Stirb von Hanna Winter

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Ullstein Taschenbuch-Verlag.

  • Berlin: Ullstein Taschenbuch-Verlag, 2011. ISBN: 978-3-548-28344-9. 352 Seiten.

'Stirb' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Gerade hat sich Lara Simons ihren großen Traum vom eigenen Café erfüllt, da wird sie in einer dunklen Nacht brutal überfallen. Sie entkommt in letzter Sekunde. Was Lara nicht weiß: Der Täter kennt sie. Von früher. Und er kannte ihre Mutter. Lara flüchtet mit ihrer kleinen Tochter von Berlin auf die Insel Rügen. Aber der Killer holt sie ein, und dieses Mal hat er kein Erbarmen …

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Maren78 zu »Hanna Winter: Stirb« 18.05.2016
Der Schreibstil von Hanna Winter gefällt mir sehr gut. Das Buch lässt sich angenehm lesen und die Spannung zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite. Am Ende jedoch nützen einem alle Spekulationen über die Aufklärung nicht wirklich. Manachmal kann man sich auch irren. Endlich mal wieder eine tolle deutsche Autorin.In diesem Roman treibt ein grausamer Serienmörder sein Unwesen in Berlin. Auf bestalische Weise werden dunkelhaarige Frauen überfallen und mit einem Tranchiermesser regelrecht aufgeschlitzt. Dann trifft es Lara Simons, die sich gerade mitten auf der Überholspur im Leben befindet. Nach der Eröffnung ihres eigenen Cafes wird sie überfallen und ins Auto gezerrt. In aller letzter Minute kann sie jedoch fliehen. Die Polizei nimmt sie und ihre Tochter ins Zeugenschutzprogramm auf und beide brechen alle Kontakte zu ihrem früheren Leben ab und ziehen nach Rügen. Bevor sie dieses Leben beginnen kann, schlägt der Täter zu und bringt Laras Ex-Mann und dessen neue Freundin um. Tochter Emma ist bei dem Überfall dabei und verstummt seitdem.Auf Rügen kommen beide zur Ruhe und bauen sich ein neues Leben auf. Lara führt mit ihrem neuen Lebensgefährten eine kleine Pension und beide sind glücklich. Doch der Schein trügt, denn der Mörder von damals ist ihr nach 6 Jahren Ruhe wieder auf den Fersen.Zwischendurch springt das Buch in die Vergangenheit, so dass wir Leser erfahren warum der Mörder es gerade auf Lara so abgesehen hat.Für mich ein Spitzenthriller, den man einfach lesen muss!!!
fluffi zu »Hanna Winter: Stirb« 27.12.2013
Habe das Buch gerade in der Zeit die ich erübrigen konnte in zwei Tagen durch gelesen.Endlich ein Thriller, der nur soviel über die Nebenpersonen z.B. die Polizei schreibt, die nötig sind um sie kennen zu lernen. Der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos. Die Story durchweg spannend. Ich habe bereits früh an den wahren Täter geglaubt es aber dann wieder verworfen, der Schluss ist trotz allem überraschend geblieben. Ein tolles Buch, für mich sicher nicht das Letzte von Hanna Winter. Von mir gibt es 90 Grad.
anette zu »Hanna Winter: Stirb« 19.05.2013
wem dieses buch schon gefallen hat sollte mit opfertod auf jeden fall weiter machen.
super hanna, toll gemacht.

spannend geschrieben so das man die bücher kaum weglegen mag. die sicht des täters ist immer toll dargestellt. un d hanna besitzt eine tolle schreibweise. ich persönlich mag zum Beispiel keine Bücher wo nur dialoge enthalten sind.
Süeda Karatas zu »Hanna Winter: Stirb« 22.06.2012
Ich bin 12 Jahre und haab ihr buch grade durchgelesen . Woow. Das buch ist einfach fantastisch . Ich liebe dieses Buch einfach nur .Der höhepunkt der buches geht vom anfang bis zum ende. Dieses Buch bringt einen einfach zum staunen und zum nachdenken .
Eigendlich hasse ich Bücher & habe es für unnötig gehalten (; aber jetzt denke ich es ist Fernsehen im Hirn . Man kann sich die Personen und orte schön im Kopf vorstellen und sich super in die lage versetzen so wie Hannah Winter alles formuliert hat
anyways zu »Hanna Winter: Stirb« 16.04.2012
Lara Simons hat sich endlich ihren Traum vom eigenen Café erfüllt. Die Eröffnungsparty ist ein voller Erfolg, versichert ihr immer wieder ihr engster Freund Torben, von Beruf Gerichtsmediziner mit Hang zur Glucke, Lara gegenüber. Er bringt ihr ein Geschenk zur Party mit, das diese mit einigem Befremden auspackt. Stunden später wird genau dieses ihr Leben retten und sie aus den Klauen eines Serienmörders befreien, der schon seit vielen Jahren in Berlin Angst und Schrecken verbreitet.

Die Freude über ihr Überleben währt nur kurz, von den zuständigen Kriminalbeamten Magnus Kern und Sylvia Hausmann wird ihr nahegelegt sich in ein Zeugenschutzprogramm zu begeben. Das bedeutet das Ende ihrer noch nicht einmal begonnenen beruflichen Selbstständigkeit, das Ende ihrer Vergangenheit, eine noch ungewissere weil nicht mehr selbst planbare Zukunft und natürlich die Verabschiedung von liebgewonnenen Freunden. Da sie aber nicht nur für sich sondern auch für ihre minderjährige Tochter Emma Verantwortung trägt, muss sie sich für diesen Weg entscheiden. Doch der Mörder lässt nicht locker, denn er hat eine sehr persönliche Rechnung mit Lara offen….





Hanna Winter ist für mich ein neuer Stern am deutschen Thriller Himmel. Eine Autorin die mit jedem Buch wächst. „Stirb“ ist ihr zweites Buch, und im Vergleich zu ihrem Debütroman „Die Spur der Kinder“ ist dieser sehr spannend mit teilweise schnellen Szenenwechsel und einer atemberaubenden Atmosphäre. Besonders haben mir die örtlichen Beschreibungen von Rügen gefallen. Da ich selbst viel Zeit während meiner Kindheit dort verbracht habe konnte ich mich schnell „zurechtfinden“. Die Wiedergabe des Dialektes der Rügener, also das dort vorherrschende „Fischerplatt“ ist nur im Ansatz gelungen.

Die Charaktere ihrer Protagonisten zeichnet die Autorin interessant und vielschichtig, ein wenig missfallen hat mir Laras Leichtgläubigkeit und die ständigen Anspielungen auf die sexuelle Orientierung des Gerichtsmediziners.

Bis zum Ende bleibt die mörderische Spannung erhalten, die Verdächtigen wechseln sich mitunter so schnell ab, dass man Schwierigkeiten hat Freund von Feind zu unterscheiden. Dies ist, denke ich, durchaus so gewollt und an sich auch sehr interessant, nur zum Ende trägt Hanna Winter ein wenig zu dick auf. Deswegen gibt’s leider einen Stern Abzug.
Dante. zu »Hanna Winter: Stirb« 08.04.2012
Inhalt:
Lara Simons, gerade geschieden, beginnt ihrem Leben eine neue Richtung zu weisen. Sie erfüllt sich ihrem Traum vom eigenen Café. Ihre Einweihungsfeier am Abend zu der eine Menge Freunde und Bekannte eingeladen sind verläuft erfolgreich. Als sie Nachts mit dem Taxi nach Hause fährt entpuppt sich der Taxifahrer als der „Trancheur“, der berüchtigte Serienkiller, der Berlin in Angst und Schrecken versetzt. Durch einen glücklichen Zufall kann sie ihm allerdings entkommen. Allerdings nur vorerst! Kurz darauf verwüstet er ihr Cafe und droht Lara. Am Abend als sie das Angebot von der Polizei, in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden, in Anspruch nehmen will, schlägt der Trancheur erneut zu.
Sechs Jahre später, Lara hat mit ihrer Tochter Emma in Rügen neu angefangen. Gemeinsam mit Ihrem Freund Frank unterhält sie eine Pension. Das Leben scheint wieder in normalen Bahnen zu verlaufen. Doch auch auf der Insel holt die Vergangenheit die beiden bald ein…

Fazit:
Der Roman liest sich angenehm und durchgehend spannend, durch den ausdrucksstarken Schreibstil findet man prima in die Geschichte hinein. Die Protagonisten erscheinen auf Anhieb sympathisch und durch Ecken und Kannten sehr lebensnah. Ein wirkliches Lesevergnügen.
KimVi zu »Hanna Winter: Stirb« 31.03.2012
Lara Simons ist frisch geschieden. Mit der Verwirklichung ihres großen Traums, Chefin ihres eigenen Cafés zu sein, möchte sie nun ihr Leben in neue Bahnen lenken. Doch es kommt alles anders als gedacht. Kurz nach der Eröffnung wird Lara nachts brutal von einem gesuchten Serienmörder überfallen. Durch eine glückliche Fügung des Schicksals kann sie dem Täter zwar im letzten Moment entkommen, doch damit ist sie noch nicht außer Gefahr. Denn der Killer hat sich geschworen, die junge Frau zu töten und nichts und niemand soll ihm dabei in die Quere kommen. Er kennt Lara genau und weiß alles über sie, schließlich hat er sie seit Jahren im Visier und nur darauf gewartet eine offene Rechnung mit ihr zu begleichen. Nach einem erneuten Übergriff wird Lara in ein Schutzprogramm aufgenommen. Sie muss ihrem alten Leben den Rücken kehren und sich auf der Insel Rügen ein neues Leben aufbauen. Jahre später beginnt der Albtraum erneut, denn dem Killer ist es gelungen Lara auf die Spur zu kommen.

Auf eine langsame Eingewöhnungsphase verzichtet Hanna Winter in ihrem zweiten Thriller. Denn er beginnt mit einem spannenden Prolog. Hier beobachtet man den Serienmörder dabei, wie er einem Opfer auflauert, die Frau in seine Gewalt bringt und eiskalt seinen Trieben folgt. Durch den rasanten Einstieg ist die Spannung von Anfang an spürbar und das Interesse am weiteren Verlauf des Geschehens geweckt.

Die Handlung des Thrillers wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Nach den brutalen Ereignissen im Prolog, wendet sich das Geschehen der Hauptprotagonistin Lara zu. Man beobachtet die Eröffnung ihres Cafés und lernt so die Hauptakteurin und ihr näheres Umfeld etwas kennen. Lara wirkt dabei sehr sympathisch. Sie scheint die Trennung von ihrem Mann zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht ganz überwunden zu haben, dennoch hat man den Eindruck, dass sie mit beiden Beinen fest im Leben steht und dabei ist, gemeinsam mit ihrer Tochter einen Neuanfang zu wagen. Doch bevor es dazu kommen kann, schlägt der Täter zu und verwandelt Laras Leben in einen Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. Die Spannung ist in diesem Thriller allgegenwärtig, denn man ist sich stets der Bedrohung bewusst, in der Lara schwebt. Man gerät früh in den Sog der Ereignisse und kann sich nur schwer davon lösen. Man spürt förmlich, wie sich das Netz um Lara immer enger zieht und verfolgt gebannt den Verlauf der Handlung.

Es gibt auch einige Rückblicke in die Vergangenheit. Hier erfährt man Details aus dem Leben des Täters. Schritt für Schritt kommt man seinem Motiv auf die Spur. Es gelingt Hanna Winter hervorragend, Hinweise zu streuen und Fährten auszulegen. Man folgt ihnen nur allzu bereitwillig. Doch kaum hat man das Gefühl, die Identität des Killer zu enttarnen, sorgt eine überraschende Wendung dafür, dass man die eigenen Ermittlungen überdenken muss. Denn so leicht lässt sich der erfahrene Serienmörder nicht überführen. Man kann nur schwer einschätzen, wem Lara vertrauen kann. Dadurch bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Der Schreibstil ist recht einfach und schnörkellos. Dadurch lässt sich der Thriller allerdings sehr schnell und flüssig lesen. Aufgrund der Beschreibungen kann man sich sowohl Charaktere, als auch Handlungsorte lebhaft vorstellen und dadurch mühelos in das spannende Geschehen eintauchen. Da der Serienmörder seine Opfer nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst, sollte man sich beim Lesen dieses Thrillers auf blutige und brutale Szenen einstellen. Hartgesottene Thrillerfans werden sich davon sicher nicht abschrecken lassen, doch zartbesaitete Leser sollten das bedenken.

Ich habe vor einiger Zeit bereits "Die Spur der Kinder" von Hanna Winter gelesen. Leider konnte mich das Buch damals nicht überzeugen, da die Charaktere auf mich farblos und die Handlung klischeehaft wirkte. "Stirb" dagegen hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Protagonisten wirkten auf mich sehr lebendig und ihre Handlungen glaubhaft und nachvollziehbar. Die Erzählung entwickelte sich wesentlich komplexer und spannender, als ich es erwartet hatte. Deshalb spreche ich eine begeisterte Leseempfehlung aus und werde sicher auch "Opfertod", den nächsten Thriller von Hanna Winter, lesen.
Mel.E zu »Hanna Winter: Stirb« 15.01.2012
Dieses Buch zu bewerten fällt mir sehr, sehr schwer. Nicht, weil es mir nicht gefallen hat, sondern, weil es mich so sehr gefesselt hat durch die vielen Wirrungen und Wendungen in dem Thriller, daß mir die richtigen Worte zu finden eher schwerfällt. Hanna Winter hat eine tolle Art zu schreiben, die nicht holprig ist, sondern den Leser gleich ins Geschehen hineinzieht. Schon bei "Der Spur der Kinder" hat sie mich packen können und daher war "Stirb" ein Muss. Ich habe es nicht bereut mir das Buch gekauft zu haben, sondern habe im Urlaub einige Abende damit verbracht das Warum? zu klären. Das Cover erinnert ein klein wenig an das Vorgängerbuch. Dort sind es blutige Springseile und hier ein blutiger Zopf. Im Regal sehen die Bücher zusammen wirklich Klasse aus. Nun aber wieder zurück zum Geschehen:

"Gerade hat sich Lara Simons ihren großen Traum vom eigenen Café erfüllt, da wird sie in einer dunklen Nacht brutal überfallen. Sie entkommt in letzter Sekunde. Was Lara nicht weiß: Der Täter kennt sie. Von früher. Und er kannte ihre Mutter. Lara flüchtet mit ihrer kleinen Tochter von Berlin auf die Insel Rügen. Aber der Killer holt sie ein, und dieses Mal hat er kein Erbarmen ... "

So der Klappentext. Auch eine neue Identität hilft Lara nicht, denn der Mörder ist ihr schon ganz nah und er hat schon vorher ihr Leben zerstört und will es nun wieder tun. Angst macht sich breit und immer wieder machen sich meine Gedanken selbstständig. Das ich immer wieder auf falsche Fährten gelockt werde, macht das Buch umso spannender.

Laras Leben wird durch den Killer so sehr verändert, daß sie eine neue Identität annehmen muss und die Ängste, die sie nicht nur um sich hat, sondern auch um ihre Tochter, die seit der Flucht nach Rügen ein Trauma hat und seitdem nicht mehr redet, macht Laras Leben nicht leichter. Dann erscheint nach Jahren ein Bild von Lara in der Zeitung und führt den Mörder erneut auf ihre Spur. Zumindest erscheint es auf den ersten Blick so, denn der Mörder, ist Lara sehr, sehr nah und will dieses mal richtig zuschlagen und sein angefangenes Werk vollbringen.

Stellt euch vor, wie beängstigend es wäre, immerzu auf der Flucht und auf der Hut zu sein. Sich dauerhaft zu fürchten. Nicht vergessen zu können und die ständige Angst davor gefunden zu werden. Das Buch ist sehr rasant, mit vielen Wirrungen, wie schon erwähnt, aber gerade das macht es so sehr spannend, daß es wirklich schwer aus der Hand zu legen ist.

Das Ende ist erschreckend, obwohl das Motiv des Täters schon vorher klar war. Ob es hilft, Menschen zu ermorden um ein Kindheitstrauma zu überwinden? Es ist immer wieder faszinierend für mich zu wie viel Hass ein Mensch fähig ist und was er bereit ist zu tun, um Rache zu nehmen.

Dieses Buch wird euch begeistern und daher gibt es von mir auch eine echte Leseempfehlung!
€nigma zu »Hanna Winter: Stirb« 12.10.2011
Inhalt

Berlin 2005: Lara Simons, die sich nach ihrer Scheidung gerade eine neue Existenz aufbauen und ein Café eröffnen will, wird am Abend der Eröffnung von einem Unbekannten, der bereits einige Frauen auf bestialische Weise gefoltert und ermordet hat, in seine Gewalt gebracht und kann ihm gerade noch entkommen. Die zuständigen Kriminalbeamten sind davon überzeugt, dass der Mann nicht aufgeben wird und nehmen Lara in ein Zeugenschutzprogramm auf. Sie erhält eine neue Identität und lebt einige Jahre unbehelligt unter dem Namen Karoline Wöhler auf Rügen, wo sie mit ihrem Lebensgefährten eine Pension führt.

Rügen 2011: Nach sechs friedlichen Jahren mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Mörder Laras Aufenthaltsort herausgefunden hat und ihr nach Rügen gefolgt ist. Sie sieht sich gezwungen,die beiden Berliner Kriminalbeamten zu kontaktieren und auch ihren alten Freund Torben zu Hilfe zu rufen, nachdem sie zu diesen Menschen sechs Jahre lang keinen Kontakt hatte haben dürfen. Trotz der Anwesenheit der Polizeibeamten spitzt sich die Lage in einer Sturmnacht dramatisch zu...

Aufbau

Inhaltlich spielt der Krimi in Berlin im Jahr 2005 und größtenteils auf Rügen im Jahr 2011. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Lara und dem Mörder hin und her. Den Mörder lernt der Leser jedoch nur unter seiner früheren Identität kennen. Rückblicke auf die Jahre 1977 bis 1980 machen deutlich, was den Täter zu seinen schrecklichen Taten treibt. Erst nach und nach versteht man, warum der Mörder ausgerechnet auf Lara so fixiert ist.

Die Handlung ist stellenweise recht konstruiert und bedient sich vieler Klischees aus der Trickkiste der Thrillerproduktion. Durch Andeutungen werden beim Leser immer neue Verdachtsmomente gegen die eine oder andere Figur erweckt, sodass es trotz des nicht immer glaubwürdigen Handlungsverlaufs sehr schwierig ist, das Buch aus der Hand zu legen.

Erzählstil

Sprachlich weist "Stirb" einge Schwächen auf, so sind mir idiomatisch sehr holperige Passagen aufgefallen, wie z.B.
" Die Stimme brach ab." (statt: "Die Stimme brach." oder "Der Schrei brach ab."), "Blut sickerte in gleichmäßigen Schüben" ("Schübe" und "sickern" sind ein Widerspruch in sich) oder auch "Die Mädchen waren ihm überdrüssig geworden." (statt: "Er war der Mädchen überdrüssig geworden.")
Sehr unorthodox ist es auch, einen Nebensatz als vollständigen Satz zu führen: "Als ihr Lächeln mit einem Mal erstarb."
Ein Kriminalbeamter auf Rügen, der nur eine Nebenrolle spielt, erscheint auf zwei direkt aufeinander folgenden Seiten mit unterschiedlichen Familiennamen.
Diese Dinge waren für mich störend und lassen die Frage nach der Qualität des Lektors aufkommen.
Von solchen Fehlern abgesehen, ist das Buch aber äußerst spannend geschrieben und kann durchaus als Pageturner bezeichnet werden.

Fazit

Bei "Stirb" handelt es sich nicht um einen anspruchsvollen realitätsnahen Kriminalroman, sondern um einen einfach gestrickten Thriller mit dem Zweck, leichte und höchst spannende Unterhaltung zu bieten. Diesem Anspruch wird er trotz der sprachlichen Mängel gerecht. Wer leichte Unterhaltung zum Zweck der Spannung und Entspannung - und nichts darüber hinaus - sucht, darf hier gern zugreifen.
strangegirl29 zu »Hanna Winter: Stirb« 28.08.2011
Lara Simons hat den Traum von einem eigenen Cafe', doch dies entwickelt sich zum Alptraum. Nach der Eröffnungsfeier wird sie überfallen, allerdings gelingt es ihr zu entkommen ...Noch .
Seitdem hat der Täter sie gnadenlos im Visier und beobachtet ihr Handeln, unter dem auch Ex Mann Rafael und Tochter Emma leiden müssen.
Lara und Tochter Emma werden ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen und beginnen ein neues Leben auf der Insel Rügen.
Doch dort häufen sich die seltsamen Geschehnisse und Lara ahnt Schlimmes.
Wendungsreich kommt es dann zum showdown auf der Insel und wenn man denkt man kennt den bestialischen Frauenmörder kommt es doch wieder anders.

Hanna Winter bietet dem Leser auch ein gutes Motiv des Killers, was bei so manch anderen Büchern zu kurz kommt oder an den Haaren herbei gezogen ist, aber hier wurde alles richtig gemacht.
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