Das Jesusfragment von Henri Loevenbruck

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Le testament des siècles, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Knaur.

  • Paris: Flammarion, 2003 unter dem Titel Le testament des siècles. 375 Seiten.
  • München: Knaur, 2005. Übersetzt von Antoinette Gittinger. ISBN: 3-426-62837-6. 432 Seiten.
  • München: Knaur, 2007. Übersetzt von Antoinette Gittinger. ISBN: 978-3-426-63589-6. 428 Seiten.

'Das Jesusfragment' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Als sein Vater plötzlich ums Leben kommt, steht Damien Louvel, ein erfolgreicher Drehbuchautor, vor einem Rätsel. Offenbar war sein Vater einer geheimnisvolle Reliquie auf der Spur, dem Stein von Iorden, der die letzte Botschaft Jesu enthalten soll. Aber er war nicht der Einzige. Mysteriöse Geheimbünde, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, machen Jagd auf den Stein. Und Damien gerät in ihr Visier …

Das meint Krimi-Couch.de: »Auf den Spuren von Dan Brown und Scott McBain« 70°

Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger

Der französische Autor Henri Loevenbruck wandelt in seinem vierten Roman »Das Jesusfragment« auf den gerade boomenden Pfaden der literarischen Vermarktung religiöser Inhalte. In vorliegenden Elaborat, das der Knaur Verlag als »Krimi des Monats« auf den Markt wirft, geht es um den mysteriösen Stein von Iorden, der eine sensationelle, letzte Botschaft von Jesus Christus enthalten soll. Zahlreiche Geheimbünde wissen von der Existenz dieses Steines, aber niemand weiß, wo dieser zu finden sei.

Damien Louvel, gefeierter Drehbuchautor beim amerikanischen Fernsehen, hat genug vom Schreiben und genügend Geld. Nach dem Tod seiner Mutter ist er in die Staaten ausgewandert, weil er sich mit seinem Vater absolut nicht verstand. Jetzt ist der alte Herr angeblich bei einem Unfall verschieden und Damien düst nach Frankreich. Papa hat ihm ein Haus in einem Dorf vererbt, in dem er die letzten Jahre eifrigst damit verbracht hat, Botschaften von Leonardo Da Vinci und Albrecht Dürer zu entziffern und damit den geheimnisvollen Ort zu eruieren, an dem sich der Stein von Iorden befindet. Und er scheint Erfolg gehabt zu haben. Denn kaum ist Damien im Haus angekommen, wird dieses prompt abgefackelt und man versucht ihn um die Ecke zu bringen.

Hilfe erhält er von der hübschen Sophie, einer Journalistin, die auf der Jagd nach dieser Story ist und ihm erklärt, worum es eigentlich geht. Gemeinsam versuchen die Beiden dem mörderischen Hickhack um die kryptischen Botschaften zu entkommen und dabei das Geheimnis zu klären. Hilfreich zur Seite steht ihnen dabei ein unbekannter Hacker, der nicht nur die nötigen Informationen aus dem Internet beschafft, sondern auch ein Fachmann für Kryptographie ist.

Mit dem »Das Jesusfragment« begibt sich Henri Loevenbruck gar nicht erst auf das Glatteis eines Dan Brown und versucht nicht vermeintliche Tatsachen zu vermitteln. Die Geschichte ist klar als Fiktion erkennbar und als solche recht spannend und flüssig geschrieben. Genügend Action lässt die Story gar nicht erst langweilig werden, aber zum absoluten Reißer fehlt die sympathische Ausgestaltung der Charaktere, damit der Leser mitfiebern kann. Die »Bösen« in diesem Buch werden zwar als Gruppierungen ziemlich deutlich erkennbar, aber als Einzelpersonen sind sie praktisch nicht identifizierbar. Die Spannung schwankt spürbar zwischen den Aktionssequenzen und den Internetrecherchen mit ihren Erläuterungen. Humor kommt gar nicht erst auf, und so laufen die Dialoge reichlich trocken durch die Geschichte, bei der zwar gelegentlich Emotionen anklingen, aber dann nicht genügend heraus gearbeitet wurden und im Sand verlaufen.

Alles in allem hat der Autor aus dem an sich interessanten Stoff einen Durchschnittsthriller gemacht, der für einige Stunden nette Leseatmosphäre sorgt, aber auch nicht mehr. Mit Dan Brown oder Scott McBain kann man Monsieur Loevenbruck sicherlich vergleichen, wenn man »Sakrileg« oder »Die Geheimloge« zu Grunde legt. In dieser Liga braucht sich der Autor nicht zu verstecken. Jene Leser, die Gefallen an der thematischen Aufbereitung pseudoreligiöser Stoffe finden, werden mit »Das Jesusfragment« sicherlich einen guten Griff machen und Gefallen an dem Buch finden.

Ihre Meinung zu »Henri Loevenbruck: Das Jesusfragment«

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P. Roland Schöffner zu »Henri Loevenbruck: Das Jesusfragment« 25.03.2008
Obwohl eigentlicvh auch ein Schnellleser habe ich , durch stressigen Beruf, Frau und Kind, diesmal doch 14 Tage gebraucht.Aber es war immer schwer sich loszureissen. Bis weit über die Hälte des Buches war ich immer sehr begeistert, immer passierte etwas, es gab neue Erkentnisse, vieles kannte ich vom Hören-Sagen, vieles Bekanntes tauchte auf, Vatikan, die Geheimbünde, die Rollen von, usw. Dinge, Tatsachen die ich schon gelesen hatte. Gelungen auch die "Jetzt-Zeit" Terror- Politik-Internet-Zeitgeist. das macht das Buch sympatisch, nicht so verstaubt. Der letzte Teil war etwas zäh, ich glaube der Autor wusste dann nicht so recht wie er die spannende Geschichte zu einem vernüftigen Ende bringen soll. Ein Ende was nicht erwartet wurde, hier hätte nach den vielen "Überleben" ein netteres sein können. Aber trotzalledem ein Buch zum weiterempfelen, an Leute die sich ein wenig mit Religion-Vatikan ect. beschäftigen, da vieles bestätigt wurde.
Carolin Tischer zu »Henri Loevenbruck: Das Jesusfragment« 28.09.2007
Das Buch ist spitze! Ich habe es mittlerweile vier mal gelesen und man entdeckt immer wieder Neues! Ich warte darauf das Hollywood es vielleicht verfilmt...
Alex. zu »Henri Loevenbruck: Das Jesusfragment« 16.12.2006
Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben. Geschichtlich nachvollziehbar. Mir machte es Spass mit den Hauptpersonen in einer undurchsichtigen, spannend geschriebenen Geschichte mitzufiebern.
Jürgen Preul zu »Henri Loevenbruck: Das Jesusfragment« 23.04.2006
Das Buch hat mich begeistert und ich habe es in kurzer Zeit durchgelesen. Dazu viele historische Informationen. Wieviel hier Fiktion und wieviel Wirklichkeit ist, sollte jeder für sich selber herausfinden. Auf jeden Fall werden hier Historie, Fiktion gut miteinander verwoben, dazu die Thematik von Geheimgesellschaften mit eingeflochten und das alles in einem spannenden Handlungsablauf einbegunden. Alles in allem sehr zu empfehlen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Stefan zu »Henri Loevenbruck: Das Jesusfragment« 11.11.2005
Zeitverschwendung!

Die Dialoge zäh/langweilig/geschwätzig, die Handlung ein Gemisch aus plakativ beschriebenen Action-Sequenzen und langatmigen Ausführungen zu hanebüchenen Verschwörungsszenarien, die Figuren teils unsympathisch, teils blass, überzeugende Gegnerfiguren Fehlanzeige, die Auflösung einerseits absurd, andererseits schwer verständlich und ein gezielter Schockmoment am Ende um des Schocks Willen, aber ohne Gefühl, Verstand und Motivation.

Dann schon lieber Dan Brown, da habe ich wenigstens das Original.
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
L.Verschwörung zu »Henri Loevenbruck: Das Jesusfragment« 08.10.2005
Ein überragend gelungenes Buch!

Eigentlich bin ich weder sehr lesebegeistert, noch halte ich mich für einen schnellen Leser.
Das Buch ist mir zufällig in die Finger gekommen, da ich Hörbücher über Verschwörungstheorien a la Dan Brown superspannend finde.

Ich habe das Jesusfragment innerhalb von 3 tagen förmlich aufgesogen. Es ist sehr mitreißend, spannend und ohne überflüssiges Blabla, aber gefüllt mit einer Menge historischer Information! Ein wahres Lesevergnügen!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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