Verschlüsselte Wahrheit von Ian Rankin

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1993 unter dem Titel The Black Book, deutsche Ausgabe erstmals 2002 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.
Folge 5 der John-Rebus-Serie.

  • London: Orion, 1993 unter dem Titel The Black Book. 384 Seiten.
  • München: Goldmann, 2002. Übersetzt von Ellen Schlootz. ISBN: 3-442-45015-2. 384 Seiten.
  • München: Goldmann, 2007. Übersetzt von Ellen Schlootz. ISBN: 978-3-442-46618-4. 384 Seiten.

'Verschlüsselte Wahrheit' ist erschienen als Taschenbuch

Deutscher Krimi Preis 2003, 2. Platz international

In Kürze:

Der Fall wurde nie geklärt: Vor fünf Jahren brannte das Central-Hotel in Edinburgh nieder, und die Ermittlungen verliefen rasch im Sande. Jetzt nimmt Detective Sergeant John Rebus die Fährte wieder auf, denn er gerät an Informationen, die niemals in den Ermittlungsakten auftauchten. Kein Wunder – sie würden einige hochrangige Personen bei der Polizei schwer belasten.

Das meint Krimi-Couch.de: »Schotten-Thriller ohne skandinavische Tristesse« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

John Rebus, Inspektor bei der Kriminalpolizei der Stadt Edinburgh, durchlebt (wiedereinmal) eine schwere Zeit. Gerade hat ihn die Freundin an die Luft gesetzt. Er muss sich in seiner an Studenten vermieteten Wohnung ein freies Eckchen suchen, als sich auch noch Bruder Michael, vor einiger Zeit nach dreijähriger Haft wegen Drogenhandels aus dem Gefängnis entlassen und völlig pleite, bei ihm einquartiert und bald ein fröliches Lotterleben mit Rebus´ weiblichen Untermietern beginnt.

In der Hauptwache St. Leonard´s im Stadtzentrum stehen die Dinge ebenfalls nicht zum Besten. Gerade planen Rebus´ ungeliebte Vorgesetzte, Chief Superintendent »Farmer« Watson und Chief Inspector »Fart« Lauderdale, eine weitere Attacke auf Morris Gerald »Big Ger« Cafferty, den ungekrönten König des organisierten Verbrechens in der Schottenmetropole. Seit Jahren versucht ihn die Polizei festzunageln, doch stets vergebens – Cafferty ist ebenso schlau wie geschickt und weiß sich mit der örtlichen Behörden und Politikern gut zu stellen.

Mit »Big Ger« ein ganz eigenes Hühnchen zu rupfen

Rebus hat mit Big Ger noch sein eigenes Hühnchen zu rupfen. Die Chance bietet sich, als Sergeant Holmes, ein Untergebener, im Hinterhof eines Restaurants zusammengeschlagen wird. Unter seinen Habseligkeiten findet Rebus ein kleines schwarzes Buch. Es hält Holmes´private Ermittlungen über den Brand des Central Hotels fest. Vor fünf Jahren wurde dort in den Trümmern eine Leiche entdeckt, die nie identifiziert werden konnte.

Gewisse Hinweise überzeugen Rebus, dass hinter diesem mysteriösen Vorfall, in den allerlei Prominenz verwickelt zu sein scheint, wiederum Big Ger Cafferty steckt. Dass errichtig liegen könnte weiß er, als sich für ihn die Schwierigkeiten häufen. Auf seinen Bruder wird ein Anschlag verübt. Rebus selbst gerät in eine Falle und wird vom Dienst suspendiert. Unbeeindruckt setzt er jedoch seinen Ein-Mann-Feldzug gegen Cafferty fort und beschwört absichtlich eine Krise herbei, die Edinburgh in Aufruhr und ihn in Lebensgefahr bringt …

Edinburgh – eine faszinierende Stadt mit Schattenseiten

Die Korruption der angeblichen Volksvertreter, das organisierte Verbrechen hinterscheinbar achtbarer Fassade, die überall sicht- oder spürbare Vergangenheit einer faszinierenden, aber auch düsteren Stadt – Ian Rankin legt ein weiteres Kapitel seiner ganzeigenen Edinburgher Historie vor. Weil er ein sehr erfolgreicher Autor geworden ist, werden ihm das jene, denen er den Spiegel vorhält, nicht vorwerfen, aber begeistert dürften sie trotzdem nicht sein. Zu kenntnisreich und detailliert schildert Rankin die Verrottungen eines Systems, das seinen Bürgern eigentlich eine lebenswerte Existenz schaffen und sichern soll, statt dessen aber ausgehölt und geplündert wird von skrupellosen Elementen diesseits und jenseits der Grenze, die Recht und Unrecht trennt.

Unglücklicherweise hinterlässt auch in Vollendung betriebene Korruption stets Spuren – und das ist der Punkt, an dem Spielverderber wie John Rebus die Szene betreten. Mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn geschlagen und lustvoll die eigenen privaten Probleme auf die verhassten Weißkragen-Kriminellen projizierend, hält er sich nicht an die ungeschriebenen Regeln und stört damit die dunklen Geschäfte jener Zeitgenossen, die sich über das Gesetz erhaben dünken, das nur für Spießer und Trottel Geltung zu haben scheint.

Den toten Elefanten an die Oberfläche befördern

»Verschlüsselte Wahrheit« beschreibt, wie Rebus ein Wurzelstöckchen aus der Erde ragen sieht und so lange daran zieht und zerrt, bis er einen toten Elefanten an die Oberfläche befördert. Es liest sich faszinierend, wie seine Ermittlungen eine Kette scheinbar legaler und offen illegaler Mechanismen in Bewegung setzen, die sich gegeneinander aufschaukeln, bis sie schließlich in ein finales Drama gipfeln, das zwar nicht die filzige Dunstglocke über Edinburgh auflösen kann, aber wenigstens kurzfristig für ein bisschen frische Luft sorgt.

Dass John Rebus, der Ritter von der traurigen Gestalt, davon recht wenig hat, gehört zu den Regeln des Genres: Das Leben kennt halt keine Gewinner. Von Rankin wird dies jedoch nicht mit skandinavischer Tristesse und Bierernst dargeboten, sondern mit einer fabelhaften Mischung aus Galgenhumor und knochentrockenem Sarkasmus, die man den Schotten gern unterstellen möchte. Selten war ein Rebus-Roman so witzig wie »Verschlüsselte Wahrheit«, ohne darüber seine Ernsthaftigkeit oder seine Wirkung als Kriminalroman einzubüßen.

Das Leben ist eine düstere Komödie

Das Leben ist eine düstere Komödie, so denkt Inspektor John Rebus. Er sorgt selbst am besten dafür, dass dies zutrifft. Mit unfehlbarer Sicherheit steuert er von einer privaten Katastrophe in die nächste. Im Büro ergeht es ihm nicht anders, aber hier ist sein Standfester, denn trotz einer unorthodoxen Ermittlungsmethoden kann sich seine Erfolgsquotesehen lassen. Außerdem fürchten seine Vorgesetzten die Unberechenbarkeit eines Mannes, der sich weigert, »das Spiel« mitzuspielen, dessen Hauptgewinne Beförderungund gesellschaftlicher Aufstieg heißen. Rebus lässt sich nicht kaufen und zahlt im Berufseinen Preis dafür. Privat hätte er es gern ein wenig friedlicher, vor allem aber geselliger. Dem stehen allerdings sein grüblerisches Wesen und die Gespenster seiner Vergangenheitentgegen. In seinem ersten Leben hatte sich der junge John Rebus als Elitesoldat versucht, was ihn nach furchtbarem Psychoterror im Irrenhaus enden ließ. Diese Erfahrungen haben ihn geprägt; sie werden verstärkt durch das, was Rebus täglich während der Polizeiarbeit zu sehen bekommt.

Rebus bewegt sich wieder in einem Kosmos sympathischer und abscheulicher, aber jedenfalls exzentrischer und interessanter Figuren. Der alltägliche Wahnsinn zeichnet auch die Männer und Frauen von St. Leonard´s. Liebevoll schlägt Rankin ein weiteres Kapitel im nie endenden und einfallsreich geführten Kampf zwischen Rebus und »Farmer« Watson auf, die sich mehr schätzen als sie sich eingestehen würden. Ohne Krampf und fanatisches Sendungsbewusstsein schildert der Verfasser am Beispiel der Siobhan Clarke die Tücken einer weiblichen Karriere in einem zutiefst maskulinen (oder chauvinistischen) Gewerbe. Weniger unterhaltsam, aber nicht weniger interessant ist Rankins Entwurf einer Polizei, die sich von den ihr gesetzlich auferlegten Zügeln befreit und sich eine Grauzone schafft, in der sie sich z. B. eines latent gefährlichen Kinderschänders unter zynischer Ausnutzung selbstjuristischer Anwandlungen der leicht zu empörenden Öffentlichkeit entledigt.

Die feinen Herren lassen die Drecksarbeit von ihren Schergen erledigen

Morris Cafferty ist das Synonym dafür, was in unserer Gesellschaft schief läuft. Es gibt ihn unter vielen Namen in vielen Städten, Regierungen, Unternehmen. Jede/r von uns kennt mindestens einen »Big Ger«, der seine Mitmenschen ausnutzt und schurigelt und über die dummen Schafe lacht, die sich brav durch ihr Leben scheuchen und scheren lassen. Nie machen sich diese feinen Herren die eigenen Finger schmutzig, sondern lassen die Drecksarbeit von ihren Schergen erledigen. Dies ist mit ein Grund, wieso Rebus Cafferty so hasst. Sie werden sich nicht zum letzten Mal begegnen und ihre Klingen kreuzen.

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Stefan83 zu »Ian Rankin: Verschlüsselte Wahrheit« 21.10.2009
Im Frühsommer 1991 erreichte Ian Rankin ein Brief in Südwestfrankreich, wo er nach seiner "Flucht" aus dem Großkapital Londons seit knapp einem Jahr mit seiner Familie wohnte. In diesem wurde ihm mitgeteilt, dass er das Chandler-Fulbright-Stipendium für Kriminalliteratur gewonnen hatte und der Preis ein größerer Betrag Geld (mit freundlicher Empfehlung der Raymond-Chandler-Stiftung) war, an den die Bedingung geknüpft wurde, dass dieses im Verlauf eines sechsmonatigen Aufenthalts in den Vereinigten Staaten ausgegeben werden musste. Gemeinsam mit dem gerade erst drei Monate alten Sohn Jack flog Familie Rankin gen USA, wo der Autor damit begann sich Gedanken über den nächsten Rebus-Roman zu machen.

Sein Ziel war es, der Serie einen erkennbaren Hintergrund zu geben, seine Figur vom erfundenen Edinburgh ins das reale zu versetzen, weshalb er schon im Vorgänger die Dienststelle von Rebus hatte abbrennen lassen. Nun sollte er in der echten Polizeistation in St. Leonard's Street arbeiten und der Leser genau erfahren, in welcher Straße der DI wohnt. Das Ergebnis all dieser in den USA stattgefundenen Überlegungen ist der fünfte Roman der Reihe: "Verschlüsselte Wahrheit".

Für John Rebus hat sich nicht allzu viel geändert. Sein Glück bei den Frauen scheint weiterhin ein zeitlich begrenztes, denn Patience, seine Freundin, hat ihn kurzerhand aus der Wohnung geschmissen. Da er seine eigene blöderweise an eine Gruppe Studenten vermietet hat, muss er sich nun dort neben Joints, Körnermüsli und Tofuhappen ein freies Eckchen suchen, was schließlich noch erschwert wird, als plötzlich sein Bruder Michael, nach dreijähriger Haft wegen Drogenhandels entlassen, völlig pleite vor seiner Tür steht. Dementsprechend wenig Zeit versucht Rebus zu Hause zu verbringen, wenngleich es für ihn auch auf der Arbeit wenig rosig aussieht. Bei den neuen Kollegen in der Hauptwache St. Leonard's hat er sich nicht nur Freunde gemacht und besonders DI Flower scheint ihn auf dem Kieker zu haben. Zu allem Überfluss kommen dann noch seine Vorgesetzten auf die glorreiche Idee, eine weiteren Versuch zu starten, Morris Gerald "Big Ger" Cafferty hinter Gitter zu bringen. Der heimliche König des organisierten Verbrechens in Edinburgh hat dem Gesetz bereits desöfteren ein Schnippchen geschlagen und sich dank einflussreicher Freunde stets dem Zugriff entzogen. Als nun Rebus' Partner Brian Holmes im Hinterhof eines Restaurants niedergeschlagen wird und der DI in seinen Habseligkeiten ein schwarzes Buch findet, dass neue Erkenntnisse über den vor fünf Jahren stattgefundenen Brand im Central Hotel beinhaltet, sieht er die Chance gekommen seinen Erzfeind endgültig matt zu setzen. Ohne Rückendeckung von oben nimmt Rebus die Ermittlungen auf...

Mit "Verschlüsselte Wahrheit" nähert sich, auch seinen eigenen Worten nach, Ian Rankins lange Lehrzeit allmählich ihrem Ende. Der Reihencharakter ist nun eindeutig erkennbar, zumal der Autor ökonomischer schreibt und wieder auf altbekannte Figuren (z.B. Jack Morton, Matthew Vanderhyde) zurückgreift. Eine Routine stellt sich dennoch nicht ein, da immer wieder neue Facetten der Stadt Edinburgh in Augenschein genommen werden, um die Rankin einen stets spannenden Plot zu spinnen weiß. In diesem Fall ist das Thema die Korruption der Volksvertreter, hinter deren achtbarer Fassade das organisierte Verbrechen in Form von Cafferty seine Fäden zieht. Und es ist dann wieder an Rebus, der, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn ausgestattet, die Kreise dieser Verbrecher stört und den Dreck am Fuße des Tümpels aufwirbelt.

Rankins Schreibweise ist dabei eindeutig reifer geworden. Der Spagat zwischen den privaten Problemen seiner Figuren und dem Kriminalplot an sich gelingt ihm ausgezeichnet. Und während andere Autoren ihre Charaktere mit psychosomatischen Störungen überfrachten, herrscht hier der schwarze Humor vor, der selbst den düstersten Situationen noch etwas Witz abgewinnen kann. Etwas ist schon untertrieben, denn auch "Verschlüsselte Wahrheit" unterhält mit einem stets allgegenwärtigen knochentrockenen Sarkasmus, ohne dadurch das wirkliche ernste Thema der Story zu kaschieren. Als Gegenstück zum Alleingänger Rebus dient nun Detective Constable Siobhan Clarke, deren Rolle diesmal noch größer ausgearbeitet wurde und die für zukünftige Geschichten die perfekte Ergänzung zu sein scheint. Ein anderes, grundverschiedenes Gegenüber ist schließlich Cafferty, der in mancherlei Hinsicht Rebus ähnelt, was dieser aber auch durchaus erkennt, Rebus sich selbst aber nie eingestehen würde. Hier sieht man weiterhin den Faden des Jekyll und Hyde-Themas, das Rankin bereits seit seinem ersten Roman immer wieder als Stilelement nutzt. Auch wenn das Ende nicht in allen Belangen überraschen kann (die Hinweise waren teilweise zu deutlich), lässt es mich rundum zufrieden zurück.

Insgesamt ist "Verschlüsselte Wahrheit" wieder und wie zu erwarten ein erstklassiger Krimi-Thriller-Mischling, der durchweg überzeugt und uns die Figur Rebus noch ein bisschen mehr ans Herz wachsen lässt. Noch 13 Romane liegen vor mir. Ich werde jeden einzelnen davon genießen.
4 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
arisingrealm zu »Ian Rankin: Verschlüsselte Wahrheit« 31.03.2008
Ein sehr guter Roman aus der "Rebus"-Reihe, auch wenn das Ende aufgrund zahlreicher Hinweise nicht mehr überraschend ist. Rebus wirkt etwas zahmer als in den Vorgänger-Büchern. Auch ist "Verschlüsselte Wahrheit" im Vergleich zu älteren Rebus-Büchern (sofern man Rankin chronologisch liest) nicht so gelungen, wie ich es mir erwartet habe. Trotzdem ein kurzweiliges Lesevergnügen.
krimimimi zu »Ian Rankin: Verschlüsselte Wahrheit« 29.07.2007
Ach, dieser John Rebus ! Glücklos in der Liebe, grandios sein krimineller Instinkt ! Ein Inspector zum Verlieben! Habe diesen Teil der Serie gerade im Urlaub zu Ende gelesen und konnte es kaum abwarten, mir zuhause einen neuen Band zu besorgen. Ich kann nur hoffen, dass niemand so bald auf die Idee kommt, auch dieser Figur ein Schauspielergesicht zu geben, denn das ist nach meiner Meinung in allen Fällen bislang nicht gut gegangen.
Auch für diesen Teil der Serie erhält Mr. Rankin von mir 90°.
Stina zu »Ian Rankin: Verschlüsselte Wahrheit« 20.10.2006
Dass die Bücher nicht in chronologischer Reihenfolge zu bekommen sind kann ich als Buchhändlerin nicht bestätigen. Rankin's Bücher sind z.Z. alle lieferbar. Sollte eine Buchhandlung den gewünschten Band nicht vorrätig haben, so können Ihnen die meisten Buchhändler diesen dann über Nacht beim Großhändler besorgen.
Für mich ist "Verschlüsselte Wahrheit" bis jetzt auch der beste Rankin. 2. Preis des Deutschen Krimi Preises finde ich wirklich gerechtfertigt.
Mark aus Bedburg (Erft) zu »Ian Rankin: Verschlüsselte Wahrheit« 19.04.2006
Dies war nun mein 5. Rankin und der beste den ich bisher gelesen habe. Die vier Teile zuvor hatten alle Ihre Stärken, aber auch leider einige Schwächen. Dieser Teil glänzt insbesondere durch gesamthafte Rausarbeitung der Hauptfigur John Rebus. Es werden nicht nur wie früher einzelne Facetten dieses Charakters (z.B. die dunkle, depressive Seite) betont, sondern man gewinnt den Eindruck einer lebendigen durchaus realistischen Hauptfigur mit Sinn für schwarzen Humor.
Zwar ist die Auflösung am Schluss hin immer schneller absehbar. Durch eine gelungene Beschreibung der Nebenfiguren (Siobhan, Brian, "Fart" Lauderdale. Farmer Watson, Flower), die nie ins Unglaubwürdige abdriftet, wird man aber allemal entschädigt.
Fazit: Auf jeden Fall lesenswert!
Haraldur zu »Ian Rankin: Verschlüsselte Wahrheit« 23.03.2006
Die Begeisterung für "Verschlüsselte Wahrheit" kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich lese Rankin in der chronologischen Reihenfolge. Dieser Roman ist deutlich schlechter als seine vier Vorgänger. Keine Spannung, alles vorhersehbar und langweilig. Ich brauche jetzt erst man eine Rankin-Pause.
tommy zu »Ian Rankin: Verschlüsselte Wahrheit« 11.12.2002
habe zum ersten mal einen rankin gelesen. der grund war eine rezension von "puppenspiel". da es nicht zu erhalten war, dann eben "verschlüsselte wahrheit". nach der lektüre (2 nächte) muss ich sagen : ich habe bei rankin das gefunden, was ich bei mankell immer vermisst habe : einfallsreichtum und vor allem humor. er ist um mindestens 2 klassen besser. das lokalkolorit ist genauer, soweit ich das beurteilen kann, die figur stimmiger, die fälle präziser. jedesmal, wenn ich mit einem mankell fertig war, hatte ich noch 86 fragen, die nie beantwortet wurden. und dies ist nicht positiv gemeint. bei rankin habe ich mich auf den nächsten morgen gefreut : dann haben die buchläden wieder offen. und ich habe mir dann sofort "das zweite zeichen gekauft". das einzige, was ich schade finde ist, dass die bücher nicht in der chronoligischen reihenfolge zu haben sind. dadurch wird man, wenn auch nur sehr selten (weiterer vorteil gegenüber mankell), mit versatzstücken aus früheren büchern abgefertigt. aber sonst : klasse !!!!!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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