Keine Verdachtsmomente von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel No suspicious circumstances, deutsche Ausgabe erstmals 2009 bei Bloomsbury.
- London: Allison & Busby, 2007 unter dem Titel No suspicious circumstances. 351 Seiten.
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Berlin: Bloomsbury, 2009.
Übersetzt von Anke & Eberhard Kreutzer.
ISBN:
978-3827007940. 347 Seiten. -
Berlin: Berliner Taschenbuchverlag, 2010.
Übersetzt von Anke & Eberhard Kreutzer.
ISBN:
978-3833306983. 347 Seiten.
'Keine Verdachtsmomente' ist erschienen als
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In Kürze:
Die Arbeit als Drogenfahnderin bei ihrer Majestät Zoll- und Finanzamt ist hart. Doch zum Glück steht Deborah Jane Smith ihre struppige Perserkatze Gorgonzola zur Seite – jedenfalls, wenn sie nicht gerade schläft oder frisst. Ein neuer Fall verschlägt die beiden ins nebelverhangene Schottland, wo sie einen Ring von Heroinschmugglern ausheben sollen. Erste Anlaufstation ist das White Heather Hotel bei Edinburgh, das von der unbarmherzigen Morag Mackenzie geführt wird. Haustiere sind hier natürlich verboten und pünktliches Erscheinen zu den Mahlzeiten ist oberste Pflicht. Unter den Gästen tummeln sich so seltsame Charaktere wie der passionierte Golfer Hiram J Spinks, die glamouröse Gina Lombardini und die weniger glamouröse, selbsternannte gastronome extraordinaire Felicity Lannelle. Als es zu einer Reihe tödlicher »Unfälle« kommt, ist klar: D J und Gorgonzola haben es mit skrupellosen Profis zu tun – deren nächstes Opfer sie sein könnten. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Das meint Krimi-Couch.de: »Jane Bond & Super-Cat in geheimer Mission«
Krimi-Rezension von Ines Dietzsch überspringen
Sie hören auf die Namen Francis, Miss Maple, Mrs. Murphy und Tee Tucker – tierische Detektive, die seit Jahren in den Büchern von Akif Pirinçci, Leonie Swann, Rita Mae Brown und Co. mit kriminalistischem Spürsinn die Bösewichte zur Strecke bringen. Jüngst gesellte sich eine Perserkatze namens Gorgonzola zu den literarischen Helden auf vier Pfoten. Ihre Erfinder sind die vor 70 Jahren in Edinburgh geborenen Zwillingsschwestern Helen & Morna Mulgray. Keine Verdachtsmomente heißt der vorliegende Debütroman der Ladys, in dem allerdings nicht die Katze die Ermittlungsarbeit leistet, sondern die Tätigkeit ihres Frauchens als Drogenfahnderin bei Ihrer Majestät Zoll- und Finanzamt samtpfötig unterstützt.
Operation Schottische Nebelsuppe
Deborah Jane Smith hat sich bei ihrem letzten Einsatz nicht gerade mit Ruhm bekleckert und wird deshalb von ihrer Londoner Dienststelle mit einem Auftrag nach Schottland entsandt. Die Eigentümer des White Heather Hotels an der schottischen Ostküste stehen im Verdacht, am schwunghaften Heroinhandel in der Gegend beteiligt zu sein. Unter den argwöhnischen Blicken der gestrengen Morag Mackenzie, mietet sich die Fahnderin im familiär geführten Haus ein Doppelzimmer, und muss sogleich in die Trickkiste greifen, um ihre tierische Begleitung trotz Haustierverbot ins Landhotel zu schmuggeln. Der Katze mit der besonderen Spürnase gelingt es rasch, die Verstrickungen des Hotelbesitzerpärchens ins Drogengeschäft aufzuzeigen und DJ Smith muss nur noch die Beweise dafür finden und die Hintermänner entlarven. Sie observiert die gesamte illustre Gästeschar des Hotels und stolpert dabei schon bald über eine Reihe merkwürdiger Unfälle mit Todesfolge. Beinahe entgeht ihr im Entdeckungseifer, dass sie sich selbst in tödlicher Gefahr befindet.
Die sieben Leben der DJ Smith
Katzengleich bewegt sich die Romanheldin durch die Geschichte. Ich meine jedoch nicht die sanfte, anmutige Art durchs Leben zu streifen, wie sie einem Stubentiger eigen ist. Vielmehr stolpert und tolpatscht die Protagonistin durch die Story. Ihr passieren ständig kleine und große Missgeschicke. Einmal landet sie in voller Montur in einem Teich im Botanischen Garten, um beim Observieren nicht entdeckt zu werden – weithin sichtbar durch ein Fenster für alle Besucher im Stockwerk tiefer…
Ebenbürtig einer Katze ist die Fähigkeit der Heldin, sich nach jedem Ausrutscher oder Anschlag einmal kurz zu schütteln, und weiter geht’s mit ungedämpftem Aktivismus.
Ausgestattet mit schier übernatürlichen Kräften und mindestens sieben Leben trotzt die Fahnderin allen Gefahren. Dabei zeigt sie sich von wandelbarer Gestalt, beweist Einfallsreichtum und hat die Gabe, in die verschiedensten Rollen zu schlüpfen, wenn es die Situation erfordert.
Die Katze Gorgonzola bekommt neben ihrer besonderen Eignung als Drogenspürkatze noch das Talent einer Katzenkünstlerin aufs Fell geschrieben. In ihrem Nachwort verweisen die Autorinnen ungläubige Leser wie mich auf ein einschlägiges Werk zum Thema malende Katzen.
Ansonsten macht die Mieze im Buch das, was alle Katzen machen – fressen, schlafen, schnurren; und dies ist für den Krimi ziemlich nebensächlich.
Prädikat: unwichtig.
Ines Dietzsch, Dezember 2009
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