Die Perspektive des Gärtners von Hakan Nesser

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel Maskarna på Carmine Street, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei btb.

  • Stockholm: Bonnier, 2009 unter dem Titel Maskarna på Carmine Street. ISBN: 978-9100122638. 281 Seiten.
  • München: btb, 2010. Übersetzt von Christel Hildebrandt. ISBN: 978-3-442-75173-0. 288 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2010. Gesprochen von Christel Hildebrandt. ISBN: 3837103943. 4 CDs.

'Die Perspektive des Gärtners' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Wo ist Sara? Vierzehn Monate ist es her, dass Erik und Winnie Steinbecks vierjährige Tochter verschwunden ist. Beim Spielen von einem fremden Mann auf der Straße angesprochen, in einem dunklen, großen Wagen mitgenommen. Das ist alles, was man weiß. Danach verliert sich die Spur. Kein Erpresserbrief, kein Hinweis auf mögliche Täter. Es ist nicht der erste Schicksalsschlag für Winnie – war doch ihr erster Mann zusammen mit der gemeinsamen Tochter tödlich verunglückt. Um Abstand zu gewinnen, schlägt Winnie Erik deshalb vor, in die USA zu ziehen. Die beiden lassen sich in New York nieder. Und zunächst scheint dies die rettende Idee. Winnie fängt wieder an zu malen, Erik geht jeden Tag in eine öffentliche Bibliothek, um dort zu schreiben. Schon bald jedoch kippt die Situation. Seltsame Dinge geschehen. Winnie behauptet zu wissen, dass Sara noch lebt. Sie malt ein Bild, das exakt die Situation der Entführung wiedergibt, alles ist fotogenau wiedergegeben – bis auf das Gesicht des Mannes. Erik ist beunruhigt. Durch Zufall entdeckt er, dass seine Frau heimlich aus dem Haus geht, wenn er fort ist. Dass sie obskure Bekanntschaften pflegt. Sie streitet es ab. Und dann erfährt er, dass Winnie ihm nicht die Wahrheit gesagt hat über ihre Vergangenheit …

Ihre Meinung zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners«

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steve006 zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 24.06.2017
Ein sehr ungewöhnlicher Krimi, bei dem die Entführung der Tochter eigentlich nur die Basis eines Psychogramm darstellt. Der betroffene Vater und seine Frau leiden unter dem Verlust des Kindes, der Vater erzählt seine Empfindungen aus der ich-Perspektive, der Leser fühlt richtig mit.
Man hat das Gefühl, dass eigentlich kein Krimi geschrieben werden sollte, sondern nur der Leidensweg und die psychologischen Belastungen eines Vaters, der seine Tochter verloren hat. Der Handlung tut das keinen Abbruch, das Buch ist unbedingt lesenswert!
kritikaster zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 29.11.2016
wie irgendjemand den schluss dieses romans logisch finden kann (amica) ist mir völlig schleierhaft.
bis zur (nicht)auflösung ist es wirklich sehr gut erzählt (dietmar bär ist ein meister des vorlesens, aber das ende ist so schwach, dass ich - wie einer der kritiker vermutet - glaube, dass er es in höchster eile und mit keinerlei sorgfalt irgendwie zusammengebastelt hat, weil der verlag gedrängt hat.
wieso der täter ein kind entführt, es dann aber nicht auch umbringt, wie sein eigenes, sondern zum urplötzlich in der story auftauchenden vater verschleppt, wie die zusammenhänge zwischen einem vietnam veteran, der nie in europa war und ihm zu erklären sind, wieso winni sich ihrem mann nicht anvertraut, ihm ständig lügengeschichten erzählt - es bleibt im dunkeln und es ist sehr unbefriedigend.
vielleicht sollte sich hakan nesser auf psycho-romane verlegen, statt auf krimis.
oder sich vielleicht mehr zeit zum schreiben lassen.
sehr enttäüschend auf jedenfalls. kein vergleich mit kim novak badete nie im see von genezareth, allenfalls vierte liga.
Leonie zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 10.06.2015
Gutes Buch, spannend. Und hat meine "Lebensqualität gesteigert". Weiß nicht was ihr alle dagegen habt. Versteh auch die Aufregung um die Unautentizität nicht. ich finds aufregend, wie die Geschichte verläuft und das Thema an sich auch. Mir half es auch etwas bei der Angstbewältigung!http://www.xn--unvermeidliche-lebensqualitt-wnc.de/
king of Drain zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 17.05.2015
Sehr schwaches Buch: Überkonstruierter Einstieg in die Story. Anstrengende Erzählperspektive. Angesichts der Thematik Kindesentführung und Beziehung nehmen die kulinarisschen Einsprengsel zu viel Raum ein und sabotieren die Glaubwürdigkeit. Auflösung durch zufällige Ereignisse, wie hier den Besuch der Tante, halte ich für dilettantisch. Dass Erik sich einen Schußwechsel mit den Entführern liefert, setzt dem ganzen Spuk die Krone auf, ist bei allem was man über diesen Intellektuellen bis dahin erfahren hat fast lächerlich. Keine plausible Handlung, keine Stimmung, sprachlich schwach...
1896 zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 06.10.2014
Ich habe schon viele Bücher mit großer begeisterung gelesen von Hakan Nesser, aber ich muss ganz ehrlich sagen: Das Buch war nix!

Sorry, aber größtenteils Langeweile und quälend lange Textabschnitte.

Beim Ende hatte man das Gefühl, dass er dieses Mal eben so nebenbei geschrieben hat. Viel zu kurz und irgendwie hat es einen auch nicht umgehauen. Man hat immer mit der ein oder anderen Wendung gerechnet, die man ja von Nesser kennt, aber dem war nicht so.

Desweiteren werden einige Sachen überhaupt nicht aufgeklärt oder ich habe es nicht verstanden...z.b. das Gedicht, das beide gleichzeitig geschrieben haben sollen?!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Anna Marek zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 01.08.2013
Habe das Buch soeben aus der Hand gelegt - es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Und das alles ohne spektakuläre "Action" oder sich überstürzende Ereignisse. Es ist spannend und berührend zugleich. Die Selbstzweifel und Qualen, die der "Hauptdarsteller" in diesem Buch zum Ausdruck bringt, sind glaubwürdig und die Handlung dieses ungewöhnlichen Romans in Nessers unnachahmlichen Sprache brillant dargestellt. Für mich wieder einmal Lesevergnügen pur!
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Moschi zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 07.05.2013
Ehrlich gesagt hatte ich beim Lesen das unbestimmte Gefühl, dass dieses Buch nicht von Hakan Nesser geschrieben wurde, sondern er nur seinen Namen dafür her gab. Kein Vergleich zu den mittlerweile 5 anderen Krimis von ihm, die ich mit Begeisterung gelesen habe. Schwache Dialoge, schwache Story, die stellenweise ganz schön lahmt und am Ende allzu trivial aufgelöst wird. Hier fesselt nichts, hier begeistert nichts. Lauwarme Krimikost. Herr Nesser, das können sie besser!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
lesenchris zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 02.01.2013
Wieder ein Hakan Nesser, der mir fast eine durchlesene Nacht beschert hat. Zunächst das dramatische Ereignis, die Entführung der Tochter und darauf aufbauend nach und nach Details, die so unglaublich und geheimnisvoll beschrieben werden, dass ich als Leserin fast Knoten in meine Gehirnwindungen bekomme. Dem Ende schnell entgegenzulesen war für mich bei diesem Krimi ein unabdingbares Muß, da zwar zunächst keine spektakulären Ereignisse geschehen, jedoch im Verlaufe der Handlung sich die Ereignisse entwickeln, die man sich nicht ausmahlen konnte. Gelungen, außerordentlich empfehlenswert, da psychologisch hintergründig.
2 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Helge Brücher zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 29.11.2012
Was für ein Roman! Das war mit das Beste, quälendste, berührendste Buch, was ich in den letzten Jahren gelesen habe. Nesser ist immer neu für eine Überraschung gut. Kein Kommissar, nur wenige schemenhaft skizzierte Protagonisten, eine gegen Ende durchschaubare Geschichte und eine schweigende Spannung. Ausnahmeköche brauchen nicht viel zu einem delikaten Gericht, das man nie vergißt. Anerkennender, stiller Applaus!
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Amica65 zu »Hakan Nesser: Die Perspektive des Gärtners« 01.06.2012
Hakan Nesser hebt sich in diesem eigenwilligen aber nicht minder fesselnden Roman wieder wohltuend durch seine wunderschöne, poetische Sprache vom üblichen Krimieinerlei ab.
Er lässt seinen Protagonisten Erik Steinbeck die Geschichte ausschließlich aus seiner Perspektive erzählen und was ihm sehr glückt, ist die lebensnahe Beschreibung seiner Ehe, die Unfähigkeit nach dem Verschwinden der Tochter
miteinander zu reden, die fast greifbare Resignation über das Geschehene, seine Einsamkeit und seine Wut.
Kein klassischer Krimi, eher mysteriös und unheimlich. Bedächtig beschreibt Nesser menschliche Beziehungen und Empfindungen, langsam treibt er die Handlung voran. Obwohl ohne reißerische Action, ein von subtiler Spannung lebender Thriller, möchte man unbedingt wissen, wie diese ungewöhnliche, rätselhafte Geschichte zusammenhängt. Und wird auch zum wirklich rasanten Schluss belohnt, wenn alle Fragen und Rätsel eine logische, rationale, wenn auch zugegebenermaßen teilweise konstruierte Erklärung finden.
Blieb mir noch lange im Gedächtnis. Großartig!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

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