Giorgio Scerbanenco

Giorgio Scerbanenco, 1911 als Sohn eines ukrainischen Offiziers und einer Italienerin in Kiew geboren, floh mit seiner Mutter bei Ausbruch der Russischen Revolution, die seinem Vater das Leben kostete, nach Italien. Später begann er als Reporter zu arbeiten und entdeckte seine schriftstellerische Begabung. Neben 60 Romanen verfasste Scerbanenco zahlreiche Kurzgeschichten, berühmt wurde er mit seinen Kriminalromanen um den Arzt Duca Lamberti, der in den einfacheren Stadtvierteln Mailands für eine Ordnung kämpft, von der er weiss, dass es sie eigentlich nicht gibt. Scerbanenco wurde 1969 kurz vor seinem Tod mit dem Grand Prix du Roman Policier ausgezeichnet.

Krimis von Giorgio Scerbanenco:

  • Duca Lamberti Reihe:
  • (1942) Zu reich zum Leben (Luciana ist verschwunden)
    L’antro dei filosofi
  • (1952) Il fiume verde
  • (1957) Cristina che non visse
  • (1963) Venedig sehen und sterben
    La sabbia non ricorda
  • (1963) Mailand wird wieder aufgebaut (Science-Fiction)
    Il cavallo venduto
  • (1969) Stirb bei tiefgekühlten Fischen / Die Signorina ohne Revolver (Kriminalstories)
    Milano calibro 9
  • (1970) Amore ohne Gnade / Schöner Gigolo, toter Gigolo / Das Beste vom Bösen / Eine feine Dame / Von Beruf: Verbrecher / Rififi auf Italienisch (alles übersetzte Teilausgaben aus »Il centodelitti«)
    Il centodelitti
  • (1971) An einem kühlen Tag um fünf
    Ladro contro assasino
  • (1972) La Milano nera / A cura di Oreste Del Buono
  • (1973) Beerdigung auf italienisch (Mit den Augen einer Toten)
    Al mare con la ragazza
  • (1974) Todsünden : abgründige Geschichten von Tugend u. Laster
    I sette peccati e le sette virtú capitali
  • (1975) Die Nacht des Tigers
    La notte della tigre
  • (1975) Metropoli del delitto (Geschichten)
    • le principesse di Acapulco
    • ladro contro assassino
    • le spie non devono amare
    • Europa molto amore
    • al mare con la ragazza
    • dove il sole non sorge mai
  • (1985) Romanzo rosa

»Giorgio Scerbanenco berichtet von den Widersprüchen Italiens, wie sie auch heute, dreißig Jahre später, noch immer bestehen: dem Italien der armen Schlucker, der Außenseiter, der Durchgedrehten und der Gleichgültigen; dem Italien einer neuen neuen und absurd brutalen Kriminalität, die keine Furcht und keine Scham kennt; dem Italien der politischen Deckungsmanöver und der Vertuschung.« (Carlo Lucarelli)

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