Hunde von Riga von Henning Mankell

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1992 unter dem Titel Hundarna i Riga, deutsche Ausgabe erstmals 1993 bei Edition q.
Ort & Zeit der Handlung: Lettland / Riga, 1990 - 2009.
Folge 2 der Kurt-Wallander-Serie.

  • Stockholm: Ordfront, 1992 unter dem Titel Hundarna i Riga. 338 Seiten.
  • Berlin: Edition q, 1993. Übersetzt von Barbara Sirges und Paul Berf. ISBN: 3861241595. 348 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 2000. Übersetzt von Barbara Sirges und Paul Berf. ISBN: 3-552-04992-4. 333 Seiten.
  • München: dtv, 2000. Übersetzt von Barbara Sirges und Paul Berf. ISBN: 3423202947. 348 Seiten.
  • München: Saur, 2003. Übersetzt von Barbara Sirges und Paul Berf. Großdruck. ISBN: 2702880924. 451 Seiten.
  • München: dtv, 2005. Übersetzt von Barbara Sirges und Paul Berf. ISBN: 3423086025. 348 Seiten.
  • Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2006. Übersetzt von Ulrich Pleitgen. gekürzt. ISBN: 978-3899032338. 6 Seiten.
  • München: dtv, 2010. Übersetzt von Barbara Sirges und Paul Berf. ISBN: 978-3423212137. 350 Seiten.

'Hunde von Riga' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

»Am Morgen, kurz nach zehn, kam der Schnee. «Backbord liegt ein Boot», sagte der Mann am Steuer. Das Fischerboot kam langsam näher. Holmgren zog sich die Mütze tiefer ins Gesicht und verließ das Steuerhaus. Beißend kalter Wind schlug ihm ins Gesicht, als sein Blick auf die zwei Toten fiel. «Verdammt sagte er, das hat uns noch gefehlt." – Wer sind die Toten? Wohin ist das Rettungsboot am nächsten Tag verschwunden? Die Ermittlungen führen Kommissar Wallander nach Osteuropa. Immer tiefer gerät er hinein in ein kaum noch zu durchschauendes Komplott unsichtbarer Mächte, in dem er nicht nur seinen Glauben an die Gerechtigkeit verliert, sondern auch fast sein Leben lässt …

Ihre Meinung zu »Henning Mankell: Hunde von Riga«

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Margit Frei zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 03.03.2015
War super spannend zu lesen, der Aufbau ist super gelungen. Der Roman vermittelt einten Einblick in die Politik des Ostens, kann schon etwas überzeichnet sein, hat aber sicher etwas an Realität.
Die Charaktere sind sehr gut ausgestaltet, man kann sich sehr gut in sie hinein versetzen.Es war ein Genuss, das Buch zu lesen.
steve006 zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 27.03.2014
Das Buch ist einen Ausflug zu unseren baltischen Nachbarn und in eine andere Epoche, nämlich des Kommunismus und des Einflusses der Sowjetunion auf die skandinavischen Länder.
Die Atmosphäre ist von Anfang an sehr düster, nur die Beschreibungen der Charaktere von Wallander und seinen Mitarbeitern lockert die Stimmung auf. Als Leser fühlt man sich mitten drin, die Handlung gleitet flüssig dahin und das Finale erscheint wie ein abschließendes Feuerwerk.
Insgesamt ein gelungener Roman, von mir gibt es 80 Punkte!
James_Blond zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 13.02.2014
Obwohl ich bereits zwei Verfilmungen dieses Krimis kenne (eine mit Rolf Lassgård und eine weitere mit Kenneth Branagh) war ich beim Lesen des Buchs von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Einfach grandios.

Was mir an Mankells Büchern gefällt, ist dass er seine Protagonisten realistisch und lebendig zeichnet (man denke nur an die Szene, als Wallander aufgrund seiner Anspannung im Archiv seine Notdurft in den Papierkorb verrichten musste).

Packend fand ich weiters die düstere Darstellung von Riga und das latente Heimweh (obwohl ich kein Schwede bin, hatte ich während des Lesens auch Heimweh nach Ystad).

Einzig das übertriebene actionreiche Finale fand ich überzogen.
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Conan08 zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 08.01.2011
"Hunde von Riga" war mein dritter Wallander-Roman, den ich gelesen hatte.

Mankell hat sich gut lesbar zum Roman "Mörder ohne Gesicht" eine Klasse besser weiterentwickelt. Sämtliche Schwächen aus dem Vorgängerroman hat er meiner Ansicht nach gut gemeistert bzw. beseitigt.

Was den Character "Wallander" und die Nebenfiguren rund um Wallander betrifft, das wohl wichtigste Buch in der Wallander-Serie.

Deutlich actionlastiger als sein Vorgänger "Mörder ohne Gesicht". Und dennoch deutlich anspruchsvoller. Man hat hat während des Lesens manchmal das Gefühl, die Zeit steht für einen Moment still. Einer der tiefgründigsten Wallander-Romane. Das Buch kommt sehr authentisch und realistisch rüber.

Das Thema: Kommunismus, Korruption in Verbindung mit Politik und Macht ist ein sehr gut gewähltes Thema von Mankell.

Dank dieses Buches bin ich zum richtig überzeugten Mankell-Fan geworden.

Fazit: Ich war sehr begeistert von "Hunde von Riga". Mankell ist das erste Mal so richtig aus sich rausgewachsen. Jedoch haben mir im Nachhinein gesehen, viele andere Wallander-Romane noch besser gefallen.
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Kasia zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 02.08.2010
Als ich das Glück hatte bei der Lesung zu "Der Feind im Schatten" am 04.06.2010 in Düsseldorf Henning Mankell persönlich zu treffen, gab ich ihm diesen Roman zum Signieren.
Es ist nicht nur die erste Geschichte, die ich von einem gewissen Schweden Mankell gehört habe, sondern auch der Anfang einer unglaublichen Anhängerschaft. Denn ja, ich bin ein Riesen-Fan.
"Die Hunde von Riga" ist ein besonderes Buch. Ich hab es vor 6 Jahren schon mal gelesen und jetzt auch das Gefühl gehabt, dass ich bei 30 °C im Schatten furchtbar frieren muss und es irgendwie dunkel und düster ist.
Henning Mankell beschreibt seine Charaktere in diesem Buch mal wieder detailiert. Der Leser erfährt mehr über den einsamen Kurt Wallander, bei dem das Recht und die Gerechtigkeit über allem stehen.
Die Geschichte entwickelt sich am Anfang relativ langsam und wächst dann in der Mitte und am Ende zu ziemlicher Action an.
Am Ende werden mal wieder sämtliche Fingernägel angekaut, weil die Geschichte so rasant vonstatten geht.
Wenn ich in 6 Jahren das Buch nochmal lesen werde, dann denke ich, dass ich das Gleiche darüber sagen werde: Es ist absolut lesenswert. Es eröffnet dem Leser eine neue, unbekannte Sicht auf die Dinge und die Politik (wer weißt denn schon was über Lettland???).
Von mir gibt es 100°.
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Dr.Dieter Rohnfelder zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 01.10.2009
Man muss bedenken, dass H.M. das Buch geschrieben hat, als Lettland noch zur Sowjetunion gehörte, der lettische Nationalismus aber schon sehr stark rumorte und das Schicksal des Kommunismus noch nicht ganz besiegelt war. Deshalb mag die "bedrückende Atmosphäre" und die permanente Überwachung Wallanders in Riga durchaus realistisch dargestellt sein. Seine heimliche 2. Reise nach Riga ist aber völlig jenseits der polizeilichen Realität und passt eher in einen Geheimdienst-Roman von John Le Carré. Trotzdem ein spannendes, sehr gut geschriebenes Buch, 85 Grad.
klein_my zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 22.05.2009
Ich habe das Buch jetzt zum zweiten Mal gelesen, da ich beim ersten Mal ein wenig Schwierigkeiten hatte mich hineinzufinden...ein sehr spannendes Buch. Die Situation in Riga ist actionreich und man kann sich gut in Wallanders Lage und die der Bevölkerung versetzen...ob er nun damit (was die Überwachung betrifft) zu dich aufgetragen hat...das sei jedem selbst überlassen...doch ich kann mir vorstellen, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss.alles in allem sehr empfehlenswert.
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Alex zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 30.01.2009
Nach einem vom Plot her schwachen Beginn der Serie mit "Mörder ohne Gesicht" startet Mankell nun voll durch.

Aum Anfang des Buches langweilt die schwedische Gemütlichkeit ein wenig, aber wenn Wallander später einsam durch die Straßen des abweisenden kalten Rigas streift, sehnt man sich danach zurück. Manche haben kritisiert, dass Mankell mit der ständigen Überwachung von Wallander zu dick aufgetragen hat, aber die meiste Zeit hat unser Kommissar nur die Ahnung überwacht zu werden, auftreten tun die Überwacher nur im Hotel (als er sich noch offiziell in Riga aufhält) und ganz am Ende im Kaufhaus (wo haben die denn auf einmal die Machinengewehre her??). Das gesamte letzte Drittel des Buches schreit förmlich nach dem gebotenen actionreichen Finale, Wallander kann seine Gegner ja nicht immer mit einer Holzplanke k.o. schlagen (s. Mittsommermord).

Jedenfalls habe ich (im Alter von 13 oder 14 Jahren) den Fehler gemacht, das Buch abends im Bett zu lesen - keine Garantie für eine ruhige Nacht! Auch nach dem 2. Lesen bin ich der Meinung: eines der vier besten und spannensten Mankell-Bücher - zusammen mit Mittsommermord, Die Brandmauer und Die Rückkehr des Tanzlehrers.
Susannah zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 16.01.2009
Schweden, 1991: Kommissar Kurt Wallander erhält einen neuen Fall: ein Boot mit zwei Leichen treibt an die Küste von Ystad. An sich schon ungewöhnlich genug, scheinen die Toten reich gewesen - und vor ihrem Tod gefoltert worden zu sein. Schnell zeichnet sich ab, dass die Opfer aus Lettland stammen. Die schwedische Polizei bekommt Unterstützung von einem lettischen Komissar, der die Sache übernimmt und in seine Heimat Riga zurückkehrt. Damit hält Wallander den Fall für abgeschlossen, doch noch am Abend seiner Heimkehr wird der lettische Major ermordet. Wallander macht sich auf nach Riga, um der Gerechtigkeit genüge zu tun. Doch das Netz aus Verschwörungen, Korruption, Erpressung, Überwachung, Freiheitskampf und Rücksichtslosigkeit, das sich vor ihm entrollt, ist schlimmer als alles, was Wallander je erlebt hat. Und bringt ihn in Todesgefahr ...

Wow! Nach meinem ersten Wallander Krimi "Mörder ohne Gesicht" dachte ich, besser geht's kaum. Es geht noch viel besser, wie Mankell mit diesem zweiten Band der Reihe bewiesen hat. Was als eigentlich harmloser Kriminalfall beginnt, nimmt grauenhafte Ausmaße an. "Was Wallander in Riga erlebt, ist Horror pur!" sschreibt die FAZ auf dem Buchrücken. Es stimmt: die Lebensverhältnisse in den Gebieten der zerfallenen Sowjetunion sind von Korruption, Armut, organisiertem Verbrechen gekennzeichnet. Mit beeindruckender Sachkenntnis bringt Mankell einem dieses fremde Land näher, in dem keine Niedertracht und kein Verbrechen unmöglich scheinen. Gegenüber dem ersten band zeichnet sich dieser durch noch größere Spannung aus: die letzten hundert Seiten habe ich quasi in einem Rutsch gelesen, weil mich die Gefahr, in der Wallander schwebte, nicht mehr losgelassen hat. Langsam schließe ich den Kommissar sehr ins Herz - ich freue mich auf weitere Krimis!
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theili zu »Henning Mankell: Hunde von Riga« 20.11.2008
Auch beim erneuten lesen des Buches hat es wenig an Spannung verloren, obwohl man weiss wie es ausgeht.
Die Darstellung der Verhältnisse in den baltischen Staaten Anfang der 90-er Jahre ist sehr spannend erzählt.
Man kann die Düsterheit in den Strassen Rigas förmlich spüren und die Ohnmacht des ständigen Überwachtwerdens befällt einem beinahe selbst.
Kurt Wallander nimmt in diesem 2. Band mehr und mehr an Gestalt an.
Ein Klasse Krimi.
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