisten ins Freie gebracht, aber dort kann er nur noch ein paar Worte hervorbringen. Ich bin kein Mörder, sagen sie das Fiona
Ben war erst vor kurzem aus der Haft entlassen worden und wohnte in der Wildhütte der Familie. 18 Jahre hatte er verbüßt für den Mord an seiner Geliebten. Aber immer hatte er seine Unschuld beteuert. So wie jetzt auch. Im Anblick des Todes.
Fiona , seine Tochter, von Kindesbeinen an als Mörderkind beschimpft, will nicht an die Unschuld des Vaters glauben. Aber Matthias, dem Rettungsassisten gelingt es doch noch Fionas Neugierde zu wecken, sodass diese anfängt, Nachforschungen zu betreiben. Was ist damals geschehen? Warum hatte ihr Vater eine Geliebte, warum tötete er sie? Wo ist überhaupt die Leiche? Warum hatte ihre Mutter gleich nach der Urteilsverkündung einen tödlichen Autounfall?
Als Leser wird man schon zwischendurch etwas aufgeklärter, denn der Kriminalroman spielt in zwei Zeitebenen. Fiona und Matthias müssen das alles mit wenigen Angaben viele Jahre später herausfinden.

Ich fand den Krimi richtig gut und auch Spannung war genug vorhanden Allerdings andere als in einem 'normalen ' Krimi
Lexa zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 04.02.2015
Äußerst unsympathische Protagonistin, unglaubwürdige Handlung, flapsiger Schreibstil. Ist das die selbe Autorin, die die Kommissar Dünforth Bücher schrieb? Ich kann´s kaum glauben. Jedenfalls werde ich mir ihre zukünftigen Bücher ersparen, für dieses Buch ist´s jedenfalls schade ums Geld.
Kein Buch für den anspruchsvollen Leser.
c-bird zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 29.01.2015
Bereits mit sieben Jahren endet Fionas glückliche Kindheit. Ben, der eigene Vater wird als Mörder seiner Geliebten verhaftet. Bei einem Indizienprozess wird er zu einer langjährigen Haft verurteilt und Fiona ist fortan nur noch das Mörderkind. Auch nachdem Ben aus der Haft entlassen ist, lehnt Fiona jeglichen Kontakt zu Ben ab. Doch nun starb Ben bei einem Brand. Über einen Rettungsassistenten lässt er Fiona eine Nachricht zukommen: „Ich soll Ihnen sagen, dass er sie immer geliebt hat, dass es ihm Leid tut, was geschehen ist und dass er kein Mörder ist.“ Anfänglich ist Fiona wütend und glaubt kein Wort davon, doch dann kommen ihr Zweifel. Wenn es doch die Wahrheit ist? Und Fiona beginnt Nachforschungen anzustellen, noch nicht ahnend, was für eine großangelegte Intrige dahintersteckt…
„Mörderkind“ ist ein Stand-alone und gehört nicht zur Reihe mit Kommissar Dühnfort. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, der Gegenwart und der Vergangenheit vor 19 Jahren. Langsam laufen die zwei Handlungsstränge aufeinander zu und enthüllen die wahren Geschehnisse. Doch Mörderkind ist nicht nur Krimi. Es zeigt auch das Leben einer jungen Frau, die eine schlimme Zeit als Kind und Jugendliche durchlebt hat. Ungeliebt, ohne Freunde aufgewachsen fällt es Fiona schwer längerfristige Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen. Erst langsam muss sie lernen, sich auf andere Menschen einzulassen und ihnen zu vertrauen.
Auch wenn es kein Dühnfortkrimi ist, aber der Erzählstil ist wie immer meisterlich gut. Eigentlich sogar noch eine Nuance besser, weil die Sprache jugendlicher und frischer wirkt. Dazu nette und lustige gedankliche Kommentare, die einen schmunzeln lassen. Wie gebannt folgt man den spannenden Entwicklungen des Falls, erlebt überraschende Wendungen bis hin zum klein wenig zu lang geratenem Ende.
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leseratte1310 zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 25.01.2015
Ihr Vater Ben hatte ihr versprochen, dass er zurückkommt. Aber er wurde inhaftiert und als Mörder an seiner Geliebten Julia verurteilt. Damit wurde die siebenjährige Fiona zum Außenseiter, denn sie war ein Mörderkind. Ben sucht 18 Jahre später den Kontakt zu Fiona, aber sie schlägt die Tür zu. Sie ist wütend, sie ist verletzt und sie hat eine Mauer um sich herum aufgerichtet. Niemand soll sie mehr verletzen.
Etwa ein Jahr später taucht der Rettungsassistent Matthias Stiller bei ihr auf, um ihr die letzten Worte ihres sterbenden Vaters mitzuteilen: „Ich bin kein Mörder.“ Fi will nichts davon hören. Aber die Einwände, die Darcy, wie Fi Matthias nennt, hat, werfen Fragen auf und so macht sich Fiona mit Darcys Unterstützung an die Aufarbeitung der Vergangenheit.
Fiona ist schwierig, stets auf Krawall gebürstet und hat auch ihren Weg noch nicht gefunden. Sie wird immer von Wut beherrscht. Da ist es gut, das es den geduldigen und beharrlichen Darcy gibt, der sich von Fionas Art nicht abschrecken lässt. Fiona ist nicht sonderlich sympathisch, aber je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt, umso mehr kann man Verständnis für sie aufbringen. Auch wenn Fionas Art meist nervend ist, so gibt es doch immer wieder Momente, wo man sich über ihr Verhalten amüsieren kann.
Die Geschichte wird in zwei, sich abwechselnden Zeitebenen erzählt. Neben Fionas Ermittlungen, wird in der anderen Ebene die Geschichte von Ben und Julia erzählt, wie sie tatsächlich passiert ist. Der Leser weiß also irgendwann mehr als Fiona, aber dennoch fehlen wichtige Aspekte, die sich erst zum Schluss klären. Das sorgt dafür, dass der Spannungsbogen erhalten bleibt. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und fesselnd. Die Charaktere sind authentisch beschrieben. Die Handlung ist in sich stimmig.
Das Buch ist spannend und hat mich gut unterhalten.
Nuigurumi zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 20.01.2015
Kein Dühnfort-Krimi, aber absolut lesenwert!

Fiona Jacobys glückliche, wenn auch durch ihre Künstlereltern unkonventionelle Kindheit endet mit sieben Jahren jäh, als ihr Vater Ben in einem Indizienprozess des Mordes an seiner Geliebten schuldig gesprochen und zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wird. Von da an ist sie, wohin sie auch geht, überall nur noch das "Mörderkind". Als Ben nach 18 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, weigert sie sich, mit ihm zu kommunizieren. Doch eine letzte Nachricht erreicht sie: als er bei einem Feuer ums Leben kommt, bittet er den Rettungssanitäter, der sich um ihn kümmert, Fiona auszurichten, dass er sie immer geliebt hat und … dass er kein Mörder ist.

Anfangs ist Fiona einfach nur wütend, da ihr Vater es in ihren Augen wagt, sie über seinen Tod hinaus zu belügen. Doch dann kommen die Zweifel. Vielleicht ist er ja doch kein Mörder? Schließlich hat er den Mord nie gestanden, obwohl er damit sogar seine Gefängnisstrafe hätte verkürzen können. Und der Rettungssanitäter Matthias ist sowieso der Meinung, dass Sterbende meistens die Wahrheit sagen. Also versucht Fiona herauszufinden, was damals wirklich passiert ist und merkt schnell, dass es Menschen gibt, die nicht wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt…

Das Buch wechselt dann immer zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, in der Bens ermordete Geliebte Julia aus ihrer Sicht erzählt. Obwohl der Kriminalfall interessant und spannend ist, ist es kein Krimi im eigentlichen Sinne. Im Mittelpunkt steht Fiona und ihr durch den Mord völlig verkorkstes Leben. Ihre Kindheit und Jugend waren ein Albtraum, sie ist unfähig längerfristige Beziehungen aufzubauen, stößt viele Leute vor den Kopf und weiß nicht, was sie aus ihrem Leben machen soll. Sie hat keinen festen Job und versucht, sich das aus dem Kopf zu schlagen, was sie eigentlich machen will: etwas Künstlerisches.

Inge Löhnig ist auch in diesem Buch ihrem einfühlsamen und eindrucksvollen Erzählstil aus den Kommissar-Dühnfort-Krimis treu geblieben, was den Leser umso mehr mit Fiona und ihrem Schicksal mitfühlen lässt. Auch die ungeahnten Wendungen, die der Fall nimmt, haben mir gut gefallen und keine Langeweile beim Lesen aufkommen lassen. Mal kein Dühnfort-Krimi, aber absolut lesenwert!
SusanneL. zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 11.01.2015
Inhaltsangabe:

Die 25-jährige Fiona lebt in München und schlägt sich mehr schlecht als recht mit Gelegenheitsjobs durch. Als sie sieben Jahr alt war, wurde ihr Vater Ben wegen Mordes an seiner Geliebten Julia verurteilt. Auch Fiona ist von seiner Schuld fest überzeugt und will nach seiner Entlassung nichts von ihm wissen. Etwa ein Jahr nach seiner Entlassung stirbt Ben bei einem Unfall, und seine letzten Worte sind „Ich bin kein Mörder“. Als der Rettungssanitäter diese Worte Fiona überbringt, ist diese alles andere als erfreut, denn sie wollte von ihrem Vater nie wieder etwas hören. Doch der Rettungssanitäter Matthias alias „Mr. Darcy“ beharrt hartnäckig darauf, dass Ben die Wahrheit gesprochen hat und schließlich sät er Zweifel in Fiona. Zusammen beginnen sie, sich mit dem Mord an Julia zu beschäftigen und geraten dabei selbst in große Gefahr, denn auch Bens Tod muss nicht unbedingt ein Unfall gewesen sein ...

Meine Meinung zum Buch:

Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut und obwohl man schon bald ahnt, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird, konnte mich das Ende sehr überraschen.

Die Hauptperson Fiona ist eine etwas zwiespältige Figur. Auf der einen Seite mochte ich ihre schlagfertige und widerborstige Art, auf der anderen Seite erlaubt sie sich Dinge, die man nur einem Kleinkind durchgehen lassen würde. Mit der Zeit und mit dem Wissen über ihre frühen Erlebnisse beginnt man jedoch, Verständnis für ihre Art zu entwickeln und vor allen freut man sich, wenn man mit erleben kann, wie sie im Lauf der Zeit an den Ereignissen wächst und schließlich zu einem (relativ) verantwortungsvoll handelnden Menschen wird.

Die zweite Hauptperson, der Rettungssanitäter Matthias alias „Mr. Darcy“ ist fast zu gut um wahr zu sein, aber jemand anderes hätte wohl bei Fiona auch schnell die Flucht ergriffen. Insofern passt er gut als Gegenpol zur anfangs halsstarrigen Fiona.

Natürlich tummeln sich noch viele Nebenfiguren um Fiona und Matthias, allen voran die noch lebenden Familienmitglieder von Fiona oder (in Rückblenden) Fionas Vater Ben, seine Geliebte Julia und deren Mutter Regine. Sie sind alle sehr bildhaft beschrieben und man erfährt auch immer etwas über ihre Vergangenheit, so dass die Handlungsmotive überwiegend nachzuvollziehen sind. Über Ben hätte ich mir noch ein paar mehr Informationen gewünscht, um mir ein rundes Bild von ihm zu machen, aber bei ihm muss ich mir eben den letzten Teil Verständnis selbst zusammenreimen.

Gefallen hat mir auch, dass die Geschichte in zwei Handlungsebenen erzählt wird. Auf der einen Seite begleiten wir Fiona und Matthias bei ihren Recherchen, auf der anderen Seite werden die früheren Ereignisse um Ben und Julia erzählt. Oft geht es mir dann so, dass ich einen Handlungsstrang lieber mag als den anderen und den dann ungeduldig überfliege, aber hier waren beide Erzählungen gleichwertig und ich habe beide sehr gerne gelesen.

Mein Fazit: Buchtipp!
subechto zu »Inge Löhnig: Mörderkind« 27.12.2014
Lügen und Intrigen

„Mörderkind“ heißt der neue Kriminalroman von Inge Löhnig. Diesmal ohne Konstantin Dühnfort. Mal was anderes, frischer und lebendiger. Worum geht es?
Nordbretagne in der letzten Septemberwoche 2014: Ein Mann, der im Gefängnis war, sinnt auf Rache. Wen will er töten und warum?
München im Oktober 2014: Die junge Fiona arbeitet als Fahrradkurier und sinniert über ihr Leben. Abgebrochene Studiengänge und mies bezahlte Jobs. Kurz darauf erhält sie einen Anruf von Onkel Ludwig: ihr Vater Ben ist gestorben. Am nächsten Tag erhält sie Besuch von Matthias Stiller, den Fiona fortan Darcy nennt, weil er sie an die gleichnamige Hauptfigur aus Stolz und Vorurteil erinnert. Darcy ist Rettungsassistent beim BRK und hat eine Nachricht von ihrem Vater: »Ich soll Ihnen sagen, dass er Sie immer geliebt hat, dass ihm leid tut, was geschehen ist, und dass er kein Mörder ist.«
Wird Fiona, die ihr Leben lang für alle das „Mörderkind“ war, die Wahrheit herausfinden?
Zwei Erzählstränge, einer in der Gegenwart, einer in der Vergangenheit, 19 Jahre zuvor, gilt es zu verfolgen.
Inge Löhnig erzählt eine Geschichte, die eine ganz eigene Farbe und Temperatur hat. Nicht einfach nur Krimi, sondern vor allem spannendes Drama. Eine Familientragödie, die zeigt, wie Eifersucht und Neid, Liebe und Hass, Rache, Schuld und Wut das menschliche Schicksal beeinflussen - mit überraschenden, dramatischen und brutalen Folgen.
Sukzessive laufen beide Handlungsstränge zusammen. Doch erst ganz zum Schluss können Fi und Darcy ein lang gehütetes Geheimnis und eine perfide Intrige lüften.
Der Schreibstil der Autorin wirkt jugendlich und liest sich flott. Nicht mehr so schwermütig wie die Gedichte von Charles Baudelaire, die in den ersten Bänden der Kommissar Dühnfort-Reihe zitiert werden. Ein bisschen viel „Wow“ und „Shit“, aber hier passt es und kommt authentisch rüber.

Fazit: Spannender Pager-Turner mit überraschenden Wendungen um eine sympathische Protagonistin und starke Frau. Große Gefühle! Unbedingt lesen!

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