Hunde von Riga von Henning Mankell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1992 unter dem Titel Hundarna i Riga, deutsche Ausgabe erstmals 1993 . 348 Seiten. ISBN-10: 3423202947, ISBN-13: 978-3423202947. Übersetzt von Barbara Sirges und Paul Berf.
Ort & Zeit der Handlung: Lettland / Riga, 1990 - heute.
Folge 2 der Kurt-Wallander-Serie.

'Hunde von Riga' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

»Am Morgen, kurz nach zehn, kam der Schnee. «Backbord liegt ein Boot», sagte der Mann am Steuer. Das Fischerboot kam langsam näher. Holmgren zog sich die Mütze tiefer ins Gesicht und verließ das Steuerhaus. Beißend kalter Wind schlug ihm ins Gesicht, als sein Blick auf die zwei Toten fiel. «Verdammt sagte er, das hat uns noch gefehlt." – Wer sind die Toten? Wohin ist das Rettungsboot am nächsten Tag verschwunden? Die Ermittlungen führen Kommissar Wallander nach Osteuropa. Immer tiefer gerät er hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern auch fast sein Leben lässt …

Ihre Meinung zu »Henning Mankell: Hunde von Riga«

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Dr.Dieter Rohnfelder zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 01.10.2009
Man muss bedenken, dass H.M. das Buch geschrieben hat, als Lettland noch zur Sowjetunion gehörte, der lettische Nationalismus aber schon sehr stark rumorte und das Schicksal des Kommunismus noch nicht ganz besiegelt war. Deshalb mag die "bedrückende Atmosphäre" und die permanente Überwachung Wallanders in Riga durchaus realistisch dargestellt sein. Seine heimliche 2. Reise nach Riga ist aber völlig jenseits der polizeilichen Realität und passt eher in einen Geheimdienst-Roman von John Le Carré. Trotzdem ein spannendes, sehr gut geschriebenes Buch, 85 Grad.
klein_my zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 22.05.2009
Ich habe das Buch jetzt zum zweiten Mal gelesen, da ich beim ersten Mal ein wenig Schwierigkeiten hatte mich hineinzufinden...ein sehr spannendes Buch. Die Situation in Riga ist actionreich und man kann sich gut in Wallanders Lage und die der Bevölkerung versetzen...ob er nun damit (was die Überwachung betrifft) zu dich aufgetragen hat...das sei jedem selbst überlassen...doch ich kann mir vorstellen, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss.alles in allem sehr empfehlenswert.
Alex zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 30.01.2009
Nach einem vom Plot her schwachen Beginn der Serie mit "Mörder ohne Gesicht" startet Mankell nun voll durch.

Aum Anfang des Buches langweilt die schwedische Gemütlichkeit ein wenig, aber wenn Wallander später einsam durch die Straßen des abweisenden kalten Rigas streift, sehnt man sich danach zurück. Manche haben kritisiert, dass Mankell mit der ständigen Überwachung von Wallander zu dick aufgetragen hat, aber die meiste Zeit hat unser Kommissar nur die Ahnung überwacht zu werden, auftreten tun die Überwacher nur im Hotel (als er sich noch offiziell in Riga aufhält) und ganz am Ende im Kaufhaus (wo haben die denn auf einmal die Machinengewehre her??). Das gesamte letzte Drittel des Buches schreit förmlich nach dem gebotenen actionreichen Finale, Wallander kann seine Gegner ja nicht immer mit einer Holzplanke k.o. schlagen (s. Mittsommermord).

Jedenfalls habe ich (im Alter von 13 oder 14 Jahren) den Fehler gemacht, das Buch abends im Bett zu lesen - keine Garantie für eine ruhige Nacht! Auch nach dem 2. Lesen bin ich der Meinung: eines der vier besten und spannensten Mankell-Bücher - zusammen mit Mittsommermord, Die Brandmauer und Die Rückkehr des Tanzlehrers.
Susannah zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 16.01.2009
Schweden, 1991: Kommissar Kurt Wallander erhält einen neuen Fall: ein Boot mit zwei Leichen treibt an die Küste von Ystad. An sich schon ungewöhnlich genug, scheinen die Toten reich gewesen - und vor ihrem Tod gefoltert worden zu sein. Schnell zeichnet sich ab, dass die Opfer aus Lettland stammen. Die schwedische Polizei bekommt Unterstützung von einem lettischen Komissar, der die Sache übernimmt und in seine Heimat Riga zurückkehrt. Damit hält Wallander den Fall für abgeschlossen, doch noch am Abend seiner Heimkehr wird der lettische Major ermordet. Wallander macht sich auf nach Riga, um der Gerechtigkeit genüge zu tun. Doch das Netz aus Verschwörungen, Korruption, Erpressung, Überwachung, Freiheitskampf und Rücksichtslosigkeit, das sich vor ihm entrollt, ist schlimmer als alles, was Wallander je erlebt hat. Und bringt ihn in Todesgefahr ...

Wow! Nach meinem ersten Wallander Krimi "Mörder ohne Gesicht" dachte ich, besser geht's kaum. Es geht noch viel besser, wie Mankell mit diesem zweiten Band der Reihe bewiesen hat. Was als eigentlich harmloser Kriminalfall beginnt, nimmt grauenhafte Ausmaße an. "Was Wallander in Riga erlebt, ist Horror pur!" sschreibt die FAZ auf dem Buchrücken. Es stimmt: die Lebensverhältnisse in den Gebieten der zerfallenen Sowjetunion sind von Korruption, Armut, organisiertem Verbrechen gekennzeichnet. Mit beeindruckender Sachkenntnis bringt Mankell einem dieses fremde Land näher, in dem keine Niedertracht und kein Verbrechen unmöglich scheinen. Gegenüber dem ersten band zeichnet sich dieser durch noch größere Spannung aus: die letzten hundert Seiten habe ich quasi in einem Rutsch gelesen, weil mich die Gefahr, in der Wallander schwebte, nicht mehr losgelassen hat. Langsam schließe ich den Kommissar sehr ins Herz - ich freue mich auf weitere Krimis!
theili zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 20.11.2008
Auch beim erneuten lesen des Buches hat es wenig an Spannung verloren, obwohl man weiss wie es ausgeht.
Die Darstellung der Verhältnisse in den baltischen Staaten Anfang der 90-er Jahre ist sehr spannend erzählt.
Man kann die Düsterheit in den Strassen Rigas förmlich spüren und die Ohnmacht des ständigen Überwachtwerdens befällt einem beinahe selbst.
Kurt Wallander nimmt in diesem 2. Band mehr und mehr an Gestalt an.
Ein Klasse Krimi.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Ryden zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 26.07.2008
♥♥♥
Ich mochte es, denn -keine Ahnung-, kann mich nicht mehr erinnern...
Naja, ich mochte es auf jedem Fall.
Vielleicht, weil es mein allererster Krimi war, und das im zarten Alter von 11...
Jaja, die Jugend...☺
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
WelpeMax zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 26.07.2008
Also es ist nicht sein bestes Buch, aber es ist ein spannendes Buch und nicht sein bestes heißt ja nicht das es gut ist, an machen Stellen hinkt es, naja gut wenn man beim Lesen auf Fehlersuche gehen will dann hat man in jedem Buch einiges aufzuschreiben, aber das bringt mich auf eine Idee (so hat alles sein Gutes) ... 88° genau wie sein erstes Buch was ich gelesen habe.
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Lena zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 19.04.2008
Ich finde das Buch am Anfang auf schwedischem Boden etwas seltsam aber als das Geschehen mit Kurt Wallander, der bis zu diesem Zeitpunkt relativ wenig über Osteuropa weiß, in Riga auf seinen Höhepunkt kommt ist es einfach spannend, faszinierend und packend was dort so realitätsnah dargetellt wird.
Besonders gefällt mir dieser Ortswechsel nach Riga, da ich den Ostnlock liebe und mich sehr für die dortige Lage und die Probleme interessiere.
Das Buch ist wie immer sehr gelungen un meiner Meinung nach eines der Besten!
Heaven23 zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 06.03.2008
Ich fand auch dieses Buch super spannend und auch wenn es vielleicht stellenweise etwas "hinkt" ist es in altbekannter und altbewährter Form ! Ich fands klasse und würde es jedem ohne Einschränkungen weiterempfehlen !
julestodo zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 06.07.2007
Von Anfang bis Ende superspannende Lektüre! Am Ende mußte ich es in einem Rutsch durchlesen! Sehr zu empfehlen! Ich bin gespannt auf den nächsten Band.

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