Die fünfte Frau von Henning Mankell

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel Den femte kvinnan, deutsche Ausgabe erstmals 1998 bei Zsolnay.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden / Schonen / Ystad, 1990 - 2009.
Folge 6 der Kurt-Wallander-Serie.

  • Stockholm: Ordfront, 1996 unter dem Titel Den femte kvinnan. 473 Seiten.
  • Wien: Zsolnay, 1998. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 3-552-04901-0. 540 Seiten.
  • München: dtv, 2000. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 3423203668. 563 Seiten.
  • München: dtv, 2005. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 3423086068. 563 Seiten.
  • München: Süddeutsche Zeitung, 2006. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 978-3866152267. 522 Seiten.
  • München: dtv, 2010. Übersetzt von Wolfgang Butt. ISBN: 978-3423212175. 576 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2004. Gesprochen von Ulrich Pleitgen. gekürzt. ISBN: 3899031776. 6 CDs.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2007. Gesprochen von Ulrich Pleitgen. ISBN: 3899037790. 6 CDs.

'Die fünfte Frau' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

Deutscher Krimi-Preis 1999, 2. Platz international

In Kürze:

Diesmal hat Kurt Wallander eine Reihe besonders grausamer Morde aufzuklären, bei denen es selbst erfahrenen Polizisten kalt den Rücken hinunterläuft. Einen alten Mann findet man in einer Pfahlgrube aufgespießt, einen anderen halb verhungert, beinahe nackt an einen Baum gebunden und erwürgt. Ein dritter wurde in einem mit Steinen beschwerten Sack in einem See ertränkt …Der eine schrieb Gedichte und war Vogelliebhaber, der andere besaß einen Blumenladen und hatte sich auf Orchideen spezialisiert, der dritte war Forscher an der Universität. Warum verfolgt der Mörder harmlose Bürger mit so brutaler Gewalt? Und warum legt er Wert darauf, dass man die sadistische Grausamkeit seiner Verbrechen sofort bemerkt? Wallanders kluge Devise heißt: »Die Menschen sind selten das, was man von ihnen denkt.« Und er macht eine verstörende Entdeckung: Alle Opfer waren selbst rücksichtslose, brutale Männer, die Frauen körperlich und seelisch misshandelten. Wenn aber der Mord die Rache des Opfers an den Mördern und Vergewaltigern ist, muss Wallander sich beeilen, bevor das nächste, noch grausamere Verbrechen geschieht.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein Kommissar zum lieb haben« 82°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Die Geschichte »Die fünfte Frau« beginnt in Algerien, als eine unbekannte Frau sowie vier Nonnen einem Attentat zum Opfer fallen. Der Mord der fünften Frau wird von der dortigen Polizei vertuscht. Nur eine Polizistin schreibt der Tochter, dass ihre Mutter tot ist und erklärt ihr zumindest die Situation.

Schnitt. Kommissar Kurt Wallander kommt aus dem Urlaub in seine Heimatstadt Ystad (Schweden) zurück. Während seiner Abwesenheit wurde in einem Blumenladen eingebrochen, scheinbar eine Bagatelle. Der Besitzer Gösta Runfelt soll auf einer Orchideensafari in Afrika sein. Kurze Zeit später wird der ehemalige Vogeldichter Holger Eriksson aufgespießt auf neun Bambusstangen gefunden. Wallander und seine Kollegen vermuten einen Ritualmord und untersuchen Verbindungen Erikssons zur Fremdenlegion.

Schnitt. Der Leser sieht die Geschichte immer wieder aus Sicht des Mörders. Er hält Gösta Runfelt in einem Backofen eines Farmhauses gefangen.

Die Polizei tappt im Dunkeln

Schnitt. Die Ermittlungen laufen weiter, es finden Pressekonferenzen statt. Noch tappt die Polizei bezüglich des Motivs für den Mord an Holger Eriksson im Dunkeln, da wird die Leiche Gösta Runfelts an einen Baum gebunden von einem Jogger gefunden. Der Täter hat sein Opfer absichtlich leiden lassen. Auffallend ist die Akribie, mit der die Morde geplant wurden.

Schnitt. In einem Krankenhaus wird auf der Entbindungsstation eine Frau in Schwesterntracht beobachtet, die während der Nachtschicht zu einer Patientin schleicht. Die diensthabende Schwester vermutet, dass dies nicht mit rechten Dingen zugeht und teilt dies ihrem Cousin, einem Kollegen Wallanders mit. Doch dieser geht der Sache nicht nach, die Morde haben Vorrang.

Schnitt. Die Bevölkerung stellt Bürgerwehren auf, da Ystad bereits im vergangenen Sommer von einer Reihe von Morden heimgesucht wurde. Doch bevor auch dieses Problem gelöst wird, wird eine dritte Leiche in einem Sack in einem See gefunden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Toten?

Die Spannung des Krimis rührt nicht daher, dass man nicht weiß, wer der Mörder ist. Im Gegenteil: man kann an seinen Gedanken teilhaben, weiß aber nichts genaues über seine Lebensumstände und die Identität. Die Spannung wird dadurch erzeugt, dass Wallander dem Täter auf die Spur kommt. Die Polizeiarbeit wird als harte Arbeit gezeigt, die teilweise auch ernüchternd ist und durch die der Täter immer mehr in die Enge getrieben wird.

Die Hintergründe geben den Ausschlag

Ausschlaggebend für den Leser sind die Hintergründe der Taten (warum), nicht die Frage nach dem Täter (wer). Allerdings kann die Motivation des Mörders schlecht nachvollzogen werden, der Leser muss hier sehr viel interpretieren, bis ihm am Ende eine relativ knappe Erklärung geliefert wird. Man wünscht sich hier eine tiefergehende Charakterisierung. Leider ist in der Mitte des Buches ein Spannungsdurchhänger, zumindest empfand ich es so. Man ist Wallander schon mit großen Schritten voraus. Das Buch hätte auch um rund 70 Seiten kürzer sein können.

Henning Mankell greift in seinen Romanen immer politische Umstände auf. Hier wird die Entwicklung in der schwedischen Gesellschaft thematisiert, Bürgerwehren zu bilden und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Der Leser wird mit den negativen Folgen konfrontiert.

Ein wichtiger Teil in Henning Mankells Büchern ist daneben auch, dass man am Leben von Wallander teilnimmt, die Figur wird dadurch mit Leben gefüllt. Man gewinnt den Kommissaren trotz seiner phlegmatischen Lebensplanung lieb. Auch wird immer Bezug auf die Geschehnisse aus früheren Romanen genommen. Man sollte also den Roman »Die falsche Fährte« vor »Die fünfte Frau« lesen. Der Zsolnay Verlag bringt die Bücher in Deutschland leider nicht in der zeitlich richtigen Reihenfolge heraus. Auch die Übersetzung ist nicht wirklich gelungen. Normalerweise duzen sich die Leute in Schweden. Nun wird in diesem Buch jedoch darauf hingewiesen, dass die Anreden je nach Verbindung der Personen miteinander dem deutschen Sprachgebrauch angepasst wurden. Meiner Ansicht hätte darauf verzichtet werden sollen. Der Stil ist zunächst nicht nur aufgrund der Übersetzung gewöhnungsbedürftig.

Ein lesenswertes Buch für Krimifans, sollte aber nicht als erstes der Reihe um Wallander gelesen werden. Es hebt sich deutlich von den englischen »Inspektor-Krimis« ab.

Das meinen andere:

»Dieses Buch hat mich zwei Tage und zwei Nächte gekostet, und das zweimal. (Nämlich beim ersten und beim zweiten Lesen)« (Die Zeit)

»Mankell reiht sich unter die ganz großen Schreibtischtäter, deren Leichen und Mörder nicht nur wunderbar gruselig sind, sondern auch so verdammt normal und menschlich. Die schwerste Straftat des Buches: Es endet.« (Focus)

»Raffiniert und behutsam, dabei ungemein spannend, entwickelt der schwedische Autor Henning Mankell, in seinem Roman «Die fünfte Frau» eine unverwechselbare, beklemmende Atmosphäre, die weit über das hinausgeht, was ein durchschnittlicher Krimi zu bieten hat.« (Der SPIEGEL)

»Keine Seite möchte man von diesem sensationell spannenden Thriller missen.« (FACTS)

»Ein schlichtweg atemberaubendes Buch. Ein Volltreffer ohne Schönheitsfehler! Vielschichtig, psychologisch stimmig, von kristallklarer Beobachtung.« (BREMER)

Ihre Meinung zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau«

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Conan08 zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 02.05.2011
Die fünfte Frau zählt zu den stärksten Wallander-Romanen von Henning Mankell.

Das Besondere an diesem Roman, was ihn von anderen Wallander-Romanen klar abhebt, ist die hervorragende spannende und detallierte Beschreibung aller Schauplätze bzw. Tatorte. In keinem anderen Wallander-Roman gab es bisher so viele Schauplätze und so viele Details zu entschlüsseln und nachzuforschen. Für mich ist es der abwechslungsreichste Wallander. Alleine die Anzahl der vielen Charaktere übertrifft alle anderen Wallander-Romane. Als Leser stellt man sich richtig gut vor, man möchte am liebsten dabei sein, wenn Kurt Wallander mit seinen Kollegen in den ganzen Mordfällen ermittelt. Ich wiederhole hier ist Mankell ein Meisterstück gelungen in der Beschreibungsweise der Ermittlungen, Schauplätze und aller Personen, die darin vorkommen.

Die Athmosphäre in diesem Buch kommt sehr gut rüber. Lediglich nach der Hälfte des Buches fällt man als Leser in ein leichtes Loch, wo sich meiner Meinung nach die Ermittlungsarbeiten zu sehr gestreckt haben. Da hätte man auch 50 Seiten locker weglassen können.

Die Morde sind sehr gut geschildert, und auch wieder sehr brutal, wenn auch nicht mehr so blutrünstig wie bei "Der falschen Fährte"

Man hat richtig gemerkt, wie sich Mankell in diesem Roman noch mal einen Schritt weiter entwickelt hat.

Die Thematik finde ich ist diesmal nicht ganz so gut gewählt von Mankell. Das dürfte allerdings auch daran liegen, dass ich ein Mann bin, und das ganze in erster Linie eine Frauen-Thematik ist. Klar ist solches Unrecht mit dem Missbrauch und sogar der Tötung von Frauen durch psychisch kranke Männer, die nur auf Trophäensammlung aus sind, so etwas darf in unserer Gesellschaft einfach nicht sein. Mein Mitleid haben die Frauen auf jeden Fall. Trotzdem fällt es mir als Mann sehr schwer mich ganz tief damit auf der Gefühlsebene auseinander zu setzen. So konnte ich mich diesmal nur sehr schlecht in die Lage, den Kopf, der Mörderin reinversetzen.

Die Bürgerwehren, die das erste Mal in Erscheinung treten finde ich ist ein gutes und realistisch dargestelltes Problem in der Gesellschaft. Das hat Mankell sehr gut und glaubwürdig geschildert und rüber gebracht.

Fazit:
Wenn man nach der Qualität des Buches geht, ist dies der beste bzw. stärkste Wallander-Roman aus den ersten 7 Büchern (Fällen), die ich gelesen habe. Geschmacklich gesehen, Thematik, Problematik, Psychologie usw... rangiert dieser Roman allerdings in meiner persönlichen "Wallander-Hitliste" "nur" auf dem dritten Platz. "Die weiße Löwin" hat mich einfach mehr angesprochen und "die falsche Fährte" bleibt die Nr. 1 bei meinen Lieblings-Wallander-Romanen.
Kasia zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 01.09.2010
Als ich das Buch vor 6 Jahren schon mal las, hat es mich genauso in seinen Bann gezogen, wie heute auch.
"Die fünfte Frau" ist ein Spitzenkrimi, den man als Fan gelesen haben MUSS.
Kurt Wallander als Ermittler ist durchaus ein "Kommissar zum liebhaben", wie Frau Reiss oben schreibt.
Der vielfach kritisierte Schreibstil und die angebliche Langatmigkeit lassen mich vollkommen kalt, denn ich sehe das absolut anders.
Ich schätze - und das hab ich schon vielfach geschrieben - Henning Mankells Schreibstil und seine Liebe zum Detail.
Jeder Wallander-Krimi bringt uns die Persönlichkeit seines Hauptcharakters näher. Nach dem Lesen der ganzen Romane kann ich behaupten Kurt Wallander als Mensch sehr gut zu kennen.
Er ist ein Typ mit Stärken und Schwächen.
Das schätze ich auch sehr an ihm.
"Die fünfte Frau" ist spannend und logisch. Teilweise ziemlich brutal und erschreckend, aber niemals langweilig.
Jeder hat seine Meinung, die ich auch respektiere. Aber bevor man nach 180 Seiten aufhört, sollte man vielleicht doch lesen, wie sich die ganze Geschichte entwickelt. Oder einfach in 6 Jahren nochmal anfangen ...
anonym zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 05.06.2010
ich finde das buch gut.
ich finde das buch logisch.
ich finde das buch brutal.
ich finde das buch lustig.
ich finde das buch interasant.
ich finde das buch spannend.
ich finde das buch toll.
ich finde das buch mega.
ich finde das buch super.
ich finde das buch genial.
ich finde das buch bombig.
ich finde das buch einfach hamma,
wie es sich bewegt in seinem cover!
afra zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 27.12.2009
Also mit "Wortklauberei "- siehe Beitrag von Bell - kann man keine objektive Kritik an nordischen Krimis formulieren - die betonte Langatmigkeit ist quasi ein Stilmittel (siehe Komissarin Lund) und gerade die schätzen auch Mankell-Fans. Wallanders Schwächen machen ihn im Gegensatz zu unglaubwürdigen Superheroes in anderen Genres wirklich nachvollziehbar und lebensnahe, ja ziemlich sympathisch.
Alex zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 24.08.2009
Wie "Bell" einsehen musste, trifft der viel gelobte Mankell eben nicht jedermans Geschmack. Ich bin froh dass mich dieses Buch trotz der Längen und Langatmigkeiten in den Bann gezogen hat, ansonsten hätte ich es wohl versäumt, eine der besten Krimi-Reihen überhaupt zu lesen.

Und, nun ja, an Wallanders "Pinkeln" lässt Mankell den Leser jedesmal teilhaben, und schöner wird es noch in den späteren Büchern, als Wallander Diabetes hat! Aber das nimmt man für diese Krimis in Kauf, und mal ehrlich, als echter Mankell-Fan würde man sowohl Wallanders geradzu anmaßende Schusseligkeit und sogar sein Gepinkel vermissen, wenn es einmal nicht mehr vorkäme
Bell zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 01.07.2009
Ich bin auf Seite 160 und werde wohl auch diesen Wallander-Roman abbrechen. Mir hatten vor langer Zeit "Mörder ohne Gesicht" und "Der Mann, der lächelte" (was für ein blöder Titel) noch gut gefallen, wahrscheinlich, weil es mit die ersten Krimis waren, die ich überhaupt gelesen habe. Später habe ich mit "Mittsommermord" schon sehr gekämpft und den Kampf gegen dieses unlogische und langatmige Buch verloren.

Jetzt dachte ich, ich versuche es nochmal, und zwar mit diesem hier und was soll ich sagen: ich begreife nicht, wie man diesen Schreibstil ertragen kann. Alle zwei Sekunden stockt man beim Lesen, weil der Satz schon wieder zu Ende ist - Hauptsatz an Hauptsatz, das ist ein bewährtes Stilmittel, klar, aber doch nicht für einen Krimi, wo es das A und O ist, den Leser bei der Stange zu halten! Dann diese ganzen Details. Was interessiert es mich, dass Ann-Britt Höglund die Organisation der nächsten Besprechung übernehmen wird und dass Wallander, nachdem er mit Martinsson gesprochen hat, das Telefon an diese Ann-Britt weitergibt und sie dann mit Martinsson die Besprechung bespricht?? Und das sind noch Details, wo man sagen kann: gut, der Ablauf soll halt minutiös geschildert werden. Aber dass ansonsten fast jede Bewegung, jeder noch so uninteressante und seichte Gedanke geschildert wird, das kann ich nicht mehr verzeihen. Fehlt nur noch, dass Mankell mir mitteilt, dass Wallander geblinzelt hat oder dass er denkt: Ich glaube, gleich verlässt ein Wind meine Gedärme.

Darüber, dass Wallander (nach wievielen Jahren Polizeidienst?) wie immer keinen Schreibblock bei sich hat, will ich mich jetzt gar nicht weiter auslassen, oder darüber, dass er ein und dieselbe Person, die eigentlich gar nicht viel mitzuteilen hat, dreimal innerhalb von zwei Tagen zum Tatort bestellt, weil er eine Frage stellen will wie: Haben Sie wirklich keine Erklärung dafür, wo er sein könnte? Und dafür muss dieser Mensch dann jedes Mal seine Tour mit dem Öltanklaster unterbrechen.

Die Krönung war dann für mich folgende Stelle:
"Die Ermittlung schleppte sich in der Woche bis zur Beerdigung langsam dahin. Möglicherweise lag es daran, dass Wallander die Arbeit nicht wie gewohnt vorantrieb."

Da musste ich fast lachen; wie kann ein Autor seine eigene Hauptfigur so fehleinschätzen? Wallander schafft es doch noch nicht einmal, einem Kollegen ein Stück Papier zurückzugeben, dass er fälschlicherweise mitgenommen hat. Mindestens fünfmal denkt er: Ach, ich muss ihm ja unbedingt noch den Zettel zurückgeben. Beim letzten Mal, als er die ach so dringende Tat endlich ausführen will, klingelt das Telefon und natürlich geht er ran und - ratet mal - vergisst es wieder. Als er den Kollegen dann trifft und ihm sagt, er habe einen Zettel von ihm, auf dem dieses und jenes stünde, sagt dieser: Kannste wegschmeißen.
Und dafür musste ich mir dieses ewige Gelaber um den blöden Zettel reinziehen?

Ich bin sauer, falls man es nicht merkt. Ich muss wohl nicht betonen, dass ich diesen Quark nicht weiterlesen werde.
annun_ zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 02.06.2009
Und wieder mal muß ich sagen, daß mir Mankell wohl einer der liebsten skandinavischen Krimiautoren ist.
Mit diesem Roman zeigt er erneut, wie er die Sprache und die Spannung beherrscht.

Ein schrecklicher Mord führt Kommissar Wallander und sein Team auf einen einsamen Hof – hier wurde ein alter Herr in einem Pfahlgrab aufgespießt. Während das Team fieberhaft ermittelt und auf Spurensuche ist, verschwindet schon der nächste Mann – ist auch er ein Opfer des wahnsinnigen Mörders geworden? Und wer mordet auf solche Art und Weise? Was haben die Männer gemeinsam und was treibt den Täter an?
Fragen gibt es genug, und Wallander begibt sich nach seiner Romreise, die er mit seinem Vater unternahm wieder mal auf die Suche nach dem Mörder.

Für mich hat dieses Buch alles was ein spannender Krimi haben muß. Ich kann allerdings nachvollziehen, daß so mancher mit der Art und Weise von Henning Mankells Büchern nicht zurechtkommt. Er erzählt gerne und ausgiebig und auch dieses Buch hat so seine Längen. Für mich ist es allerdings immer so wie bei einer Märchenerzählerin, bei der ich als Kind gerne war: Ich könnte ihm stundenlang zuhören, bzw. ihn stundenlang lesen, ohne daß mir langweilig wird. Seine Art zu schreiben spricht mich so sehr an, daß ich sogar seitenweise lesen würde, wie er einen Baum beschreibt. Diese typische Mankell-Art fesselt mich und ich lasse mich regelrecht hineinziehen in seine Welt. Die Protagonisten sind alle so sauber ausgearbeitet, daß kein einziger als durchsichtiges Werk in einer Ecke verstaubt und verblaßt. Die melancholische Stimmung fasziniert mich jedes Mal aufs Neue und er schafft es mit jedem seiner Wallander Krimis, daß ich Sehnsucht nach diesem Land bekomme.

Auf meinen Kommisar Wallander lasse ich nichts kommen, er ist wie ein Mensch, der überall in jeder Stadt leben könnte: Ein Mann um die fünfzig, der die Trauer um seinen Vater bewältigen muß, sie aber immer wieder auf die Seite schiebt, um sich damit nur ja nicht zu sehr auseinandersetzen zu müssen. Ein Mann, der nach der Scheidung von seiner Frau alleine lebt und trotzdem überlegt, ob er einen Neuanfang mit seiner neuen Liebe Baiba wagen soll. Immer wieder ist er von Zweifeln geplagt, hat immer wieder Schlafstörungen und merkt erst jetzt, dass seine Tochter eigentlich kein Kind mehr ist, sonder ihm plötzlich Tipps geben kann, wie er mit schwierigen Situationen umzugehen hat. Ja, ich habe ihn lieb gewonnen, ich treffe ihn immer gerne wieder. Und weil das so ist, vergebe ich 87°.
Kallisto73 zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 17.08.2008
Mein erster Mankell und mein letzter. Um es gleich vorwegzuschicken: Dies sind für mich 50 Grad und mehr nicht. Ich werde hier keine Spoiler schreiben, obwohl dies sicherlich verzeihlich wäre, um dem zukünftigen Leser klarzumachen, wieviele unlogische Stellen dieses Buch hat. Aber ich will niemandem die Spannung verderben (die es sicherlich gibt, leider wird die eigentlich so lange vorbereitete und so wichtige psychologische Auflösung lapidar und kurz und knapp und unbefriedigend auf wenigen Seiten (mit vielen unwichtigen Unterbrechungen) hingerotzt [tut mir leid]).
Ich hoffe wirklich, daß die deutsche Polizei, wenn sie zu einem Einbruch gerufen wird, gefundenes Blut von der Spurensicherung als Spur sichern läßt. In Schweden scheint man das nicht zu tun (zumindest Wallanders Gruppe nicht). Unverständlich, dumm und lächerlich.
Wer einen guten Krimi lesen möchte, sollte vielleicht Stieg Larsson in Betracht ziehen.
Leseratte zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 07.08.2008
Ich kann eigentlich ohne Ausnahmen alle Wallander-Krimis empfehlen!!!
Immer spannend, raffiniert und man kommt doch nie auf den Täter!
Spannung bis zur letzten Seite ist garantiert. Hab alle Krimis der
Wallander-Reihe verschlungen! Und Freunde und Bekannte werden
freiwillig oder unfreiwillig zum Lesen "gezwungen".:-)
Jacqueline zu »Henning Mankell: Die fünfte Frau« 31.07.2008
Also... ich lese das Buch seit 2 Abenden und es ist keinesfalls so das es mich so fesselt das ich es nicht mehr weglegen könnte...

Die Geschichte ist OKay.. aber ich hab echt schon 1000 mal spannenderes gelesen.

Selbst die Morde sind weder grausam noch sonstwas...

Werde das Buch zwar zu Ende lesen, aber bis jetzt bin ich ein wenig enttäuscht...

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