Mittsommermord von Henning Mankell

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel Steget efter, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Schonen / Ystad, 1990 - 2009.
Folge 7 der Kurt-Wallander-Serie.

  • Stockholm: Ordfront, 1997 unter dem Titel Steget efter. 537 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 2000. Übersetzt von Wolfgang Butt. Deutscher Krimi-Preis 2001, 3.Platz international. ISBN: 3-552-04962-2. 602 Seiten.
  • München: dtv, 2002. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 3423205202. 604 Seiten.
  • München: dtv, 2005. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 3423086076. 604 Seiten.
  • München: dtv, 2010. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 978-3423212182. 604 Seiten.
  • Hamburg: Der Hörverlag, 2010. Übersetzt von Ulrich Pleitgen. gekürzt. ISBN: 978-3899036831. 6 Seiten.

'Mittsommermord' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Kommissar Wallander gerät in ernste Bedrängnis: Er ist nicht gesund, verliert häufig die Beherrschung und fürchtet, den Ermittlungen nicht gewachsen zu sein. Drei junge Menschen sind spurlos verschwunden, und Svedberg, seinen geschätzten Kollegen, fand man mit zerschossenem Gesicht. Wallander muss die Kraft und allen Mut zusammennehmen, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Führte Svedberg in Wahrheit ein Doppelleben? Warum waren die drei Jugendlichen verkleidet? Und wieso hatte es der Täter auf junge, glückliche Menschen abgesehen?

Das meint Krimi-Couch.de: »Von der ersten bis zur letzten Seite: Spannung, Logik, Dramatik« 85°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Drei junge Menschen aus der schwedischen Kleinstadt Ystad begehen das Mittsommerfest (21. Juni). Sie kleiden sich in die Gewänder des 18. Jahrhunderts und veranstalten in einem abgelegenen Waldstück ein nächtliches Picknick. Dabei werden sie von einem Mann ermordet, der es anschließend geschickt versteht, seine Tat zu verschleiern: Er sendet gefälschte Postkarten an die Angehörigen, um ihnen vorzugaukeln, dass sich die jungen Leute auf eine ausgedehnten Europa-Reise begeben haben.

Erst allmählich beginnt sich die Mutter einer der Ermordeten zu sorgen. Sie fordert die Polizei auf, nach ihrem Sohn zu suchen. Kommissar Kurt Wallander lässt sich von ihrer Besorgnis anstecken und ist dabei, Ermittlungen in die Wege zu leiten, als plötzlich sein Kollege und langjähriger Mitarbeiter Svedberg mit einer Schrotflinte erschossen in seiner Wohnung aufgefunden wird.

Die geschockten Polizisten von der Kriminalpolizei beginnen mit der Suche nach Svedbergs Mörder. Überraschenderweise stellt sich bald heraus, dass es zwischen diesem Fall und dem Verschwinden der drei jungen Leute eine Verbindung zu geben scheint: In Svedbergs Wohnung findet Wallander ein Foto von ihnen. Svedberg wusste also vor seinen Kollegen von dem Verbrechen; der Mörder hat dies erfahren und konsequent seinen Verfolger ausgeschaltet.

Drei Leichen im Wald

Kaum einen Schritt ist die Polizei weiter gekommen, als die Leichen der drei Vermissten im Wald gefunden werden. Der Mörder hat sie in ihren Kostümen zu einem grausigen Panoptikum arrangiert.

Wallander entdeckt, dass zu der Gruppe ein viertes Mitglied gehört – eine junge Frau, die kurz vor dem Mittsommerfest erkrankt ist und an dem Kostümfest nicht teilnehmen konnte; dies hat ihr das Leben gerettet. Nun treibt sie die Angst vor dem Mörder in die Flucht. Mühsam nimmt Wallander ihre Spur auf. Als er die Frau finden kann, muss er feststellen, dass sie ihm nicht helfen kann. Schlimmer noch: Der Mörder sucht ebenfalls nach der Frau. Getrieben von dem krankhaften Drang, auch noch das letzte Mitglied der Gruppe zu töten, folgt er ihr und bringt sie praktisch unter Wallanders Augen um.

Wieder steht die Polizei mit leeren Händen da. Die Unberechenbarkeit des Mörders macht es schwer, auf seine Fährte zu kommen. Immerhin stellt sich heraus, dass man es mit jemandem zu tun hat, den sein Hass auf glückliche Menschen zu seinen Taten treibt. Diese Theorie wird auf schreckliche Weise bestätigt, als der Mörder ein gerade getrautes Brautpaar und ihren Fotografen erschießt.

Gleichermaßen bedrängt von ungeduldigen Vorgesetzten, verängstigten Bürgern und der Presse, ausgelaugt durch die permanente Jagd auf den Mörder rund um die Uhr, gelingt es Wallander und seinen Kolleginnen und Kollegen endlich der ersehnte Durchbruch. Sie stellen den Täter in seiner Wohnung, doch er kann in letzter Sekunde entkommen. Nun, da er weiß, dass seine Festnahme nur noch eine Frage der Zeit ist, plant der geisteskranke Mann sein »Werk« mit einem letzten Mord zu krönen: Sein neuntes Opfer soll Kurt Wallander werden …

Wallanders schwerster Fall

Mittsommermord ist Kommissar Wallanders siebter Fall – und sein bisher schwerster. Die Jagd auf einen geisteskranken Serienmörder, der wahllos und ohne erkennbares Muster tötet, gehört zu den Alpträumen jedes Polizisten. So kann sich Autor Mankell über weite Strecken darauf beschränken, minuziös die mühsame und lange erfolglose Fahndungsarbeit der Ystädter Kriminalbeamten zu schildern, während der Täter praktisch unbehelligt seine Anschläge plant und durchführt. Erst man seine Identität aufdeckt, kann sich der Polizei-Apparat zielgerichtet in Gang setzen, doch auch jetzt geht noch schief, was schief gehen kann, wenn erschöpfte Männer und Frauen mit letzter Kraft eine gefährliche Aufgabe erfüllen sollen. Zu guter Letzt muss sich Kommissar Wallander dem Mörder im Alleingang und unter Lebensgefahr entgegen stellen.

Auch sonst gönnt Mankell seinem ohnehin nicht mit einem sonnigen Gemüt geschlagenen Helden kaum einen Lichtblick in seinem Leben. Die Polizeiarbeit erscheint Wallander als Kampf gegen Windmühlenflügel, seine Freundin hat ihn verlassen, er kann den Tod seines Vaters nicht verwinden, und dann erkrankt er auch noch an Diabetes und muss eine strenge Diät einhalten, was ihm aber nicht gelingt.

Durchweg ist der Grundton von Mittsommermord düster. Wie immer legt Mankell keinen »einfachen« Kriminalroman vor, sondern verknüpft seine Geschichte von der Jagd auf einen bizarren Serienmörder mit einem Blick auf den Zustand der modernen Gesellschaft, deren Zukunft an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend wenig vielversprechend erscheint. Mankell ist pessimistisch und beschreibt den Untergang traditioneller Werte, die ersetzt werden durch Gleichgültigkeit, Profitgier und Gewalt, während sich eine immer tiefer werdende Kluft auftut zwischen denen, die sich mit den neuen Verhältnissen arrangieren können, und denen, die dabei auf der Strecke bleiben.

Da seine Kritik nicht als jammervolles Lamento daher kommt, sondern nüchtern und sachlich vorgetragen wird, ist ihre Wirkung um so nachhaltiger. Insofern ist das Ende nicht happy, aber konsequent: Während sich Wallander nur mühsam von den Strapazen der Ermittlung erholt, bevor er an seine ständig schwieriger werdende Arbeit zurück kehrt, beginnt der Mörder in seiner Gefängniszelle damit, seine Taten in einem Buch festzuhalten, das ihm Ruhm und viel Geld einbringen wird – er hat seine Lektion gelernt und einen Weg gefunden, der ihn, ein Niemand, heutzutage ins Rampenlicht der Öffentlichkeit bringt.

Mittsommermord ist ein Roman mit mehr als sechshundert Seiten, und obwohl acht Menschen zu Tode kommen, wird man liebevoll ausgestaltete Blutbäder, spektakuläre Verfolgungsjagden und ähnliche, scheinbar unverzichtbare Zutaten eines modernen Bestseller-Thrillers vergeblich suchen (aber auch nicht vermissen). Selbst das Finale, das Wallander zwingt, sich dem Mörder allein zu stellen, macht in dieser Hinsicht keine Zugeständnisse. Wenig heldenhaft stolpert der ausgepumpte Kommissar, der Pistole und Handy im Revier vergessen hat, mit einer aufgeklaubten Holzlatte »bewaffnet« seinem Gegner hinterher, und sein »Sieg« ist das Ergebnis von Verzweiflung und purem Zufall.

Niemand ist sicher

Trotz aller Düsternis hält Mittsommermord seine Leser mit betörenden Mühelosigkeit bei der Stange. Mankell schafft es, Figuren mit wenigen Worten – es sind halt die richtigen – zum Leben zu erwecken. Kurt Wallander und die Frauen und Männer der Polizei von Ystadt, jener Kleinstadt, die sich der Autor als Bühne für sein Panorama der modernen (schwedischen) Gesellschaft geschaffen hat, sind in sieben Romanen zu vertrauten Gestalten geworden. Da ist der Schock natürlich um so grösser, wenn sich herausstellt, dass in Henning Mankells Welt niemand »sicher« ist – dieses Mal trifft es Svedberg, der in den früheren Wallander-Romanen dem Kommissar so manches Mal zur Seite stand.

Das Talent Henning Mankells als Schriftsteller lässt sich auch daran ermessen, dass er die Qualität der Wallander-Romane offenbar mühelos von Mal zu Mal steigern kann. Mittsommermord ist wie gesagt der siebte Band, und ganz gewiss einer der Besten. Der anhaltende und stetig wachsende Erfolg beeinträchtigt die Qualität in keiner Weise. Erfreulicherweise ist der Autor seiner Figur auch noch längst nicht müde. Er behält das erstaunliche Tempo der letzten Jahre bei und hat nach Mittsommermord bereits zwei neue Wallander-Geschichten veröffentlicht – auch hier ist der Siegeszug durch die Bestseller-Listen vorprogrammiert.

Michael Drewniok, Mai 2000

Das meinen andere:

»Auf über 600 Seiten wird der Leser gefangen genommen von grausamen Verbrechen, Mord – und von alltäglichen menschlichen Problemen. Im letzten Drittel des Romans steigt die Spannung ins Unerträgliche und wird beim ein oder anderen Leser wohl für dunkle Augenringe sorgen, weil er das Buch auch tief nachts nicht mehr aus der Hand legen kann.« (Focus)

»Mit dem grüblerischen, im Zweifel seiner Intuition vertrauenden Helden Kurt Wallander fesselt Schwedens Erfolgsautor Henning Mankell auch in »Mittsommermord«.» (Der SPIEGEL)

«Mittsommermord von Henning Mankell ist ein spannender Krimi, obwohl gemächlich erzählt." (Westdeutscher Rundfunk)

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Thomas Eisinger zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 14.05.2016
Meine erste Begegnung mit Mankells "Wallander Reihe" war diese Buch.
Damals wusste ich nicht, das es schon mehrere davon gab, so fing ich ergo nach dem erste Drittel der Reihe an... Mein Tipp: Bitte lesen Sie die Reihe chronologisch!
Noch nie hatte ich vorher ein Buch gelesen, was mich derart in den Bann gezogen hatte. Alle Krimi Fans wissen um das Herauszögern, des "Licht aus" in der Nacht- wenn man nicht loslassen kann. Zur Geschichte gibt es oben schon eine Zusammenfassung, deshalb nur eine kurze Notiz meinerseits:
Das Nervenaufreibendste ist wohl, die Ungewissheit- warum gemordet wird. So entsteht ein düsteres Mysterium, indem Wallander verwirrt versucht eine Spur zu finden und Mankell uns Leser testet, ob 600 Seiten auch in einem Zug zu bewältigen sind. Eine der besten "Skandinavier"- großartig, einmalig unbedingt zu Empfehlen.
krimileser zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 23.06.2013
Ich mache es kurz: der beste Wallander und für mich auch der beste (skandinavische) Krimi, den ich bisher gelesen habe, und das sind einige:-)

Da kommen weder Adler- Olson, Nesbo, Nesser, Dahl (weit überschätzt!), Indridasson (Geheimtipp!), Sigurdarsdottir (Geheimtipp!), Tursten, Edwardson, Frimanson ,.. ran
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Psychologische Struktur zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 03.06.2012
Seltsam, ich kenne auch alle Wallander inzwischen und viele Mankells, diesen fand ich, ob des Endes, eher schlechter. Typisch Mankell, ein sehr sehr spannender Verlauf, ich hab auch das Buch an 2 Tagen gelsen. Mankell schafft viele Verstrickungen, unglaublich viele Schnittflächen und damit unendlich viele Möglichkeiten und Lösungsansätze, man wartet auf eine ungeahnte Wendung, die , wie leider so oft auch bei Mankell, dann doch nicht eingelöst wird. Es entwickelt sich so unglaublich viel Potential, man denkt, als Leser ist man sicher nicht so kreativ, wie der Autor, und am Ende stellt sich dann eine ziemliche Fahdheit ein, die mir schon oft bei Mankell aufgefallen ist. Die Reise zum Ich im Epilog ist in der Tat sehr beeindrucken und gibt ein paar nicht unbedeutende Denkanstöße. Aber die Auflösung der Geschichte an sich war etwas enttäuschend. Trotzdem ein sehr spannendes Buch, welches sich zu lesen lohnt. Wallander ist halt ein intensiver oft beschriebener Kaffeegenießer...aber das macht die Figur wiederum so sympathisch
Roberta zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 12.11.2011
Ich habe mir angewöhnt, die Bücher der Reihe nach zu lesen, wie sie erschienen sind. Mittsommermord ist der 6. Band de Reihe Wallender und bis jetzt der Beste. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Er ist spannend geschrieben, manchmal, wie in allen Büchern, ein bisschen langatmig, aber ansonsten toll beschrieben. Mankell beschreibt zuweilen zuuu viel, manchmal langweilig und uninteressant. Aber die Spannung wurde diesmal nicht unterbrochen
loedel zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 28.10.2011
Ich finde die Bücher von Henning Mankell sehr spannend.

Das war mein erster, aber sicher nicht mein letzter Wallander! Und es ist sicher nichts für schwache Nerven. Die Bücher sind von Anfang bis zum Ende fesselnd und außerdem noch besonders schockierend aufgrund der Mordes an einem langjärigen Kollegen,den man ja selbst schon``gut kannte``.
Andreas zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 02.11.2010
Dieses war erst mein zweites Buch mit dem tollen Wallander und ich muss sagen es wird nicht mein letztes gewesen sein. Es ist vom Anfang bis zum Ende spannend erzählt, man fühlt sich mitten drin, denkt so dann und wann, den Täter zu kennen, aber dann kommt wieder was Neues dazu.
Der Täter ist immer präsent und das gibt noch den kleinen Kick
Ich hoffe noch viel von Wallander zu lesen
Kasia zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 01.09.2010
6 Jahre sind vergangen seit ich das Buch gelesen habe und ich hab wirklich vergessen, wie fantastisch es ist.
Ich kann mich kaum entscheiden, welcher wirklich mein Lieblings-Wallander-Krimi ist, denn sie sind alle auf ihre Art und Weise toll und herausragend.
"Mittsommermord" ragt wirklich heraus. Ein tolles Buch! Vom Anfang bis zum Ende wahnsinnig spannend und interessant.
Ein kranker Mörder und viele wehrlose, willkürlich ausgesuchte Opfer und dann Svedberg.
Ich kann Wallander nachfühlen, wie es sich anfühlen muss, wenn der Kollege auf einmal verstirbt und man erkennt, wie wenig man von dem anderen wußte. Einfach, weil das Interesse für dessen Probleme nicht da war. Und dann wird man noch als "bester Freund" in dessen Bekanntenkreis tituliert und weißt gar nichts über den anderen...
Es fällt mir immer wieder auf, wie sensibel und detailiert Mankell Wallander beschreibt.
Henning Mankell hat in Düsseldorf gesagt, dass Wallander tatsächlich nichts mit der Person Mankell zu tun hat. Es fällt mir fast schwer das zu glauben...
Es ist, als würde Mankell in Wallander drin sitzen. Er kennt ihn so gut.
Und das liebe ich an diesem wunderbaren Schriftsteller.
Uneingeschränkte Empfehlung!!!
Lola 132 zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 18.08.2010
Ich finde Henning Mankell schreibt sehr spannend. Ein Buch von ihm ist spannend vom Anfang bis zum Ende. als ich das Buch Angefangen hatte, wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen. als ich dann damit fertig war, war es mir langweilig also kaufte ich das nächste Buch. Wallander ist zwar sehr psücho aber das ist lustig. Ich würde allen empfelen dieses Buch lesen, die mal wirklich was spannendes lesen wollen
dieschlaue zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 05.01.2010
Um mich kurz zu fassen, als ich es zu Ende gelesen hatte, mein 4tes Mankell-Buch , war ich echt sauer, das war damit auch mein letztes.Und dafür gibt es 2 handfeste, nachvollziehbare Gründe : 1. Das Motiv geklaut von "Der Name der Rose" (Der Mörder hasst die Freude anderer) 2. Die Vorgehensweise des Mörders und damit auch die Aufdeckung des Verbrechens geklaut von "Roter Drache" (Ich erklärs hier nicht, vielleicht kennt ein Mankell-Leser auch Thomas Harris). Ich finde es haarsträubend, daß Mankell hier einfach das dröge schwedische Landleben und den kranken, sympathischen Wallander ohne Ende schildert, aber keine Ideen für eine eigene Kriminalgeschichte hat. Einziges Glanzlicht ist die sensible Schilderung von Wallanders Reise auf die einsame Insel, und seine Begegnung mit dem Mädchen, das dem Mörder entkommen ist.
Die schon fast mystische Verklärung Wallanders hierzulande ist mir völlig schleierhaft, wenn man Krimis mag, sollte man doch lieber in Amerika beginnen.Thomas Harris natürlich zuerst, "Red Dragon", dann James Ellroy, aber nicht diese schwedische Hausmannskost.
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Krimi_Bruja zu »Henning Mankell: Mittsommermord« 20.11.2009
Mittsommermord ist für mich einer der besten Wallander. Sehr spannend von Anfang bis zum Ende. Außerdem leiden wir mit Wallander mit. Wir erleben seine körperlichen und seelischen Leiden, die uns schon seit einigen Fällen begleiten. Wir kennen jede Kollegin sowie Kollegen und können es nicht fassen das Svedberg nicht mehr dabei ist. So grausam. Doch soviel wie wie schon über Wallander wissen, jetzt erfahren wir erst mal was Svedberg so getrieben hat. Dessen Leben war noch trauriger als es von unserem Kurt ist.Jedenfalls für mich hat dieser Krimi 100°. Das sind meine Erwartungen an einem Krimi.

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