In weißer Stille von Inge Löhnig

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 bei Ullstein.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / München, 1990 - heute.
Folge 2 der Konstantin-Dühnfort-Serie.

  • Berlin: Ullstein, 2010. ISBN: 978-3-548-26865-1. 443 Seiten.

'In weißer Stille' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Ein stürmischer Oktoberabend: In seinem Wochenendhaus am Starnberger See wird ein pensionierter Kinderarzt tot aufgefunden. An eine Heizung gefesselt, ist er langsam verdurstet – ein qualvoller Tod. War es Rache oder doch nur ein Raubmord? Kommissar Konstantin Dühnfort enthüllt nach und nach den dunklen Charakter des Toten und stößt auf ein Drama, das seine längst erwachsenen Kinder bis heute verfolgt.

Ihre Meinung zu »Inge Löhnig: In weißer Stille«

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Koffeinfrei zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 27.04.2010
Im zweiten Buch von Inge Löhnig haben mich wieder der sympathische Kommissar Dühnfort und seine Ermittlungsarbeit aber auch die stimmige Atmosphäre überzeugt. Der Inhalt ist hier schon ausreichend dargestellt worden. Inge Löhnig beschreibt sowohl Charaktere als auch deren Handlungen nachvollziehbar und spannend. Ihr Erzählstil macht es dem Leser leicht, Seite für Seite zu erkunden und der Auflösung entgegen zu fiebern. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman von ihr.
sapkowski zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 04.04.2010
In seinem zweiten Fall muss Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort den Mord an dem pensionierten Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth aufklären, der gefesselt in seinem Wochenendhaus am Starnberger See aufgefunden worden war.
Neben den Unklarheiten zu diesem Fall muss sich Dühnfort auch noch mit privaten Problemen herumschlagen.
Inge Löhnig schildert Dühnforts neuen Fall „In weisser Stille“ glaubhaft und authentisch. Dabei hat sie eigenständige Charaktere geschaffen, die in der abgestimmten Handlung gut miteinander harmonieren. Die dabei entstandene Atmosphäre erschafft einen unglaublichen Lesefluss bei dem der Leser ein Gefühl des Wohlbefindens gewinnt. Man lässt sich deswegen ganz in der sehr realistischen Handlung fallen und entwickelt Gefühle für die einzelnen Protagonisten, die dadurch ihre Emotionen auf den Leser übertragen. Vor allem Dühnforts Gefühlslage konnte die Autorin gut vermitteln.
Durch immer neue Erkenntnisse und dem spektakulären und packenden Ende ist das Buch durchwegs spannend.
Die weniger spannenden Stellen werden durch den ansatzweise vorhandenen Lokalkolorit und den sehr prägenden Schreibstil der Autorin ausgeglichen. Gerne können die detaillierten Beschreibungen von diversen Orten und Begebenheiten noch vertieft werden, da so zusätzlich noch stimmigere Atmosphäre geschaffen wird. Das ist aber wie immer Geschmackssache.
Gut fand ich auch wieder die Einblicke in Dühnforts Privatleben, welche die Figur Dühnforts noch authentischer und greifbarer machen.
Auch stellt es keinerlei Problem dar, wenn man den Vorgänger „Der Sünde Sold“ nicht gelesen hat. Zwar wird kurz Bezug auf diesen Fall genommen, wichtige Details dabei aber nicht verraten.
Dennoch wäre es nicht schlecht den ersten Fall gelesen zu haben, denn zum einen erfährt man wichtige Einzelheiten zu Dühnforts Privatleben, die zum besseren Verständnis von dessen Charakter dienen. Zum anderen merkt man auch deutlich die positive Weiterentwicklung der Autorin, die ihr Buch dadurch erst so richtig besonders macht.
Mit „In weisser Stille“ konnte mich Inge Löhnig jetzt gänzlich von ihrem Talent überzeugen und ich kann sie als Autorin nur wärmstens empfehlen.
Ich freue mich schon sehr auf weitere Dühnfort – Krimis, da ich auch durch das relativ offene Ende auf weitere Fälle von ihm schon sehr gespannt bin!

5 von 5 Sternen!
Nati zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 21.03.2010
Dieses ist der zweite Roman von Inge Löhnig mit dem sympathischen Ermittler Konstantin Dühnfort. Der Einstieg bereitet keine Schwierigkeiten, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat.

In der Familie Heckeroth geschieht etwas Unfassbares, der ehemalige Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth kehrt nach einem Urlaub im Ferienhaus nicht planmäßig zurück. Voller Sorge fährt sein Sohn Albert los und findet seinen Vater im Ferienhaus. Gefesselt an der Heizung und verdurstet, hat er einen qualvollen Tod erlitten. Auch die Geschwister von Albert Bertram und Caroline sind vom plötzlichen gewaltsamen Tod ihres Vaters erschüttert, da sie bereits vor einigen Wochen ihre Mutter verloren haben.

Kommissar Konstantin Dühnfort übernimmt mit seinem Team, Alois und Gina, die Ermittlungen. Lange tappt die Polizei im Dunkeln und versucht in mühevoller Kleinarbeit die Ermittlungen voranzutreiben. Trügt der Schein der nach außen intakten Familie? Und welche Rolle spielt das entdeckte Fotoalbum von Wolfram Heckeroth?

Inge Löhnig hat es geschafft, dass man sich in das Leben der einzelnen Protagonisten hinein versetzen kann. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Vergangenheit der Familienmitglieder. Diese sind gut beschrieben, ohne detaillierte Nebensächlichkeiten. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung wird langsam aufgebaut. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und Hintergründe werden offenbart, die zu der Tat geführt haben, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.
Malin19 zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 11.03.2010
Der pensionierte Kinderarzt Dr. Heckeroth wird von seinem Sohn Albert tot in seinem Wochenendhaus aufgefunden – an die Heizung gebunden und qualvoll verdurstet . Kommissar Konstantin Dühnfort und sein Team glauben zuerst noch an einen Raubmord, doch nach und nach bröckelt die Fassade dieser angeblich so angesehenen und moralischen Familie. Immer mehr falsche Fährten tauchen auf, immer mehr Personen die einen Grund gehabt hätten sich an Dr. Heckeroth grausam zu rächen.
Konstantin Dühnfort als Ermittler gefällt mir unglaublich gut.Endlich einmal nicht diese klischeebehafteten ,obercoolen Machopolizisten . Man erfährt einiges aus seinem Privatleben , das passt sehr gut , es drängt sich niemals in den Vordergrund - es bleibt immer ein Krimi. Die Protagonisten sind mit Menschenkenntnis und Detailliebe ausgearbeitet ,alles wirkt wie aus dem normalen Leben , Personen , Szenen und Dialoge .
Die Spannung kann über weite Strecken gehalten werden, ich wusste bis fast ganz zum Schluss nicht sicher , wer der Täter war. Sehr fesselnd und flüssig geschrieben , ich gebe "In weisser Stille" schon die Höchstzahl .In weisser Stille” von Inge Löhnig ist ein wirklich empfehlenswerter Krimi.Ich warte schon sehnsüchtig auf den dritten Band
Antje Schmalzbauer zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 04.03.2010
Im Prolog geht es um einen Jungen, der in einem Keller liegt und eine Entscheidung treffen soll. Er hat kein Wasser und kurz vor dem Verdursten.
Der pensionierte Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth wird in seinem Wochenendhaus am Starberger See tot und gefesselt von seinem Sohn Albert aufgefunden. Die Untersuchungen der Gerichtsmedizin ergeben, dass der alte Mann einen grausamen und qualvollen Tod erlitten hat: er ist verdurstet. Gefesselt mit Gürteln an den Heizkörper. Wer tut so was? Und aus welchen Grund? Hass, Rache, Raubmord? Auf letzteres deuten die Spuren vordergründig hin. Es stellt sich heraus, dass der alte Heckeroth etwas seltsame sexuelle Vorlieben hatte. Ist das Motiv die Rache einer Frau? Jetzt ist an Kommissar Dühnfort die Spuren zu verfolgen und den Täter zu finden. Aber nicht nur das beschäftigt Dühnfort, auch die Beziehung zu Agnes gestaltet sich schwierig und er macht sich Sorgen um seine Kollegin Gina Angelucci.
Inge Löhnig beschreibt in ihrem Krimi die Abgründe hinter der Fassade der ehrbaren Familie, nach außen heile Welt und innen stinkt’s und fault es. Sie ist präzise und detailliert in ihren Schilderungen und hat intensive Charaktere erschaffen. Der scheinbar immer alles richtig machende Albert, das schwarze Schaf der Familie Bertram und die um Anerkennung kämpfende Caroline. Kinder, die auch als Erwachsene den ständigen Kampf um Lob vom Vater kämpfen. Doch bei diesem Vater kann man nur verlieren. Mein Mitleid mit dem Mordopfer hält sich in Grenzen, nachdem was man alles über ihn erfährt.
Obwohl der Täter schnell entlarvt werden kann, versteht es Inge Löhnig das Warum bis zum Schluss "geheim" zu halten. Ereignisse, die oberflächlich gesehen nichts miteinander zu tun haben, sind genauer betrachtet für die Lösung des Falles äußerst wichtig.
Es gibt einige Nebenhandlungen, die gut eingebaut sind und einem auch das Ermittlerteam näher bringen. Durchweg alle sympathische Charaktere, die manchmal noch Probleme haben im Team zu agieren und zu einander zu finden. Da ist also noch Raum für weitere Krimis.
Der Titel des Buches lässt sich schwer nachvollziehen. Bei genauem Lesen fällt auf, dass das letzte Buch, welches Elli Heckeroth vor ihrem Tod gelesen hat, von Island handelte. Wenn das seltene Wetter eintritt, dass kein Wind weht und die Seeleute nennen das die weiße Stille.
Ich freue mich schon auf den nächsten Dühnfort, allerdings sollte der Schluss dann besser gewählt sein, denn den finde ich diesmal nicht sehr gelungen.
stjerneskud zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 06.02.2010
War richtig lesenswert, aber mit kleinen Schwächen

Ich bin froh mir nach der Leseprobe nun ein Gesamtbild von der ganzen Geschichte machen zu können und ich bin überrascht davon, dass man nicht davon ablassen kann und in einem fort weiter liest. Anfangs ließ wenig auf einen Krimi schließen und wenn man es nicht besser wüsste, würde man denken, dass man einen Frauenroman zur Hand genommen hat. Die ruhige Erzählweise war eine willkommene Abwechslung und auch, dass es nicht ein großer Fall ist, sondern sich alles auf eine Familie konzentriert und sie genauer unter die Lupe genommen wird. Als übermäßig spannend empfand ich es jetzt nicht, aber es war doch so lebendig geschrieben, dass mir mitunter so war, als ob ich mich mit den Figuren durch München und am Starnberger See bewegen könnte. Allerdings habe ich mich auf Seite 400 gefragt, warum noch 40 weitere folgen müssen, denn es war doch so gut wie alles gesagt und ich hätte eine Raffung sehr begrüßt. Am allerwenigsten bin ich mit den letzten Seiten einverstanden – mir ist dies zu übertrieben und ließen einen mit einem unbefriedigenden Beigeschmack zurück. Entweder ist es jetzt das absolute Ende oder es gibt eine glorreiche Rettung. Lieber erinnere ich mich positiv an ein Buch zurück, denn dann kann ich es kaum erwarten, den nächsten Band in die Hände zu bekommen.

Dahinter gekommen bin ich nicht, aus welchen Gründen der Name eines Feinkostgeschäftes kursiv gesetzt wurde und der eines anderen wiederum nicht.

Zumindest war ich von dem Krimi so angetan, dass ich früher oder später auch den ersten Band lesen werde.
Anika zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 05.02.2010
Der ehemalige Kinderarzt Wolfram Eberhard Heckeroth wird tot in seinem Wochenendhaus aufgefunden. Gefesselt an einer Heizung ist er elendig verdurstet. Es gibt viele Spuren, die zu seinem Sohn führen... jedoch stirbt dieser auch kurz darauf. Und was hat es mit dem am selben Tag angefahrenen Mädchen auf sich, was steckt hinter den gefundenen Fotos? Was verschweigt die Familie?


Es war das erste Buch dieser Autorin welches ich gelesen hab. Die Figuren sind sehr lebendig. Jedoch wurde der Roman meiner Meinung nach zu sehr in die Länge gezogen. Er war nicht fesselnd, ich hab des öfteren das Buch beiseite gelegt. Was mich sehr stark gestört hat, deswegen auch 1 Punkt Abzug, sind die sehr sehr detailierten Wetterbeschreibungen. Nahezu in jedem Absatz wurde ausführlich und intensiv das Wetter beschrieben und das hat mich überhaupt nicht interessiert und war auch nicht wichtig für die Handlungen.

Dennoch hab ich das Buch gern gelesen, es hat mich teilweise überrascht und das mag ich.
simsa zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 30.01.2010
„In weisser Stille“ von Inge Löhing habe ich direkt nach ihrem Erstling „Der Sünde Sold“ gelesen. Ich muss sagen, auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Abgesehen vom Fall fand ich schön, dass man Kommissar Dühnfort und seine Kollegen noch besser kennenlernt. Man versteht das Handeln einzelner und kann sich in die Gefühlswelt hineinversetzen.
Zum Fall muss ich sagen, dass ich gerade auf den letzten 100 Seiten das Buch nicht mehr weglegen konnte. Und das obwohl ich schon wirklich müde war, aber es ging nicht. Ich hatte so einige Verdächtigungen, wer den Mord begangen haben könnte, war aber dieses Mal auf dem Holzweg. Aber es hat Spaß gemacht zu rätseln und immer wieder über neue Auflösungen zu lesen.
Für mich wirklich lesenswert!
kleinfriedelchen zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 20.01.2010
Nachdem Kommissar Konstantin Dühnfort in „Der Sünde Sold“ ein beschauliches bayerisches Dorf vor einem christlich orientierten Mörder gerettet und dabei seine Traumfrau Agnes kennengelernt hat, ermittelt er nun erneut. In seinem Ferienhaus wird der pensionierte Kinderarzt Wolfram Heckeroth tot aufgefunden. Er wurde mit Gürteln an eine Heizung gefesselt und ist offenbar qualvoll verdurstet. Zuerst sieht es nach einem Raubmord aus, aber bald schon zeigt sich, dass der alte Mann nicht so ein beschauliches Familienleben geführt hat, wie es zuerst den Anschein hat. Dühnfort findet ein Fotoalbum, das Aufnahmen der verschiedenen Geliebten Heckeroths enthält. Aufnahmen, auf denen die jungen Frauen alle gefesselt waren, manche offenbar auch unfreiwillig. Hat sich etwa eine von ihnen an dem alten Mann gerächt? Aber auch in Heckeroths eigener Familie gibt es Verdächtige. So hat sein Sohn Bertram hohe Schulden und ein hohes Erbe als Motiv. Je mehr Dühnfort nachforscht, desto mehr offenbaren sich die familiären Abgründe der Familie Heckeroth…

Inge Löhnig zeichnet sich für mich durch ihren angenehmen Schreibstil aus. Gekonnt hält sie die Spannung um den Täter bis zum Schluss aufrecht und lässt mich die Seiten regelrecht verschlingen. Die Handlung wird, wie im ersten Band, aus Sicht mehrerer Personen erzählt, wodurch man nicht nur Stück für Stück Einblick in die verschlungenen Handlungsstränge erhält, sondern auch die Charaktere näher kennenlernt. Da wäre Barbara, die befürchtet, ihr Mann Albert könnte es seinem Vater Wolfram gleichtun und sie betrügen; oder Wolframs Tochter Caroline, die sich Zeit seines Lebens um die Anerkennung des Vaters bemüht hat.

Mit Konstantin Dühnfort hat Löhnig einen sehr sympathischen Hauptcharakter erschaffen. Kein übermäßig gutaussehender Draufgänger, sondern ein ganz normaler Typ, der nach Jahren der Entfremdung beginnt, sich mit seinem Vater zu versöhnen, der sich nach einer Familie sehnt und trotz seines harten Alltags als Ermittler an das Gute im Menschen glaubt.
Mein Fazit: ein spannender Fall, ein realistischer Plot und glaubwürdige Charaktere machen dieses Buch für mich zu einem Krimi-Sahnestück. „In weisser Stille“ ist ein toller zweiter Krimi von Inge Löhnig, der mich endgültig zum Fan gemacht hat. Ich warte sehnsüchtig auf Nachschub!
Moehrchen zu »Inge Löhnig: In weißer Stille« 13.01.2010
Solider Krimi

Inge Löhnig wurde 1957 in München geboren und studierte dort Grafik-Design. Sie arbeitete sieben Jahre lang in Werbeagenturen, bis sie sich dann schließlich mit einem kleinen Design-Studio selbständig machte. Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in der Nähe von München. Nach "Der Sünde Sold" ist "In weißer Stille" ihr zweites Buch.

Der Kinderarzt Albert Heckeroth findet seinen Vater, in dessen Wochenendhaus am Starnberger See, tot auf. Zunächst sieht alles nach einem Raubmord aus, doch Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort glaubt nicht so recht daran und macht sich auf die Suche nach den wahren Hintergründen.

Der zweite Teil um den Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort ist wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Neben seinen Kollegen Gina Angelucci und Alois Fünfanger trifft man auch Agnes wieder - Leser des ersten Teiles werden sich sicher noch an sie erinnern. Man erfährt so einiges aus dem Privatleben Dühnforts aber dies rückt zu keiner Zeit in den Vordergrund und ist dadurch auch nicht störend, sondern trägt zusätzlich zur Spannung bei. Ab und an begleitet man Dühnfort durch die Straßen Münchens, was - wie ich finde - gut zum Roman passt. Es macht den Roman irgendwie menschlicher und transportiert sehr viel Lokalkolorit rüber.

Gut gefällt mir auch die Art, wie Inge Löhnig schreibt. Man begleitet nicht immer nur Dühnfort bei seinen Ermittlungen, sondern erfährt auch, was die Familienmitglieder des Ermordeten bewegt und wie sie zu dem Toten standen.

Was mich etwas gestört hat, ist die Tatsache, dass ich leider schon sehr früh wusste, wer der Täter ist. Entschädigt hat mich die Tatsache, dass ich auf die genauen Umstände nie gekommen wäre und damit gab es doch noch einen Überraschungseffekt.

Ein solider, deutscher Krimi mit kleinen Schwächen.
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