Deiner Seele Grab von Inge Löhnig

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei Ullstein.
Folge 6 der Konstantin-Dühnfort-Serie.

  • Berlin: Ullstein, 2014. ISBN: 978-3-548-61124-2. 368 Seiten.

'Deiner Seele Grab' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

»Der Dämon in dir wird siegen. Deine dunkle Seite. Das Böse. Das Teuflische. Alle Demütigungen, Verletzungen, Ungerechtigkeiten, die du erleiden musstest, formen dich. Zu dem, was du sein wirst. Sie machen dich dazu.« Wer ist der Samariter, der in München alte Menschen von ihren Leiden erlöst? Ein verblendeter Erlöser, der glaubt, Gutes zu tun? Oder ein eiskalter Killer? Was hat es mit der geheimnisvollen Elena auf sich, die nur ein Ziel kennt: Rache! Sind der Samariter und sie ein Team? Plötzlich ist sie verschwunden. Als Kommissar Konstantin Dühnfort schließlich begreift, worum es wirklich geht, ist es beinahe zu spät.

Ihre Meinung zu »Inge Löhnig: Deiner Seele Grab«

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Mäuschen zu »Inge Löhnig: Deiner Seele Grab« 15.05.2015
Allso dieser Löhnig Krimi war der Beste, den ich in der letzten Zeit gelesen habe. Spannend, Spannend mit vielen Wendungen.Einfach gut. Bin überhaupt nicht bis zum Schluß darauf gekommen wer der Mörder bzw.die Mörder sind.Thema Freundschaft, Partnerschaft, Treue in unser heutigen Zeit gut beschrieben.
Auch Dühnfort verändert sich ganz langsam. Am Anfang ein Langweiler, wird er langsam zu einem Lebensbejahenden Mann. Er ist hat ein Norddeutscher und wird nie unüberlegtes tun.

Allso lesen bis zum Schluß mund keine Seiten überblättern. Freue mich schon auf den nächsten Fall.
Edith Sprunck zu »Inge Löhnig: Deiner Seele Grab« 01.05.2015
Im Grunde genommen haben meine "VorschreiberInnen" das Wesentliche bereits treffsicher auf den Punkt gebracht. Aber man kann einen solch hervorragenden Krimi wie diesen nicht oft genug lobend erwähnen. Es fasziniert mich, wie Inge Löhnig mit der Aufklärung des Falles relevante Gesellschaftsbereiche verknüpft hat. Dazu gehören der Umgang mit Alten, Kranken und Pflegebedürftigen sowie der seelische Missbrauch von Kindern durch verwandte Erwachsene, die auf ihrem Rücken ihre persönlichen Kämpfe ausfechten. Auch die Schilderung der Raffgier, die jeden Funken Anstand und Moral erstickt, kommt nicht zu kurz. All dies wurde frappierend authentisch dargestellt. Ein spannender Krimi vereint mit einem sprachlichen Sittengemälde unserer Zeit! Ich hoffe auf eine Fortsetzung der Serie!
wendelin zu »Inge Löhnig: Deiner Seele Grab« 08.05.2014
Wer ist der Samariter, der in München alte Menschen von ihren Leiden erlöst? Ein verblendeter Erlöser, der glaubt, Gutes zu tun? Oder ein eiskalter Killer? Was hat es mit der geheimnisvollen Elena auf sich, die nur ein Ziel kennt: Rache! Sind der Samariter und sie ein Team? Plötzlich ist sie verschwunden. Als Kommissar Konstantin Dühnfort schließlich begreift, worum es wirklich geht, ist es beinahe zu spät.

Pflegenotstand. Inge Löhnig hat sich diesmal ein heißes Eisen vorgenommen, das uns alle betrifft. Was geschieht mit den Menschen, wenn sie alt, krank und pflegebedürftig werden. Wie geht unsere Gesellschaft mit ihnen um und wie die Angehörigen. Was geschieht, wenn das Geld nicht reicht? Daraus hat sie einen hervorragenden Krimi konstruiert, der kaum zu wünschen übrig lässt. Auch wenn es bereits der 6. Teil einer Serie ist, man kann dieses Buch problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen.

Ich stehe allerdings mit Ihrem Protagonisten auf Kriegsfuß. Dühnfort ist ein verkopfter Langweiler. Was kann man über ihn sagen? Er zelebriert seine Liebe zu Espresso und zu Feinkostläden. Langweilig! Dafür gelingen ihr die übrigen Figuren sehr lebendig, ihre Gefühle gut ausgelotet, ihre Nöte nachvollziehbar.

Fazit: Inge Löhnig schreibt Krimis auf hohem Niveau. Wie immer ein interessantes Thema, ein gut konstruierter Plot und ein schlüssiges Ende. Wäre da nicht der blasierte Dühnfort, sie könnte meine Lieblingsautorin sein.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
PMelittaM zu »Inge Löhnig: Deiner Seele Grab« 22.03.2014
Die Leiche einer alten Frau wird gefunden, in den Händen hält sie einen Apfel und Trauben, Symbole für Erlösung. Ohne diese Inszenierung wäre der herbeigerufene Arzt wohl von natürlichem Tod ausgegangen. Warum wollte der Mörder auf seine Tat hinweisen? Dann erhalten Polizei und Presse ein Bekennerschreiben, der Mörder bezeichnet sich als Samariter, der erlösen wollte, doch irgendwie passt das nicht so recht zur Tat. Als es weitere Tote gibt, wird der Fall immer undurchsichtiger .

Gleichzeitig muss Dühnfort sich mit dem Vorwurf einer Verdächtigen, er habe sie tätlich angegriffen auseinandersetzen, seine Kollegin Kirsten hat dagegen private Probleme.

Nachdem mich Inge Löhnigs letzter Roman etwas enttäuscht hat, hat mich dieser vom ersten Satz an begeistert. Fast atemlos bin ich durch die Seiten gejagt und konnte das Buch kaum aus den Händen legen.

Die Autorin hat brisante Themen aufgegriffen. Hauptthema ist wohl der Umgang mit alten Menschen, das Altwerden an sich, Pflege und Pflegemängel, Einsamkeit, Ignoranz gegenüber Alten usw. Ein weitere großer Themenkomplex ist Schuldzuweisung jeglicher Art. Um beide Themen wurde eine Geschichte gestrickt, die einen sehr nachdenklich macht und die die Autorin psychologisch gut ausgearbeitet hat.

Um diese Thematik facettenreich gestalten zu können, bedient sich Inge Löhnig der Perspektivewechsel. Abwechselnd begleitet der Leser die Ermittler, eine Familie, in der die Thematik gerade aktuell ist und eine Illegale, die sich ihr Geld bei alten Leuten verdient. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen, es trägt, ähnlich wie die kurzen Kapitel, sehr zur Spannung bei.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Besonders interessant finde ich die Figur der Clara, die sich um ihren an Alzheimer erkrankten Vater kümmert. Sie erfährt in Laufe der Handlung eine Entwicklung, die mir gut gefällt und mein anfängliches Mitleid für sie fast zu Stolz auf sie verwandelte. Schön auch, dass der Leser am Privatleben der Ermittler teilhaben darf. Diesesmal steht die relativ neue Kollegin Kirsten im Mittelpunkt, deren Problematik mit ihrer Tochter gut in die Thematik des Romans passt, auch hier hätte ich gerne, ähnlich wie bei Clara, eingegriffen und ein paar Worte mit ihr geredet. Klasse, wenn eine fiktive Geschichte einen so packen kann.

Die Auflösung der Mordfälle ist logisch und hat mich voll überzeugt und auch die anderen Handlungsstränge hat Inge Löhnig zu einem Ende geführt, so dass man das Buch am Ende zufrieden zuklappen kann.

Der Autorin ist hier ein unglaublich guter, hervorragend konstruierter, sehr fessender Roman gelungen, der viel mehr ist als reine Kriminalgeschichte, ich bin total begeistert und kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Man kann die Geschichte übrigens auch problemlos verstehen, ohne die Vorgängerbände gelesen zu haben.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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