Operation Schneewolf von Glenn Meade

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1995 unter dem Titel Snow Wolf, deutsche Ausgabe erstmals 1998 bei Bastei Lübbe.
Ort & Zeit der Handlung: Sowjetunion, 1950 - 1969.

  • London: Hodder & Stoughton, 1995 unter dem Titel Snow Wolf. ISBN: 0450602907. 533 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1998. Übersetzt von Wolfgang Thon. ISBN: 3-404-13967-4. 681 Seiten.

'Operation Schneewolf' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Es ist Winter 1952. Mit dem Mut der Verzweiflung flieht Anna Chorjowa aus einem sowjetischen Gulag. Über Finnland gelangt sie nach Amerika, wo die junge Frau ein neues Leben anfangen will. Aber der amerikanische Geheimdienst hat andere Pläne mit Anna: Sie soll helfen den Topagenten Alex Slanski in Moskau einzuschleusen. Die Belohnung, die ihr winkt, wäre mit allem Gold dieser Welt nicht aufzuwiegen …

Ihre Meinung zu »Glenn Meade: Operation Schneewolf«

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Tilo zu »Glenn Meade: Operation Schneewolf« 15.11.2015
Ich liebe Krimis mit Tatsachen Hintergrüne !!!
Hier sind viele Dinge beschrieben die sich in der Geschichte ereignet haben. Ob das mit der Stalin Ermordung...? Wer weis...
Es sind aber Dinge beschrieben die im Kalten Krieg, also in der DDR, tatsächlich noch angewand wurden. Mir ist etwas schlecht geworden wie Ereignisse aus meiner Kindheit (z.B. milit. Umerziehung...) sich hier in diesem Buch dargestellt wurden. Bei Nachforschungen bei Personen die es mit erlebt haben, wurden mir einige Teile die auch in diesem Buch beschrieben werden bestätigt.
Fazit:
Reale Geschichte mit einer verdammt guten "erfunden" Haupthandlung fesselt jeden.
100 Punkte Mehr davon!!!
puansetija zu »Glenn Meade: Operation Schneewolf« 13.06.2015
Bei dem Set und dem Personal hätte das Buch sehr wohl funktionieren können: leider bestehen "Muskelfleisch" und "Fettgewebe" dieser Geschichte hauptsächlich aus unheimlich abgedroschenen Klischees. Bei so vielen Banalitäten nimmt man schließlich auch ganz harmlose Zusammenhänge nicht als glaubwürdig ab. Zumal es bei so viel Action wirklich genug vom Unglaubwürdigen gibt.
Eher Lektüre-Fast-Food und damit gar nichts für diejenige, die sich mit dem Thema kalter Krieg und Stalin-Zeit ein wenig vertraut sind.
Das Buch ist für mich ein Beweis dafür, dass nicht jedes Potential auch gute Leistung bringt. Mein Fazit: Nie wieder Glenn Meade!
nobi zu »Glenn Meade: Operation Schneewolf« 02.01.2015
Einer der besten Romane die ich gelesen habe, absolute Leseempfehlung.
Handlung, Zeit u. Ort, alles hat gepasst.
Zu keiner Zeit kam Langeweile auf, man will einfach weiterlesen,
so muss ein spannender Roman sein.
Einfach top ! Weiss nicht warum man 3oo Buchstaben schreiben muss, um die Bewertung machen zu können, ein Handlung hier beschreiben ist doch nicht der Sinn einer Rezension.
Hagane-Kotetsu zu »Glenn Meade: Operation Schneewolf« 18.04.2012
Der zweite Weltkrieg liegt schon zwei Generationen zurück und der kalte Krieg zwischen Ost und West ist spätestens mit dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion zu Ende gegangen. Die gesamte Epoche findet man mittlerweile in den Geschichtsbüchern wieder und sie ist der Tagespolitik mittlerweile weit entrückt, bis auf einige Spätfolgen.
Als er damals so richtig der kalte Krieg tobte, lebten die Menschen in ständiger Angst, dass ein kleiner Funke die nächste Katastrophe auslöst, dass eine Reaktion auf irgendeine Herausforderung einen der Machtblöcke veranlasst, die Welt in einen nächsten und wahrscheinlich letzten Krieg zu stürzen. Eine spannende Zeit! Und es war die Zeit der Geheimdienste. Spionage und deren Abwehr, streng geheime Akten, der Einsatz fortschrittlichster Technik, aber auch schlafende Agenten und tote Briefkästen spielten eine wichtige Rolle. Die Spionage lieferte aber auch gleichzeitig wegen der ihr unterstellten Aktivitäten und ihres aktuellen Bezuges den Stoff und Nährboden für eine ganze Reihe erstklassiger und spannender Romane. Es war die Hochzeit der Agententhriller.
Dieses Genre ermöglichte einerseits spannende Einblicke in des Agentendasein, andererseits lieferte es mögliche Erklärungen über Einflußmöglichkeiten auf aktuelle, bzw. zurückliegende politische Entwicklungen. Die Thematik schaffte Raum für Interpretationen „was wäre wenn“, woraus wiederum genügend Stoff für viele Diskussionen entstand, natürlich rein spekulativ, denn der Geheimdienst war ja „top secret“. Wie gesagt, eine spannende Zeit. Die Spionageromane füllten in der Regel die Bestsellerlisten.

Diese Buch faszinierte mich, besonders die Story, da ich zu Anfang eigentlich nichts darüber wusste. Kein Inhalt, kein Ende, rein gar nichts. Die Handlung, die sich unvorhersehbar entwickelt, besticht durch glaubwürdige Charaktere, präzise recherchierte Fakten, Action und eine enorme Spannung. Sie ist vielschichtig, in schnellen Schnitten angelegt, von den höchsten Machtzentren in Ost und West bis hin zum kleinsten Nebenschauplatz.
Die Sprache Glenn Meades ist schnörkellos geradlinig, lebhaft und von unglaublicher Bildhaftigkeit. Sie erzeugt eine noch selten empfundene atmosphärischer Dichte, die die Handlungsorte authentisch und die Zeit des stalinistischen Russlands bedrückend realistisch wieder auferstehen lässt. Meade wartet spielerisch leicht mit einer Fülle zeitgemäßer Fakten auf, ohne die Story zu verwässern oder zu belasten und die Spannung baut sich kontinuierlich bis zum furiosen Finale auf.

Wenn ich überhaupt irgend etwas kritisieren kann, dann ist das höchstens die logische Schwäche des Romanaufbaus, denn eine einzige beteiligte Person kann die unterschiedlichen Handlungsstränge und die Gedanken, Ängste und Gefühle der daran beteiligten Personen natürlich nicht so wiedergeben, wie es der Roman glauben machen will. Und beim Lesen stört das auch überhaupt gar nicht! Eventuell auch noch den hohen Anteil der Action, der einerseits schon manchmal an James Bond erinnert, andererseits aber natürlich auch ein wesentliches Moment des Spannungsaufbaus darstellt.
Sehr angenehm empfand ich den sparsamen Umgang mit Klischees. Während des Winters in Nordeuropa schneit es halt ständig und schlecht versorgte Russen schauen auch bestimmt oft grimmig drein!
Ein überaus spannender Agententhriller, mit einem erheblichen Suchtfaktor. Wenn man sich erst einmal eingelesen hat, kommt man nicht mehr davon los. Die Story ist glaubwürdig und best
icht durch ihre faszinierende Nähe zu tatsächlichen Begebenheiten. Die fast 700 Seiten sind prallgefüllt mit temporeicher Handlung, das Buch hat keine Längen und ist darüberhinaus leicht lesbar. Deswegen bekommt dieser historische Thriller fabelhafte eine Gesamtwertung von 97.

Und was sich tatsächlich beim Tode Stalins zugetragen hat, wissen nur allerhöchste politische Kreise in Moskau und Washington...

... und Ich !
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