Cheng von Heinrich Steinfest

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 bei Bastei Lübbe.
Folge 1 der Markus-Cheng-Serie.

  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1999. 269 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2000. 269 Seiten.
  • München; Zürich: Piper, 2007. 263 Seiten.

'Cheng' ist erschienen als

In Kürze:

Eine Stadt erstickt im Schnee. Ein Mann sitzt in seinem Büro und überlegt, »wie vornehm sich Gott verhielt, indem er diese Stadt nicht einfach ausdrückte oder zuspuckte, wie sie es eigentlich verdient hätte, sondern in einen weißen Traum verwandelte, in dem freilich früher oder später alles zu Grunde geht«. Dieser Mann heißt Markus Cheng, ist Privatdetektiv und hat nichts mit einem Chinesen gemein, außer, dass er wie einer aussieht. Sein einziger Klient wird tot aufgefunden – im Einschussloch zwischen den Augen steckt ein Papierröllchen, darauf eine Nachricht: Forget St. Kilda. Eine Frau – rasant, hartnäckig, vom Tötungstrieb bestimmt, dabei witzig – mordet, und zwar keineswegs ins Blaue hinein. Stets hinterlässt sie Hinweise, die um den Namen St. Kilda kreisen. Cheng beobachtet in einer Bücherei einen älteren Herrn, der sich nach einem Buch erkundigt, das es nirgends gibt. Titel: St. Kilda. Er folgt dem Mann und gerät immer tiefer in eine Geschichte, in der die Gewalt ihren beiden legitimen Brüdern begegnet: dem Absurden und dem Komischen. Nichts gegen böse Träume. Schlimm ist nur das böse Erwachen …

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gila zu »Heinrich Steinfest: Cheng« 04.08.2011
er ist um die ecke gegangen, es hat rums gemacht und er hat angefangen zu sehen,und zu verstehen.
da ist das erkennen in seinen buechern.

nach den ganzen sogenannten bestsellern eine wohltat. ein schatz, den zu finden ein geschenk ist,

chen - auch spannung garantiert bis zur letzten seite. und dieser messerscharfe humor!
b.wessing zu »Heinrich Steinfest: Cheng« 22.03.2009
für mich ist steinfest die entdeckung des jahres.
als vielleserin der skandinavischen krimis, die seit langem uns überfluten, ein wenig müde, hatte ich wirklich großen spaß an dieser neuen und überraschenden deutschen stimme.
illusionslos, zynisch und doch voll überbordender liebe zum leben, humorvoll eben und und zum krümeln.ein virtuoses spiel mit der deutschen sprache, wenn auch manchmal etwas an den haaren herbeigezogen wird,macht mir vergnügen. die handlung erinnert dagegen eher an einen comic, der ja auf seine weise die dinge überspitzt und damit auf den punkt bringt.ob auf mauritius oder im keller eines naturkundemuseums oder auf dem heimischen, von katzenhaaren verpesteten sofa,
die abenteuer, die handlung, der kampf, die suche nach gerechtigkeit finden im jeweiligen charakter statt, er entscheidet sich oder auch nicht, traut jemandem oder auch nicht - in jedem fall sind die charaktere zutiefst menschlich,
wie karikaturen ihrer selbst.
so gesehen handelt es sich nicht um bodenständige krimis,
der alltagsrealität nachempfunden, sondern um reine bilderwelten, reine fiktion, ein lustvolles surfen im menschlichen gehirn. sie dienen der unterhaltung, der ablenkung und stellen gleichzeitig die tiefschürfende frage: was würden wir ohne ablenkung tun?
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Martin Vietmeyer zu »Heinrich Steinfest: Cheng« 27.07.2008
Für mich ist Steinfest die Entdeckung des Jahres. Geistreiche Bilder reihen sich in dichter Folge und lassen keine kunstvolle Langeweile aufkommen. Gelassen leitet der Autor zu den Menschen und Handlungen. Jede Zeile führt in ein neues Gedankenuniversum. Wer solche Reisen liebt, wer sich an eleganter Beredsamkeit erfreuen kann, wer zwischen den Zeilen lesen möchte der fühlt sich hier auf´s Angenehmste unterhalten.
Besonders wohltuend ist es einen Autoren zu finden, der schon im Urzustand einer Sprache mächtig ist, die auch für mich zu den eleganteren der Schreibkultur gezählt werden kann.
Hans Rölle zu »Heinrich Steinfest: Cheng« 29.12.2007
Als ich auf Seite 19 lesen musste, dass sich Leute "über das Verhältnis von Epilepsie und Börsenkursen" unterhalten, war ich mit dem Buch fertig. In nahezu jedem Satz bemüht sich ein Autor, der nicht viel zu sagen hat, krampfhaft um Originalität und Witzischkeit.

Bei mir kommt bei solch unerträglicher Schreibe keinerlei Interesse an der Handlung auf.
Desi zu »Heinrich Steinfest: Cheng« 02.04.2004
Der Untertitel verspricht einen rabenschwarzen Roman. Ich habe schon schwärzere gelesen, nichts desto troz ist Cheng ein gut gelungenes und auch zeitweise recht amüsantes Werk.
Ich kann es nur empfehlen. Am besten liest man Cheng noch vor "Ein sturer Hund", da der zweite Roman dann gleich noch mehr Freude macht.
2 von 4 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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