Gedenke mein von Inge Löhnig

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 bei List.
Folge 8 der Konstantin-Dühnfort-Serie.

  • Berlin: List, 2016. ISBN: 978-3-548-61228-7. 368 Seiten.

'Gedenke mein' ist erschienen als Taschenbuch E-Book

In Kürze:

Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Auf die Bitte einer Mutter nimmt sie die Ermittlungen zu einem tragischen Fall wieder auf. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater von Marie hat Selbstmord begangen. Hat er seiner Tochter etwas angetan? Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Warum sollte der Vater das Mädchen töten? Oder ist Marie noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt …

Das meint Krimi-Couch.de: »Glaubhafte Charaktere mit kleinen Abstrichen« 75°

Krimi-Rezension von Sabine Bongenberg

Es ist der absolute Alptraum aller Eltern: Ihr Kind verschwindet spurlos, alle Spuren verlieren sich im Nichts und neben der großen Lücke, die dieser Verlust immer wieder ausmacht, bleiben immer weiter die quälenden Fragen: Lebt mein Kind noch? Geht es ihm gut? Wo wird es festgehalten? Kaum denkbar, dass nach einem derartigen Einschnitt einmal wieder eine Rückkehr in ein »normales« Leben machbar ist. Kaum denkbar auch, dass ein so gequälter Elternteil – sei es nun Mutter oder Vater – in der Lage ist, sich aus der verbissenen Suche nach seiner Tochter oder seinem Sohn zu lösen.

Diese Entdeckung macht auch Kriminalhauptkommisarin Gina Angelucci, die durchaus erfolgreich die ungeklärten Altfälle (»Cold Cases«) des Kommissariats München bearbeitet. Sie wird von Petra Weber, der Mutter eines vor Jahren verschwundenen kleinen Mädchens dazu gedrängt, die Untersuchungen in diesem Altfall noch einmal zu überarbeiten und das nicht mehr Erwartete tritt ein: Gina wird tatsächlich fündig! Offensichtlich haben ihre Kollegen seinerzeit nicht ihr Bestes gegeben, um diesen Fall aufzuklären. Die Ermittlerin stößt im Zuge ihrer neuen Untersuchungen auf verschiedene Ungereimtheiten, die ein völlig neues Licht auf die bisher scheinbar klaren Tatumstände werfen.

Inge Löhnig hat mir ihrem neuen Buch um den seit mehreren Bänden erfolgreich ermittelnden Tino Dühnfort den Focus auf seine Verlobte Gina Angelucci gelegt. Diese wird mit dem erfolgreichen Abschluss eines Falls unvermittelt in die Handlung eingeführt und somit erhält der Leser schon den ersten Eindruck über die Arbeitsweise und die Ideale der Heldin. Sie stellt die Suche nach der Gerechtigkeit über die eigenen Wünsche in ihrem Leben und ist dazu bereit Opfer zu bringen. Diese Vorstellung macht Gina grundsätzlich sympathisch und glaubwürdig. Leider gibt es aber auch Bereiche, wo Inge Löhnig die Gutmenschen-Züge ihrer Heldin zu sehr auf die Spitze treibt. So ist nicht nachvollziehbar, warum diese ihre vermutlich kaum noch zu verbergende Schwangerschaft im Kollegenkreis eisern verschweigt, um ihre Ermittlungen weiter voranzutreiben oder warum wichtige persönliche Termine hintenan gestellt werden, weil dafür einfach wegen der Arbeit keine Zeit bleibt. Derartige Züge hinterlassen aber mit ihrer immer wieder kehrenden Regelmäßigkeit nicht mehr den Eindruck des »heldenhaften«, sondern erscheinen zunehmend leichtfertig.

Neben diesen Mankos ist es Löhnig aber gelungen einen glaubwürdigen Roman zu schaffen. Erwähnt werden soll hier insbesondere, dass sich die Autorin über die Fragen der polizeilichen Arbeit nicht einfach hinwegsetzt, wie es sonst in vielen Krimis an der Tagesordnung ist. So werden Fragen der Zuständigkeit geklärt und auch die generellen Probleme, die sich zum Beispiel der Frage der Finanzierbarkeit von weiteren Untersuchungen widmen, werden nicht außer Acht gelassen. Mit diesen Mitteln gelingt es Löhnig ihrem Roman zusätzliche Glaubwürdigkeit zu verleihen. Gelungen ist auch die Darstellung der verschiedenen Charaktere, die durch persönliche Schicksale geformt werden. So ist beispielsweise Petra Weber, die Mutter der verschwundenen Marie nicht als leidende Heilige charakterisiert. Sie ist vielmehr als Person beschrieben, die mit ihrer Verbissenheit und der Wahnhaftigkeit ihrer alles im Leben bestimmenden Suche nicht mehr einen einfachen Charakter ausmacht. Diese Darstellung dürfte sich realen Personen, die ein derartiges Schicksal erleiden müssen, sehr gut annähern. Wer sein Leben nur noch einer zentralen Frage widmet, dessen Umfeld dürfte sich tatsächlich alsbald stark ausdünnen, denn vermutlich können Freunde und Bekannte irgendwann dieses alles bestimmende Thema nicht mehr ertragen.

Löhnig zeigt in ihrem Roman aber auch auf, dass nicht nur die Familie eines verschwundenen Kindes zum Opfer wird, sondern sie beschreibt auch, wie die Personen, die in den Dunstkreis der Ermittlungen geraten, stigmatisiert werden können. Sie zeichnet realitätsnah, wie schnell sich der Volkszorn gegen einen möglichen Täter auf- und entladen kann. Sicherlich kann sich jeder vorstellen, dass ein bestrafter »Kinderschänder« in der Haft heftigen Ressentiments seiner Mitgefangenen ausgesetzt ist und steht diesen Umständen möglicherweise achselzuckend gegenüber. Dennoch bleibt hier die Frage, ob Quälereien eines Menschen – wenn er auch vielleicht Unvorstellbares begangen hat – so gerechtfertigt werden können. Unvorstellbar wird diese Frage, sofern der Verdacht besteht, dass eine Person zu Unrecht verurteilt wurde. Bei der Person des Erich Terbek, der so in den Strudel der Ermittlungen um das Verschwinden der kleinen Marie hinein gezogen wird, wird auch dieser Aspekt dargestellt. Leider stellt auch die Auflösung seines Schicksals in diesem Buch eine Schwachstelle dar. Sicherlich ist nachvollziehbar, dass die Autorin das Schicksal ihrer vielleicht tragischsten Person wieder ins Lot bringen wollte, dennoch ist die Auflösung um ihn insgesamt mehr als gut gemeint und sehr dick aufgetragen.

Neben diesen kleinen Mankos, die aber insgesamt nur die persönlichen Aspekte der Personen und nicht die Handlung des Buches betreffen, ist Löhnig ein realitätsnahes und spannendes Buch gelungen. Als Manko kann allenfalls festgehalten werden, dass das Schicksal der verschwundenen Marie mittlerweile nicht mehr zu den bisher unerhörten Fällen gehört. Diese Einschränkung ist aber sicherlich nicht dem Buch Löhnigs zuzuschreiben, sondern gehört zu den tragischen Realitäten unseres Zeitalters.

Sabine Bongenberg, Juli 2016

Ihre Meinung zu »Inge Löhnig: Gedenke mein«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

anyways zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 05.04.2016
Am 8. Februar 2005 bricht für Petra Weber eine Welt zusammen. Ihr Noch-Ehemann Chris soll die gemeinsame Tochter Marie mit in einen erweiterten Selbstmord mitgenommen haben. Doch sie will und kann nicht daran glauben dass Chris zu so etwas fähig gewesen ist, denn er hat Marie vergöttert. Auch sind die persönlichen Sachen, Kleidungsstücke und Lieblingspuppe der Kleinen nie gefunden worden. Seit diesem Tag geht Petra davon aus, dass Chris seine Tochter weggebracht hat, und sie einem anderen Ehepaar übergeben hat, um Petra auch noch nach seinem Tod zu quälen. Alle Ermittlungen diesbezüglich stagnieren und Petra setzt die Suche auf eigene Faust fort. Zehn Jahre später feiert die Kommissarin Gina Angelucci aus der neu gegründeten Ermittlungsteam „Cold Cases“ einen Fahndungserfolg, nach 28 Jahren konnte sie den „Strasser-Mord“ aufklären und den Täter seiner gerechten Strafe zuführen. Davon liest auch Petra Weber in der Zeitung und steht prompt einen Tag später vor Ginas Büro und bittet sie den Fall Maria Weber neu zu ermitteln. Doch Gina wehrt ab, denn dieses alte Verbrechen zählt leider nicht zu ihrem Einzugsbereich. Da Gina aber gerade zum ersten Mal schwanger ist und Petra an ihre neu erwachten Muttergefühle appelliert, unternimmt sie den Versuch und wird bei den damalig ermittelnden Kollegen in Rosenheim vorstellig. Als sie beim ersten Durchsehen der Akten auf kleine Ungereimtheiten stößt, ist ihr Interesse geweckt und zusammen mit ihrem neuen Kollegen Holger rollt sie den Fall neu auf. Sehr zum Leidwesen ihres baldigen Ehemannes, denn da er selbst ermittelnder Beamter ist und um die Gefahr ihres Berufes weiß, sähe er Gina gerne hinterm Schreibtisch, statt an vorderster Front.

Haderte ich bisher in Inge Löhnings Krimis mit der Figur des Hauptermittlers bin ich diesmal sehr positiv überrascht über die äußerst sympathische und auch in jeder Lebenslage authentischen Gina. Die Autorin versteht es meiner Meinung nach perfekt die Umstellung die eine Schwangerschaft im Berufsleben mit sich bringt zu beschreiben. Die Abwägung was man sich und dem heranwachsenden Kind zutrauen darf und kann, wie man die frohe Botschaft den Kollegen und auch dem Vorgesetzten mitteilt und vor allen Dingen, wann der perfekte Zeitpunkt dafür ist, all dies und natürlich auch die kulinarischen Enthaltungen (hier ist es ein Verzicht auf den heißgeliebten Kaffee) und auch Entgleisungen ( Kuchen, davon jede Menge) werden gekonnt in einen wirklich fesselnden Kriminalfall gebettet. Ein abscheuliches Verbrechen an einer Familie . Etwas worüber nur lesen möchte und auch dann nur wenn man weiss es enspringt der Fantasie eines Schriftstellers. Leider sieht die Realität mittlerweile so aus, das diese Dinge tatsächlich geschehen könnten oder sogar vereinzelt schon so ähnlich vorgekommen sind. Auch wenn ich gleich zu Beginn wusste in welche Richtung die Geschichte sich ungefähr entwickeln würde, überzeugt die Autorin mit gekonnten Spannungsbögen und mit einer komplexen Story. Die Themen Rufmord und Kinderschändung nehmen dabei eine zentrale Rolle ein.
Fazit. Ein spannender Krimi , fesselnd bis zu letzten Seite und einem für mich doch überraschendem Ende.
PMelittaM zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 05.03.2016
Gina Angelucci bearbeitet Cold Cases, bisher ungeklärte Fälle, und hat gerade einen aufsehenerregenden Fall gelöst, als sie von einer verzweifelten Frau angesprochen wird. Petra Webers Ehemann hat zehn Jahre zuvor die gemeinsame Tochter Marie entführt und sich und das Kind umgebracht, so zumindest die Ermittlungsergebnisse der zuständigen Polizei. Doch Petra Weber glaubt nicht daran, dass Marie tot ist, und bittet Gina darum, diesen Fall erneut aufzunehmen.

Ich habe mich sehr gefreut, dass Inge Löhnig nun auch einmal Gina, die Lebensgefährtin ihres üblichen Ermittlers, Tino Dühnfort, in den Mittelpunkt rückt. Fans der Dühnfort-Reihe kennen Gina natürlich, die zunächst an Dühnforts Seite ermittelte und später, nachdem die beiden ein Liebespaar geworden waren, in eine andere Abteilung wechselte und nur noch in Dühnforts Privatleben eine Rolle spielte. Nun endlich darf sie ihren eigenen Fall lösen – und Dühnfort nimmt die Nebenrolle ein, denn ganz ohne ihn geht es natürlich nicht.

Die Geschichte setzt nach dem letzten Dühnfort-Band ein, Gina ist schwanger und sollte eigentlich langsam nur noch Innendienst machen, aber diesen einen Fall will sie noch lösen. Mir gefällt es sehr, dass somit auch die Dühnfort-Reihe fortgesetzt wird und dass das Privatleben Ginas genauso eine Rolle spielt, wie Dühnforts bisher.

Inge Löhnig erzählt gewohnt flüssig und mit einigen falschen Fährten, der Leser kann gut miträtseln, vielleicht sogar zu gut, Vieles habe ich selbst durchschaut, Überraschungen gab es, zumindest für mich, wenige. Auch die Auflösung gefiel mir nicht so gut, sie ist zwar logisch aufgebaut, es wurde mir aber zu viel vom wahren Leben kopiert, ich hätte mir etwas Eigenständigeres gewünscht.

Insgesamt ein solider Kriminalroman, aber nicht Inge Löhnigs bester, schade, denn ich hätte Gina für ihren ersten Fall etwas Umwerfenderes gewünscht. Dühnfort-Fans können und sollten selbstverständlich zugreifen, Andere erhalten immer noch einen durchdachten und gut lesbaren Kriminalroman, sowie Ermittler, die man gerne wieder treffen möchte. Ich hoffe sehr, dass dies nicht Ginas letzter Fall gewesen ist. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
leseratte1310 zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 28.02.2016
Seit 2005 ist Petra Webers kleine Tochter Marie verschwunden, doch sie hat die Hoffnung nie aufgegeben. Marie hatte ein Wochenende bei ihrem Vater verbracht und Petra wartete vergeblich auf die Rückkehr. Ihr Mann wurde tot aufgefunden, es gab sogar einen Abschiedsbrief. Aber Marie wurde nie gefunden.
Zehn Jahre später beschäftigt sich Gina Angelucci, Toni Dühnforts Verlobte, mit alten, ungeklärten Fällen. Auf Petras Bitte hin rollt sie den Fall noch einmal auf. Die damaligen Ermittlungen wurde nicht allzu sorgfältig betrieben, da die Polizei von einem erweiterten Selbstmord ausging. Mit ihrem Kollegen zusammen kniet sich Gina richtig rein in diese Geschichte und dann gibt es Hinweise.
Aber auch Konstantin Dühnfort hat mit einem Fall zu tun, der ihm an die Nieren geht. Ein Baby in einem Müllbeutel wurde in einem Müllcontainer gefunden.
Die Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Gina und Toni sind sympathische und fähige Ermittler. Durch ihre Hartnäckigkeit gelingt es Gina, in diesem alten Fall alle Faden an sich zu ziehen und Unglaubliches ans Tageslicht zu bringen. Toni sorgt sich um Gina, denn ihre Tätigkeit ist nicht ungefährlich. Aber sie informiert ihren Chef nicht , dass sie schwanger ist, denn dann wäre sie an den Schreibtisch gebunden. Die Vorbereitungen für die Hochzeit laufen auch. Gina hat auch ein Herz für Benachteiligte, daher will sie keine Luxushochzeitreise während an Italien Küste flüchtende Menschen anstranden.
Petras Verzweiflung und die jahrelange Suche nach der Tochter haben sie zu einer Außenseiterin gemacht. Gut, dass ihr wenigstens Mark zur Seite steht.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt angenehm zu lesen. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und hat mich gefesselt. Nach einigen falschen Fährten kam ein unerwartetes Ende. Die Auflösung ist plausibel.
Ein empfehlenswerter Krimi.
Darts zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 15.02.2016
Gina Angelucci Lebensgefährten von Tino (Konstantin) Dühnfort ist mit 38 Jahren endlich schwanger und hat gerade einen großen Fall aufgeklärt. Jetzt wäre es an der Zeit, die Schwangerschaft auch ihrem Chef Thomas Wilzoch zu melden. Dann wäre sie allerdings die nächste Zeit zum Innendienst verdammt. Sie bearbeitet mit ihrem Kollegen Holger Cold Cases. Also Fälle, die ausermittelt waren und für die es nun neue Hinweise oder Beweise gibt. Und bevor sie ihren Chef informieren kann, wird sie von Petra Wagner bestürmt, nach deren Tochter Marie zu suchen. Diese verschwand vor zehn Jahren spurlos. Man hat nie wieder etwas von ihr gehört oder gesehen und auch ihre Leiche wurde nie gefunden. Man ging damals davon aus, dass es ein Mitnahmeselbstmord ihres Mannes Chris war.
Gina kann den Fall nicht übernehmen, aber die Frau tut ihr Leid und sie wendet sich an die zuständigen Beamten in Rosenheim. Da diese wenig bis überhaupt kein Interesse zeigen, luchst sie  ihnen den Fall mit ein paar Tricks ab.
Der Chef wird nicht über die Schwangerschaft informiert und Gina und Holger knien sich voll in den Fall rein. Dabei stellt sich heraus, dass die Rosenheimer Beamten sehr schlampig bzw. Gar nicht ermittelt hatten. Für sie der Fall damals ganz klar.
Die Mordkommission hat es mit einer weggeworfenen  Babyleiche zu tun, der Fall geht Tino sehr unter die Haut. Kurz danach wird auch die sehr junge Mutter des Babys tot aufgefunden.
Gehören beide Fälle zusammen?
Ein toller Krimi mit sehr sympathischen Protagonisten. Flüssiger Schreibstil; der Spannungsbogen wird klasse aufgebaut und ich habe kurz vor Aufklärung dann doch etwas falsch geraten. Und auch in diesem Buch spielt Kaffee wieder eine gute Nebenrolle, nur die CSI Tasse von Gina könnte meiner Meinung nach den Weg alles Irdischen nehmen oder nicht immer explizit genannt werden.

Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.
nati zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 14.02.2016
Cold-Cases
Gina Angelucci arbeitet nun in der Abteilung für alte ungelöste Fälle, den sogenannten Cold-Cases. Sie rückt in die Öffentlichkeit, nach dem sie einen 28 Jahre alten Fall gelöst hat. Das ermutigt Petra Weber sich an Gina mit der Bitte um Hilfe zu wenden. Vor zehn Jahren verschwand ihre sechsjährige Tochter Marie. Der von ihr getrennt lebende Ehemann Christian hatte seine Tochter für ein Wochenende abgeholt und nicht wieder zurück gebracht. Einige Tage später fanden Spaziergänger die Leiche von Christian Weber in einer Fischerhütte am See. Die Leiche war teilweise verbrannt, aber es wurde ein Abschiedsbrief gefunden, in dem er seinen Selbstmord ankündigte und seiner Frau mitteilte, dass er die Tochter mitgenommen hat und sie würde das Kind nie betrauern können. Die Suche im See nach der Leiche von Marie blieb erfolglos und der Fall kam zu den ungeklärten Fällen. Nach zehn Jahren ist Petra Weber immer noch überzeugt, dass ihre Tochter lebt.
Inge Löhnig hat es auch mit diesem Band geschafft mich wieder zu begeistern. Von Anfang bis Ende hat sie einen spannenden Roman geschrieben, der einen regelrecht durch die Seiten fliegen lässt. Es gelingt der Autorin immer wieder den Leser zu überraschen. Im Verlauf der Geschichte gibt es einige Verdächtige, doch erst zum Schluss wird man den wahren Täter überführen.
Dies ist der achte Band der Kommissar Dühnfort-Reihe und der erste Fall von seiner Freundin Gina Angelucci. Den Fans von Tino Dühnfort sei gesagt, dass er auch bei der Lösung dieses Falles eine Rolle spielt, aber etwas in den Hintergrund tritt. Ohne Probleme kann man in diese Reihe einsteigen, da jeder Fall für sich abgeschlossen ist. Die Protagonisten entwickeln sich in ihrer Beziehung natürlich weiter. In diesem Buch ist Gina schwanger und die Hochzeit steht vor der Tür.
Mir hat dieses Buch wieder sehr gut gefallen und ich hoffe, dass Inge Löhnig nicht die Ideen ausgehen.
subechto zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 09.02.2016
Gina ist schwanger und arbeitet im Münchener Kommissariat an Cold Cases, die seit vielen Jahren ungeklärt sind. Eines Tages taucht die verzweifelte Petra bei ihr auf und bittet sie, nach ihrer Tochter Marie zu suchen, die vor zehn Jahren spurlos verschwand. Das damals sechsjährige Mädchen wurde nie gefunden und schließlich für tot erklärt. Nur die Leiche von Maries Vater wurde an einem See entdeckt. Chris hatte in einer Fischerhütte Schlafmittel genommen und anschließend die Hütte und sich selbst in Brand gesetzt. Alles deutete auf einen erweiterten Selbstmord hin. Aber der Mutter lassen die offen gebliebenen Fragen bis heute keine Ruhe: Warum sollte ihr Mann das Mädchen getötet haben? Ist Marie vielleicht doch noch am Leben?

Gina ist anfangs skeptisch, aber einige Ungereimtheiten lassen sie aufhorchen: War die Schlafmitteldosis überhaupt stark genug? Und reichen ein Ehering und der Teil einer Tätowierung, um den Vater eindeutig zu identifizieren? Gina vergräbt sich in den alten Unterlagen und deckt eine Spur des Grauens auf. Währenddessen ermittelt Dühnfort im Fall eines toten Babys, das in einem Müllcontainer gefunden wurde…

„Gedenke mein“ ist bereits der 8. Band aus der Konstantin Dühnfort-Serie. Tino und Gina werden bald heiraten. Erneut nimmt das Privatleben der beiden Protagonisten einen breiten Raum ein. Aber hier passt es, als krasser Gegensatz zum traurigen Schicksal der kleinen Marie. „Gedenke mein“ punktet mit vielen falschen Fährten und überraschenden Wendungen, mit denen Inge Löhnig die Geschichte voran und die Spannung in die Höhe treibt. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Beide Fälle laufen am Ende zusammen und werden schlüssig aufgelöst.

Fazit: Eine zeitgenössische Tragödie mit Figuren, die so lebendig wirken, als wären sie direkt den Schlagzeilen der aktuellen Tageszeitung entsprungen.
Gelinde zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 01.02.2016
Gedenke mein, von Inge Löhnig

Inhalt:
Gina Angelucci, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases bei der Kripo in München. Ein besonders tragischer Fall erschüttert sie zutiefst. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Maire, ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater hat Selbstmord begangen. Die Mutter sucht bis heute nach ihrer Tochter glaubt sie doch nicht daran, dass ihr Mann, trotzt Abschiedsbrief, die Tochter umgebracht hat.
Gina verheimlicht ihrem Chef ihre Schwangerschaft und „verbeißt“ sich in den Fall. Sie ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen gestellt haben und sie entdeckt schnell dass einige gravierende Fehler gemacht wurden. Nun muss sie bei Null anfangen.
Ist Marie womöglich noch am Leben?

Meine Meinung:
Einfach nur WOW – ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich bin regelrecht an den Seiten geklebt.
Der Schreibstil ist einfach perfekt. Meisterhaft erzählt, steigt die Spannung mit jeder Seite. Das Buch lebt von seiner Spannung und dabei kommt es ohne bluttriefende Bilder und Taten aus, wenn auch nicht ohne Tote.
Ich war sofort drin in der Geschichte und Gina ist eine sehr sympathische Protagonistin die ihren eigenen Kopf hat. Ihr Privatleben wird so wunderbar unauffällig eingeflochten, dass man sich ein gutes Bild von ihr machen kann, aber nicht von der Krimi-Geschichte abgelenkt wird.
Immer wieder entwickeln sich neue Möglichkeiten und Tatbestände, es gibt neue Verdächtige und „alte“ rücken wieder ins Rampenlicht. Es gibt neue Wendungen und es steigert sich bis knapp vor einem Vulkanausbruch um dann in einer Explosion zu gipfeln die wieder ganz neue Voraussetzungen schafft.
Quasi ein „Hammer“ jagt den nächsten, dabei ist alles logisch nachvollziehbar.

Obwohl die Geschichte die aufgedeckt wird so tragisch ist, schafft es die Autorin mit dem letzten Satz, mir ein Schmunzeln zu entlocken.

Autorin:
Inge Löhnig ist studierte Graphikerin und lebt als Autorin mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Mein Fazit:
Ein Krimi der fesselt.
Ich konnte das Buch gestern nicht mehr aus der Hand legen und hab alles stehen und liegen gelassen und die Zeilen nur so inhaliert.
Von mir volle Punktzahl und eine absolute Lese- und Kaufempfehlung.
c-bird zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 30.01.2016
Spannung auf hohem Niveau

Ein neuer Fall aus der Reihe der Tino Dühnfort und Gina Angelucci-Reihe. Doch dieses Mal ist es nicht Dühnfort, der im Mittelpunkt steht, sondern seine Verlobte Gina, die an den Cold Cases dran ist. Gerade hat sie einen Staatsanwalt nach 28 Jahren des Mordes überführt, da meldet sich bei ihr eine verzweifelte Mutter, deren Tochter Marie vor 10 Jahren verschwand. Eine Leiche des Mädchens wurde nie gefunden und Marie schließlich für tot erklärt. Damals hatte Chris, der Vater sich selbst ums Leben gebracht und in einem Abschiedsbrief erklärt, dass er Marie getötet hätte. Man ging von einem erweiterten Suizid aus. Doch Petra, die Mutter Marie gab die Hoffnung nie auf und suchte immer weiter
Gina rollt den Fall tatsächlich wieder auf. Zunächst etwas skeptisch, doch dann entdeckt sie immer mehr Ungereimtheiten und Schlampereien ihrer Kollegen. Lebt Marie doch noch? Und kann Gina sie finden?

Der erste Fall für Gina also. Und sie schlägt sich wirklich gut. Trotz ihrer Schwangerschaft und der bevorstehenden Hochzeit mit Tino klemmt sie sich hinter den alten Fall. Auch Tino ist immer wieder präsent, arbeitet aber an einem anderen Fall. Eine gelungene Mischung aus Privatleben und Kriminalarbeit, wobei die Polizeiarbeit absolut im Vordergrund steht.
Der äußerst flüssige Erzählstil von Inge Löhnig fesselt einen sofort an das Buch. Die Spannung steigt und steigt. Lebt Marie noch? Und wird sie gefangen gehalten? Mord oder Selbstmord des Vaters? Auf der Suche nach der Wahrheit stolpert Gina über Schlampereien der damals zuständigen Kollegen. Neue Hinweise tauchen auf. Viele Verdächtige und auch mehrere Wendung halten die Spannung auf einem hohen Niveau.
Die meisten der Figuren sind mittlerweile schon vertraut und wirken nicht nur sympathisch, sondern auch authentisch. Besonders überzeugend fand ich Petra, die Mutter. Das Bild einer Frau, die die Hoffnung nie aufgegeben hat. All die Jahre hat sie nach ihrer Tochter gesucht, akzeptierte nie ihren Tod solange keine Leiche gefunden war.

Inge Löhnig hat mich erneut überzeugt. Ihr äußerst flüssiger Schreibstil macht jedes Ihrer Bücher zu einem super Leseerlebnis. Hohe Spannung, falsche Fährten und Wendungen, so geht Krimi!
claudi-1963 zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 27.01.2016
Gina Angelucci die Partnerin von Konstantin Dühnfort (genannt Toni) arbeitet in München an ungeklärten Fällen den sogenannten Cold Case. Gerade hat sie wieder eine Fall abgeschlossen und es sollte eigentlich der vorläufig letzte sein, da sie schwanger ist. Jedoch bittet sie dann Petra Weber für sie zu ermitteln, da sie nicht glaubt das ihre Tochter tot ist. Die Akte Weber die eigentlich die Rosenheimer Polizei bearbeitet betrifft den Tod von Chris Weber und seiner 7 jährigen Tochter Marie. Man geht davon aus das er einen erweiterten Suizid begangen hat, also quasi seine Tochter mit in den Tod nahm. Gina versucht alles um nochmals eine Suche nach Marie zu bewirken und bekommt am Ende sogar den ganzen Fall. Nun kann sie die Akte neu bearbeiten und schon bald stellt sich heraus das die Rosenheimer viele Fehler und Versäumnisse begangen haben. Immer mehr verdichtet es sich das Marie noch leben könnte und der Kreis der Verdächtigen wird immer enger.
Nebenher muss sich dann noch Gina und Toni um ihre Hochzeitsvorbereitungen kümmern. Außerdem macht sich natürlich Toni Sorgen das Gina zu große Gefahren ein geht, jetzt wo sie schwanger ist.

Meine Meinung:
Im 8.Fall Dühnfort geht es mehr um seinen Partnerin Gina, da es für mich der erste Krimi der Autorin war kannte ich diese Reihe ja vorher nicht.
Aber mich hat dieser Krimi total in den Bann gezogen, die Autorin schreibt sowas von fesselnd,emotional und realsgetreu das man manchmal meinen könnte die Ermittler gibt es wirklich.
Auch aktuelles Zeitgeschehen wird bei ihr nicht ausgegrenzt (z.B.die Flüchtlingswelle)
Die Charaktere der Ermittler haben mir sehr gefallen und ich bin jetzt richtig neugierig geworden. Ich denke ich werde mich mir der Dühnfort-Reihe auf alle Fälle noch befassen.
Natürlich wird sich der leichter tun, der die anderen Krimis schon kennt, aber auch die anderen werden sich gut zurecht finden, da es ein abgeschlossener Roman ist.
Ich für meinen Fall habe eine neue Lieblingsautorin gefunden, von der ich mehr lesen will.
Auch das Cover passt ganz gut zum Romaninhalt und hätte mich sicher neugierig gemacht.
Von mir 5 von 5 Sternen für diesen gelungenen Krimi.
claudi-1963 zu »Inge Löhnig: Gedenke mein« 27.01.2016
Gina Angelucci die Partnerin von Konstantin Dühnfort (genannt Toni) arbeitet in München an ungeklärten Fällen den sogenannten Cold Case. Gerade hat sie wieder eine Fall abgeschlossen und es sollte eigentlich der vorläufig letzte sein, da sie schwanger ist. Jedoch bittet sie dann Petra Weber für sie zu ermitteln, da sie nicht glaubt das ihre Tochter tot ist. Die Akte Weber die eigentlich die Rosenheimer Polizei bearbeitet betrifft den Tod von Chris Weber und seiner 7 jährigen Tochter Marie. Man geht davon aus das er einen erweiterten Suizid begangen hat, also quasi seine Tochter mit in den Tod nahm. Gina versucht alles um nochmals eine Suche nach Marie zu bewirken und bekommt am Ende sogar den ganzen Fall. Nun kann sie die Akte neu bearbeiten und schon bald stellt sich heraus das die Rosenheimer viele Fehler und Versäumnisse begangen haben. Immer mehr verdichtet es sich das Marie noch leben könnte und der Kreis der Verdächtigen wird immer enger.
Nebenher muss sich dann noch Gina und Toni um ihre Hochzeitsvorbereitungen kümmern. Außerdem macht sich natürlich Toni Sorgen das Gina zu große Gefahren ein geht, jetzt wo sie schwanger ist.

Meine Meinung:
Im 8.Fall Dühnfort geht es mehr um seinen Partnerin Gina, da es für mich der erste Krimi der Autorin war kannte ich diese Reihe ja vorher nicht.
Aber mich hat dieser Krimi total in den Bann gezogen, die Autorin schreibt sowas von fesselnd,emotional und realsgetreu das man manchmal meinen könnte die Ermittler gibt es wirklich.
Auch aktuelles Zeitgeschehen wird bei ihr nicht ausgegrenzt (z.B.die Flüchtlingswelle)
Die Charaktere der Ermittler haben mir sehr gefallen und ich bin jetzt richtig neugierig geworden. Ich denke ich werde mich mir der Dühnfort-Reihe auf alle Fälle noch befassen.
Natürlich wird sich der leichter tun, der die anderen Krimis schon kennt, aber auch die anderen werden sich gut zurecht finden, da es ein abgeschlossener Roman ist.
Ich für meinen Fall habe eine neue Lieblingsautorin gefunden, von der ich mehr lesen will.
Auch das Cover passt ganz gut zum Romaninhalt und hätte mich sicher neugierig gemacht.
Von mir 5 von 5 Sternen für diesen gelungenen Krimi.
Ihr Kommentar zu Gedenke mein

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: