Gewitter über Pluto von Heinrich Steinfest

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 bei Piper.

  • München; Zürich: Piper, 2009. ISBN: 978-3-492-05310-5. 422 Seiten.
  • München: Piper, 2010. ISBN: 978-3-492-26366-5. 422 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Osterwold Audio bei Hörbuch Hamburg, 2009. Gesprochen von Jona und Dietmar Mues. ISBN: 3869520043. 6 CDs.

'Gewitter über Pluto' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Lorenz Mohn, ein Mann mit perfektem Körper und nicht ganz so perfekter Seele, begreift im vierzigsten Jahr seines Lebens, dass er selbiges radikal ändern muss – und beendet seine Karriere als Pornodarsteller. Inspiriert vom Anblick einer Kollegin, die mit Vermeerscher Ruhe und Würde an einem Pullöverchen häkelt, eröffnet er einen Strickwarenladen. Geldgeberin ist die von Gerüchten umwehte Grande Dame der Wiener Unterwelt. Ihre einzige Bedingung für das zinslose Darlehen: es auf den Tag genau in sieben Jahren zurückzuzahlen oder aber an eben diesem 14. Juli 2015 ein Leben zu retten. Das ist auch der Tag, an dem die NASA-Sonde New Horizons den Planeten Pluto erreichen soll. Ein Zufall? Wohl kaum, wenn man den Namen von Mohns Strickwarengeschäft bedenkt: Plutos Liebe. Ein Sturm bricht los und reißt alle mit sich.

Ihre Meinung zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto«

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Troy zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto« 17.08.2015
Ein Pornodarsteller, der ein Wollgeschäft eröffnet. Außerirdische, die unsere Gesellschaft infiltrieren. Ein Bäcker, der lieber Fossilien modelliert statt Brötchen backt. Eine alte Dame, die in Dürrenmattscher Manier die Honoratioren der Stadt in der Hand hat. Griechische Polizisten in Wien, Araber in Norwegerpullovern, Aliens im Schwabeländle und und und… Ein Panoptikum an skurrilen Gestalten und grundsätzlich ein phantasievoller Lesespaß. Wären da nicht die ausufernden, zum Teil schon recht selbstverliebten Kommentare des Autors. Am Anfang noch ganz unterhaltsam, gehen sie einem zunehmend auf den Keks, da sie die Handlung nicht voranbringen, sondern im Gegenteil eher bremsen. Den Schluss gibt es gleich zweimal, der erste hätte mir gereicht. Nach dem ganzen Feuerwerk hätte ich dann doch was Originelleres erwartet. Zieht man also gefühlt fünfzig Seiten persönlicher Einmischung des Autors ab, spart sich das definitive Finale und lässt den Epilog unter den Tisch fallen, bleibt eine durchaus amüsante Lektüre.
Rosswitha Keiser zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto« 05.02.2015
Ebenfalls durch Zufall bin ich auf Heinrich
Steinfest gestoßen, habe inzwischen 4 oder 5 seiner Bücher gelesen und bin fasziniert!
Er kann schreiben, das ist gar keine Frage, die Personen und die Umstände sind irgendwie abgefahren, aber auch stimmig, und vielleicht das Wichtigste: Er liebt seine Romanfiguren, er ist niemals menschenverachtend oder gleichgültig. Ich jedenfalls mag den Schreibstil, und mein Mann auch.
Esther P. zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto« 01.01.2012
durch Zufall bin ich beim stöbern auf dieses buch gestoßen, ich fand titel und klappentext sehr ansprechend, und wurde beim lesen derbe entäuscht.

wie ich an den bereits geschriebenen kritiken erkenne gibt es leute die den schreibstil mögen, und welche die den stil nicht mögen. ich gehöre definitiv zu den letzteren.

ich kenn die anderen bücher des autoren leider (oder eher zum glück!) nicht, kann daher also nicht sagen ob der stil immer so ist oder nur in diesem fall.

die geschichte zog sich wie kaugummi, zwischendurch kam es mir vor als wär es gar keine geschichte sondern eine mischung aus kochrezept und fiktion. keine ahnung was mich an dem buch faszinieren sollte, mehr als 10% gibt es dafür von mir allerdings nicht.
rüdiger johst zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto« 24.05.2011
mir gefällt die Sprache von H.Steinfest. einige male ist mir die ausgefranste fabuliererei allerdings auch zuviel geworden. da wird es vom handlungsstrang gerade spannend und unser heinrich kommt wieder vom "Höxgen zum stöcksgen", bzw. vom hundertsten zum tausendsten und langweilt mitunter eben schon mal. steinfest erzählkunst sollte nicht zur Masche verkommen wie z.B ein Wladimir Kaminer. Da sind die ersten drei Bände noch authentisch und brilliant. Später wirkt dann alles irgendwie ausgedacht und absehbar und eben langweilig. ansonsten freue ich mich auf jedes neue abenteuer des Detektiven bzw. ehemaligen detektiven Cheng.
PeterStary zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto« 17.02.2010
Es war mein erster "Steinfest" und der Auftakt versprach ein tolles Krimi-Erlebnis: Originelle Figuren und Bilder und sprachliche Gewandtheit. Nach und nach kam allerdings Ernüchterung: Es fehlt der Geschichte eine knifflige Handlung und eine spannende Dramaturgie. Denkt man sich ein paar der originellen Ideen weg, setzt man also z.B. einen Handy-Verkäufer an die Stelle des Porno-Darstellers als Hauptfigur und auf der anderen Seite den CIA oder KGB statt der Pluto-Invasoren, dann bleibt leichte Kost übrig. Unter dem Stuck und Putz der (unbestritten) brillanten Sprache und der originellen Einfälle kommt ein schlichtes Schwörer-Fertighaus zum Vorschein.
vargas zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto« 01.10.2009
Großteils brillant wie von Steinfest gewonht, aber teilweise hat es auch seine Längen. Vor allem der Epilog ist mir dann schon furchtbar auf die Nerven gegangen, aber gut, den muss man ja auch gar nicht mehr lesen eigentlich.

Grundsätzlich ist das Buch aber natürlich ein Genuss, sprachlich top und voller Phantasie, schön auch, dass es eine kleine Verbindung zur Lilli Steinbeck gibt.
Unter die Krimis würde ich es allerdings nicht unbedingt einordnen, auch wenn es einen Mord gibt, der aufgeklärt werden soll (bzw eben nicht ;) ).
dieter reitz zu »Heinrich Steinfest: Gewitter über Pluto« 12.09.2009
in aller kürze: wieder ein typischer steinfest..allerdings ist es mir diesmal zuviel des GUTEN..irgendwie kokettiert s. mit seiner eloquenten sprachartistik..es häufen sich die steinfestschen"alltagsphilosophisch zelebrierten aphorismusmanifeste" und gegen ende "zerfransen" die handlungsstränge etwas . dennoch absolut lesenswert für freunde des krimi-siencefiction-und parodier bzw zitier- genres.
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