Die tätowierte Unschuld von Harry Thürk

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1994 bei Das Neue Berlin.
Ort & Zeit der Handlung: China / Hongkong, 1990 - 2009.

  • Berlin: Das Neue Berlin, 1994. 156 Seiten.

'Die tätowierte Unschuld' ist erschienen als

In Kürze:

Wer sich in Hongkong oder anderswo mit einem Triade-Boß einläßt, lebt gefährlich, weiß Privatdetektiv Lim Tok und übernimmt doch den Auftrag. Drei einflußreiche Geschäftsleute waren jeweils bei einem Dinner for two nach dem Genuß von Fugu, einer japanischen Fischspezialität, die, unprofessionell zubereitet, absolut tödlich wirkt, gestorben. Daß die mit ihnen dinierenden Damen nach dem jähen Ende des Tête-à-tête augenblicklich verschwanden und die Reste der Mahlzeit einwandfrei waren, findet Lim Tok verdächtig. Keine Frage, daß er, clever und schlagkräftig, auch diesen rätselhaften Fall löst.

Ihre Meinung zu »Harry Thürk: Die tätowierte Unschuld«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

fr_putz zu »Harry Thürk: Die tätowierte Unschuld« 17.03.2011
Hongkong Mitte der 90-erjahre des 20. Jahrhunderts, kurz vor der Übergabe aus britischer Kolonialverwaltung an die Volksrepublik China als Sonderverwaltungszone. Jedermann in Hongkong mit einigem Einfluss versucht, seine Angelegenheiten unter diesem Aspekt zu regeln, so die Transfers von Vermögen, Nachfolgen auf bestimmten Positionen etc. Dabei geht es nicht immer ganz sauber und fair zu, unter Umständen müssen Menschen, die im Wege stehen oder sich „quer stellen“, ihr Leben lassen.
Nachdem ein einflussreicher Geschäftsmann im Beisein einer Edel-Prostituierten nach einer Fugu-Mahlzeit starb und auch seine Begleiterin unter mysteriösen Umständen umkam, wird Privatdetektiv Lim Tok von der Familie des Ermordeten mit der Aufklärung beauftragt. Die Ermittlungen führen ihn nicht nur in Hongkong umher, sondern auch in das noch portugiesische Macao, dessen Übergabe an China ebenfalls in wenigen Jahren vollzogen werden wird. Mit seiner Cleverness gelingt es ihm, auch diesen Fall aufzuklären, nicht ohne dabei Enttäuschungen erleben zu müssen, weil sich am Schluss die Familie des Opfers mit dem Auftraggeber des Mordes geschäftlich einigen.
Mein Fazit nach dieser Lektüre: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Der von mir wegen seiner Tatsachenberichte, vor allem aus der jüngeren Vergangenheit im asiatischen Raum angesiedelt, und seinen zeitgeschichtlichen Abenteuerromanen, vorwiegend aus dem gleichen Milieu, sehr geschätzte Autor Harry Thürk bringt als Krimi-Schreiber bestenfalls Durchschnitt auf den Markt. Spannung kann man dem Roman nicht absprechen, aber Alles ist sehr durchsichtig und klischeehaft. Obwohl der Hongkonger „Sumpf“ sprichwörtlich ist, kann ich es mir aber nicht vorstellen, dass dort Alles, was irgendwie ein Geschäft betreibt, egal ob ganz groß oder ganz klein, oder in einer Amtsstube, Bank, in einem Hotel oder Restaurant oder sonst wo arbeitet, miteinander und mit den Hongkonger und chinesischen Mutterlands-Triaden sowie den Geheimdiensten der VR China verwoben und verfilzt ist. Anscheinend gibt es in Hongkong keine normalen, anständigen Menschen ohne jede Verstrickung mit einer dieser Einrichtungen. Das erscheint Alles sehr dick aufgetragen und deshalb wenig glaubhaft und dient offenbar nur dem Spannungsfluss des Romans. Dieser ist Durchschnitt, mehr nicht. Die Handlung wird sicher bald vergessen sein, und sehr schade ist es darum nicht.
Ihr Kommentar zu Die tätowierte Unschuld

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: