Ein stilvoller Mord in Elstree von Gilbert Adair

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel A Mysterious Affair of Style, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Beck.
Folge 2 der Evadne-Mount-Serie.

  • London: Faber, 2007 unter dem Titel A Mysterious Affair of Style. 292 Seiten.
  • München: Beck, 2007. Übersetzt von Jochen Schimmang. 294 Seiten.
  • München: Heyne, 2008. Übersetzt von Jochen Schimmang. 304 Seiten.
  • München: Heyne, 2009. Übersetzt von Jochen Schimmang. 300 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Beck, 2008. Gesprochen von Peter Franke. ISBN: 3406572693. 4 CDs.

'Ein stilvoller Mord in Elstree' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Und hier ist sie wieder, in Begleitung ihres loyalen und geduldigen Partners, des früheren Chefinspektors von Scotland Yard, Eustace Trubshawe: Evadne Mount auf den Spuren eines noch gemeineren, genialen Mordes. Eine Schauspielerin, Evadnes beste Freundin Cora Rutherford, wird vergiftet, und zwar nicht nur vor laufender Kamera, sondern auch vor aller Augen am Set im Filmstudio. Nur sechs Menschen hatten die Gelegenheit, sie zu vergiften, aber keiner von ihnen besitzt ein erkennbares Motiv. Doch Evadne Mount entdeckt, daß sie alle ein Motiv hatten, ein anderes, früheres, noch ungelöstes Verbrechen zu begehen, doch da wiederum hatte keiner die Gelegenheit.

Ihre Meinung zu »Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree«

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Krimi-Tina zu »Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree« 12.08.2009
Die Schauspielerin Cora Rutherford, eine alte Freundin von Evadne Mount wird vor ihren Augen und vor laufender Kamera vergiftet. Niemand der Tatverdächtigen hat ein Motiv. Während der Verhöre fällt allerdings auf, dass es immer wieder Bezüge zum Tod des allseits verhassten Regisseurs Alastair Farjeon gibt.
Die Charakterisierung besagten Farjeon, genannt Farch, ist eines der Highlights des Buches. Fettleibig, ungenießbar insbesondere Frauen gegenüber, so eitel dass er in jedem seiner Filme einen Kurzauftritt haben muss, andererseits aber absolut genial in der Inszenierung seiner Filme. Wem es bis dahin noch nicht dämmert, auf wen hier angespielt wird merkt es wohl spätestens bei der Erwähnung von Filmen wie „ Ein Amerikaner in Gips“.
Das, ebenso wie die wunderbar kauzige Evadne und ihr treuer Begleiter Trubshawe, machen das Buch erneut zu einem großen Lesespaß. Zum Glück, denn leider ist der Aufbau des Falles und auch die Auflösung deutlich schwächer als bei „Mord auf ffolkes Manor“. Zum einen dauert es sehr lange bis der eigentliche Mord passiert, zum anderen bewegt sich Adair stärker in Richtung Parodie.“Mord auf ffolkes Manor“ hielt sich sehr viel mehr an die klassische Form des Kriminalromans.
Alles in allen aber empfehlenswert
Stefan83 zu »Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree« 15.02.2009
Der klassische Kriminalroman, in den letzten Jahren an den Rand der Ausrottung im Sortiment der Buchhandlungen gebracht, scheint nun ein Comeback zu feiern. Während Fischer unter dem Titel "Crime-Classic" gleich eine ganze Reihe von alten Krimiperlen erst- oder wiederübersetzt, scheinen auch andere Verlage die sich steigernde Nachfrage erkannt zu haben.

Seien es die Maigrets bei Diogenes, die Pater Browns bei Insel. Der Kriminalroman der alten Schule ist wieder da und hat dies, so scheint es zumindest mir, in Deutschland vor allem Gilbert Adair zu verdanken, welcher 2006 mit seinem ersten Evadne-Mount-Krimi "Mord auf ffolkes Manor", einer literarischen Verneigung vor seinem großen Vorbild Agatha Christie, von sich Reden machte. Dank ihm sind Begriffe wie Armchair und Cozy wieder salonfähig, was in einer Zeit, in der sich der Spannungsgehalt und Unterhaltungswert an Litern Blut im Plot zu messen scheint, ohne Zweifel Anerkennung und Beachtung verdient hat.

"Mord auf ffolkes Manor" zählte auch zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres 2008, weshalb die Veröffentlichung der Taschenbuchausgabe vom zweiten Band "Ein stilvoller Mord in Elstree" einen schnellen Kauf meinerseits nach sich zog. Nicht nur war ich gespannt wie Adair die Story um die Krimiautorin Evadne Mount und den pensionierten Inspector vom Scotland Yard, Eustace Trubshawe, weiterspinnt. Nein, einmal mehr wollte ich abtauchen in das goldene Zeitalter des Krimis und mich am Miträtseln und typisch englischer Atmosphäre zu erfreuen.

"Ein stilvoller Mord in Elstree" spielt gut zehn Jahre nach den Ereignissen auf ffolkes Manor. Der Sieg der Alliierten über Nazideutschland ist noch nicht lange vorbei und die Auswirkungen des Krieges weiterhin an jeder Stelle ersichtlich. Eustace Trubshawe, der mittlerweile das eintönige Leben eines Einzelgängers lebt, trifft per Zufall Evadne Mount wieder, welche ihn zum Besuch eines Theaterstücks überreden kann, in dem auch Cora Rutherford mitspielt. Die in die Jahre gekommene Schauspielerin hat eine Rolle im Film des exzentrischen Meisterregisseurs Alastair Farjeon (Parallelen zu Alfred Hitchcock sind mehr als deutlich) bekommen und lädt Evadne und Eustace zu den Proben ein. Und dort passiert es: Während eines Testdurchlaufs trinkt Cora aus einem Champagnerglas und fällt daraufhin tot um. Vergiftet. Nur sechs Menschen hatten die Gelegenheit sie zu töten, doch keiner von ihnen scheint ein erkennbares Motiv zu besitzen. Evadne und Eustace nehmen, beide auf ihre Weise und im Wettstreit miteinander, in dem Fall die Ermittlungen auf.

Adair bringt auch im zweiten Band ein gelungenes Stück Kriminalliteratur zu Papier, in dem es von amüsanten Anspielungen auf die Autoren des "Golden Age", besonders natürlich auf Agatha Christie, nur so wimmelt. Diesmal allerdings dauert es gut 130 Seiten bis der eigentliche Mord passiert. Eine Tatsache, die man trotz dadurch resultierender Längen im nachhinein gerne entschuldigt, greift Adair sie doch selbst auf und lässt sie am Schluss von Evadne Mount erklären. Und dieses augenzwinkernde Spiel zwischen Autor und Leser ist es, was dieses Buch so kurzweilig macht. Da stört es auch nur wenig, dass das Ende für Vielleser des Genres wenig überraschend gerät.

Insgesamt ist "Ein stilvoller Mord in Elstree" ein wiederum gelungenes Werk in der Tradition des klassisch britischen Kriminalromans, das zwar nicht vor Spannung knistert und die Qualität des Vorgängers erreicht, aber dennoch bestens und charmant-leicht unterhält. Keine Parodie (dafür nimmt Adair das Werk von Christie zu ernst), aber eine stilistisch perfekte Hommage an eine vergangene Zeit, welche ein längst vergessenes Genre in die Neuzeit katapultiert und fortsetzt.
6 von 8 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Revillo zu »Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree« 09.05.2008
Leider hält das Buch nicht, was die guten Kritiken und der Vorgänger versprechen.

Die Handlung plätshcert die ersten 100 Seiten kaum ergreifend dahin. Das Hauptprobelm des Buchs ist jedoch, dass sich der Autor nicht entscheiden konnte, ob er eine Parodie oder einen echten Krimi schreiben wollte. Was er vorgelegt hat, ist weder Fisch noch Fleisch. Den Charakteren fehlt es an Tiefe und Identifikationspotential. Sie sind einem nach ein paar Dutzend Seiten schlicht egal.

Und das Ende war für mich bereits schon Anfang schon deutlich vorhersehbar. Schade.
Nomadenseele zu »Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree« 24.04.2008
S: 273, 1. Auflage:

Trotzdem gilt die eiserne Regel - ein wichtiger Bestandteil des Pakts zwischen Autor und Leser - , daß auf den ersten 20 bis 30 Seiten ein Mord oder zumindest ein Mordversuch begangen werden muß. Wenn er erst nach der Hälfte passiert, wäre die Geduld des Lesers auf eine ernsthafte Probe gestellt. Wenn das hier etwa einer meiner eigenen Krimis wäre, dann hätten sich sich die Leser um Seite 100 herum vermutlich gefragt, ob es zu einem Mord kommen würde, damit wenigstens die Abbildung auf dem Umschlag gerechtfertigt wäre.

Weise Worte und vielleicht hätte sich Gilbert Adair an seine eigenen Worte halten sollen. Bis auf Seite 130 geschieht nämlich erst einmal kein Mord.
Stattdessen plätschert die Handlung vor sich hin, weder Sittengemälde aus Londons Nachkriegszeit noch Liebesgeschichte…einfach nichtsagendes Nichts unterbrochen durch Beleidigungen auf Alfred Hitchcock, welche auch das ganze Buch hindurch nicht abreissen *fettes Gesicht* *Dreifachkinn* ect. - als wäre diese großartige Regiesseur Model gewesen. Auf Seite 130 von 300 Seiten wird das Buch recht gut, auch wenn es nicht annähernd an den Vorgänger *Mord auf ffolkes Manor* ranreicht. Meine Buchhändlerin hatte genau die gleiche Meinung, wo die ganzen euphorischen Kritiken herkommen, weiß wohl niemand so genau.
Todesengelfee zu »Gilbert Adair: Ein stilvoller Mord in Elstree« 05.11.2007
Genau so gut wie das erste mit super Plot und tollem Humor. Dieser Roman spielt etwas später (ungefähr 10 Jahre) als der erste und die Hauptfiguren aus dem ersten Roman treffen sich durch Zufall wieder. Sie werden Zeugen eines Mordes und bahnen sich langsam den Weg zum Mörder!
Das Ende hätte ich nicht voraussehen können!
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