Die Einsamen von Hakan Nesser

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 unter dem Titel De ensamma, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei btb.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden, 1990 - 2009.
Folge 4 der Inspektor-Gunnar-Barbarotti-Serie.

  • Stockholm: Bonnier, 2010 unter dem Titel De ensamma. 582 Seiten.
  • München: btb, 2011. Übersetzt von Christel Hildebrandt. ISBN: 978-3-442-75313-0. 580 Seiten.
  • [Hörbuch] Köln: Random House Audio, 2011. Gesprochen von Dietmar Bär. ISBN: 3837109119. 6 CDs.

'Die Einsamen' ist erschienen als Hardcover HörbuchE-Book

In Kürze:

Eine unbeschwerte Sommerreise in den siebziger Jahren. So fängt alles an. Drei Paare aus Uppsala, miteinander befreundet und jung, planen eine Busreise von Schweden durch die Ostblockländer bis ans Schwarze Meer. Aber was so lustig beginnt, endet im Desaster. Die Wege der Sechs trennen sich nach diesem Urlaub – und kreuzen sich ein Menschenalter später erneut, als ein Dozent aus Lunda in den Wäldern vor Kymlinge am Fuße eines Steilhangs tot aufgefunden wird. Genau an derselben Stelle, an der eine junge Studentin aus Uppsala vor fünfunddreißig Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam …Ein schwieriger Fall für Inspektor Barbarotti, in dessen Verlauf sein Pakt mit Gott und sein moralisches Empfinden auf eine harte Probe gestellt werden.

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kritikaster zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 16.11.2016
ja mei, rolf pfundstein,
wenn ich mir seine rechtschreibfehler so anschaue, dann ist mir schon klar, dass hakan nesser nicht auf seinem niveau schreibt.
langweilig ist vermutlich bei ihm alles, was nicht reißerisch ist, blut muss fließen, abgehackte hände, geschändete leichen...wie die amis halt schreiben.
dann ist es spannend.
hakan nesser ist ein unglaublich guter schriftsteller und dietmar bär ein ebenso guter vorleser.
einzig die übersetzung aus dem schwedischen könnte besser sein, da hakt es mitunter so arg, dass ich vermute, der / die übersetzer(in) ist kein muttersprachler.
aber man kann es gut aushalten.
95 punkte!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Tony de Vil zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 13.08.2016
Wie der Zufall es so wollte, bekam ich die deutsche Erstausgabe dieses Buches in die Hand. Auf dem Einband meint die "Brigitte"-Redaktion: "Wir bei BRIGITTE halten Hakan Nesser für einen der besten lebenden Schriftsteller überhaupt." Ja, dieses Buch ist beeindruckend. Krimi hin oder her - ein absolut lesenswerter Roman. Wer mit der nordländischen Mentalität vertraut ist, kann es kaum beiseite legen, bevor nicht das Ende erreicht ist. Es geht um die Menschen, weniger um "den Fall"! Also typisch schwedisch. Bei einigen Kommentatoren habe ich den Eindruck, sie haben etwas erwartet, was nicht zu erwarten gewesen war. Natürlich kann man über die Anzahl der verwendeten Seiten streiten. Aber wird das Autor, Figuren und nordischer Mentalität gerecht? Der btb-Verlag nennt es auf dem Einband, selbst BRIGITTE vermeidet eine andere Klassifizierung, nicht ohne Grund "nur" Roman, nicht Krimi oder Thriller! Darauf möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich verweisen. Manchmal sind es die Erwartungen der Leser, die das falsche Bild produzieren, nicht der Autor!
Carolina zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 13.01.2015
Dem Kommentar von Britta Brose muss ich teilweise widersprechen, teilweise zustimmen.
Dieses Buch ist sicher literarisch wertvoll, der Mann hat einen ausgezeichneten Schreibstil, aber es ist in keinster Weise ein Thriller oder "wunderbarer Krimi". Wer letzeres erwartet kann nur enttäuscht werden, es ist ein Roman über die Beziehungen dreier Paare mit- und untereinander. Ich habe etliche van Veteren Romane des Autors gelesen und fand sie entspannend und gut, nicht so reisserisch wie fast alle amerikanischen Autoren schreiben und nicht so spitzfindig wie zB Agatha Christie. Doch diesmal ist mir bei Seite 322 (das Buch hat 604Seiten) die Geduld gerissen und ich habe den Schluss gelesen. Der ist natürlich irgendwie enttäuschend. Wer Spannung erwartet wird natürlich unzufrieden sein, da wirkt das Buch wie eine Schlaftablette! Aber als Roman - diese BEzeichnung steht auf dem Einband - ist das Buch sicher Klasse.
400 Seiten statt 600 wären auch genug gewesen! Also die Kommentare von Rolf Pfundstein , Moshi und Oldman sprechen mir aus der Seele, dem ist nichts hinuzufügen.
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Rolf Pfundstein zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 17.10.2014
Ich war von diesem Buch schwer entäuscht. Das Buch ist sehr langamtig. Die Beschreibung der Verhöre und der Lebensumstände der Personen sehr ausgibig, aber man findet keinen Zusammenhang zum Thema. Dies ist eines der Langweiligsten Bücher, die ich je gelesen habe. Von Spannung keine Spur. In der Hoffnung, das doch noch etwas geschied, hab ich bis zur Seite 240 durchgehalten, danach ab in die Papiertonne. Es ist schade um die Zeit, die ich diesem misslungenem Werk gewiedmet habe.
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Britta Brose zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 05.05.2014
Ein wunderbarer Kriminalroman! Die Handlung ergibt sich aus den Charakteren der 6 Hauptpersonen und kommt ohne Hektik und Unglaubwürdigkeit aus. Die Lösung entwickelt sich ebenso ruhig und allmählich einzig aus den geduldigen, einfühlsamen Gesprächen, die Kommissar Barabarotti und seine Kollegin Backman mit allen Beteiligten führen, nicht im kalten Verhörraum mit venezianischem Spiegel sondern jeweils in den Wohnungen der zu Verhörenden. Es entsteht dadurch eine sehr menschliche, nachvollziehbare Atmosphäre. Raffinierte Untersuchungstechnik wird da nicht gebraucht.
Moschi zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 24.03.2014
Einer der langatmigsten und (leider) auch langweiligsten Krimis von Nesser. Keine Spannung aufbauende Handlung, kein konsequenter Handlungsstrang. Stattdessen ausführliche Beschreibungen von Barbarottis Privatleben, bis hin zur detaillierten Darstellung des Blutgerinnsels seiner Lebenspartnerin. Was hat das alles mit dem eigentlichen Thema zu tun? Unter einem Krimi stelle ich mir etwas anderes vor. "Ganz große Literatur", wie Kommentatorin Ulrike meint? Kann ich nicht nachvollziehen. Ganz schwacher Krimi wäre wohl passender. Gut ein Drittel des Buches könnte man problemlos streichen. Ich habe bis zum Ende durchgehalten, würde es aber niemandem guten Gewissens empfehlen können.
Oldman zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 13.03.2014
Ein typisch skandinavischer Krimi, leider im negativen Sinn .Habe mich durch dieses Buch gequält, welches auf zu vielen Seiten Melancholie pur verströmt, allerdings keine spannende und stringente Krimi-Handlung. Konnte mich auch schon mit 2 oder 3 anderen Nesser-Büchern nicht wirklich anfreunden, da bleibe ich lieber bei A-O oder Nesbo, vom leider viel zu früh verstorbenen Stieg Larsson ganz zu schweigen.Sorry, Barbarotti, Du bist bedauerlicherweise gar zu langweilig.
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rolandreis zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 12.02.2014
So sehr mich die Van-Veeteren-Serie von Nesser jahrelang begeisterte, um so härter fällt es mir mich mit seinem Ermittler Barbarotti anzufreunden. Barbarotti bleibt ein wenig zu blass. Ohne Ecken und Kanten, ohne Fehl und Tadel, einfach zu perfekt. Der Roman pendelt ständig zwischen dem Leben einer Freundesclique (aus denen die Todesopfer später entstammen) der Jahre 1969 - 1975 und den Ermittlungen in der Gegenwart. Und diese Ermittlungen drehen sich über hunderte von Seiten im Kreis, 35 Jahre alte Verhöre über ein und dasselbe Geschehnis aus mehreren Perspektiven füllen einige Seiten, das ist dann einfach nur langatmig und trägt nicht wirklich zur Spannung bei. Teilweise musste ich mich richtig zum weiterlesen zwingen. Da konnte Nesser schon viel besser, dieses Buch war für mich nicht der große Wurf.
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Ungethüm zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 02.06.2013
Das Buch "Die Einsamen" von Nesser istkomponiert wie eine Kathedrale - phantastisch.Die Auflösung hat mich allerdings geärgert - sie ist viel banaler, als die komplexen Personen und Beziehungen. Ziemlich konstuiert und unüberzeugend, wenn man an die Anfangsszenen im Bus denkt (Nächte!!). Trotzdem ist es ein toller Krimi - schade, dass ich ihn nicht im Original lesen kann, die Übersetzung kommt mir auch sprachlich etwas eindimensional vor.
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Polarstjernen zu »Hakan Nesser: Die Einsamen« 10.03.2013
Den første marsuken leste jeg „De ensomme“ av Håkon Nesser. Hele 600 sider, men en av de beste bøkene jeg vet og trolig vil huske i mange år til. Jeg liker både krim og skjønnslitteratur, her har jeg begge deler samtidig. Noen kritiserer boka fordi det skjer for lite og tempoet er for lavt. Men kan en psykologisk så tett roman hvori det tross alt gjelder å finne ut, hvorfor to mennesker klarer å falle ned fra en og samme skrent og dø i en avstand på hele 35 år, ikke utvikle stor spenning allikevel? Riktignok uten de vanlige actionscenene som på en litt urealistisk måte pleier å la førstebetjenten fremstå som udødelig uansett hvilken trusler og drapsforsøk gjerningsmannen etter hvert kommer på. Spørsmålet må besvares med et soleklart „ja“!

Langsomheten i denne boka gir oss sjansen til å bli virkelig kjent med hovedkarakterene, nemlig 6 unge i studentbyen Uppsala som vi etter hvert følger gjennom nesten 40 år, deriblant på en skjebnesvanger busstur gjennom 70-årenes Øst-Europa. Det er ikke ofte at leseren blir så godt kjent med personene. Håkan Nesser tegner et så reelt bilde av dem alle at man nesten tenker de sitter i stua rett ved siden av deg og du direkte blir trist når du mister dem så snart boka er slutt. De alle får et ansikt, både som ubekymrede ungdommer og som til dels hardt medtatte 60-åringer, så vidt de ikke døde før. Denne utviklingsprosessen gjennom et halvt liv er det ikke lett å sette ord på, men denne kunsten samt det ekstremt følsomme språkbruket passende til samtlige karakterer får Nesser til å briljere og oss lesere sette ham kanskje hakket over alle de andre gode svenske krimforfatterne.

Bare les selv, dere som liker menneskestudier og utviklinger nøkkelopplevelser eller forandrede livsssituasjoner makter å fremkalle. Og til all overflod finner du selvsagt ut hva som virkelig skjedde disse to ulykkesdagene i „Gåsaklyftan“.
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