Bisswunden von
Buchvorstellung
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel Blood Memory, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Bastei Lübbe.
- London: Hodder & Stoughton, 2005 unter dem Titel Blood Memory. 683 Seiten.
- New York: Scribner, 2005. 496 Seiten.
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Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2007.
Übersetzt von Axel Merz.
ISBN:
978-3-404-15576-7. 683 Seiten.
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[Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008.
Gesprochen von Melanie Pukass.
ISBN:
3-7857-3587-1. 6 CDs.
'Bisswunden' ist erschienen als
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In Kürze:
Catherine »Cat« Ferry wird als Sachverständige zu einem Mordfall in New Orleans gerufen. Cat ist Spezialistin für Bissspuren und deren Deutung. Doch was sie hier sieht, lässt sie nach einer Panikattacke ohnmächtig zusammenbrechen. Nicht der grausame Mord ist die Ursache, noch die Wunden des Opfers. Die Alpträume, die Cat plagen, haben mit ihrer eigenen Geschichte zu tun, einer Vergangenheit, die sie erfolgreich verdrängt hat. Cat flieht zurück in ihr Elternhaus in Natchez, Mississippi. Dort ist vor vielen Jahren, als sie noch ein Kind war, ihr Vater ermordet worden. Doch was ist damals in jener stürmischen Nacht wirklich geschehen? Kann Cat ihren eigenen Erinnerungen trauen?. Und was hat jene längst vergessene Tat mit jenen Morden zu tun, die immer noch geschehen – und ihr eigenes Leben bedrohen?
Das meint Krimi-Couch.de: »Konstruiert, aber rundum lesenswert«
Fast siebenhundert Seiten widmet der Bestsellerautor Greg Iles seiner neuen Protagonistin Catherine Ferry und beschert uns mit »Blood Memory«, aus dem in der Übersetzung aus dem Amerikanischen von Axel Merz Bisswunden wird, eine forensische Odontologin als Heldin. Die Lady beschäftigt sich also beruflich mit den menschlichen Zähnen und den Schäden, die diese anrichten können. Aus gutem Grund muss sie in einer Sonderkommission der Polizei von New Orleans mitarbeiten, denn mittlerweile fand man das vierte Opfer. Lauter Männer mittleren Alters wurde zuerst in das Rückgrat geschossen, damit sie sich nicht bewegen können, danach hat man sie bei lebendigem Leib mit Bissen gefoltert und verstümmelt und anschließend mit dem Gnadenschuss abserviert.
Und genau um diese Leichen muss sich Cat Ferry kümmern, obwohl sie selbst fast ein menschliches Wrack ist. Eine schwere Alkoholikerin auf dem Weg zur Nüchternheit, geplagt von Depressionen und sonstigen Entzugserscheinungen und gequält von Träumen, die ihr die Erinnerung an den gewaltsamen Tod ihres Vaters immer vor Augen halten.
Während die Zahnärztin sich mit den brutalen Morden beschäftigt, die mit großer Wahrscheinlichkeit Racheakte sexuell missbrauchter Menschen sind, kommt bruchstückhaft ihre Vergangenheit ans Licht, denn auch sie könnte ein Missbrauchsopfer sein, die wegen des Todes des Vaters alles verdrängt hat …
Greg Iles hat zumindest von der Thematik her, eines seiner besten Bücher bei Bastei-Lübbe veröffentlicht. Die Sensibilisierung der Menschen vor Kindesmissbrauch nicht die Augen zu verschließen, ist noch viel zu wenig in unseren Köpfen verankert und gerade die heutige Anonymität der Massen macht das Wegsehen noch leichter. In zum Teil beklemmenden Bildern führt uns der Autor vor Augen, dass diese Verbrechen an Kindern in den meisten Fällen in den eigenen Familien passieren und nur durch die Angst und Ohnmacht der anderen Familienmitglieder überhaupt erst möglich werden.
Schreiberisch versteht Iles es ausgezeichnet, die Spannung aufzubauen und konsequent zu halten, dabei den Leser und die Personen in seiner Handlung auf falsche Fährten zu locken und dann doch wieder zielstrebig den roten Faden weiter abzuspulen bis zum finalen Showdown.
Die Denk- und Handlungsweise der Catherine Ferry mag gelegentlich befremdlich wirken, was zum Einen sicherlich auf spezifisch amerikanischen Lebenselementen beruht, zum Anderen aber auch an dem psychotisch gebeutelten Lebenslauf der Zahnärztin, der manchmal schon arg ins Extreme abgleitet, in dieser Form wahrscheinlich auch nur von Menschen vollständig nachvollziehbar ist, die mit solchen traurigen Erlebnissen mittelbar oder unmittelbar beschäftigt sind oder waren.
Bisswunden ist ein rundum lesenswertes Elaborat, wenn es um die Thematik, die stilistische Aufarbeitung und den stark konstruierten Handlungsverlauf mit seiner permanent steigenden Spannungskurve geht. Die Personen erinnern nach meiner Einschätzung allzu sehr an überzeichnete Charaktere aus diversen US-Serien, aber gerade dies ist natürlich Geschmackssache und nur ein kleines Manko, weswegen sich meine Wertung in höheren Krimi-Couch-Regionen ansiedeln darf.
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| Bazong zu »Greg Iles: Bisswunden« | 21.04.2011 |
|---|---|
| simsa zu »Greg Iles: Bisswunden« | 13.06.2010 |
| Chrisu zu »Greg Iles: Bisswunden« | 13.04.2010 |
| marina zu »Greg Iles: Bisswunden« | 22.02.2010 |
| Nina zu »Greg Iles: Bisswunden« | 27.10.2009 |
| Ticva zu »Greg Iles: Bisswunden« | 10.07.2009 |
| Caro zu »Greg Iles: Bisswunden« | 02.07.2009 |
| Dine zu »Greg Iles: Bisswunden« | 20.06.2009 |
| Karin Topfstedt zu »Greg Iles: Bisswunden« | 17.03.2009 |
| paulimaus zu »Greg Iles: Bisswunden« | 05.11.2008 |
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