Das Kopernikus-Syndrom von Henri Loevenbruck

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel Le Syndrome Copernic, deutsche Ausgabe erstmals 2008 bei Knaur.

  • Paris: Flammarion, 2007 unter dem Titel Le Syndrome Copernic. 441 Seiten.
  • München: Knaur, 2008. Übersetzt von Antoinette Gittinger. ISBN: 978-3-426-63814-9. 448 Seiten.

'Das Kopernikus-Syndrom' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Vigo Ravel ist 36 – und schizophren. So jedenfalls lautet offiziell seine Diagnose. Seit Jahren leidet er unter Halluzinationen und hört Stimmen. Er hat gelernt, ihnen keine Beachtung mehr zu schenken. Doch diesmal, als er bereits vor der Praxis seines Psychiaters steht, sind die Einflüsterungen übermächtig: »Alles wird in die Luft fliegen!« Vigo hastet ins Freie – Sekunden bevor eine gigantische Explosion das Bürogebäude zerfetzt. Zunächst hält er das Ganze für eine Ausgeburt seines kranken Geistes. Doch als die Medien über den Anschlag und Hunderte von Toten berichten, kommen ihm Zweifel. Hat er sich das Ganze womöglich gar nicht eingebildet? Zusammen mit der Polizistin Agnès und der Hackergruppe SpHiNx kommt Vigo nach und nach einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur, die bis in höchste Regierungs- und Militärkreise reicht. Ihr Ziel: die totale Kontrolle über das Bewusstsein der Menschen.

Ihre Meinung zu »Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Frank zu »Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom« 10.02.2009
Sehr gelungener Roman.
"Vigo" der Protagonist hört Stimmen. Der typische Schizophrene halt. Dank regelmässiger Mdikamentenverordnung hat er das ganze aber leidlich im Griff.
Bis er bei -kurz vor- seinem wöchentlichen Psychiaterbesuch so massiv von diesen gepeinigt und "gewarnt" wird, dass er das Gebäude nicht betritt.
Was gut ist, da es kurz darauf durch ein Attentat dem Erdboden gleichgemacht wird.
Und nun beginnt sich Vigos Leben zu verändern. Ist er tatsächlich schizophren? Sind die Stimmen nur Einbildung?
Und warum wird er auf einmal verfolgt?
Gemeinsam mit der Polizistin Agnes und einer Gruppe von Verschwörungsfanaikern(?) kommt Vigo der Wahrheit immer näher..

Der Roman gliedert sich in zwei Teile. Zum einen die aus der Ich-Perspektive geschilderte Odysee des Hauptcharakters "Vigo" zum anderen seine immer wieder eingestreuten Tagebuchnotizen in denen er sich Gedanken um sich bzw seine scheinbare Krankheit usw macht.
Diese sind manchmal etwas zu viel des guten für mich gewesen + haben auch im Endeffekt nicht alle einen Bezug zur eigentlichen Geschichte.
Da Buch ist nicht sehr actionlastig, es funktioniert durch die Spannung bzgl der Person Vigos bzw seiner Vergangenheit.
Die Auflösung ist schlüssig, bietet allerdings auch nichts bahnbrechend überraschendes.
Fazit: Ein grundsolider, eher ruhiger Thriller mit einer philosophischen Note.
80%.
Jesssie zu »Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom« 26.01.2009
Der Hauptcharakter Vigo ist mir schnell ans Herz gewachsen und spätestens als er sich in der Handlung eine Flasche Whisky und eine Stange Zigaretten auf sein Zimmer bestellt, hatte er mich voll und ganz. Ein sympathischer Antiheld.
Sprache und Erzählstil des Autors sind abwechslungsreich gehalten. Der Autor streut immer mal wieder Tagebuchähnliche Notizen von Vigo ein. Über dessen Gedanken und Erklärungen zu seinem Weltbild, Erinnerungsfetzen, über seine vermeintliche Schizophrenie und seine Ängste. Über Dinge, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen, so wie das Kopernikus-Syndrom, das er dann in Geschichtsbüchern nachschlägt. So erfährt der Leser z.B. ganz nebenbei noch etwas über die kopernikanische Revolution.
Seitenlang habe ich mitgefiebert, wie es mit Vigo weitergeht, bis ca. Seite 300. Danach flacht das Buch leider etwas ab und wird Stellenweise auch unglaubwürdig, fast langweilig. Ich habe natürlich weitergelesen, weil mich Vigos Schicksal interessiert hat. Der Schluss hat mich dann jedoch enttäuscht. Erst der Versuch eines Showdowns, dann nur noch seicht und fast schon Hollywoodmäßig. Ich saß nur da und dachte: „Das war’s jetzt???“
Fazit: Mischung aus Verschwörungs- und Wissenschaftsthriller, wobei meines Erachtens die Verschwörung viel zu kurz und nicht detailliert genug rüberkam. Ab und zu Action, die leider meist unrealistisch war und der Autor besser bei der Philosophie geblieben wäre. Jedoch im großen und ganzen unterhaltsam und trotz der kleinen Schwächen somit von mir noch wohlgemeinte 85 Grad.
Vigo zu »Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom« 16.01.2009
Habe das Buch verschlungen.Beim Lesen kann einem echt das Blut gefrieren wenn man sich in die Person hineinversetzt.

Einer der besten Romane (ich auch) die seit langem gelesen habe.

Guten Tag

Finde ich gut:Bei vielen der anderen Personen weiß man oft nicht genau ob sie Freund oder Feind sind. Die Ereignisse der Geschichte bauen so aufeinander auf, dass es, bei aller Utopie(?), glaubwürdig und nachvollzeihbar erscheint. Ein Bißchen Orwell und Huxley lassen grüßen.
Bio-Fan zu »Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom« 02.12.2008
"Das Kopernikus-Syndrom" gehört mit zu den besten Romanen, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich vermeide bewußt das Wort "Thriller", weil Loevenbruck eine eher ruhige, sehr persönliche Geschichte erzählt, der fast alle wesentlichen Thrillerelemente fehlen, die aber nicht minder spannend ist. Eine Melange aus Philosophie, Naturwissenschaften, Medizin, Politik und High-Tech Rüstung - aber im Grunde genommen geht es um den Menschen als Individuum und dessen Manipulation.
Stellvertretend für die Menschen steht unser Held, der vielleicht Vigo Ravel heißt, der vielleicht 36 Jahre alt, der bei einem Ehepaar lebt, die vielleicht seine Eltern sind, außerdem ist er vielleicht schizophren, aber mit Sicherheit leidet er unter Amnesie.
Auf dem allwöchentlichen Weg zu seinem Psychiater hört Vigo auf die imaginären Stimmen, die ihm nahelegen, das Gebäude zu verlassen, welches Sekunden später durch drei Bombenschläge in Schutt und Asche gelegt wird. Abgeschnitten von der ärztlichen Kontrolle und nach Beendigung der Dauer- Medikation mit Psychopharmaka keimen in ihm Zweifel an seiner jetzigen Identität auf. Er stellt Nachforschungen an über seine angebliche Krankheit, sein Umfeld, sein früheres Leben. Unterstützung findet er zuerst bei der Polizistin Agnès, in die er sich verliebt, die sich aber von ihm zurückzieht, um ihre eigenen Probleme zu lösen. Agnès knüpft für ihn den Kontakt zu einer Gruppe von Enthüllungsfanatikern, die im Internet unter dem Namen SpHiNx bekannt sind, (die auch schon im "Jesus-Fragment" eine wichtige Rolle spielten). Mit denen startet Vigo nun eine "Mission Impossible", die sie in die Untergründe von Paris führt, wo sie in geheimen Labors des Militärs Unterlagen zu Menschenversuchen finden und auch das Rätsel um Vigos Vergangenheit lösen können.
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive erzählt und so ist man als Leser immer nah an Vigo dran - in seinen Gedanken und Gefühlen- man leidet und hofft mit ihm. So ist mir Vigo so richtig ans Herz gewachsen ;-) - deshalb liegt meine äußerst subjektive Bewertung bei 95 Grad. Nach den gängigen Krimi-Couch -Kriterien bei 85 Grad.
Angie0212 zu »Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom« 17.05.2008
Habe das Buch in zwei Tagen gelesen. Ich fand es sehr spannend, konnte es nicht aus der Hand legen.
Für mich war es eine gute Mischung aus Krimi und Sci Fi,
Auf jeden Fall haben sich die Ereignisse überschlagen, sodass man unbedingt wissen musste wie es endet, wobei man sicher beim Lesen schon eine Ahnung bekommt, wohin das Ende führt.
Das Buch ist für mich absolut empfehlenswert
m_alias_muekke zu »Henri Loevenbruck: Das Kopernikus-Syndrom« 01.04.2008
Super spannend. Dieses Buch fesselt, der Ausdruck, die Story, alles stimmt. Ich habe das Buch an einem Tag gelesen, konnte es nicht aus der Hand legen.
Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht des schizophrenen Vigo Ravel. Sich selbst (aber auch seine Umwelt) immer wieder in Frage stellend kommt die Darstellung seiner Person sympathisch umd glaubwürdig rüber.
Bei vielen der anderen Personen weiß man oft nicht genau ob sie Freund oder Feind sind. Die Ereignisse der Geschichte bauen so aufeinander auf, dass es, bei aller Utopie(?), glaubwürdig und nachvollzeihbar erscheint. Ein Bißchen Orwell und Huxley lassen grüßen.

Nur zu empfehlen
Ihr Kommentar zu Das Kopernikus-Syndrom

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: